Emily GT Konzept ab August aus italienischer Produktion
Die gestrige Pressekonferenz mit EV Electra CEO Jihad M. Mohammad sollte dazu dienen, offene Fragen zu klären. Getan hat sie das nicht. Mehr denn je stehen Fragezeichen im Raum. Wie schon zuvor, bei einer ähnlichen Fragestunde unter der Regie des Niederländischen Saab Clubs, glich die Veranstaltung in erster Line einem Monolog des CEO.
Natürlich, auch das ist klar, der Fragesteller des Saab Clubs ist in erster Linie ein Saab Enthusiast, das Wort Pressekonferenz ist wohl zu viel für eine privat anmutende Unterhaltung. Kritisches Nachfragen durfte man auch dieses Mal nicht erwarten, der EV Electra CEO verlor sich gerne in Erklärungen, wem er traut und wem nicht, und warum er eigentlich nichts zu erzählen hatte oder wollte.

Emily GT Konzept ab August aus italienischer Produktion
Unklar blieb der Standort des italienischen Autowerks, das angeblich erworben wurde. In der Nähe von Turin sei es und es sei geschichtsträchtig, womit gleich einige kleinere Manufakturen infrage kämen. Ab Ende August würde dort das Emily GT Konzept in seiner endgültigen Version hergestellt werden. In einer Kleinserie von maximal 1.500 Exemplare pro Jahr für den europäischen Markt. Für mehr sei bis dahin die Homologation nicht vorhanden.
Erste Fahrzeuge müssten, um die notwendigen Zulassungen zu erhalten, demnach zeitnah zur Verfügung stehen. Der Innenraum des Emily Konzepts soll bis zur Serie noch überarbeitet werden. Er soll dann futuristischer sein, eine Abkehr vom Purismus der ersten Exemplare. Als Preis werden 50 bis 60.000 US $ angestrebt, unklar sind die finalen Leistungsdaten und die Größe der Batterie.
Dass EV Electra außerdem chinesische Elektrofahrzeuge unter eigenem Label verkaufen wird, gehört auch dazu, dass man mit ehemaligen Saab Ingenieuren zusammenarbeite, nimmt man ebenfalls zur Kenntnis. Vielleicht kommt man dann später an dem Punkt an, an dem man sich als Zuschauer trotzdem fragt, was das ganze noch mit Saab zu tun haben könnte.
Denn sämtliche Aktivitäten operieren unter der EV Electra Dachmarke. Eine schwedisch anmutendes Sub-Label für Emily, einst im Sog des Wirbels um das Fahrzeug angedacht, wird es demnach nicht geben.
Doch dann schaltet der Moderator in den Saab Modus zurück, fragt J. M. Mohammad danach, ob er plant die Markenrechte von der Saab AB zu erwerben. Der antwortet artig, dass er sich erst beweisen möchte und dann gedenkt vorzusprechen. Money rules – alles eine Frage des Geldes – und eben des Erfolgs, den man vorweisen kann.
Die Frage, wie realitätsnah das alles ist, ob überhaupt, darf sich der Leser selbst beantworten. Das Interview ist online (Link) abrufbar, es enthält keine der angekündigten Sensationen und man darf gespannt in den Sommer schauen, ob in Italien ein Elektroauto mit etwas Trollhättan und Saab DNA tatsächlich Realität wird.
scheint noch nicht klar zu sein was in Italien gemacht wird .. hier ein etwas widersprüchlicher Artikel .. von vor 2 Wochen?…
Saab-Engineered Emily GT Won’t Be Italian Made
https://www.msn.com/en-us/autos/news/saab-engineered-emily-gt-won-t-be-italian-made/ar-AA1nTzDF
Remember the NEVS Emily GT, the electric luxury sedan developed and built by former SAAB engineers? EV Electra, the EV startup that purchased the rights to this vehicle last year, has purchased a factory in Italy, where it intends to build electric cars. Could this be the first sign of the potential BMW i5 rival coming to fruition?
carbuzz
Diese Meldung ist durch die letzte Pressekonferenz von EV Electra überholt und nicht mehr aktuell.
Wenn sie ein Werk in Italien gekauft haben, kann es eigentlich nur das Maseratiwerk in Grugliasco/Turin sein, das von Stellantis seit letztem Jahr zum Verkauf angeboten wird. Von den de Tomaso Ruinen werden sie wohl die Finger gelassen haben.
Exakt das ist der erste Gedanke – aber dafür kam postwendend das Dementi von J. M. Mohammad.
Mir will Pininfarina nicht aus dem Kopf. In Cambiano gibt es genug leer stehende Hallen und es gibt ein Link zu NEVS.
