Elektrische Grubenfahrzeuge kommen aus der früheren Saab Fabrik

Es gibt weitere erfreuliche Nachrichten für Trollhättan und die alte Saab‑Fabrik. Nachdem eine Kleinserie britischer Sportwagen der Marke AC Cobra bereits am historischen Standort hergestellt wird, werden in Zukunft auch elektrische Grubenfahrzeuge aus der früheren Saab‑Fabrik rollen. Auch hier ist T-Engineering, eine Saab-Ausgründung, federführend tätig.

Besonders interessant: Es handelt sich dabei um ein deutsch-schwedisches Projekt und die Akteure haben jeweils Saab Wurzeln. T-Engineering entwickelt sich so einmal mehr zum Spezialisten für Kleinserien und den Bau von Sonderfahrzeugen. Und Trollhättan bleibt weiter ein Automobilstandort, die Saab-Fabrik verschwindet nicht von der internationalen Landkarte.

Elektrische Grubenfahrzeuge aus der alten Saab Fabrik
Elektrische Grubenfahrzeuge aus der alten Saab‑Fabrik

Elektrische Grubenfahrzeuge kommen aus der früheren Saab Fabrik

T-Engineering und der deutsche Partner JMV (Jacob Mining Vehicles) haben beide eine Saab Vergangenheit gemeinsam. T-Engineering ist eine Ausgründung eines ehemaligen Entwicklungsingenieurs der Saab Automobile AB, die mittlerweile etliche frühere Angestellte des Herstellers beschäftigt. Hinter JMV (Link) verbirgt sich mit dem Autohaus Jakob in Fulda ein früherer Saab Händler.

Elektrische Grubenfahrzeuge – Made in Sweden
Elektrische Grubenfahrzeuge – made in Sweden

Das erste jemals verkaufte Fahrzeug des Mehrmarkenhändlers aus Fulda soll ein Saab gewesen sein. Heute vertreibt das Unternehmen ein halbes Dutzend von Fabrikaten und hat auch Erfahrung über eine Tochtergesellschaft im erfolgreichen Absatz von Reisemobilen und Wohnwagen.

Für die Bergbauindustrie sehen T-Engineering und JMV einen schnell wachsenden Zukunftsmarkt für rein elektrische Fahrzeuge, senkt man durch sie doch die Kosten für die Belüftung der Schächte, da keine Emissionen entstehen.

Fahrzeuge, die zukünftig aus der alten Saab Fabrik rollen sollen
Fahrzeuge, die zukünftig aus der alten Saab Fabrik rollen sollen

Statt die Grubenfahrzeuge in Asien herstellen zu lassen, wird JMV die Terra Charge Produkte in Trollhättan produzieren. Die Suche nach einem idealen europäischen Partner dauerte lange. Mit T-Engineering und der früheren Saab Fabrik hat man ihn gefunden.

Entwicklung und der Aufbau der Produktion werden durch öffentliche Gelder aus den Kassen der EU und des Bundes gefördert.

Für JMV und die Ursprünge, die 1979 mit Saab ihren Anfang nahmen, schließt sich in gewisser Weise ein Kreis. Was mit Saab begonnen hat, das entwickelt sich am historischen Standort und mit dem Wissen vor Ort weiter.

Mit Bildmaterial von JMV

7 Comments
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Kochje
Kochje
10 Monate zuvor

Toll, das ist gut fuer THT. Danke, Tom, fuer diese Nachricht.

bergsaab
10 Monate zuvor

….ach Klugscheißmodus an: Der Bergmann belüfftet nicht, er bewettert!

cooles Design, SAABwappen drauf und Straßenzulassung, dann nehe ich einen als Baustellenfahrzeug.

Der Lizi
10 Monate zuvor

Schön zu sehen, dass so etwas auch ästhetisch geht.

SAAB aero
SAAB aero
10 Monate zuvor

Der “Landy” lässt grüßen…, ein sinnvolles Projekt! Tolle Idee! Unter-Tage-Arbeit wird es weiterhin geben… und “nebenbei” einen El.-SAAB auf die Räder stellen :-).

Flens99
10 Monate zuvor

Tolles Design, eine europäische Antwort auf den martialischen Cybertruck vom Mondflieger?

F. Weber
F. Weber
10 Monate zuvor

Das sind gute Nachrichten. Jetzt noch eine Saab Kleinserie und alles wäre perfekt!