Wie ein Schmuddelkind die Liebe (zu Saab) festigte!

Die ersten Artikel zu unserer Leseraktion sind im Blog-Postfach gelandet. Wir verlosen ein  Ursaab, den Auftakt macht der Artikel von Frank.

Es war Anfang der 80´Jahre, die Eltern eines Freundes hatten ein Auto, was kein anderer hatte. Das lange schräge Heck, die seitlichen Lüftungsschlitze und nicht zuletzt die Tatsache, daß dieses Auto einfach eine völlig andere Reaktion beim Beschleunigen zeigte als alle anderen Autos, in denen ich mitgefahren war.

Saab 9-5 von Frank
Saab 9-5 von Frank

Ich habe mir damals erklären lassen, das dieses ein „Turbo“ und mit den anderen Autos nicht zu vergleichen sei. Seit her schielte ich immer wieder auf Fahrzeuge der Marke Saab, ohne mich intensiv damit zu beschäftigen.

Vor über 10 Jahren erinnerte ich mich wieder daran, daß ich seit meiner Kindheit diese Vorstellung habe, einen Saab zu fahren. Also hin zu meiner Lebensgefährtin, „Schatz, was hältst du von Saab?“, sie entgegnete, „diese häßlichen Kisten?“. Das Thema war damit erst einmal vom Tisch.

Vor einigen Jahren ergab es sich, daß wir einen großen Wagen brauchten, damit sah ich meine Chance gekommen, ein häßliches Auto zu kaufen, da es ja nur praktisch sein mußte!

Der Kandidat war auch schnell gefunden und ja er war in seiner Gestaltungskombination wirklich nicht hübsch. Ein 9-5 3.0 TID Kombi, beige Stoffsitze und Tannengrün (Saab nannte es Graphit).
Da war er nun, ein grünes Auto, das Fahrwerk Typ Hawaii, ein Motor, der sehr viel Aufmerksamkeit verlangt (wie ich nach dem Kauf erfahren hatte) und auch ansonsten konnte dieser Wagen mit nichts punkten, dessen Attitüde man mit schick oder sportlich bezeichnen könnte.

Aber dennoch schaffte diese Wagen etwas, was kein Auto zuvor vermochte, er gehörte zu uns und war ein Teil von uns. Man flog nicht mehr nach Italien, man fuhr Saab nach Italien.

Für mich war jetzt klar, Saab ist meine Marke und auch meine Lebensgefährtin akzeptiert nur diese Marke als Auto für uns. Der Prospekt des 9-5 NG als Kombi war schon bei uns und der Entschluß, dieses Auto zu kaufen, sobald es raus kommt, war auch schon gefaßt. Nun, dazu kam es nicht mehr, Saab stellte die Produktion ein, der 3.0 TID machte bei 212000 Km schlapp und ein 9-3 wurde unser Begleiter.

9 Gedanken zu „Wie ein Schmuddelkind die Liebe (zu Saab) festigte!

  • Ging mir genau so.. Nur mein Bruder fuhr als erstes 9000 und so wurde die sucht immer schlimmer…..

  • Sehr schöne Story, hätte nie gedacht dass der 3.0 TID Freundschaften schließen hilft 😉

  • Habe meine beiden 900 zurück gekauft.
    aber der 3.0 über 200tkm ist schon top für die Fehlkonstruktion.

  • Und ich vermisse dieses Auto immer noch, es war wirklich der perfekte Reisewagen. Das einzige was manchmal störte war, die Gewissheit das irgendwann der Motor kaputt gehen wird, immer gedanklich bei einem war.

  • Witzig, die Geschichte mit unserem 9-5 verlief ziemlich exakt genauso! Wir fahren allerdings die 2.2 Liter Dieselmaschine und der läuft und läuft 🙂
    Für mich weiterhin das beste und schönste Auto der Welt!

  • …warum findet der abgebildete, schwarze 9-5OG keine Erwähnung im Text ?

  • @ saab_owl: bin ich damals auch drauf rein gefallen, im Internet sah der Wagen schwarz aus, bis die Sonne drauf schien – dann war er grün.

    • Interessante Farbe, gefällt mir !

  • Ich habe lange nicht mehr im Blog gelesen und mit einem sehr schön geschriebener Text wieder gestartet.

    Ich und meine Frau müssten sogar herzhaft lachen.
    “…Also hin zu meiner Lebensgefährtin, „Schatz, was hältst du von Saab?“, sie entgegnete, „diese häßlichen Kisten?“. Das Thema war damit erst einmal vom Tisch. …“
    Diese Zeilen.Treffen auch zu 100% auf ins zu.

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