Es gibt ihn noch, den (Saab) Nachwuchs!

Guten Tag erst einmal zusammen. Aus der Lüneburger Heide hat die Familie Nachwuchs bekommen. Auch wenn ich mich mit meinen 44 Jahren nicht mehr ganz taufrisch bin: Ich bin neu in der Familie der SAAB-Freunde und unterstütze den Bereich Lüneburger Heide aus Lüneburg heraus. Wie ich zum SAAB gekommen bin, das möchte ich in einem zweiteiligen Gastbeitrag in die Runde geben.

Saab 9-3 SC 1.8t BioPower
Saab 9-3 SC 1.8t BioPower


Der erste Teil soll den Weg bis hin zum Erwerb des ersten SAAB vor etwas mehr als einem Monat. Im zweiten Teil möchte ich einen Vergleich versuchen zwischen meinem SAAB 9-3 SportCombi von 2009 und dem Citroën C5 Tourer, den ich fünf Jahre lang gefahren habe; mit Stahlfederung und mit Hydractivfahrwerk.

Beruflich bin ich im Eisenbahnbereich zu Hause. Vor knapp 25 Jahren habe ich bei der Deutschen Bahn im Personen- und Güterverkehr sowie in der Planung gelernt und später bei verschiedenen Eisenbahnunternehmen gearbeitet; seit 2015 bin ich gemeinsam mit einem Kollegen selbstständig im praxisnahen Umfeld von Betriebsplanung, Fahrzeugtechnik und Vertrieb in der Eisenbahnwelt unterwegs.

Als Fahranfänger hatte ich mir einen älteren Wagen vorgestellt, bei dem Kratzer hat oder eine Beule kein Drama sind. Škoda Favorit oder ein älterer Volvo wären etwas gewesen. „Ein SAAB 900 würde zu Dir passen“, meinte ein Kollege. Stimmt, da war doch noch was. SAAB. Den sah man ab und an, der war auch schick. Aber finanziell nicht in Reichweite. Und für einen Fahranfänger doch zu schade, dachte ich. Und so wurden es erst einmal zwei alte, aber zuverlässige Toyota.

Die Jahre kamen und gingen, Ausbildung, Studium…und ein Auto habe ich nicht vermisst. Erst 2012 stieg ich im wahrsten Sinne des Wortes wieder ein. Einem alten Škoda Octavia für den Wiedereinstieg folgten zwei Citroën C5 Tourer. Ein schönes Fahrwerk haben die. Unsere Nachbarn fuhren lange Jahre einen BX. Motor starten, warten, bis er sich hochgepumpt hat und los.

Durch Zufall fand ich 2020 eine Anzeige eines Händlers zu einem sehr gut ausgestatteter Citroën BX mit etwa 65.000 Kilometern. Den BX als Mitteloldtimer? Aber: der war längst weg. Der Händler meinte, er habe noch zwei ältere Wagen: einen SAAB 900 Sedan von 1984 und einen 99 von 1969. SAAB? Ja, da war doch noch was.

Ein Saab mit sehr wenigen Kilometern
Ein Saab mit sehr wenigen Kilometern

Ich begann nun, mich mit den SAAB-Modellen intensiv auseinanderzusetzen. Der Saabblog hat hierbei sehr geholfen! Ein SAAB als „Zweitwagen“ für schöne Gelegenheiten? Immerhin: ein klares, übersichtliches Design. Zurückhaltung oder Neudeutsch: Understatement. Und diese gewisse Eigensinnigkeit der Marke, die recht gut passt. Langsam ahne ich, was der Kollege knapp 25 Jahre vorher meinte.

In Kiel hat man mich 9-5er ansehen lassen. Ziel war eigentlich ein 9-5 SportCombi, Modell Chrombrille. Also das Pendant zu meinem C5. Da stand dann aber auch noch ein 9-3 SportCombi XWD. Den 9-3 II hatte ich immer links liegen lassen, das Heck vom SportCombi sah für mich zu sehr nach Ford Focus aus. Aber wenn man den dann so in Natura sieht, wirkt es anders. Und vom Raumangebot ist der 9-3 ebenfalls ausreichend. Der XWD hätte nicht so recht zu mir gepasst; mit Ausnahme der Semi-Anilinledersitze.

