Umfrage – Ist das Emily Konzept genial, ist es Saab, lässt es kalt?
In den vergangenen Tagen hatten wir uns sehr ausführlich mit dem Emily GT Konzept beschäftigt. Gemeinsam mit Jan konnten wir einen detaillierten Blick auf das Elektroauto mit Radnabenmotoren werfen, welches in Trollhättan von früheren Saab Ingenieuren entwickelt wurde.
Für Viele wäre die Realisierung von Emily ein Fortschreiben der Saab Saga. Erdacht in Trollhättan, an dem Ort produziert, wo auch Saab so viele Ausnahmefahrzeuge herstellte. Würde das ausreichen, die schwedische und auch die Trollhättan Herkunft, die Vergangenheit der Ingenieure und Designer bei Saab?
Würde das aus dem Emily GT Konzept einen legitimen Nachfolger in der automobilen Historie seit 1947 werden lassen? Die Ansprüche sind hoch, denn Saab ist eine automobile Legende.
Wie sehen Sie das Emily GT Konzept und seine Zukunft? Elektrisiert es Sie, oder lässt es Sie vollkommen kalt?

Umfrage – Ist das Emily Konzept genial, ist es Saab, lässt es kalt?
Diese Frage an die Saab Szene zu stellen, ist zugegeben heikel. In Trollhättan kämpfen Nina Selander und ihr Team aktuell für die Zukunft ihres Projekts, und nicht weniger als die Zukunft des früheren Saab Werks sowie viele Arbeitsplätze sind mit dem möglichen Erfolg verbunden.
Die Chancen auf einen Erfolg stehen 50/50, realistisch betrachtet.
Dass hier von Schweden aus lebhaft mitgelesen wird und Reaktionen aufgenommen werden, lässt sich kaum vermeiden. Denn im Ringen um die Zukunft spielt die Vergangenheit eine gewichtige Rolle. Im Hintergrund lauert immer das Saab Wort, auch wenn es offiziell heruntergespielt wird. Denn Saab, die große Vergangenheit, die Gegenwart und auch die Szene sind wichtig.

Der Fokus des Emily GT Konzepts liegt auf Saab Sympathisanten
Mehrere 100.000 Fahrzeuge der Kultmarke vom Göta Älv sind immer noch auf den Straßen unterwegs. Die Anzahl der mutmaßlichen Saab Sympathisanten weltweit wird jene der Fahrzeuge noch übertreffen. Diese Personengruppe gehört zum möglichen Kundenkreis dazu, zu denjenigen, die vermutlich am einfachsten für die Emily GT Familie zu begeistern wären.
Enorm wichtig ist es deshalb, was die Szene über Emily denkt. Wie steht sie zum innovativen Radnabenmotor, ein technisches Merkmal, das den Unterschied zu anderen Marken macht. Wie ist sie dem Thema Elektroauto gegenüber eingestellt? Haben wir hier eine Ansammlung knallharter Petrolheads oder ein innovatives Publikum, das gutes Design, Trollhättan Herkunft und Saab Saga auch elektrisch serviert lecker finden würde?
Wir fragen deshalb nach und möchten wissen, wie Sie die einzelnen Karosseriekonzepte sehen, welchen Antrieb Sie sich wünschen, und ob Emily für Sie generell attraktiv ist?
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Emily needs investors to inject funds for production. Moreover, NEVS needs to come up with more models and technologies to make people think that this is a brand with real prospects, rather than just a car that hangs on Saab’s former glory and remains in the concept stage.
Emily braucht mindestens einen großen Investor. Ohne den sind die hohen Ausgaben für die Entwicklung nicht zu stemmen. Es braucht weiterhin Entwicklungspartner die bezahlt werden müssen. Homologation für verschiedene Märkte. Die ganze Logistik mit Zulieferkette müsste aufgebaut werden.
Die Produktionsanlagen in THT sind entweder veraltet, auseinandergenommen oder die Hallen sind verkauft -oder alles zusammen. Wenn überhaupt, dann kann man nur relativ kleine Stückzahlen in THT fertigen. Es ist eine Mammut-Aufgabe!
