Bericht zur Saab Session Slovakia 2025
Das erste Oktoberwochenende war in meinem Jahreskalender wieder für das größte slowakische Saabtreffen reserviert. Eigentlich wäre dieses Mal wirklich das Cabrio eingeplant gewesen, aber nachdem der Diesel heuer noch auf keinem Treffen war und die Wettervorhersage Temperaturen nur knapp über 0 Grad ankündigte, fiel die Wahl dann doch auf den Diesel-Sedan.
Drei Personen, mit eingepackten Winterjacken und einigen Mitbringseln, reisen hier doch komfortabler als im Zweitürer. Noch ein weiteres Argument war das seit Kurzem verbaute ESID, wo ich alle Parameter auf einer längeren Strecke beobachten konnte.

Bericht zur Saab Session Slovakia 2025: Entspannte Anfahrt
Kurz nach Mittag weggefahren, ging es über und bis Zilina staufrei, weiter über Ruzomberok, wo ich leider schon etwas den Pendlerstau erwischte, in die Hohe Tatra.
Bei der Tankstelle noch mal aufgetankt und das Auto dieses Mal ausnahmsweise in die Waschanlage gestellt, um mit einem sauberen Auto anzukommen.

Dazwischen noch etwas gegessen, dann auf den letzten Kilometern zum Hotel schon einige weitere Saabs zur Anreise entdeckt. Mehr oder weniger zeitgleich fuhren wir dann auf den Hotelparkplatz, natürlich nur mit Saab Parking Only Schildern beklebt, rauf. Schon in mehreren Reihen, wieder in der üblichen Tradition. Die 90, 96 und eine Sonett durften in der ersten Reihe vor dem Hoteleingang parken. Dann platzierten sich die weiteren Fahrzeuge eng an eng auf dem gesamten Areal bis hinter das Hotelgebäude.

Im Hotel Sorea Trigan eingecheckt. Das Organisationsteam und die schon anwesenden Freunde begrüßt. Dann einige Runden in der hoteleigenen Schwimmhalle gezogen, ging es etwas später an die Hotelbar. Hier traf ich dann teilweise auf alte langjährige Bekannte, die man schon Jahre nicht gesehen hatte, und lernte auch wieder neue Teilnehmer kennen. An der Stelle liebe Grüße noch einmal.

Ein Saabiger Tag
Am Samstag ging es dann wie üblich über die für uns gesperrten Kreuzungen ins Freilichtmuseum nach Pribylina „Múzeum liptovskej dediny“. Auch nach den vielen Jahren ist es immer noch ein faszinierender Anblick.
Vor dir eine Saab Kolonne, hinter dir eine Saab Kolonne.

Wir durften auf das Areal herauffahren und konnten neben und zwischen den historisch nachgebauten Häusern einparken. Den ganzen Vormittag bis zum Nachmittag hatten wir dann das Museum für uns. Für die Interessierten gab es auch eine Vorführung der Falknerei.
Das Wetter schlug gegen alle Erwartungen und Befürchtungen auf die positive Seite um. Die Sonne lachte vom Himmel und die Temperaturen erreichten positive Zweistelligkeit. Neben der Besichtigung der alten Häuser und einer kleinen Bahnfahrt durch das Areal blieb natürlich auch ausreichend Zeit alle Autos zu inspizieren.

Die Entwicklungen in der Saabszene
Der Trend, den ich im vergangenen Jahr feststellen durfte, setzt sich fort und konnte man hier wieder erkennen. An den 9-3 NG und 9-5 OG bis teilweise auch 9-5 NG wird kreativ herumexperimentiert. Es wird foliert, da wird ein Spoiler, hier andere Schweller und Felgen angebracht. Dann wird wieder ein neues Soundsystem verbaut. Bei den jüngeren Besitzern kennt die Individualität wenig Grenzen.
Die setzt vielleicht nur die jeweilige Landesverkehrskontrolle wie das Pickerl, der TÜV, die MFK, STK und wie sie sonst im jeweiligen Land heißt. Oder die Geldbörse.

Zurück führte uns die Strecke dann durch das Tal der Hohen Tatra, bis wir in einem Kreisverkehr umdrehten. So fuhren dann vor uns und hinter uns Saab und auch entgegen.
Die Rückkehr und das Einparken auf dem Hotelparkplatz bedurften dann einiger intelligenter und strategischer Planungen. Es musste berücksichtigt werden, dass einige Teilnehmer eine sehr weite Rückreise hatten und dadurch am Sonntag eine freie Startbahn benötigten. Die anderen Teilnehmer, die noch bei den individuellen Sonntagstouren dabei sein konnten und wollten, waren aufgrund der Platzverhältnisse dann wieder teilweise zugeparkt.

