Zurückgeholt! Der SaabBlog Instagram-Account ist wieder da!
Gestern endete mit dem Zurückholen unseres traditionellen Instagram-Accounts so etwas wie ein Kriminalfall. Vor 21 Tagen wurde der langjährige Account gehackt, und es wurde versucht, das Konto samt den Inhalten zu löschen. Wir konnten diesen Schritt zwar verhindern, aber der Zugriff blieb uns weiter verwehrt.
Was folgte, war eine Irrfahrt durch das Dickicht des Meta-Konzerns – mit dem Ausfüllen von Formularen, mit Hilfe-Links, die im Nirgendwo endeten und einem Kundenservice, der nicht stattfindet. In der Zwischenzeit brachten wir einen neuen Account auf den Weg (Link), allerdings ist Aufgeben noch nie eine Alternative gewesen.

Zurückgeholt! Der SaabBlog Instagram-Account ist wieder da!
Interessant sind die Erfahrungen, welche man in dieser Lage in der Facebook-Welt machen kann. Natürlich ist der Instagram-Account nicht lebens- oder überlebenswichtig. Die Präsenz ist Imagepflege für Saab, sie verbindet uns mit meist freundlichen Fans überall auf der Welt, aber sie ist keineswegs essenziell.
Für andere Menschen, in einem ähnlichen Fall, wäre sie das vermutlich. Entsprechend sind die Hilfeangebote, die man über Facebook bekommt, um das Konto zurückzuholen.
Was gehackt wurde, kann man zurück hacken? Oder?
Das soll schnell und einfach gehen, als Beweis müssen nichtssagende Screenshots irgendwelcher Utilities herhalten, die nichts zeigen.
Die Preise für die freundliche Hilfe sind natürlich niedrigschwellig freundlich ausgelegt. Für 100 $, vorab bezahlt, erhält man umgehend sein Konto zurück. Der Anbieter garantiert dafür.
In der Panik um das verlorene Instagram-Account etwas Geld machen
Unwillkürlich erinnert das an einen Bauern im Ort, der mit seinem Sohn bekannt wurde, als er Bargeld an dubiosen Orten an noch weitaus dubiosere Menschen zur nächtlichen Stunde weiterreichte, die dafür garantierten, zuvor mit etwas grenzwertigen Investitionen verlorenes Bargeld zurückzuholen.
Tatsächlich bin ich zu alt, habe mein Berufsleben in der IT verbracht, und zu unlustig, um die 100 $ Spiele zu spielen. Es ging auch ohne! Der Meta-Konzern erhielt wöchentlich eine schriftliche Eingabe, auf die nicht reagiert wurde. Gestern Nachmittag waren wir dennoch in der Lage, den Instagram-Account zurückzuholen. Details spare ich mir, dazu sind die Seiten hier zu sehr öffentlich.
Nur so viel: Es passierte ohne fremde Hilfe, und ob Meta im Hintergrund auf unterschiedliche Art tätig war, vielleicht sogar unterstützend, bleibt unklar. Denn es gibt nach wie vor keine Kommunikation.
Das SaabBlog Instagram (Link) ist jetzt so gut abgesichert, wie es möglich ist. Natürlich kann die Sicherheit nur so hoch sein, wie sie generell bei Meta selbst ist.
Wir freuen uns auf jeden Fall, denn mehr als 2.800 Posts wären sonst verloren gewesen.
Die Frage, die abschließend im Raum steht, ist folgende: Die EU brüstet sich damit, Konzerne wie Meta und Google gerne bis ins Detail zu regulieren. Kommt es hart auf hart, bleibt davon nichts übrig.
Speziell, wenn es um den Schutz geistigen Eigentums und um Kundenservice geht.
Eine verpflichtende Hotline wäre eine großartige, helfende Idee. Denn es ist nicht so, dass Meta die Gesetze ignorieren würde. Ganz im Gegenteil. Die Gesetze sind schlichtweg schlecht gemacht. Die gesetzlich-verpflichtende Antwort eines Schreibens an die im Impressum genannte Adresse wurde mustergültig zeitnah beantwortet. Mit einem Ton des Bedauerns und dem Hinweis auf Hilfeseiten mit Verlinkungen, die ins Nirwana führen, erfüllte der Konzern die gemachten Vorgaben.
Congrats, das hätte ich nicht gedacht!!!
Ist denn schon Weihnachten? Das sind echt gute Nachrichten!