Saab Import aus Spanien – Preisentwicklung und kein Geheimtipp mehr
Vor 5 Jahren begann meine Suche nach einem guten Saab 9-5, der meinen modernen Firmenwagen ersetzen sollte. Die Aktion lief teilweise chaotisch, ein Saab Werkstatt sorgte für Ärger und Frust, und irgendwann landete ich in Spanien. Die Geschichte ist komplett dokumentiert (Link), von Anfang an, und für Abonnenten nachlesbar.
Meine Entscheidung für einen Import von der iberischen Halbinsel habe ich nie bereut. Die Stärke ist nach wie vor das Fehlen jeglicher Korrosion, die mitteleuropäische Autos quält und für hohe Kosten sorgt. Natürlich hatte meine Aktion einige gewisse Nebenwirkungen. Spanien tauchte urplötzlich auf der Saab-Landkarte auf. Und eine rege Importtätigkeit begann.

Saab Import aus Spanien – Preisentwicklung und kein Geheimtipp mehr
Zum einen war es Lizi, der hier überraschend seine Passion fand und der begann, Saab zu retten, aufzubauen und nach Deutschland, in die Schweiz und nach Österreich weiterzugeben. Das Engagement führt fast immer zu glücklichen Menschen, die ein gutes Auto aus Spanien bekamen, wie man es hier nicht bekommt.
Natürlich stürzten sich auch die geschäftstüchtigen Niederländer auf diese Quelle und machten manches gute Geschäft. Die Preise in den Niederlanden sind, was Saab betrifft, die tendenziell höchsten in Europa. Man kann feststellen, dass das kleine Nachbarland fast alles aufsaugt, was gut ist und wo Saab draufsteht.
Mittlerweile ist Spanien kein Geheimtipp mehr, was allerdings nicht ausschließt, dass Lizi nach dem 900 S Projekt (Link), mit nur 46.000 Kilometern, einige weitere interessante Trollautos in petto haben wird.

Spanien mag kein Geheimtipp mehr sein, bleibt aber eine gute Option
Auch deutsche Händler setzten auf die iberische Karte, aktuell lässt ein spätes Saab 9-3 Aero Cabriolet aus der ersten Serie ahnen, wohin die Reise und die Preise gehen werden (Link). Der Saab meldet nur 79.000 Kilometer, die in Spanien anhand der technischen Überwachung regelmäßig dokumentiert werden und daher glaubhaft sind. Das Saab Cabriolet aus finnischer Produktion trägt das Viggen Kit, eine fast Vollausstattung, es fehlt landesüblich die Sitzheizung.
Ist der Preis von mehr als 20.000 € angemessen? Die Frage stellt sich, wenn man diesen Saab als sein Traumauto sieht und die Antwort lautet, wenn man ehrlich ist, ja. Denn, das Fehlen von Korrosion vorausgesetzt, mit der Restaurierung eines vielleicht günstigeren, aber viel schlechter erhaltenen Fahrzeugs braucht man jede mögliche Preisdifferenz schnell auf.
Saab aus Spanien sind fast immer eine gute Option, auch wenn die Zeit der besonders günstigen Angebote nahezu vorbei ist. Für die Suche nach dem persönlichen Traumwagen oder dem analogen Langzeitauto sollte man das Land auf jeden Fall auf dem Radar behalten.
Chili-Rot, SSD, aus erster Hand, top ausgestattet und gerade mal 107.000 km auf der Uhr. Schiebedach, lückenloses Serviceheft und ein professioneller Vermittlungsservice – das Gesamtpaket stimmte einfach. Die Entscheidung meinerseits? Dauerte nur wenige Minuten.
Ab da ging’s Schlag auf Schlag: Nachrichten, Updates, Telefonate – natürlich mit Lizi, der wie aus dem Nichts eine 9-5 Kombi “Chrombrille” aufgetrieben hatte. Und das Beste: Selbst die originale Preisliste mit der exakt konfigurierten sehr umfangreichen Wunschausstattung war auch noch vorhanden. Ein seltener Glücksfall, der den Kauf perfekt machte.
Chrombrille? Nicht ganz – ich nenne es 9-5 OG „Last Edition“. Kein Knarzen, kein Klappern, dafür ein Qualitätsgefühl wie am ersten Tag. Und das ganze mit internationaler Betreuung: Ein australischer Lackierer kümmerte sich gezielt um nötige Korrekturen, Elena frisierte Innenraum und Lack, und ein Beulendoktor entfernte die letzten, dezenten Spuren spanischer „Stierkämpfe“.
Würde ich das wieder machen? Ein stimmiges Gesamtpaket – in dieser Konstellation jederzeit.
Mein 9-3 OG ist aus „Lizi’s Garage” in Spanien und nun knapp drei Jahre bei mir. Er ist jeden Cent wert: rostfrei, technisch und optisch bestens aufbereitet. Sogar die Prüfer bei der HU bekamen leuchtende Augen. Der Innenraum war in einem wirklich gepflegten Zustand, er wurde offenbar als gute Stube angesehen.
Mit ihm ging es an die Adria bis Korčula, durchs Baltikum und via Schweden auf die Lofoten und entlang der norwegischen Küste zurück. Absolut störungsfrei und problemlos.
Lizis Radar wurde wohl gerade gewartet, als dieses Prachtstück in Spanien zum Verkauf angeboten wurde…..
Zu Toms Beitrag:
es ist wohl nicht zu vermessen zu behaupten, dass durch die spannende Gentleman- Geschichte von uns ein Trend gesetzt wurde. Zunächst sehr gemächlich, ist seine Dynamik mittlerweile atemberaubend. Denn manchmal vergehen zwischen Veröffentlichung und Verkauf wenige Stunden, wenn nicht Minuten. Was spanische professionelle Verkäufer sehr schnell dabei lernten, ist Anhand der Vergleiche im Internet die in Deutschland gängigen Preise zu verlangen. Und blenden dabei gerne die fehlende Wartungshistorie, Alltagsschäden an der Karosserie oder fehlende Austattungsmerkmale.
Jedoch keine Sorge liebe Leser. Lizi hat nach wie vor Zugang zu manch einem Schmuckstück bevor es auf den Portalen landet. Zwei neue Projekte werden uns im Laufe des Jahres begleiten.
Ein wunderbares, offensichtlich top gepflegtes Modell. Aber würde man, wenn man schon so viel investieren möchte, nicht lieber zum Viggen greifen, der auf Kleinanzeigen angeboten wird? https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/saab-9-3-viggen-cabrio-2-hand-orig-109-tkm/3048135411-216-5306?utm_campaign=socialbuttons&utm_content=app_ios&utm_medium=social&utm_source=copylink
Der Unterschied wird wohl sein ob man Automatik fahren will oder manuell schaltet.