NEVS Elektroauto produktionsbereit!

Die Nachrichten aus Trollhättan sind positiv, sehr sogar. Stefan Tilk, stellvertretender Vorstand von NEVS, meldete heute das erste NEVS Elektroauto für China als bereit zur Produktion. Fertigung und Auslieferung werden 2017 starten, es liegen bereits 150.000 verbindliche Bestellungen vor.

NEVS EV in Peking. Photo Credit: Reuters
NEVS EV in Peking. Photo Credit: Reuters

Ab Herbst sollen Presswerk und Lackieranlage in der Stallbacka wieder in Betrieb gehen, die Karossen für das NEVS EV kommen bis zum vollständigen Ausbau des neuen Werks in China aus Schweden. Bis zu 200 zusätzliche Arbeitsplätze könnten so in Trollhättan entstehen.

Unter dem Blech, so Tilk in einem Interview mit Sveriges Radio, wurde vieles geändert und verbessert. Technische Probleme, die NEVS 2014 auf Grund finanzieller Engpässe nicht haben lösen können, sind Vergangenheit. Auch beim Design der auf dem Saab 9-3 basierenden Limousine habe es Modifikationen gegeben, die allerdings nicht besonders prägnant seien.

Bilder von der Serienversion wird NEVS erst zu einem späteren Zeitpunkt zeigen, auch bei technischen Daten ist man zurückhaltend. 250 Kilometer Reichweite sind garantiert, mehr Details kommuniziert man nicht. Auch nicht,  unter welchem Markennamen das neue Fahrzeug zu kaufen sein wird.

Das erste von NEVS entwickelte Produkt ist eine Angelegenheit für China, angefangen von der Lieferkette bis hin zum Vertrieb. Nicht ganz ausschließen möchte Tilk allerdings, dass es auch einige Fahrzeuge für Europa geben könnte.

Stefan Tilk, Sveriges Radio

Geht doch, möchte man sagen ! Neue Arbeitsplätze entstehen in Schweden. Ein erstes Produkt, entwickelt in Trollhättan, für den am schnellsten wachsenden Elektroautomarkt der Welt ist am Start. Das bringt Geld in die Kassen, die Konzentration auf Asien ist vernünftig. Eine Kleinserie von EV´s für Europa ist nicht ausgeschlossen, und die gute, alte Saab Fabrik erwacht zu neuem Leben. Das sind sehr schöne Nachrichten zum Ende einer spannenden Woche !

20 Gedanken zu „NEVS Elektroauto produktionsbereit!

  • freue mich!!!

  • Wer kauft den ein Elektroauto ohne es vorher gesehen zu haben,ohne zu wissen welche Technik drinsteckt,welchen Preis das Auto hat,wer den Service in China garantiert u.s.w.
    Sorry irgendwie fehlt mir da der Glaube…

    • Die Fahrzeuge gehen an Großabnehmer, darunter eine Leasingfirma. Deren Vetreter waren bereits in Trollhättan, kennen Werk und Produkt. 25 Fahrzeuge der Vorserie sind fertig, sie durchlaufen in den nächsten Monaten in China den Testzyklus zur Erteilung der Produktionslizenz.

  • Gott sei Dank! Endlich ist es soweit, jetzt brauche doch kein TESLA Mod.3 zu bestellen und ich brauche auch keinen 9-4X gebraucht ohne Garantie zu kaufen.Wenn 300.000 Leute einen TESLA bestellen ohne ihn jemals gefahren oder angefasst zu haben, warum dann nicht auch einen SAAB.

  • Klingt gut, die Entwicklungen bleiben freilich abzuwarten. Ich schaue mir erst einmal einen interessanten Aero an. Es bleibt halt spannend!

  • I want EVs for europe too! / Ich will EVs auch für Europa!

  • Batterien = tote Technik und 250 km sind bezeichnend. Batterien sind ein Irrweg. Von Saab hätte ich mehr erwartet, wie zum Beispiel die Brennstofzelle. Diese Technik hat wirklich Zukunft, Batterien sind nur eine Übergangsphase. Von seitens Saab sollte man diese einfach überspringen. Es würde zwar etwas länger dauern, dann aber ist man Spitzenreiter.

    • NEVS hat das passende Produkt zur richtigen Zeit für den passenden Markt. Die Nachfrage macht die Musik, und wenn Karosseriewerk und Lackierstrasste in Trollhättan laufen, dann ist es die große Chance eine Auftragsfertigung zu integrieren. Um mit besonderen Innovationen zu punkten ist es (noch) nicht die richtige Zeit. Zuvor muss Geld verdient und Volumen produziert werden. Diese Möglichkeit nutzt man jetzt.

    • Genau, Akkus bleiben auf den heutigen Stand stehen, da gibt es per Definition keine Entwicklung mehr.
      Die massenhaften Probleme der Brennstoffzellentechnik, wie Kosten, schlechter Wirkungsgrad, Wasserstoffproduktion, Verteilnetz, Kosten, etc. lassen sich ja in handumdrehen lösen.
      Ein Brennstoffzellenauto enthält auch ein komplettes E-Auto, sogar einen Akku. Zusätzlich benötigt man eine Brennstoffzelle und einen aufwendigen Tank. Und frag mal an wie lange denn so eine Brennstoffzelle hält.
      Das ist eindeutig die Zukunft. 🙂

  • Denke da wie Peter…

    • Nun meckert doch nicht gleich wieder rum!
      Schließlich muß langsam mal etwas vom Band rollen, mit dem Geld verdient wird. Ergebnisoffene Forschung bezahlt irgendwann auch kein Chinese mehr….

