Sono Motors erweitert Carsharing Service – jedes Auto kann geteilt werden

Autohersteller bezeichnen sich heute allgemein als Mobilitätsdienstleister. Hardware ist out, Software und Service gehört die Zukunft. Einen eigenen Carsharing Service anzubieten gehört dazu. Die Idee wird je nach Anbieter mehr oder minder konsequent verfolgt. Europa ist bei der Umsetzung dieser Strategie nicht wirklich führend. China zeigt einmal mehr, wie es geht. Caocao, der Mobilitätsdienstleister der Geely Group ist seit 2015 aktiv und meldet schon mehr als 60 Millionen registrierte Nutzer.

Carsharing für alle mit der Sono App
Carsharing für alle mit der Sono App

Das Wachstumstempo der Geely Plattform ist hoch, in diesem Jahr liegt es bei 140 % im Vergleich zum Vorjahr. Der bisher beste Monat war der Juli dieses Jahres mit 10 Millionen aktiven Nutzern. Ein Zukunftsmarkt, den auch Sono Motors längst für sich entdeckt hat.

Carsharing Plattform für alle Fabrikate

Ein Standbein der Strategie von Sono Motors ist schon immer der Carsharing Service über die eigene App. Die öffnet man demnächst auch für fremde Marken. Jedes Auto kann in Zukunft mit der App geteilt werden. Egal wie alt es ist und welcher Antrieb, unabhängig welches Fabrikat. Eine Option auch für die Besitzer von Youngtimern und Klassikern?

Auf jeden Fall ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und zur besseren Nutzung von Ressourcen.

Laurin Hahn, CEO und Mitbegründer von Sono Motors, sagt dazu:

47 Millionen Fahrzeuge stehen in Deutschland 23 Stunden am Tag ungenutzt auf den Straßen und nehmen wertvollen Platz weg. Wir müssen anfangen, Autos effizienter zu nutzen. Dazu wollen wir über den Sion hinaus Community-Carsharing anbieten mit dem Ziel, zur größten Carsharing-Plattform zu werden, ohne ein einziges Fahrzeug zu besitzen“.

Die Sono App ist für den Sion und für alle andere Marken verfügbar
Die Sono App ist für den Sion und für alle andere Marken verfügbar

Schnelles Wachstum prognostiziert

Der Carsharing Service wird durch die Sono App ermöglicht. Bereits 2025 sollen mit dem Service Umsätze in Höhe von 295 Millionen € jährlich generiert werden. Die App bietet eine integrierte Zahlungsabwicklung, einen Versicherungsschutz und auf Wunsch auch eine Telematikfunktion.

Der Carsharing-Service lässt sich einfach auf dem Smartphone einrichten. Die Schlüsselübergabe für alle Fahrzeugmodelle wird durch einen digitalen Prozess der App unterstützt. Demnächst soll eine vollständig digitale, hardwaregestützte Lösung folgen, um den Prozess noch komfortabler zu gestalten.

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Kosten senken, Fahrzeuge besser auslasten

Pilotprojekte von Sono Motors zeigen, dass im Vergleich zu gewöhnlicher Fahrzeugnutzung Carsharing über die Community die Fahrzeugauslastung um bis zu 150 Prozent steigern kann. Zusätzlich könnten die monatlichen Kosten für Autobesitzer um bis zu 85 Prozent gesenkt werden. Im Durchschnitt teilen sich während der Pilotprojekte 12 Personen ein Auto, was den Platzbedarf für Parkplätze erheblich reduzieren würde.

Ab 2022 öffentlich einsetzbar

Zurzeit erprobt Sono Motors den erweiterten Service mit ausgewählten Nutzern in ganz Deutschland. Irgendwann im Jahr 2022 soll die App dann öffentlich für jeden zugänglich sein. Kommt 2023 der Sion auf den Markt, könnte Sono Motors die weltweit größte Flotte von gemeinsam genutzten Fahrzeugen anbieten.

Prognostiziert man in München.

Mit Bildmaterial von Sono Motors

6 thoughts on “Sono Motors erweitert Carsharing Service – jedes Auto kann geteilt werden

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    Eine Option auch für Klassiker?

