Aus DNA Collectibles wird jetzt Radscale Collectibles
Eine Marke, die es nicht mehr gibt, wagt den Neustart und wechselt den Namen. Saab Fans und Modellauto Sammler erinnern sich an DNA Collectibles. Nach dem überraschenden Ende der Schweizer Muttergesellschaft im Dezember 2022 platzten viele kleine und größere Träume. Bereits gezahlte Miniaturen wurden nicht geliefert, Sammler verloren Geld.
Noch schlimmer erwischte es den Produzenten, der in Hongkong für DNA tätig war. Seine Lager waren voll mit bereits fertiger Ware, die nicht mehr bezahlt wurde und die keinen Abnehmer mehr fand. Der Kampf um das finanzielle Überleben begann und erst mit einem deutschen Distributor der im Januar die Vertretung übernahm, kehrte die Hoffnung zurück (Link).
Was gut für den Produzenten ist, ist auch erfreulich für die Sammler. Der Vertrieb läuft jetzt über traditionelle Fachhandelskanäle und die Zeiten der Vorkasse, verbunden mit Wartezeiten von 12 Monaten und mehr, sind vorbei.
Nun ändert sich auch noch der Name und Radscale Collectibles betritt die Bühne.

Aus DNA Collectibles wird Radscale Collectibles
Das erste neue Modell des Herstellers ist leider kein Saab – sondern ein Volvo. Aber es steht für die Neuausrichtung der Marke und beschreitet den Weg, der einst DNA Collectibles groß und erfolgreich werden ließ. Die Auflage ist streng limitiert, wie man es auch erwarten kann, wenn die Preise hoch sind.

Vom Volvo 165, dem ersten Modellauto unter dem neuen Label, wird es nur jeweils 165 Miniaturen in zwei Farben geben. Weltweit und das sind wirklich gute Nachrichten, denn so bleiben Sammlerwert und Exklusivität erhalten. Der Volvo Kombi, den es übrigens nie offiziell aus der Göteborger Fabrikation gab, wird im Maßstab 1:18 auf einer Platte in Holzoptik geliefert. Damit soll vermutlich die Hochwertigkeit unterstrichen werden.

Der deutsche Großhändler verspricht heute schon Premium Qualität, der Fachhandel kann bereits Aufträge platzieren.
Die Geschichte des Volvo 165
Der Volvo 165, dessen Original im Jahr 1972 zum ersten Mal auf die Straße kam, basiert auf der Volvo 164 Limousine. Die große schwedische Marke bot zu diesem Zeitpunkt noch keinen Oberklasse-Kombi an. Aber ein gewisser Sture Levin, der in diesen Tagen von Volvo in das Textilunternehmen seiner Frau wechselte, wollte unbedingt einen 6-Zylinder Kombi fahren.

Er beauftragte den bekannten Umbau-Spezialisten Nilsson (Link), ein heute noch existentes Unternehmen, mit der Realisation seiner Pläne. Levin fuhr den 165 dann 11 Jahre lang, bevor er ihn verkaufte und Nilsson schob im Jahr 1975 eine Serie von 40 weiteren Fahrzeugen, angeblich auf Initiative eines deutschen Volvo Händlers, hinterher.

Der Levin Kombi selbst ist heute noch existent, er wurde zwischenzeitlich komplett restauriert und der Journalist Frederik Nyblad, der die Restaurierung in die Wege leitete, schrieb ein Buch über den schwedischen Oberklasse-Kombi (Link).
Anfang Mai sollen die Miniaturen des Volvo 165 von Radscale Collectibles beim Fachhandel verfügbar sein. Die Preise sind geringfügig höher als noch zu DNA Collectibles Zeiten und pendeln sich aktuell knapp unter 200,00 € ein.