In einem Anzeigenportal hatte ich in Österreich einen 9-3 SportCombi Vector 1.8t BioPower gesehen mit nicht einmal 22.000 Kilometern Laufleistung, der zu passen schien. Es folgte das übliche Soll-ich-soll-ich-nicht-Spiel. Ein Freund aus Wien war mein verlängerter Arm, er hat sich den Wagen angesehen und viele Fotos gemacht.

Ergebnis: ja, sieht gut aus. Danach bin ich selbst zu Sportive Cars nach Wiener Neustadt gefahren. Der 9-3 machte wirklich einen guten Eindruck… Nach kurzer Bedenkzeit habe ich zugegriffen, Anfang Juni 2021 dann abgeholt.

Und was hat der 9-3 noch für Ausstattung? Ein Innsbrucker Autohaus hatte ihn als Vorführwagen bei sich und ihm kurz nach Anlieferung im Februar 2009 eine Leistungssteigerung von Hirsch gegönnt. Zusätzlich war das Sichtpaket mit dabei, also mitlenkende Bi-Xenon-Scheinwerfer, Regensensor, alle Spiegel automatisch abblendend, Nebelscheinwerfer. Die Scheiben hinten sind dunkel getönt, außerdem hat man das „Infotainment 150“ einbauen lassen. Eine Ausstattung, die ich so auch gewählt hätte. Bluetooth fürs Telefonieren und der Tempomat hätten noch dabei sein dürfen.

Aber das kann man ja nachträglich ändern.

6 thoughts on “Es gibt ihn noch, den (Saab) Nachwuchs!

  • Glückwunsch zum schicken Sportkombi!
    Welch´ Freude einen Bericht über diesen SAAB zu lesen, der letzte Woche vor mir fuhr :-).
    Bei dem Kennzeichen war klar, hier ist ein Fan am Steuer…
    Weiterhin gute unfallfreie Fahrt!
    Danke für die nette Story. In Vorfreude auf die Fortsetzung…

    • Dankeschön! Hoffentlich bin ich ordentlich gefahren 😉
      Die Fortsetzung ist schon fertig und erscheint demnächst auf diesem Kanal.

  • Ja, die Saab – Citroen Beziehung scheint ausgeprägt zu sein und auch das Pendeln zwischen beiden Marken. Ein sehr schöner 9-3 – fast ein Neuwagen. Glückwunsch!

  • Dann – wie man so sagt:“Willkommen im Club“! Schön, dass du dir ein Herz fasst und uns an deiner späten Liebe teilhaben lässt. Und was das Heck des 9-3 SC angeht, würde ich aus dem Bauch heraus vermuten, dass es vielleicht auch anders herum gewesen sein könnte

  • Ah cool, jetzt wissen wo das Auto hingegangen ist. Der wurde ja schon mehrmals auf dem Blog vorgestellt, damals noch bei anderen Verkäufern. Dürfte man fragen, um wie viel man ihn dann kaufen konnte.

    • Ich muss es sprachlich richtig schreiben: der 9-3 hat um 18.500,- Euro den Besitzer gewechselt. Mit dabei war noch ein Satz 16-Zoll-Alufelgen von SAAB (ich habe die Bezeichnung gerade nicht parat) sowie ein kompletter neuer Satz Reifen sowie eine große Inspektion bei SAAB Himberg; und die Beseitigung etwaiger Standschäden. Bei den Reifen legte man Wert darauf, dass es hochwertige Pneus aus Hannover, Mailand oder Clermont-Ferrand sind.
      Wer sich beim Verkäufer Sportive Cars auf sportivecars.at umsieht, wird feststellen, dass selbst der 9-3 dort in gewisser Weise ein Exot war.

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