Zirkus Emily Projekt – noch ist der Produktionsstandort nicht entschieden

Der Zirkus um das Emily GT Projekt bewegt sich zu der nächsten Episode. Die letzten Neuigkeiten verwiesen auf einen möglichen Produktionsstandort in Italien. EV Electra gab vor, dort ein Autowerk erwerben zu wollen oder es bereits getan zu haben. Jetzt kommt die Rolle rückwärts, und CEO Jihad M. Mohammad teilt mit, dass noch nichts entschieden sei.

Wie es weitergehen soll, ist offen, Entscheidungen werden zum Monatsende erwartet. Gab es früher, in der Saab-Spyker Ära, den Zirkus Muller, benannt nach dem Saab Automobile CEO und erfunden von einer großen schwedischen Wirtschaftszeitung, so erlebt die Saab Szene heute den Zirkus Emily GT Projekt. Nachrichten werden über die sozialen Medien verbreitet und dann wieder eingesammelt.

Wie seriös ist das eigentlich?

Emily GT Cabriolet
Emily GT Cabriolet

Zirkus Emily Projekt – noch ist der Produktionsstandort nicht entschieden

Natürlich spielt auch eine gewisse Dünnhäutigkeit des amtierenden EV Electra CEO eine Rolle. Der es Trollhättan immer noch nachträgt, dass er nicht mit offenen Armen empfangen wurde und der sich offensichtlich nach dem roten Teppich sehnt. Der sich von der schwedischen Presse zitiert sieht, ohne dass er mit ihr gesprochen haben will. Denn auch die schwedischen Zeitschriften nehmen Zitate des CEO in den sozialen Medien für bare Münze – und verbreiten sie weiter.

Wer die toxische Mischung aus Ankündigungen und politisch schwer verdaulichen Meinungen, die hin zum militanten Antisemitismus reichen, bei LinkedIn (Link) verfolgt der erkennt das verminte Umfeld in dem sich das Projekt mittlerweile bewegt.

In einer SMS an SVT wird jetzt die neue Richtungsänderung bekannt gegeben (Link). Entschieden sei noch nichts, zum Ende des Monats sei eine Ankündigung zu erwarten, die mehr berichte. Tatsächlich hinterlässt der Zirkus Emily mittlerweile seine Spuren auch bei den härtesten Verfechtern des Projekts. Die letzten führenden Köpfe bei NEVS haben die Segel gestrichen (Link), die Hoffnung, dass sich eine Produktion bewerkstelligen lässt, war wohl auch hier zuletzt gering.

Das Emily Projekt selbst ist weit von der Serienreife entfernt, der in Aussicht gestellte Start einer Produktion im August dieses Jahres (Link) ist pures Wunschdenken. Währenddessen gibt es in Schweden immer mehr die Vermutung, dass EV Electra das Geschäft mit NEVS nicht erfüllt haben könnte. Es sind Gerüchte, die in den sozialen Medien kursieren und die zu diesem Zeitpunkt nicht zu belegen sind. Gleichzeitig wird von der Option geträumt Emily zurück in den Norden zu holen und doch noch das glückliche Ende zu erleben.

Auch das erinnert auf ungute Art an die alten Zeiten und steht sinnbildlich für den Zirkus Emily.

10 Comments
Newest
Oldest Most Voted
Felix
Felix
2 Jahre zuvor

Das ist doch ein unendliches Chaos. Dieser Herr sollte bitte erst Fakten liefern und dann schreiben. So ist er einfach nur peinlich.

Aero-93
Aero-93
2 Jahre zuvor

Welcher Sinn steckt hinter CEO Jihad M. Mohammads Aktionen?
Warum hat er für Emily Geld ausgegeben?
Welchen Vorteil erlangt er?
Wen trickst/bremst er aus?
Wo soll eine bessere Verhandlungsposition herausspringen?
Ziemlich viele Fragen mit “w”…
Evtl. war/ist alles nur ein Steuersparmodell…

Aero-93
Aero-93
2 Jahre zuvor
Reply to  Tom

Danke für deine gedankliche Unterstützung zur Lösung der vielen w´s …,auch wenn die Lösung im Nebel bleibt. Toxischer Nebel halt.

Aero-93
Aero-93
2 Jahre zuvor
Reply to  Tom

Auch ganz “nett”. Die sollen ja in gewisser Art & Weise autoaffin sein… ;-). Ob allerdings ein El.-Modell der Hit ist, darf bezweifelt werden. Ich werde mit Interesse weiterlesen! VG

Mac Saab
Mac Saab
2 Jahre zuvor

Der Eindruck der Unseriosität verfestigt sich immer mehr. Das ist Kaspertheater und sonst nichts. Was erwartet dieser Mensch? Er teilt aus gegen die Medien und korrigiert sich doch permanent selbst?

Christian Arndt
2 Jahre zuvor

Es ist jetzt genau 28 Jahre her, dass ich in meiner mündlichen Prüfung im Fach Deutsch das Gedicht “Auf der Galerie” von Franz Kafka interpretieren durfte. Es besteht aus zwei Teilen. Im ersten wird eine surreale Szene in einem Zirkus beschrieben, in der das Publikum auf den Rängen (auf der Galerie) tobt und in der Manegen die Künstler in immer schneller und chaotischer werdender Weise ihre Kunststücke aufführen. Eine aufgeheizte, überhitzte Atmosphäre.
Im zweiten Teil wird eine völlig normale Zirkusvorstellung beschrieben; ganz so, als sei man aus einem Fiebertraum aufgewacht und sähe nun die Realität.

So ähnlich kommt es mir mit Emily, der durch die Manege getriebenen, und Herrn Jihad Mohammad immer mehr vor. Warten wir also aufs Erwachen.

Nebenbei: Kafka hatte ich mir nicht selbst ausgesucht; mein damaliger Lehrer befand eine Woche vor der Prüfung, dass ich statt Ingeborg Bachmann doch lieber etwas von Kafka als Prüfungsstoff haben solle.

Detlef Rudolf
Detlef Rudolf
2 Jahre zuvor

Höchstwahrscheinlich wird das Erwachen im Falle Emily ein böses Erwachen werden.

F. Weber
F. Weber
2 Jahre zuvor

Zirkus ist wirklich die richtige Bezeichnung. Kann man das noch ernst nehmen und nehmen die sich bei EV Electra selbst noch ernst?