Das Saab Cars Magazine verschwindet – die letzte Ausgabe ist draußen
Die Zeit ist gnadenlos, sie fegt über den Markt der Printmedien hinweg. Die traditionsreichen, papiergebundenen Zeitschriften, das analoge Lesevergnügen, es verschwindet immer mehr. Doch es ist der Leser, der entscheidet und sein Leben digital ausrichtet und der immer weniger den Gang zum Kiosk findet.
In Schweden verschwindet jetzt eine ganze Reihe von Publikationen, die man getrost als Nischenmedien bezeichnen darf. Zeitschriften über alte Autos, Mopeds und auch das Saab Cars Magazine werden der Vergangenheit angehören, verkündet der OK-Förlaget. Begründet wird der Schritt wie immer mit sinkenden Werbeeinnahmen und schwindenden Leserzahlen.

Das Saab Cars Magazine verschwindet – die letzte Ausgabe ist draußen
Die Entwicklung gibt es nicht nur in Schweden. Wer die deutsche Presselandschaft im Blick hat, bemerkt ebenfalls die Veränderungen bei einst auflagenstarken Zeitschriften. Das Sparen an Qualität und Recherche ist schon länger an der Tagesordnung, aus einer einst millionenstarken Auflage werden in den Jahren einigen 100.000, der Lauf der Dinge ist scheinbar nicht aufzuhalten.
Unsere Idee vor einigen Monaten, eine Printausgabe des SaabBlog Magazins zweimal jährlich erscheinen zu lassen, stieß auf ein so dröhnendes Desinteresse, dass die Warnzeichen unübersehbar waren. Print hat mehr als nur ein Zeitgeistproblem.
In Schweden hat nun der OK-Förlaget das Aus für eine ganze Reihe von Titeln verkündet. Nur die traditionsreiche Autozeitung Vi Bilägare wird bleiben, alles andere, was mit Camping, Saab, alten Autos oder Mopeds zu tun hat, steht vor dem Ende (Link).

Für die Saab Szene ist das Verschwinden bedauerlich. Etwas Vergleichbares wird es wohl nicht mehr geben. Das Saab Cars Magazine entstand immer in enger Kooperation mit dem Museum in Trollhättan und war hochwertig und mit gut ausgewählten und fein recherchierten Themen gefüllt. Das Heft ist in zwei Sprachen und auch als Online-Variante verfügbar. Eine englische Edition richtet sich an das internationale Publikum und auch sie ist zu 100 % Saab.
Offensichtlich war das alles nicht genug, vielleicht war es zu wenig bekannt und fand nur eine geringe internationale Nachfrage. Eventuell hätte der Verlag mehr dafür werben sollen, aber jetzt ist es zu spät, die Versäumnisse der Vergangenheit aufzurechnen.
Freunde der Marke, die Printmagazine mögen, können sich immer noch eindecken und ihr Archiv weiter mit Saab Literatur füllen (Link).
Das ist wirklich eine sehr traurige Nachricht. Mir hat das Heft immer sehr gut gefallen (trotz fehlenden schwedischen Sprachkenntnissen). Denn nur die ersten 2 oder 3 Hefte gab’s auch in englisch.
Ich hatte mir erst vor kurzem einige Hefte bestellt. Da mir auch noch die Hefte 1, 6 und 7 fehlen, hatte ich mich beim Verlag nach einem möglichen Nachdruck erkundigt. Überraschenderweise wurde mir dort zugesagt, das es zeitnah einen Nachdruck geben werde. Dem ist nun anscheinend nicht mehr der Fall.
Auch die entsprechenden Volvo-Heft fand ich gut.
Schade, schade, das Heft war mir ebenfalls kein Begriff. Bestellt ist es, Mal schauen ob es mir gefällt.
Ich kannte das Magazin tatsächlich auch nicht, sonst hätte ich mir diese zusätzliche Dosis Saab bestimmt hin und wieder gegönnt.
Das letzte Exemplar habe ich jedenfalls geordert.