Im Herbst 2011 war Saab das letzte Mal in Österreich unterwegs
Es war die letzte Saab-Werbung, die in Österreich in den digitalen Medien online ging. Im Herbst 2011 war die schwedische Marke zum letzten Mal in der Alpenrepublik unterwegs und zeigte den neuen 9-4X und den Saab 9-5 Sportkombi. Immerhin 10 Partner waren als Veranstaltungsorte eingetragen; wer wollte, konnte zum allerletzten Mal neue Saab bestaunen.
Ahnte man damals, dass es ein Abschied für immer war? Vielleicht taten es manche, aber generell war es die Hoffnung, die überwog. Was blieb auch sonst übrig als die Option auf eine Zukunft? Aufgeben, das war keine Alternative. Also tourten ab dem 5. November 2011 ein Saab 9-5 SportCombi aus der Vorserie und ein 9-4X SUV durchs Land.

Im Herbst 2011 war Saab das letzte Mal in Österreich unterwegs
Zuvor war das Programm online gegangen, hastig zusammengestellt und vermutlich ohne die Hilfe einer Werbeagentur. Denn Mittel für eine große Kampagne standen damals schon nicht mehr zur Verfügung. Wer sich erinnert, der kennt die Umstände und im Saab Werk hatte damals bereits ein mit der Rekonstruktion betrauter Anwalt das Sagen, welcher Gelder nur in sehr homöopathischen Dosierungen verteilen konnte.

Die letzte mediale Präsenz in Österreich war entsprechend hausgemacht, improvisiert und der Situation geschuldet. So wie es auch in Deutschland und in anderen Märkten den Fall war. Für den großen medialen Wirbel fehlten schlicht die Mittel. Dass die Präsentation der beiden Modelle dennoch auf ein großes Publikumsinteresse stieß, liegt an der besonderen Aura der Marke Saab, die schon immer ihre Anhänger mobilisieren konnte.

Wie sagte damals der Geschäftsführer eines größeren Saab-Partners zu mir? Laden wir zu einer BMW-Präsentation ein, dann kommen ein Dutzend. Laden wir mit Saab ein, sind es 300. Genutzt hat die Mobilisierung dennoch nichts; die Kampagne für Saab Österreich ist heute pure Erinnerung und Sentimentalität. Ein Zeitzeugnis für das, was vielleicht hätte sein können, oder auch nicht.
zwar nicht in Österreich (sondern hier in D) …
Aber hätte es diese Tour (und Tom mit extra Infos damals!) hier im “Norden” nicht gegeben, würde ich heute def. längst keinen SAAB mehr fahren …
… und hätte wahrscheinlich auch nie erfahren können, das mein aktuelles 2011´er-Drömlil wirklich zu meinen paar Traumautos gehört. 🙂
Das war ein tolles Engagement von allen Beteiligten damals … leider ja nicht sehr fruchtbar (für Marke und wahrscheinlich auch die meisten Händler) und evtl. auch zu spät. Schade.
Das zeugt von Konsequenz, von unbezwingbarem Optimismus der handelnden Personen und der Partner vor Ort. Man muss heute noch dankbar sein für dieses Engagement.
Mein 9-3 SC von 2009 war ein Vorführwagen von SAAB Meisinger. Vielleicht stand er damals neben den Präsentationsfahrzeugen.
Schade, so viel Engagement und dann ist nichts daraus geworden. Ist jedesmal traurig, wenn man sich dran erinnert. Aber dann steige ich in meinen Saab und freue mich, dass ich ihn habe. Und auch die Seiten hier, die zum Saab Leben dazu gehören.