Wenn man ein bisschen googelt, findet man ein 2011 geschlossenes FIAT-Werk auf Sizilien in Termini Imerese, das seit dem anscheinend leer steht und letztes Jahr mal wieder versteigert wurde.
Wenn man dort Arbeitsplätze schaffen will, kann man vermutlich sogar mit staatlicher Förderung rechnen. Das könnte doch genau das sein, was einem Autoproduktions-Startup in die Karten spielen würde.
Ist natürlich auch abhängig davon, in welchem Zustand sich alles befindet.
Die Kleinserie von 1500 Fahrzeugen wäre wahrscheinlich für SAAB-Freunde ausreichend. aber schon kommen die Fragezeichen:
oooch nee, ich hol mal den Klappstuhl, Chips und Bier raus……
August! Das sind ab heute nur 2,5 Monate. Ingenieure gibt es ohne Ende laut Aussage und überall in der Welt. Man o man ich habe nur eine kleine Werkstatt aber bin ein dofer Kerl. Gute Mechaniker finde ich nirgendwo aber es gibt jemand die in fast drei Monate Pressen bauen kann, mitarbeiter fertig stehen hat und Emily von Konzept auf eine Auflagen von 1.500 Stück bringen kann……….und das nur für den EU. Die andere Markten bekommen mehr!
Ja, wie soll das gehen? Oder gibt es Pressen und Werkzeuge aus Trollhättan, die nach Italien kommen? Ich verstehe das auch nicht.
Die Werkzeuge für die Emily Fertigung (in Serie) sollen bereits existent sein. Sie wurden noch von NEVS (Evergrande) in Auftrag gegeben und gezahlt.
Träfe das zu, wird der Zeitplan vielleicht etwas realistischer.
Das Ganze wird evtl. sogar klappen – dennoch wäre ein reines Elektroauto für mich keine Option. Aufladen nach wie vor zu umständlich, keine ausreichende Infrastruktur (Lademöglichkeiten), eigentlich als Produkt insgesamt gesehen doch nicht sehr umweltfreundlich und es gibt nach wie vor keine Erfahrungen über längere Zeiträume (Haltbarkeit der Batterien etc.).
Käme Emily wahlweise auch als Verbrenner und Hybrid könnte es aufgrund des gelungenen Designs interessant werden.
Ich hatte in meinem Schwedenurlaub den Polestar. 2 mit 78kwh Akku und kleinstem Motor als Mietwagen.
Ich muss ehrlich sagen, dass es nicht übel war mit Aufladen usw. Was ich da schlimm finde, ist dass in Deutschland viele Säulen nicht schnelladen könnten.
Und mehrere Apps usw nutzen zu müssen ist meiner Meinung nach absolut Mist, man stelle sich vor, man könnte an jeder Tankstelle nur mit einer mietgliedskarte für 10€ im Monat tanken….
Bei Q8 (also der Tankstellenkette) gab es aber zumindest am den fernstraßen immer auch ne schnelladesäule und man konnte mit jeder Kreditkarte direkt für die geladenen KW bezahlen.
Nach der Umstellung wie und wo man lädt und bezahlt hat es gut funktioniert.
Wenn ich mir dann noch vorstelle, den Wagen zuhause laden zu können, an der Ferienwohnung ging das nicht, dann wäre es auch nochmal günstiger gewesen und ich bräuchte die Säulen nur für die sporadischen Langstrecken.
Aber kommt natürlich sehr aufs Fahrprofil an. Bei viel Langstrecke ist es natürlich schwierig.
Wer glaubt daran? Bitte melden!
Ich glaube in dem moment dran, wenn ich bilder von Autos auf dem Band sehe und man das auto tatsächlich bestellen oder kaufen und live ansehen dran. Bis dahin… Nehme ich es mal zur Kenntnis und warte ab.
Felix, da ist Ulrich, melde mich zur Stelle. Ich habe das ganze Interview angehört. Da ist endlich mal ein Palästinenser, der etwas aus seinem Leben macht. Und nicht nur für sich und seine Kinder lifelong Geld von der UNWRA bezieht. Natürlich hat er einen sehr komischen Namen für unsere Begriffe. Aber offenbar ist er ein Kämpfer wie schon sein Vorname sagt und in diesem Geist ist nichts ausgeschlossen. Da er stark angefeindet wurde und wird, wohl auf Grund seiner Herkunft, ist er misstrauisch und gibt nicht zu viel preis. Aber die 2 – 3 Monate werden wir auch noch überleben. Die angestrebten Preissegmente und Qualitäten der Fahrzeuge sind vernünftig, also bleibe ich im Hoffnungsbund. Nur werde ich meinen Saab 9-5 Griffin 2.3T SC von 2009 dafür nicht aufgeben….
Gut geschrieben. Ich hoffe er macht wirklich was damit. Meine Zweifel habe ich schon geäußert.