Empfehlenswert? Grip-Motormagazin fährt Saab 9-3 OG Cabriolet
Ein Saab im Autotest? Das ist naturgemäß selten geworden. Doch immer wieder verirren sich Saab in Richtung der etablierten Autosendungen und das Motormagazin Grip testete vergangenen Sonntag bei RTL das Saab 9-3 OG Cabriolet. 5 Cabriolets für unter 5.000 € ist allerdings ein Titel, der für die Sendung nichts Gutes ahnen lässt.
Ich darf aber schon jetzt Entwarnung melden. Der Saab wurde im Umfeld von Mercedes, Volkswagen, Smart und Ford fair behandelt, was in der Vergangenheit bei vergleichbaren Formaten nicht immer der Fall war. Aber Saab ist mittlerweile weit weg aus dem automobilen Tagesgeschäft und auf dem Weg zu Legende, seit 2011 sind die Werkstore geschlossen. Da verschwindet auch das Schweden-Auto-Bashing der früheren Jahre.
Ein Saab 9-3 OG Cabriolet für unter 5000 €, findet das in den Augen des Testers überhaupt Gnade?

Empfehlenswert? Grip-Motormagazin fährt Saab 9-3 OG Cabriolet
Für das Grip-Motormagazin tritt Andreas Raulf auf das Gaspedal, er schlägt auf nette Art den Bogen von Flugzeugen hin zum Auto. Er findet ein Saab 9-3 OG Cabriolet aus dem Jahr 2000, die Version mit 154 PS und 176.000 Kilometern. Der Preis? Es sind 3.500 € zu zahlen, ein Saab für kleines Geld.
Tatsächlich sind diese Angebote nicht selten, auf dem Markt sind mehr 9-3 OG Cabriolets als Blechdach-Varianten zu finden, das drückt die Preise. Raulf fährt und bewertet und findet den Saab mehr oder weniger gut. Solide, für kleines Geld, edel und wirklich gut verarbeitet und ein absolut komfortables 4-sitzer Reisecabriolet lautet das Fazit.

Der Nachteil?
Saab ist kein aktiver Hersteller mehr, die Ersatzteilversorgung ist nicht über alle Zweifel erhaben.
Die Sendung ist online in der RTL+ Mediathek abrufbar (Link), die Saab Geschichte beginnt ca. ab Minute 17.
Tatsächlich ist es meist sinnvoll, etwas mehr Geld zu investieren. Erfahrungsgemäß leiden Exemplare in dieser niedrigen Preisklasse an Korrosion und Wartungsstau, ein etwas großzügigeres Budget über 5000,00 € macht hingegen ordentliche Exemplare mit einem erheblich besseren Zustand möglich.
Jetzt wo sehr viele Hersteller Cabrio-Modelle dem Markt entziehen, ihre offenen Modelle ersatzlos streichen und selbst Marken wie VW kein einziges Cabrio mehr im Portfolio haben (wobei es um das klotzig-klobige T-Roc Cabrio auch nicht gerade schade ist), dürfte der Run auf solche Klassiker immer mehr anziehen; aber sowas von! Neue Modelle kommen ja kaum noch nach. Die in der Sendung genannten Preise dürften damit bald der Vergangenheit angehören, gut gewartete Exemplare deutlich teurer sein. (Man sieht es schon seit Jahren an den gut gewarteten alten SLK bis 2004, die werden immer teurer im Verhältnis, zumal es Exemplare mit wenig km ja kaum gibt. Immer höhere KM-Stände und trotzdem immer höhere Preise; ein bissel wie bei Saab 😉
Das sehe ich ähnlich. Der Markt ist verwaist und jetzt da wo er war als Saab mutig das erste 900 Cabriolet einführte.
Nur wo sind sie heute, die mutigen Schweden?