Sportwagen Hersteller Koenigsegg AB expandiert in Ängelholm

Die Koenigsegg AB befindet sich unverändert auf Wachstumskurs. Mit dem Gemera, dessen Produktion 2023 beginnen wird, wird sie ein weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte schreiben. Um auch räumlich die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, expandiert die Koenigsegg AB mit einer Millioneninvestition in Zusammenarbeit mit dem Immobilienentwickler PEAB AB am traditionellen Standort in Ängelholm.

Koenigsegg Gemera
Investitionen für den Koenigsegg Gemera in Ängelholm

Eine neue Produktionsstätte in Ängelholm

Zu diesem Zweck gründeten Koenigsegg und PEAB ein Joint Venture mit dem Namen PEKO Festighets AB. PEKO errichtet schlüsselfertig eine neue Produktionshalle, eine Event Location, Büros und Ausstellungsflächen. Insgesamt werden 11.000 qm neuer Nutzfläche entstehen. Baubeginn ist jetzt im September 2021.

Die Auftragssumme beträgt 191 Millionen SEK (18,6 Millionen €), die Fertigstellung wird im März 2023 erwartet. Damit ist auch der etwaige Anlauftermin für den Koenigsegg Gemera in Sichtweite, der in der neuen Produktionsstätte hergestellt werden soll. Der Gemera ist der erste GT der schwedischen Manufaktur. Er bietet Platz für bis zu 4 Passagiere und ist der weltweit erste Sportwagen, der mit dem revolutionären FreeValve Motor, einer Koenigsegg Innovation, auf den Markt kommt.

Erst vor einigen Wochen hatte Koenigsegg die Anteile von NEVS am „Meneko“ Joint Venture von NEVS zurückgekauft.  Das Unternehmen wollte den Koenigsegg Gemera produzieren, Komponenten sollten in Trollhättan hergestellt werden. NEVS war ursprünglich der Hauptaktionär des Projekts und hatte sich den Einstieg noch 2019 die Summe von 150 Millionen US $ kosten lassen.

Durch Turbulenzen des chinesischen Eigentümers ist die finanzielle Lage bei NEVS angespannt. Der Rückkauf der Anteile wurde, wie Koenigsegg mitteilte, zu einem „angemessenen Preis“ durchgeführt. Darunter zu verstehen ist ein kräftiger Abschlag von der ursprünglichen Höhe der Investitionen. Für Christian von Koenigsegg sicher ein gutes Geschäft. Für NEVS könnte die frische Liquidität aber das Überleben des Unternehmens sichern.

So gesehen, profitieren beide Parteien davon.

Ob der Standort Trollhättan nach wie vor als Komponentenwerk in Planung ist, bleibt unklar und hängt von der weiteren Entwicklung bei NEVS ab.

Mit Bildmaterial von Koenigsegg

3 thoughts on “Sportwagen Hersteller Koenigsegg AB expandiert in Ängelholm

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    Schiffbruch light

    Der Deal (Rûckkauf der Anteile am Joint Venture) ist so, als wäre NEVS Anteilseigner einer Yacht gewesen. Dann hat CvR wegen schlechter Schiffsführung die Signalpistole gezückt, NEVS auf die Brust gesetzt und gesagt, ihr kônnt Zwieback, Wasser, Westen und eine Rettungsinsel von mir haben, wenn ihr eure Anteile überschreibt …

    Wer dazu nicht deutlich NEIN sagt, war mit seinen Aufgaben an Bord offensichtlich überfordert. Sehr unwahrscheinlich, dass CvR nach dieser Erfahrung mit dieser Crew irgendeinen wie auch immer gearteten neuen Anlauf nimmt.

    Auch wenn derzeit nix darauf hindeutet, dass Koenigsegg jemals ein Serienfahrzeug planen könnte und wollte, scheint mir ein solches ohne Beteiligung von NEVS wahrscheinlicher als mit. NEVS ist eben nicht Saab und hat die Namensrechte auch nicht grundlos verloren. Ich bin froh, dass dieses Trauerspiel nicht mit Saab überschrieben ist.
    Man stelle sich die Headlines vor:
    Saab verliert das Vertrauen von Christian.
    Kann Saab einen Sion bauen?
    Evergrande kürzt seine Zahlungen an Saab.
    Saab schuldet seinen 92 Mitarbeitern drei Monatsgehälter – und so weiter …

    Was bin ich froh, dass uns solche Meldungen erspart bleiben, dass NEVS nicht Saab ist …

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    Es ist schade, dass die Kooperation mit NEVS erstmal den Bach runter ist. Ich hatte immer die Hoffnung da würde irgendwann in ferner Zukunft etwas gemeinsam entwickeltes anrollen. Das scheint ja endgültig vom Tisch zu sein.

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    Schade das sich die kreativen Köpfe in Schweden nur noch an der Supersportler austun(der nicht wirklich gebraucht wird), der im vorherigen Beitrag genannte 9-x hätte sicher wieder den Innovationsdruck auf die gesamte Branche erhöht…, schade das aus dem Hause Koenigsegg nicht sowas wie ein Polestar 1 kommt, immer noch keine Massenware aber immerhin in Reichweite.

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