Saab 9-4x FWD
Ja, den Saab 9-4x gab es auch mit Frontantrieb. Eine Tatsache, die irgendwie an mir vorbei gegangen ist. In den deutschen Preislisten ist das Modell nicht aufgetaucht, oder ich habe es schlichtweg übersehen.

Dabei ist die Frontantriebslösung bei SUV Käufern generell sehr beliebt. Die Fahrzeuge betreiben eine Art von Mimikry – sie tun so, als ob sie Allrad-Fahrzeuge wären…sind es aber nicht.
Die Vernunft spricht dafür, der Geldbeutel freut sich. Weniger Gewicht, weniger Technik – damit geringerer Verbrauch und niedrigere Kosten. Wer kein Almbauer oder Förster ist und täglich durch unwegsames Gelände fahren will, der ist mit Frontantrieb gut beraten.
Eine ideale Mischung aus Vernunft und Vergnügen steht bei Blog Unterstützer Markus Lafrentz zum Verkauf. Ein Saab 9-4x FWD Linear , aus erster Hand, mit wenigen Kilometern. Mit Ledersitzen, für den Fahrer elektrisch, Sitzheizung und dem großen (genialen) Panoramadach hat er alles an Bord, was man braucht. Die 20″ Aero Felgen – in der Serie rollt der Linear auf 18″ – machen den Auftritt kaum unterscheidbar von der Aero Version. Für den Antrieb sorgt der 265 PS 3-Liter V6 mit Automatik; bei 210 wird abgeregelt. Das sollte für standesgemäßen Vortrieb reichen. Im Gepäckraum befindet sich das praktische U-Rail Gepäcksystem, das man nicht vermissen möchte, wenn man es einmal hatte.
Der Saab 9-4x hat sich als äusserst wertstabil herausgestellt, was an der geringen gebauten Stückzahl und an der speziellen Situation der Marke liegt. Auch unter diesem Aspekt wäre der 9-4x ein Kauf, der Vernunft und Vergnügen verbinden kann. Mehr Informationen gibt es beim Saab Zentrum Kiel.
Mit welchem Spritverbrauch lässt sich diese Konfiguration denn bewegen, wenn ich mal Stadt/Land/BAB mit 30/40/30 Prozent ansetze. Um die 13 Liter, denke ich mal, oder gar 14/15 Liter ? Ich habe mit SUVs überhaupt keine Erfahrung. Meinen 9-5 Aero (gut, natürlich kein Vergleich) bewege ich mit 8,5-9 Litern… Na ja, diese 9-4X Version wird wohl kaum jemand hier besitzen….
Wenn es ein vernünftiger, gut durchdachter (permanenter) Allradantrieb ist, braucht man sich davor nicht zu fürchten, weder in den Unterhaltskosten noch im Verbrauch.
Die Sicherheit ist jedoch 365 Tage vorhanden, immer, auf jedem Kilometer, bei jedem Wetter.
Da leider mein SAAB 9-5 NG Sportkombi TTID XWD nicht geliefert werden konnte, kaufte ich alternativ ein Fahrzeug des japanischen Allrad-Spezialisten mit dem Namen einer australischen Region und mit feinem Boxer-Diesel. Verbrauch (ohne Schonung!) 6,5 Liter seit Kauf. Mängel oder Defekte bisher? Fehlanzeige.
Dieses Auto war ganz ehrlich die allerbeste Entscheidung, bis SAAB wieder entsprechende Autos produziert. Irgendwann…, ich glaube dran.
Von mir aus auch gerne mit Unterstützung und/oder auf SsangYong-Basis. Der Rexton W ist ein gefälliges, individuelles Auto.
P.S: Übrigens wurde in der mir vorliegenden Preisliste des 9-4X (Drucklegung Juli 2011) überhaupt keine FWD-Version angeboten…
Kommt auch in den Händlerunterlagen nicht vor, könnte sein dass Europa die FWD Version gar nicht oder später bekommen hätte.
In der US-Preisliste Mai 2011 ist sie enthalten.
Im Artikel gibt es einen sehr positiven Tenor (fast schon ein Loblied) bezüglich frontbetriebenen SUVs. Über die Klasse an sich lässt sich sicherlich streiten (siehe mein Gegenbeitraag weiter oben), aber beim Antriebskonzept sollte bei größeren Fahrzeugen schon auf einen Allradantrieb gesetzt werden. Nicht nur zwangsweise bei SUVs – auch bei Van und Transportern gilt das.