Ein Blick zu Tesla Model S könnte helfen einzuordnen. Dort war man auch nach relativ kurzer Zeit in der Lage einen fahrbaren Prototyp zu zeigen.
Danach hat es noch 3 Jahre gedauert bis Model S auf dem Markt kam.
Stückzahlen waren im Schnitt 15.000 pro Jahr (2012-2015 Quelle: Wikipedia).
Das sind schon recht viele für ein Startup.
Für Emily würde ich mit 5000-10000 pro Jahr rechnen. Dementsprechend muss der Preis relativ hoch sein.
Ich wünsche Emily alles Gute und beobachte mit großem Interesse. Es ist ein tolles Projekt! Ob es was wird hängt am lieben Geld.
Bye the way: Wieso heißt das Projekt Emily GT? Da gibt es doch bestimmt eine interessante Geschichte dahinter…
Ich kann mir das GT nur damit erklären, dass die Limousine als klassischer, aber elektrischer Grand Tourismo (GT) gesehen wird.
Okay-das klingt logisch. Aber warum Emily? Ist es die Tochter einer wichtigen Persönlichkeit bei NEVS – z.B wie bei Benz die Tochter des österreichischen Importeurs: Mercedes.
Irgend eine interessante Story könnte dahinter stecken.
Die Frage hat so bisher noch niemand gestellt – und auch keiner etwas darüber erzählt. Wir fragen nach, wenn die Gelegenheit sich bietet.
Moin
Der Kombi wäre eine Alternative für mich.
Aber das Cabrio ist ein Aushängeschild!
Die Verbindung zu Saab und Trollhättan ist sicherlich “verkaufsfördernd” und würde die internationale Presse oft aufhorchen lassen.
Über den Namen Emily oder welche Alternative die Blogleser favorisieren hat Tom ja schon mal abstimmen lassen.
Ist der Name Emily den schon “fix”? Macht es Sinn den jetzt überhaupt noch zu ändern?
Danke an Tom und Jan für die Infos, tollen Bericht und super Fotos.
Viele Grüße
Diesmal vom Gardasee
André
Moin André, Gardasee ist toll – viel Spaß! Ob der Name Emily Bestand hat, werden die neuen Eigentümer (wenn es sie geben wird) entscheiden. Ich würde einen anderen Namen vorziehen. Mit Schweden und Saab Historie im Hintergrund – um die Verbindung zu demonstrieren. Das wäre geschickt und da wäre einiges möglich.
Z.B. Phoenix 🙂 Die Tage wieder mal die tollen Konzept-Fotos bestaunt.
Die Verbindung zur SAAB Geschichte mag durch Emily nicht sofort schlüssig erscheinen. Dennoch finde ich es wichtig und gut hier die Arbeit ehemaliger SAAB Designer und Ingenieure zu wertschätzen – inbesondere mit Blick auf den Radnabenmotor. Das ist eine doch spannende Brücke zur alten SAAB Mentalität 🙂 Auch sehe ich die Arbeit von Nina Selander mit NEVS mittlerweile anders – auch Dank deiner Reportagen, Tom! 🙂
Ob die Welt eine weitere hochpreisige und somit exklusive EV-Baureihe benötigt, weiß ich nicht. Ich bin kein grundsätzlicher Elektromobilitätsgegner. So finde ich z.B. die Antriebstechnik für innerstädtische Bedarfe sinnvoll oder wenn der tägliche bzw. wöchentliche Bedarf mit einer Ladungsreichweite abgedeckt werden kann.
Danke, auch mein Eindruck hat sich in den vergangenen Monaten grundlegend verändert. Nina Selander ist bodenständig und ergebnisorientiert unterwegs, etwas Wohltuendes nach den Achterbahnfahrten der vergangenen Jahre.
Gnade bitte ich kann es nicht mehr hören und der Name Emily versetzt mich in Narkolepsie
Bitte Tom hör auf darüber Artikel zu schreiben
Das kann ich gut verstehen. Vor allem nach den Einlassungen des Investoren, dessen Name nicht mir einfallen möchte.
Dennoch: die Verbindung zu unserem Themenkern ist weiterhin da. Das hat man sonst nirgends.