    Mich lässt das Thema nicht los, obwohl oder gerade weil mir da jegliche Phantasie fehlt, wie es funktionieren soll.
    Aber wie dem auch sei, bei Klassikern kann ich es mir noch weniger vorstellen, als bei seelenlosen Neuwagen. Die muss man in- und auswendig kennen, mit allen Eigenarten und Marotten. Ohne Einweisung verlässt bei Vermietern von Klassikern kein Auto den Hof. Für Filmproduktionen haben professionelle Agenturen meist zwei Kategorien. Historische Fahrzeuge, die nach Einweisung eines Statisten oder Schauspielers von diesem auch selbst gefahren werden dürfen, und solche, die nur mit Fahrer (oft der Eigentümer selbst) zu mieten sind.
    Furchtbar viel Wert ist er ja nicht, aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, meinen 51 Jahre alten Volvo in fremde Hände zu geben. Schon gar nicht via Sono-App an Unbekannt und ohne Einweisung. Das geht gar nicht.

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    … einen schönen SAAB teilt man doch nicht (schon gar nicht mit Fremden)! 😉

    Ich hab neulich schon meine 3 Weizenbiere wieder ausgeschwitzt, als ich deswegen einen Freund mit meinem Drömbil nur ganz kurz zum Pizza abholen fahren lassen musste. ;-( 😉

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    P.S.
    Die Steigerung um 150% an PKW-Nutzung entspricht bei 11 Mitnutzern übrigens auch nur 8 Minuten und 12 Sekunden täglich je Nutzer …

    Das mag für Sono Motors ja ein attraktives Geschäftsmodell sein, aber ich finde es sehr offensichtlich, dass die Zielgruppe hier Menschen sind, die sonst gar nicht Autofahren und zu Fuß oder mit dem Lastenrad einkaufen würden.

    Das gilt auch für Car-Sharing in China. Sharing ist schließlich auch ein Finanzierungsmodell für die Besitzer, die sich ohne Sharing ihr Auto gar nicht leisten könnten. Das Car-Sharing führt zu mehr Autos und mehr Autokilometern. Die höhere Auslastung der Fahrzeuge ist nur das ökologische Feigenblatt für Geschäftsmodelle, die zwar lukrativ sind, welche die Umwelt aber nicht auch nur ansatzweise entlasten werden …

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    Haftung & Fiskus

    Mich würde interessieren, wie man die juristischen Aspekte löst.
    Welche Rechtsansprüche haben die 11 Nutzer gegenüber dem Eigentümer und umgekehrt in welchem der unzähligen möglichen Streitpunkte? Ladung/Tankfüllung bei Übergabe, Reifendruck, Ölstand, Wischwasser, Sauberkeit und Zustand (Unversehrtheit) innen und außen? Eine Panne unterwegs? Ein Parkrempler mit Fahrerflucht? Vergehen im Straßenverkehr …

    Sind da alle 12 Parteien bei Sono Motors gut aufgehoben? Wie läuft es ab, wenn Nutzer A das Fahrzeug Nutzer B nicht termingerecht übergeben kann, weil A es im absoluten Halteverbot abgestellt hat und abgeschleppt wurde? Stellt Nutzer B jetzt Forderungen an den Eigentümer oder schickt er seine Taxiquittung direkt an Nutzer A oder reicht er sie bei Sono Motors ein? Und wie kriegt der Eigentümer schnell sein Fahrzeug zurück?

    Ich denke, wer 1.000 und eine Frage aufwirft, der hat keine gute Antwort für den Individualverkehr geliefert. Timing und Prioritäten finde ich echt ernüchternd. Es kommt mir vor, als würde Sono Motors selbst nicht mehr so recht daran glauben, ein Automobilhersteller zu werden, der auch Hardware kann …

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    Teilen? Eine Idee die in der Großstadt funktionieren wird, aber nicht im ländlichen Raum. Und überhaupt: Ein Auto in Pandemie Zeiten wie diesen teilen? Das ist nicht ernsthaft prickelnd, oder?

    Generell: Nicht mein Saab. Der nicht. Hätte ich einen VW, dann unter Umständen 🙂

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    Nein, meine Autos sind SAAB und da ich da nix neues bekomme werden die nur in der Familie geteilt. Wenn ich sehe wie manche mit Mietwagen umgehen möchte ich das meinen SAABen nicht zumuten.

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