Saab News Deutschland: Saab Blogger trifft Saab Chef
Mit den deutschen Saab Chefs ist es so eine Sache. Nicht jeder ist dazu geeignet, denn Saab ist eine besondere Marke und die Saab Fahrer sind ein individueller Menschenschlag. Deshalb sind wir besonders kritisch, wenn ein neuer Deutschland Chef an Bord geht, gerade und vor allem in schwierigen Zeiten.
Ganz ehrlich, auch ich war skeptisch auf meinem Weg nach Frankfurt, denn ich konnte nichts in der Vita von Saab Chef Schuhmacher finden, was auf eine spezielle Saab DNA hinweist. Trotz eines vorherigen, sehr postiven ersten Telefonats, überwog die Skepsis.
Und wie es so kommt, ich wurde bitter enttäuscht. Von wegen kein Saab Mann. Jan Philipp Schuhmacher kommt aus einer Familie mit Saab Vergangenheit, konnte also Saab DNA schon in frühester Jugend aufsaugen. In der kleinen Saab Deutschland Zentrale in Frankfurt herrscht ein gutes Klima und irgendwie kommt da dieser kämpferische Saab Spirit auch bei den Mitarbeitern zum Vorschein.
Was ich während meiner Zeit in der Zentrale erfahren habe, ist folgendes. Saab Deutschland arbeitet mit Hochdruck an einer Alternative zum IAA Auftritt und tut alles um die deutschen Saab Fahrer nicht im Regen stehen zu lassen. Dafür, und auch für die weitere Zukunft, werden in Frankfurt neue und mutige Ideen ausgearbeitet.
In Frankfurt-Fechenheim ist man zuversichtlich dass Saab die Krise überstehen wird und steht in einer sehr engen Abstimmung mit dem Werk in Trollhättan. Natürlich konnte und wollte der Saab Chef keine internen Dinge auf den Tisch legen. Verständlich. Aber, was ich zu hören bekam war schlüssig, fundiert, keine Marketing Parolen, und macht Hoffnung.
Saab Deutschland hat auch in der Krise – vor allem nach so langer Zeit des Stillstands – einen kontinuierlichen Bestelleingang. Das spricht für die Marke und für die Fans.
Ich glaube, das kleine Saab Deutschland Team ist gerade auf Grund flacher Hierachien zu Einigem in der Lage. Und auch mit den geringen Resourcen die zur Verfügung stehen, werden wir wohl die eine oder andere positive Überraschung erleben.
Denn der neue Saab Chef ist Realist. Er erkennt, dass Saab klein ist und mit bescheidenen Mitteln wirtschaften muss. Er kennt aber auch die Stärken der neuen, aufregenden Modelle die kommen. Jan Philipp Schuhmacher sieht auch den gewichtigen Trumpf einer starken, loyalen Saab Community. Er wird deshalb Saab Deutschland in Zukunft entschieden näher an den Kunden bringen und mit dem Blog dauerhaft in Kontakt bleiben. Bei den aktuellen Projekten sind wir jedenfalls hautnah dabei und berichten aus erster Hand. Das ist Klasse.
Jan Phillip Schuhmacher ist der richtige Mann am richtigen Platz, zur richtigen Zeit. Und ja, er ist ein Saab Mann. Davon bin ich überzeugt.
Text: tom@saabblog.net
Man möchte der Saab-GF – wie auch der gesamten Saab-Community – zurufen: Schlage die Trommel und fuerchte Dich nicht!
Aber ob’s ‘was bringt, um sie aus ihrer Erstarrung zu lösen ? Vielleicht waer’ auch der Besuch eines Bauchtanz-Seminars zu empfehlen? Körper und Geist lockern und wieder in Einklang zu bringen mit dem Produkt, für das man angetreten ist
Saab war immer ein Nischenprodukt. Technisch und optisch ausgereiftere Automobile hat die Welt immer schon parat gehabt.
Will heissen: Saab hat von den Anfängen an auch von seinem Image gelebt. Nicht davon, dass die Herstellerfamilie (u. a. die Wallenbergs) besonders smarte Geschäftsleute waren.
Wenn jemand aber auch noch Imageprobleme bekommt, wenn er seit geraumer Zeit um’s wirtschaftliche Überleben kämpft,
dann wird’s wirklich eng.
Genau. Das macht für mich den Reiz an Saab. Ein feines Nischenprodukt.:-) Hoffen wir, dass es noch lange lebt.