      Schönes WE.

  • Was? Wie bitte? Dann schaut mal nach Japan…Nichts ist unmöglich und Mirai sage ich nur….
    War mal nicht die Rede von einem Einstieg der japanischen Marke lange vor den Chinesen und NEVS bei Saab?

  • Auf alle Fälle ist das ja so oder so auch mal eine positive Nachricht aus Schweden…

  • Wie kann ein Auto produktionsbereit sein, das noch Zulassungen durchlaufen muss? Wenn es die nicht besteht, muss doch wohl umkonstruiert werden. Nicht wahrscheinlich, aber doch große Worte vor der Hürde. Und wenn das Fahrzeug produktionsbereit ist, dauern Zulassungstests wirklich über ein Jahr? Oder wie kommt die Differenz zwischen den Aussagen „wir können jetzt bauen“ (so verstehe ich produktionsbereit) und „wir bauen in einem Jahr“ (2017) zustande?

    • Das Verfahren ist in China üblich, der große Mitbewerber aus Göteborg musste das gleiche Prozedere akzeptieren. Die Medien berichteten ausführlich über den langen Weg zur Erteilung der Produktionslizenz. Das EV, oder besser gesagt die 25 Fahrzeuge der Testflotte, entsprechen dem Fahrzeug das ab 2017 gebaut werden soll.

  • Gut für die Region Trollhättan, wenn es denn soweit kommt.
    Tut mir leid, aber die positiven „Vorschusslorbeeren“ hat NEVS bekannterweise vergeigt. 🙁
    Ich warte unaufgeregt ab… und halte es wie Gebhard: einen AERO finden… 😉

  • Nichts für ungut. Aber am ausgedünnten Werkstattnetz und der teils schwierigen Ersatzteilversorgung für Saab Automobile wird auch ein großer Erfolg von Nevs nichts ändern. Es fällt mir daher schwer, diese Begeisterung nachzuvollziehen. Das Einzige was die meisten Saab-Besitzer interessieren dürfte, ist der Betrieb ihres aktuellen Saab.

    Wenn in Trollhättan Arbeitsplätze geschaffen werden, ist das für die Region nett. Ich habe davon nichts. Und auch mein Saab hat davon nichts. Wenn Orio nicht mal in der Lage ist, Zierstreifen oder Radlaufleisten für den 901er neu aufzulegen, was sollte dann Nevs für mich leisten können?

    Danke trotzdem für die Meldung. Sie ist ja nicht uninteressant. Aber mit meinem Saab hat sie nichts zu tun.

    • Warum dieses Gemeckere? Das Werkstattnetz war immer schon dünn, und wenn für ein Fahrzeug, dessen Produktion vor einem Vierteljahrhundert ausgelaufen, ist Zierstreifen nicht lieferbar sind, wo ist das Drama? Frag mal bei Volvo nach, die schütteln sich bei diesen Problemen vor Lachen. In Schweden gibt es genug Märkte jedes Jahr wo diese Teile angeboten werden, der schwedische Saab Club lässt vieles in Eigenregie nachfertigen. Klar, man muss sich bewegen, aber jede Reise nach Schweden macht auch Spass.

      Statt negativ zu sein könnte man selbst Dinge in die Hand nehmen. Es gibt auch deutsche Saab Clubs, die könnten es den Schweden nachmachen. Oder?

      • Das Werkstattnetz wurde erst dann dünner, als GM bei Saab eingestiegen war und viele bisherigen Saab Händler nicht noch Opels dazu holen wollten. Volvo hat genauso wie Saab auch mit der Ersatzteilversorgung für ältere Fahrzeuge zu kämpfen, weil ab dem Zeitpunkt wo andere Hersteller ins Portfolio mit eingestiegen sind, diese reduziert bzw. eingestampft wurde. Versuche mal die Klappscheinwerfer usw. für den Volvo 480 ES der auch soweit wie der 901er gebaut wurde, zu bekommen….Ja in Schweden werden die nachgefertigten Teile angeboten. Zu welchem Preis? Von der langen Haltbarkeit und Qualität ganz zu schweigen…
        Versuche mal auch in Schweden, die Motoren für die FH oder die SW-Regulierung eines 901er zu bekommen, die eine HU überleben. Von den Problemen bei den 9000ern (siehe letzte Berichte hier im Blog) auch hinsichtlich Ersatzteilen auch zu schweigen…Hast du ein paar Millionen Euro um Ersatzteile zu kaufen und Lagerhallen zu mieten, die mind. 3-fach so gross wie die Ludolfs sind und das nur für den 901er? Denke daran: ca. 70 Prozent der 901er CV gingen in die USA und sind grösstenteils nach Europa zurückgekommen. Das zum Thema Clubs und Nachfertigungen.

    • Ja Uli da hast du recht. Andere Hersteller haben schon vor Jahren dafür gesorgt, dass Besitzer von älteren Modellen die Ersatzteilversorgung gegeben war.

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