Kein Kompromiss, Saab bringt Leistung und Umweltverträglichkeit
2010 war Saab dem Tod gerade noch einmal so von der Schippe gefahren, und schon verbreitete die Marke Aufbruchstimmung und Optimismus. Die positive Haltung war notwendig, denn die Herausforderungen waren enorm, die Kundschaft sowie die Händler benötigten eine Dosis Motivation.
Da kam der umweltfreundliche Saab 9-3 TTiD rechtzeitig. In verschiedenen Leistungsstufen verfügbar lag der Verbrauch auf 100 Kilometer nur bei 4,5 Liter Dieselkraftstoff, ein nicht nur damals unerhört guter Wert. Der Hersteller vereinte 2010 Leistung, geringen Verbrauch und Umweltverträglichkeit unter einen Hut, und dann wartete zusätzlich der neue 9-5 auf die Kundschaft.

Kein Kompromiss, Saab bringt Leistung und Umweltverträglichkeit
In ganzseitigen Anzeigen warb Saab für den optimierten 9-3 TTiD im Öko-Stil. Ein grünes Birkenblatt, eine Ameise, mehr an subtiler Botschaft war schwer zu realisieren. Es war die gefühlte lange vergangene Zeit, als Dieselmotoren nicht am Pranger standen, als geringe Verbrauchswerte belohnt wurden, und es in Schweden einen Umweltbonus für diese Antriebe gab.
Leider war es auch die Phase, in der das Saab BioPower-Konzept immer mehr an Boden verlor. Einerseits arbeiteten sich Lobbygruppen der Mineralölindustrie eifrig daran ab, andererseits grüne Aktivisten, die im regenerativen Kraftstoff den Einsatz von Nahrungsmitteln vermuteten. Beide Gruppen agierten erfolgreich. E85 verlor seinen steuerlichen Sonderstatus und eine im Entstehen begriffene europäische Industrie, die Bio-Ethanol aus Rest- und Abfallstoffen der Holz- und Nahrungsmittel-Industrie gewonnen hätte, wurde erfolgreich lahmgelegt.

Kein Kompromiss, der Weg zum umweltfreundlichen Hersteller
Zum Glück war Saab mehrgleisig unterwegs. Der Weg zum umweltfreundlichen Hersteller sollte technologieoffen geschehen, der umweltfreundliche Dieselantrieb war nur ein Baustein (Link) dorthin. Mit Hybrid- und Elektroauto-Konzepten sowie der Verwendung neuer Werkstoffe strebte Saab schon 2010 in Richtung von null Emissionen. Parallel zum verbrauchsoptimierten TTiD rollten die ersten elektrischen Saab im Feldversuch über schwedische Straßen.
Man hatte sich für die Zukunft viel vorgenommen. Vielleicht sogar zu viel.
Dass man dazu keine Kompromisse eingehen würde, signalisierte die Anzeige deutlich. Aber auch, dass der Fahrspaß nicht auf der Strecke bleiben sollte und beides möglich war. Eine schwedische Utopie? In diesem Fall nicht, denn die Kunden konnten ganz konkret zum Saab Händler gehen und den 9-3 TTiD bestellen.
Leider nur für eine kurze Zeit, worauf die Anzeige keinen Hinweis lieferte und was man in Trollhättan wohl auch nicht ahnte. Hätte sich etwas am Schicksal von Saab geändert, hätten damals mehr Menschen einen Neuwagen gekauft?
Der beste Motor den ich je hatte im besten Auto das ich immer noch habe. Im Normalbetrieb sind aber eher 6,2-6,4 l /100 km zu erwarten.
Mein 150 PS Diesel Tid von 12/2007 hat immer unter 6 Liter verbraucht, nur mit zwei Pferden hinten dran bin ich auf 7,5 gekommen.
Eine weitere Episode aus der „was wäre gewesen wenn“ Reihe. Die Innovationslust und – Kraft eines der kleinsten Hersteller der Welt beeindruckt bis heute. Es hätte sehr schön werden können.
4,9 ltr/100 km mit dem “zarten Ehefrauenfuß”…, unglaublich.
Damals, wie heute. Eine Legende.
Und der Bi-Turbo…, grandios beim Überholen!
Was wäre wenn…, das (un)beliebte SAAB-Spielchen… :-(.