Ein SUV ist nun mal etwas schwerer und hat einen höheren Schwerpunkt. Dadurch wankt er auch stärker nach hinten, wenn man beschleunigt. Das wird vor allem dann problematisch, wenn man aus dem Stand etwas stärker beschleunigt. Ich bin natürlich noch nicht mit einem Saab 9-4x gefahren, allerdings kenn ich das “Fahrzeugformat” durch einen Seat Altea XL sehr gut. Und da ist es nunmal so, dass selbst kleinere Steigungen oder auch das Fahren bei Regen und Schnee meist mit durchdrehenden Vorderrädern und fehlender Bewegung quittiert wird – teilweise sogar mit höherem Reifenverschleiß. Natürlich hat man einen etwas höheren Kraftstoffverbrauch – mit unter ist das aber auch der einzige Nachteil (schlechtere Beschleunigungswerte von 0,3s und geringe Endgeschwindigkeiten von <5km/h zählen nicht als Nachteil).
Es gibt Menschen die stehen halt auf FWD. Für mich wäre er vermutlich auch die Wahl der Vernunft gewesen (wobei die Frage ist wo ein V6 was mit Vernunft zu tun hat). Oder doch besser XWD? Ach, das Leben kann so kompliziert sein 😉
Ich verstehe immer noch nicht, warum Frontantrieb in einem SUV vernünftiger sein soll.
So etwas kauft man, wenn man Allrad braucht, die Bodenfreiheit eines Allrad-Pkw nicht ausreicht und man aber auch nicht gleich zu den richtig großen Kalibern wie G oder Landcruiser greifen möchte oder kann.
Wenn man auf den Allradantrieb verzichtet, welchen Sinn hat ein solches Fahrzeug dann noch? Genau keinem Vorteil stehen dann als Nachteile gegenüber: meistens mehr Gewicht als ein Pkw mit vergleichbarem Innenraum, auf jeden Fall einen höheren Luftwiderstand (die Stirnfläche ist auf jeden Fall größer), damit einen höheren Verbrauch, einen höheren Schwerpunkt und damit ein bescheidenes Fahrverhalten.
Außerdem steht man damit andem im Weg und im Blockfeld herum – SUV machen aufgrund ihrer Höhe und der damoit einhergehenden Sichtbehinderung für den nachfolgenden Verkehr vorausschauendes Fahren in der Stadt nahezu unmöglich. Durch den Blechteil einer heckklappe kann man nämlich nicht hindurchgucken. Sprich: als Fahrer eiens solchen Gerätes hat man hat die Nachteile nicht nur selber zu tragen, man behindert auch andere.
Wozu? Um besser angeben zu können / unter den anderen soccer-moms nicht aufzufallen, wenn man morgens beim Blagen-zur-Schule-bringen im Halteverbot steht?
Oder doch nur, weil man aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr in ein richtiges auto reinkommt?
Im ersten Fall sollen die Blagen gefälligst laufen (hat uns auch nicht geschadet), im zweitem ist fraglich, ob man die körperliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges überhaupt noch gegeben ist. Wenn man schon nicht mehr in ein richtiges Auto einsteigen kann, wie soll das dann mit dem Schulterblick klappen?
Ganz im Ernst: manchmal verstehe ich Euch nicht. Saab hat so viele tolle Autos gebaut. Es gibt auch sehr tolle echte Geländwagen (obwohl man die in Mitteleuropa nur selten braucht. Mein Brüderchen fährt einen Landcruiser – in den ecuadorianischen Anden. Da lasse ich sowas durchgehen….)
Aber wozu so ein völlig nutzloses Gerät gehypt werden muß? Klar, er ist schöner als ein Tiguan. Und der 9-4 ist von Saab.
Aber muß man Mist feiern, nur weil es Mist der eigenen Marke ist?
Ich freue mich über jedes SUV, das *nicht* gebaut wurde.
Ich verstehe diese grundsätzliche Abneigung gegenüber SUVs nicht.
In Sachen Sichtbehinderung von SUVs muss man ganz klar dagegen halten, dass ein VAN – eine Fahrzeugklasse, die nun nicht gerade fürs protzige Auftreten bekannt ist – mind. genauso sichtversperrend ist. Sie sind meist sogar noch etwas länger und genauso hoch wie ein SUV, nur dass sie eben nicht so viel Bodenfreiheit haben. Trotzdem regt sich (vermutlich auch Sie nicht) keiner über solche Autos auf.