Bis zum Abendessen und dem darauffolgenden Programm hatte dann jeder wieder individuell Zeit. Man konnte Kaffee trinken und den Wellnessbereich des Hotels nutzen. Ein genussvoller Anblick und auch nur für uns möglich waren die Saabs, die man aus dem Schwimmbecken aus sehen konnte.
Wer auf Fanartikel- und Ersatzteilsuche war, wurde stellenweise beim selbst organisierten Flohmarkt fündig, der auch auf dem Hotelparkplatz stattfand. Da wurden Campingtische aufgestellt oder direkt aus dem Kofferraum heraus verkauft.

Saab Session Slovakia 2025: geselliges Abendprogramm, Auszeichnungen und Gewinne
Nach dem guten Abendessen wurde sich dann der Saab Session Soiree gewidmet. Prämiert wurden die schönsten Saabs. Die am weitesten Anreise ging an die Kollegen aus Finnland mit einem 900 OG Cabrio. Preise gab es dann auch noch für den jüngsten Teilnehmer, ein zwei Monate altes Baby, und für die älteste Teilnehmerin und den ältesten Teilnehmer.
12 Nationen: Slowakei, Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien, Finnland, Slowenien, Ukrainer in polnischem Auto, Norweger in ungarischem Auto, Schweizer, Österreicher und Deutsche.

Wie immer gibt es auch noch eine Spaßurkunde für die Talladega Männer und Frauen. (Die Leute, die am Freitag am längsten an der Bar aufblieben)
Nach einigen Jahren Pause gab es dieses Mal auch wieder eine Saab-Tombola. Neben kleineren Preisen wie Autoreinigern, Schlüsselanhängern und Postern gab es als Hauptpreis den Gutschein für die Teilnahmeregistrierung der Saab Session 2026.
Herzliches Gefühl der Saab Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg
Mittlerweile muss ich sagen, komme ich nicht nur des Programms und der Autos wegen, sondern um wirkliche Freunde zu treffen. Ich bin mit drei Unterbrechungen seit 2016 dabei, und über die Jahre hinweg sind viele zu wirklichen Freunden geworden.

Aufgrund der teilweise großen räumlichen Distanzen schaffen wir es leider meistens nur einmal im Jahr, uns hier bei der Saab Session persönlich zu treffen. Dennoch gibt es zueinander eine wirklich große innige Verbundenheit. Ob jung oder alt, egal ob Zweitakter oder Twinturbodiesel. Alle haben die gleiche Saab-Blutgruppe.
Selbst kleine Sprachbarrieren werden immer mehr oder weniger aus dem Weg geräumt, sei es durch analoge Übersetzer, moderne Technik oder durch saabigen Verstand. Auch erfreulich ist, dass die nächste Generation genauso an Saab interessiert ist und ihre eigenen Ideen einbringt.

Sonntagsprogramm und Verabschiedung
Der Sonntag bot dann dieses Mal ein individuelles Programm an: Entweder konnte man eine größere Wanderung zum Wasserfall unternehmen, um die zwei Seen wandern oder eben direkt heimfahren. Ich unternahm dann mit Freunden eine kleine Wanderung um den oberen See von Strbske Pleso.
Zum Abschluss folgte wieder eine herzliche, mehrfach wiederholte Verabschiedung. Wer an dem Tag keine 1000 km Heimfahrt hat, dem fällt es oft schwer, gleich zu starten.

Irgendetwas will man noch mitteilen oder zeigen, anschließend kommt noch jemand dazu, dann folgt noch eine kurze Frage, und so ist dann statt einiger Minuten schnell mal eine Stunde um.
Es war wieder eine äußerst gelungene Veranstaltung mit vielen Freunden. Auch durfte ich wieder neue saabige Bekanntschaften schließen. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei allen Beteiligten für die Mühe und den unermüdlichen Einsatz bedanken, freue mich schon auf die nächste Saab Session und lerne vielleicht wieder neue Blogleser kennen.
Danke Ken-Daniel. Deine wunderbare Reportage macht wirklich Lust dabei zu sein. Vielen Dank.
Sehe SAAB-big :-).
Danke für den emotionalen Bericht und die wunderbaren Fotos!!!
Danke für den lebendigen Bericht mit den vielen schönen Fotos, so fühlt es sich fast so an, als ob man selbst dabei gewesen wäre! 🙂
Täuschen die Bilder oder waren insbesondere auch viele 9-3 NG Limousinen vertreten? Falls ja, belegt dies vielleicht die These, dass diese Karosserieform vor allem in D so unbeliebt ist, in anderen Ländern hingegen mehr geschätzt wird (war ja neulich Thema auf dem Blog).
Ich würde sagen, Jein. Die 9-3NG Baureihe ist halt irgendwie häufig der Saab, zu der man vielleicht zufällig zu Saab gekommen ist und dadurch diesen auch nocht hat. Ob er wirklich beliebter ist…am Ende überwiegen doch die Vorteile des Combis.
Bisschen abgenommen im Vergleich zu den früheren Saab Sessions haben etwas die Zweitatker, was sowohl an den Autos und den weiter gealterten Besitzern liegt.
Na das sieht doch aus als ob der 9-7x abseits parken muß 🙁
Schöne veranstaltung ! 🙂