LG Leif
Hi M.M.,
magst ja richtig liegen mit Deiner Ansicht. Ich sag’ Dir aus einem langen Geschichtenerzaehlerleben, dass die subjektiven Faktoren mindestens genauso wichtig – wenn nicht sogar wichtiger – sind wie in diesem Fall die Zahlen. Die sind ohnehin trist genug, kann jeder jeden Tag im Netz usw. lesen.
Um im Bild (genauer: Im Fernsehbild) zu bleiben: Die Geschichte hinter der Geschichte reißt die Menschen vom Hocker – nicht die graue Wirklichkeit. Kannste täglich an der Boerse studieren
Moin Tom,
danke für Willkommrnsgruss. Das ist es aber, was Saab-GF nicht richtig macht. Deren gefühlte Situation stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein. Hoffnungswerte zu produzieren funktioniert tatsaechlich nur temporär. Es gibt die Wirklichkeit, Ihr Knaben – und an der ist nicht zu rütteln. Wahrheiten aber – naemlich in Worten ausgedrueckte Meinungen – gibt es unendlich viele (frei nach H. Hesse). Also, liebe Saab-GF, Butter bei die Fische und ‘raus mit der Sprache: Wo habt Ihr meinen neuen 9-5er versteckt?
Hi Nico
ich glaube der SAAB GF macht aus der Situation das beste was geht. Kann mich in deren Lage versetzen und denke es nicht einfach. Was soll er sonst tun ?
Aufgeben ist keine Option, also Fahne raus. Deinen 9-5 werden wir schon finden ;-). Hab Vertrauen !
Gru0 M.M.
Ich denke es ist ein guter Start für den Chef in einem schwierigen Umfeld.Vielleicht hat man bei Saab kapiert dass man mit ein wenig Printwerbung wie bei 9-5 Einführung nicht vom Fleck kommt. Da muss mehr sein.
Hoffentlich vergessen die Herren das nicht “nach” der Krise… 😉
Leif
Hi folks,
habe in den vergangenen 22 Jahren 9 Saab abgenommen/erworben. Bin als Vielfahrer (60.000 km pro Jahr) jetzt mit meinem gut 4 Jahre alten 9-5er Sportkombi bei 270.000 km. Habe eine Bestellung für den neuen 9-5er Sportkombi laufen – allerdings baut niemand bei Saab eine tragfähige Perspektive auf, wann Saab liefern kann. Ich kann aber nicht mehr viel länger warten bis ein neues Fahrzeug zur Verfuegung steht. Hatte mir in den letzten Wochen bereits andere Fahrzeuge geliehen, um meine Langstrecken zu fahren, da jetzt immer mal wieder bei meinem 9-5er Reparaturen notwendig sind. Wohne in einer Gegend, in der Saab-Services nicht unmittelbar vor der Tür sind. Habe also richtig zu tun damit, Saab zu organisieren – mal ganz abgesehen von realen Mehrkosten. Will sagen: Mir nützen keine Knaller, keine good vibrations vom Saab Deutschland Team, kein non-Information-system aus Schweden oder Holland (die ich als TV-Journalist selbst befragt habe) – mir nützt zu erfahren, wann ich definitiv meinen 9-5er Sportkombi abholen kann. Alles andere ist Kappes – und eher etwas für Liebhaber…. Weiß also jemand jemanden, der etwas weiß ?
Hej Nicolay
keiner weiß etwas definitives, befürchte ich 🙁 Die Lage ist schwierig, aber ich denke wir sehen bald eine Lösung. Geduld – und natürlich willkommen auf dem Blog.
LG Tom
Hallo Tom !
Finden wir natürlich auch sehr gut, dass der Herr Schuhmacher so gut “rüber kam”.
Wichtig wäre jetzt allerdings, dass die “Knaller” in Sachen Marketing schnellstmöglich gezündet werden!
Am meisten bringt doch immer noch, wenn prominente Zeitgenossen für einen Automobil-Hersteller an der “Werbetrommel” sitzen. Uns fällt da auf Anhieb beispielsweise Bill Ramsey ein (fuhr lange Zeit SAAB-Automobile – vielleicht auch immer noch). SAAB und guter Jazz wäre doch schon mal ein sog. “Knaller”. Warum nicht mal Bill Ramsey ansprechen? Der würde vor allen Dingen bei älteren, “gut betuchten” Zeitgenossen sehr gut ankommen!
Weitere Vorschläge werden von SAAB Deutschland sicherlich gern gehört und evtl. ja auch in die Tat umgesetzt (die prominenten Zeitgenossen dürften für SAAB natürlich momentan nicht zu “teuer” werden)!
Viele Grüße
aus Schleswig-Holstein
Julie