Dass Mami die Kinder nicht direkt ins Klassenzimmer fahren muss, okay einverstanden. So muss es ja nun wirklich nicht sein. Aber Leute die mit ihren Knien Probleme haben, können dennoch vernünftig Autofahren. Das ist eine banale Aussage, nur um ein “Argument” gegen SUVs zu haben.
Ich bin kein Fan davon Dinge grundsätzliche zu “hypen” oder zu verunglimpfen. Vor allem dann nicht, wenn es mit ggf. banalen Argumenten versucht wird. Jede Fahrzeugklasse hat ihre Vor- und Nachteile. Und nur weil früher nur Limousinen und zur Not mal auch Kombis gebaut wurden (auch bei Saab), heißt das noch lange nicht, dass dem so sein muss bis die Autos fliegen können.
Moin.
Zu deiner Aussage
“…oder doch nur, weil man aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr in ein richtiges auto reinkommt … im zweitem ist fraglich, ob man die körperliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges überhaupt noch gegeben ist”
gibt es ja z.B. auch noch weitere Optionen – z.B die des Beifahrers und des Mitfahrers auf der Rückbank.
Und z.B. genau das (der hohe Ein- und besonders auch Ausstieg und eben der Platz im Fond) waren zwei der Gründe, die mich auch gerade erst zum Kauf eines SUVs bewogen haben.
Generell bin/war ich auch eher kein riesiger Freund von vielen riesigen SUVs (auch teils aus deinen beschriebenen Gründen).
Aber eben u.a. o.g. Gründe führten bei mir zum SUV (und nein, z.B. ein Touran o.ä. war nach Tests eben keine Option).
Im Freundeskreis gibt es auch diese Begeisterung für SUVs, die Trend sind. Und in der Nachbarschaft die Mutti, die mit ihrem Chelsea-Tractor die Kinder vom Kindergarten und Schule abholt.
Was ich damit sagen will: Saab wäre mit dem 9-4x bei vielen Menschen endlich auf die Einkaufsliste gekommen, und der 9-4x wäre gut für das Comeback der Marke gewesen. Saab hätte, jenseits aller Marken-Romantik, Geld verdient und sich asiatische Märkte erschlossen.
Zeiten ändern sich, Dinge sind in Bewegung. Auch ich mag alte Saabs, genau so wie ich aber auch einen 9-5 NG fahre. Und natürlich bloggen wir über den 9-4x, weil jedes Fahrzeug mit Saab Schriftzug zur Marke gehört und es keine Ausgrenzung gibt oder geben wird.
Nettes Statement Turboseize, sehe ich ähnlich. Vieles passt einfach nicht zusammen.
Da werden beispielsweise Häuser mit Hartschaum beklebt aber vor der Tür steht so eine Schrankwand.
SAAB hatte früher mal Umweltbewusstsein auf den Fahnen.
Allerdings sieht der 9-4 unter seinen Artgenossen noch elegant aus.
Aber es ist wie Tom unten schreibt, heute kommt kein Autokonzern ohne die Dinger aus, weil die sich überall verkaufen wie blöde. Brauchen tut sie kaum jemand wirklich.
Es gibt wenige Ausnahmen. Ein Freund hat eine eigene Firma mit zwei inzwischen alten Tuaregs als Zugmaschinen für einen großen Trailer. Er beliefert seine Händler teilweise selbst und sein Messestand ist öfter unterwegs. Außerdem wird gelegentlich ein großes Boot gezogen. Die beiden müssen wirklich arbeiten und machen Sinn!
Ansonsten s.o.
Frohe Weihnachten an Alle!
Als Zugmaschinen machen die Dinger wirklich Sinn. Dann aber auch gerne möglichst groß und selbstverständlich mit Allrad. 🙂
Das sind dann auch keine möchtegerns mehr…
…..”speziellen Situation der Marke”. 😉
Wunderbar! Wenn´s nicht so traurig wäre!
Auch diese, und viele weitere gelesene Artikel und Umschreibungen auf dem Blog machen diesen Blog so unverwechselbar!!! 🙂 DANKE TOM! Der 9-4 “verführt” mich nicht…., bei mir kommt ein Singlespeed (mit Klassiker Stahlrahmen) und ein grundrenoviertes und “hübsch” gemachtes MTB dazu. 🙂
Jedem sein Weihnachten! In diesem Sinne: Allen Bloggern entschleunigte Festtage und ein gesundes, erfolgreiches und friedliches Jahr 2015! 🙂