Kurzmeldungen: Es gab Saab damals auch in der DDR
Die DDR war für mich immer der andere deutsche Staat. Für Freund Mark, der hier ebenfalls immer wieder schreibt, war der andere Staat die BRD. Vor 1989 hätte das Kernteam des SaabBlog nicht zueinandergefunden, und die Dinge hätten anders laufen können. Denn die “Deutsche Demokratische Republik” (DDR) war für mich, aus Saab Sicht, immer ein weißer Fleck auf der Landkarte.
Natürlich gab es Autos aus dem kapitalistischen Westen. Die Staatsführung fuhr Volvo und Citroën, manchmal auch Land Rover, und ein Jaguar ist im Land verbürgt. Den fuhr Egon Krenz, der als Kronprinz und Anwärter auf die Staatsführung galt.

Kurzmeldungen: Es gab Saab damals auch in der DDR
Das normale Volk musste sich ebenfalls nicht mit Trabant, Wartburg, Lada und Škoda zufrieden geben. Hatte man Verbindungen, gab es auch Autos aus dem Westen. Wolfsburg schickte eine Ladung von VW Golf in Richtung Osten und einzelne Japaner gab es aufgrund von Kompensationsgeschäften.
Saab war zumindest sporadisch vertreten. Zwei Bilder aus dem Fotoarchiv von Leser Olaf beweisen dies. Er war um das Jahr 1985 mit seiner ALTIX Kamera unterwegs, um sämtliche Fahrzeugmarken auf dem Gebiet der DDR zu dokumentieren.

Es entstand eine beachtliche, historisch interessante Sammlung. Darunter auch die beiden Saab. Ein 96 V4 mit Rostocker Kennzeichen wurde 1985 in Halle/Saale gesichtet. Für Olaf war es der allererste Kontakt mit der schwedischen Marke.
Dass er später einmal mit Begeisterung Saab fahren würde, war damals noch nicht absehbar.
Einen neuen Saab 9000 Turbo mit schwedischer Zulassung konnte er 1986 zur Leipziger Messe, die viele Gäste aus dem Westen anzog, ablichten. Der 9000 parkt zwischen einem Ford Sierra (?) und einem Trabant.
Die Bilder sind Zeugen von der Markenhistorie und von nationaler Vergangenheit. Wir veröffentlichen diese Zeitzeugnisse gerne.
Danksagung: Die Bilder stellte unser Leser Olaf Krüger uns zur Verfügung
Zu den Domstreben:
Bei den 2,3 Saugern (also OHNE Turbo) könnte es mit dem Passen problematisch sein.
Ich hatte vor einiger Zeit eine Domstrebe bei Speedparts bestellt, um sie bei meinem 2,3i (MY 1991) zu verbauen. Leider passte das nicht mal ansatzweise, weil durch die große Ansaugbrücke der Ölpeilstab zu weit oben steht.
Mit dieser Erfahrung habe ich noch mal Maptunes in Schweden direkt angeschrieben und gefragt, ob deren Strebe nun auch für den 2,3 Sauger passt.
Die Antwort kam wirklich sehr schnell (danke dafür): Die haben das beim 2,3i bisher nicht getestet, weil das Auto in Schweden eher selten ist. Somit konnte von denen weder bestätigt noch dementiert werden, ob sie passt. Aber sie versprachen mir, das zu testen, wenn sie mal ein entsprechendes Fahrzeug in der Werkstatt haben.
Denn ich hätte schon gern eine für meinen 9000 CD 2,3i 🙂
Moin.
Da ich gerade nebenbei beim Espresso diesen Artikel lese …..
Mein ehemaliger 9-5 SC 2.3 Arc hatte mal “als Gelegenheit und eher zufällig” eine Domstrebe von Wiechers erhalten.
