Dem Rost keine Chance – der Saab 9000 ist besser als der Rest
Entgegen sämtlicher Mythen ist es so, dass Schwedenstahl natürlich auch rostet. Generell betrachtet. Ziemlich resistent gegen Korrosion ist jedoch der Saab 9000 und es braucht schon einiges an Ignoranz, bis man die ersten handfesten Durchrostungen notiert. Woran liegt es? Die Rostvorsorge ab Werk war bei den späten Baujahren überdurchschnittlich gut.
Auch die Grundkonstruktion, mit dem für Saab typischen möglichst glatten Unterboden, trug dazu bei. Bei den auf den 9000 folgenden Fahrzeuggenerationen wich man davon ab, mit nicht den besten Resultaten.
Dass aber der 9000 besser als der Rest der Welt ist und war, gab es noch zu Produktionszeiten als offizielle Bestätigung von unabhängiger Stelle.

Dem Rost keine Chance – der Saab 9000 ist besser als der Rest
Es war der TÜV, der im letzten Produktionsjahr dem 9000 eine überdurchschnittliche Qualität bescheinigte. Im Auto-Report 1998 notierte der technische Überwachungsverein die Rostvorsorge der Schweden als geradezu vorbildlich. Die Mängelquote der 3- bis 5-jährigen Fahrzeuge betrug 0,00 %, womit Saab sämtliche Marktbegleiter weit hinter sich ließ.
Und auch bei älteren Modellen lag die Beanstandungsquote weit unter den Durchschnittswerten. Auch aus technischer Sicht konnte der 9000 im Jahr 1998 punkten. Bei 3-Jahre alten Pkw lag der Mittelwert für erhebliche Mängel bei 3,2 %, der 9000 kam auf 1,3 %.
Wie überragend der Saab 9000 im Jahr 1998 abschnitt, manifestiert sich mit einem vergleichenden Blick auf den Report 2024 (Link). Bei Zwei- bis Dreijährigen Fahrzeugen liegt die aktuelle Mängelquote zwar niedriger als 1998, aber das beste Auto im Test ist der VW Golf Sportsvan mit 2,0 %. Man fragt sich, wo der Fortschritt liegen soll, mehr als ein viertel Jahrhundert später und warum es immer noch keine fehlerfreien Fahrzeuge gibt.
Der 9000 zählt auch im Alter zu den zuverlässigsten Begleitern überhaupt. Mit etwas Pflege enttäuscht er nie und lässt seine Besitzer nicht im Stich. Was sich 1998 schon andeutete, scheint fest in seiner DNA verankert zu sein.
im Großen und Ganzen bin ich einverstanden, aber die Stoßdämpferaufnahmen hinten nicht vergessen. Egal, der 9k gehört zu den besten meiner Autos ever, dieser lässige Komfort, immer wieder eine Freude.
In den 80er und 90er Jahre waren einige Hersteller die sich besondere Mühe beim Rostschutz gegeben haben um die rostigen
70er Jahre vergessen zu machen.
Da waren der VW Golf 2 und der ab 1986 gebaute Audi 80 . Auch Citroèn und Peugeot Modelle waren ganz gut.
Danach wurde es wieder schlechter….siehe Golf 3 und wurde auch nie wieder so gut wie damals.
Unser 9000CS 1994 wurde direkt in Trollhättan abgeholt und dann in Nordhorn verzollt. Bis 2000 war er bei uns. Wurde wegen Schaltgetriebe gegen neuen 9-3 ausgetauscht.
Unser 9000 war der problemloseste Saab ( und Auto generell) das wir je hatten.
Naja … die Radläufe und den vermaledeiten Scheibenrahmen, der das Todesurteil vieler 9000er geworden ist, sollte man nicht vergessen. Gelegentlich die Wagenheberaufnahme und die Endspitzen. Vielleicht auch noch mehr … auch der 9000er hat neuralgische Stellen.
Abgesehen vom Scheibenrahmen, dessen Probleme man nicht sofort sieht, gehört aber schon viel Ignoranz dazu, aus Radläufen und Endspitzen Probleme werden zu lassen.
Bei Endspitzen kann man gut Gegenwirken. Aber die Radläufe blühen halt unter den Kunststoffradläufen (Aero/Anni) raus. Sobald man was sieht ist es schon zu spät. Die Scheibenrahmenproblematik hat sich ja angeblich wegen eines falschen (GM?-)Klebers beim Scheimentausch manifestiert. Hast Du da nähere Infos dazu oder ist das “Stammtisch”?
Ich halte es für Stammtisch. Bei Anna war es der Scheibentausch, der schlampig gemacht wurde. Bei dem mitternachtsblauen Bruder war es das Alter, das Wasser, der Umwelt. Ich denke, die Sonne tut einiges mit dem Kleber, die Pflege und eben die große Scheibentausch-Werkstatt, deren Arbeitsqualität schwankend sein kann. GM würde ich dafür nicht verantwortlich machen.
Bei meinem CD Modelljahr 1996 mussten wir vor zwei Wochen die Frontscheibe tauschen. Sie war vollständig zerkratzt von Waschanlagenbesuchen des Vorbesitzers.
Der Scheibenrahmen war komplett durchgerostet und musste aufwendig mit Reparaturblechen neu aufgebaut werden.
Mein CD hat erst 118’000 km auf der Uhr und ist mit das problemloseste Auto, dass ich in mehr als 40 Jahren Autofahrer-Leben besessen habe.
Am liebsten mache ich lange Strecken mit ihm in Frankreich. Im CD komme ich entspannt und mit einem Lächeln auf den Lippen an.
Mitte September muss er zur MFK (TÜV in Deutschland). Ich bin gespannt, was der Prüfer zum Thema Rost zu sagen haben wird. Gefunden hat die Garage nichts gravierendes.