Ignorieren können und wollen wir das Thema nicht, denn Trollhättan ist Saab Stadt und die Zukunft liegt auch uns am Herzen.
Natürlich wollen wir keine Narkolepsie riskieren, die nächsten Tage werden spannend. Und zu 100 % Saab. Versprochen.
Hab mich für den CS (shooting break) entschieden, das ist das schweizer Taschenmesser unter den Karosserieformen, wobei ein Cabrio auch nicht unflott wäre.
Radnabenmotor und E-waren auch meine Entscheidungen, wobei momentan ein Hybrid auch ok wäre. ….und ja ob nun Schweden/Östereich/Finnland oder Rüsselsheim ist am Ende egal, Schweden wäre mir am liebsten!
Den SUV übernehmen wir von Fisker, wenn es nicht die TATA-Leute machen.
Und ja bitte nicht das nordisch kühle Design verwässern und an den Datenschutz denken!
Es fehlt das SUV. Es ist nicht so, dass ich eines möchte, aber die Mehrheit steht halt mal darauf. Das sollte NEVS berücksichtigen.
Vielleicht ist das so. Aber der Trend zeigt in Richtung Kombi, sagen die Marketing-Menschen. Volvo gönnt den Kunden in Großbritannien wieder die Kombis, nachdem man sich im letzten Jahr mit dem V90 und V60 vom Markt verabschiedet hatte. Es mag sein, dass die Produktplaner auch bei Emily diesen Trend sehen.
Das SIV fehlt primär nur, wenn man im Mainstream mit paddeln will. M. E. war Saab nur selten dem Mainstream verpflichtet, das sollte/könnte auch bei Emily so bleiben.
Sicher ist es einfacher, dem Kunden zu liefern, was er meint, haben zu müssen, aber ökologisch sinnvoll sind diese fahrenden Trutzburgen nicht, egal mit welchem Antriebskonzept.
Das stimmt, aber vielleicht brauchen die zukünftigen Emily Macher jede Chance die sich bietet und es wäre verkehrt kein SUV anzubieten?
Tolle Idee, diese Umfrage
Für mich wäre der Produktions-Standort THT eher zweitrangig. Eine Auftragsfertigung bei Valmet z.B. wäre für mich völlig okay, schliesslich kamen da auch schon viele SAAB her und die wären in der Lage SOFORT zu fertigen. Der Aufbau in Trollhättan könnte Zeit in Anspruch nehmen, die man sich getrost im Tausch für einen schnelleren Marktstart sparen könnte. Je eher man wenigsten eine Variante auf dem Markt sieht, um so besser.
Der Kombi wäre die schönste Variante der Emily. Mit der Limousine könnte ich nicht viel anfangen.
Shooting break and Suv would be the best selling models, I think, Good that is!
Die Umfrage ist überfällig. Was hat Emily mit Saab zu tun? Hat sie – oder nicht. Das Thema ist kontrovers und ich bin mir unsicher.
Sicher ist aber für mich: wenn Emily, dann nur aus Schweden.
Mich würde mal interessieren, wer finanziert die ganzen Aktivitäten von NEWS in Schweden?
NEVS ist aktuell eigenfinanziert. Durch Dienstleistungen und primär durch den Verkauf von früheren Saab Liegenschaften.
Und ist NEVS nun eigentlich (wieder) schwedisch oder (noch) chinesisch? Ist Evergrande da komplett raus und der Libanese auch? Sorry, Du hast bestimmt über alles geschrieben, aber mich interessiert das EV-Thema nicht so besonders, gleichwohl finde ich es gut, dass Du darüber schreibst. Ich halte es da anders als einer der obigen Kommentatoren, gerne weiter darüber schreiben, aber ich bin ja so frei, mir die Artikel rauszusuchen, die mich interessieren. Aber diese spezielle Frage interessiert mich nun doch. 🙂
NEVS ist immer noch Teil von Evergrande NEV. Dort sucht der Liquidator nach möglichen Investoren, allerdings sieht es im Moment nicht danach aus, dass er erfolgreich sein wird. Als Ergebnis der Situation in China ist NEVS, in dem was man tut, relativ frei, so ist mein Eindruck. Wie lange die Situation anhält und wie die Zukunft sein wird, ist offen.