Hier mal Bilder davon:
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=3617b2-1504946402.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=b890a5-1504946426.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=623400-1504946448.jpg
Das Ding hat das Fahrverhalten des Wagens (was ich so vorher nie dachte) wirklich sehr positiv beeinflusst!
Und Wichers hatte (zumindest damals) übrigens wohl auch welche für den 9000´er:
http://www.wiechers-sport.de/shop/dom-fahrwerkstreben/produkte/manufacturer/saab
Die Wichers Streben passen nicht für den 9000 CS, nur für den CC. Beim CS gibt es Probleme mit den Klimaleitungen. Wir hatten eine ausprobiert, aber dann retouniert. Mittlerweile hat Wiechers sie auch nur bis 92 freigegeben. Das Material der Wiechers Streben ist weniger wertig als das von Speedparts oder Maptun, die Verarbeitung ist sehr einfach.
Moin Tom.
Ah, ok … das wusste ich so gar nicht (dachte halt nur, jede Alternative für Saab-Fahrer könnte für den einen oder anderen interessant sein) .. hmmm. Sorry. 😉
Meine sah optisch damals nämlich (nach meinem laienhaftes Empfinden) für mich nämlich “recht hochwertig” aus, wurde damals sogar vom “Verantwortlichen Angestellten” der Firma persönlich eingebaut und hat auch exakt gepasst.
Hier noch mal die ersten Bilder, die oben aus irgend einem Grund nicht als Link funktionierten.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=6834b3-1504980589.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=895844-1504980699.jpg
Naja, Wiechers ist ja auch kein echter Saab-Spezialist (macht wohl eher “Motorsportkram” u.ä.) … wahrscheinlich sind die direkten Saab-Anbieter daher sicher schon aus “Überzeugung” hochwertiger. 🙂
Saabige Grüße “aus dem Norden” und noch ein schönes Restwochenende! 🙂
Tolle Geschichte, schoene alte Bilder:)
Danke!!
Danke Tom fürs schreiben und einstellen der Fotos. Ich freu’ mich!
Eine Frage die mir beim ersten Kontakt 1985 in Sinn kam und mich heute noch beschäftigt: Sind beim SAAB 96V4 eventuell die Scheinwerfer vom Wartburg 353 genutzt worden? Die sehen verdammt ähnlich aus. Ich habe mal gehört das die Wartburg- Scheinwerfer auch beim Moskwitch (412 oder 2140?) eingesetzt wurden. Könnte doch gut sein das SAAB einen günstigen ostdeutschen Zulieferer genutzt hat.
Weiss jemand darüber etwas?
Die Scheinwerfer haben m.E. eine Standardform – beim 99 sind sie auch so (ich weiß nicht, ob direkt austauschbar), und mir kommt die Grundform auch von anderen Automodellen bekannt vor.
Zu mir meinte mal wer, dass die Schiebedachwindabweiser zwischen SAAB 900 und Wartburg 353 auch aus selber Produktion gekommen wären – ich habe es bisher noch nicht direkt verglichen, ob es da auch Modelle gibt, die exakt an beiden Autos passen.
Danke Dir für die Fotos!
Ich habe schon von 99ern gehört, die auch DDR-Vergangenheit gehabt hätten – nie Papier- oder Fotomaterial dazu gesehen, doch die Berichte schienen mir glaubhaft.
der saab in der DDR ist keine Hexerei, da viele Schweden in der DDR Hotels der Luxusklasse mitbauten…
Danke für die Anmerkung!
Ja, ein Sierra Ansonsten: Schöne zeitgeschichtliche Fotos….
Wahnsinn! Wie toll ist das denn…, selbst in der DDR gab es (vereinzelt) SÄÄBE! 🙂
Danke an Olaf für die Dokumentation. Die s/w-Bilder geben gut die damals farblose Stimmung wieder. Ein Zeitzeugnis!
Wie gut, dass es heute kein Problem mehr darstellt, gen Thüringen, Sachsen oder in die Uckermark zu reisen! 🙂