Keine Spendenaktion auf dem Blog – die Hintergründe

Seit einigen Jahren startet Mitte November der Spendenaufruf auf dem Blog. Eine kleine Tradition – ich sammele dann das Budget für das kommende Jahr ein. Die Aktion läuft mal mehr, mal weniger gut. In der Regel ist es ein kleiner, treuer Kern der Lesenden, der sofort und gerne in die Tasche greift und seinen Teil zum Budget beiträgt.

Keine Spendenaktion auf dem Blog

Dann aber wird es schwierig,  und bis Ende Januar die Aktion zum positiven Abschluss kommt, ist viel Überredungskunst nötig. In diesem Jahr ist alles anders. Es wird 2020 kein Aufruf geben. Die Entscheidung ist gefallen, und sie hat ihre Gründe in vielen Dingen.

Alles zurück auf null

Natürlich hat alles auch mit Corona zu tun. Die Pandemie beschränkt die Bewegungsfreiheit – auf der einen Seite. Auf der anderen schafft sie Freiräume. Die kann man nutzen zur Selbstreflexion und darüber,  was man wie tut und in Zukunft tun möchte.

Es gibt einige Dinge, die ich in Zukunft vermeiden möchte. Um sie vielleicht besser zu machen, auf jeden Fall anders. Dazu gehört auch eine Portion Egoismus oder Selbstschutz. Ganz oben auf der Liste steht die Spendenaktion. Im Prinzip ist es doch so: Einer schreibt, bringt Leistung, gestaltet Entertainment. Viele lesen, haben Freude, Ablenkung, vielleicht Träume. Und wenn ich die Lesenden mit meinen Texten zumindest zum Lächeln gebracht habe, dann ist schon viel gewonnen.

Das funktioniert so lange, bis der Schreiber dann nach Geld fragt. Dann wird die Stimmung eisig und ganz Schlaue fragen, warum das alles etwas kosten soll. Am Stammtisch wird argumentiert, man habe auch einen Blog. Da sei alles kostenlos. Hakt man nach, dann war der letzte Blogeintrag 2016. Leser gab es 4 oder 5. So ist das eben.

Ich verstehe das. Niemand will für redaktionelle Inhalte und Journalismus zahlen. Selbst ich nicht. Nur, ohne Geld ist eben alles nichts. Lizenzen kosten, gute technische Lösungen auch. Und das Schreiben geht auch nicht mit Luft und Liebe.

Fest steht, ich werde mich dem nicht mehr aussetzen. Ich will keine Mails im Postfach finden, die mich auffordern wollen, meine Kosten offenzulegen. Dann könne man darüber reden, ob das alles den ein oder anderen Euro wert wäre. Ich habe auch keine Lust auf Stammtischweisheiten, und auf das “alles kostenlos” – Geschwätz.

Freiheiten, wie sie eine Pandemie schafft, sind auch Möglichkeiten. Alles zurück auf Null zu setzen zum Beispiel. Manche Dinge prinzipiell zu hinterfragen gehört dazu.

Fehlentwicklungen korrigieren

Dazu gehört auch der High Mileage Club. Seinen Start habe ich nach hinten geschoben, bis die Zukunft des Blogs geklärt ist. Oder das COC Archiv. Das zB hat drei Arten von Kunden. Die, die wirklich ein COC kaufen. Sie machen 10 bis 15 % der Anfragen aus. Die zweite Gruppe fragt an, meldet sich nie mehr wieder, weil das COC völlig überraschend nicht kostenlos ist. Gruppe drei ist großherzig. Sie schickt eine Liste ihrer Saab Sammlung, möchte 10 COC Kopien kostenlos, stellt aber die Erstattung des Portos in Aussicht.

Natürlich, die Lesenden ahnen es, macht es großen Spaß,  am Sonntagnachmittag ein garantiert nicht digitalisiertes Archiv nach Dokumenten zu durchsuchen. Mails zu schreiben, Zeit zu investieren, die zu 85 % für umsonst ist. Irgendwann, nach ein paar Jahren, hat man davon genug, zieht die Bremse und setzt den Service bis auf Weiteres aus.

Nicht alleine lassen

Abgesehen von meinen sicher harten Worten gibt es jenseits davon eine kleine Schar von Lesenden, die das Saabblog Projekt monatlich unterstützen. Mit mehr oder minder großen Beträgen, jeder wie er will und kann. Ich schätze das sehr und sage Danke dafür.

Diese kleine Schar nicht alleine zu lassen ist mir eine Herzenssache. Sie wird auch 2021 weiter eine tägliche Dosis Saab Entertainment erhalten. Wie, das ist noch nicht klar, aber es werden sich Wege finden.

Wie es weitergeht mit dem Projekt ist offen. Der Denkprozess läuft, es gibt etliche Möglichkeiten. Die gute Nachricht wird sein, dass es weiter Saab Inhalte geben wird. Ich habe immer noch Spaß am Schreiben und an der Marke. Vielleicht mehr denn je. Auch wenn die Motivation und die Mission eine ganz andere ist als vor 10 Jahren.

Ein Plan, der die Zukunft skizziert, wird hier im Dezember zu finden sein.

24 thoughts on “Keine Spendenaktion auf dem Blog – die Hintergründe

  • Hallo Tom – hallo Saab Freunde,

    ich habe den Beitrag zur Nicht -Bloggspende jetzt schon einige mal “hoch und runter” gelesen – und immer wieder geht mein Puls auf gefühlte 200 🙁

    Was muss sich für eine Menge Frust und Resignation bei Tom aufgestaut haben um diese deutlichen und vor allem – nötigen Worte zu schreiben !?
    Ich glaube ich verstehe die (SAAB) Welt nicht mehr – haben wir es uns den wirklich schon in unserer Komfortzone so bequem gemacht, als das wir über eventuelle Kosten für COC Bescheinigungen und und und Tom gegenüber diskutieren müssen – was für ein Armutszeugnis mancher vermeintlicher “SAAB Fans” !?!?

    Hier opfert jemand mega viel Freizeit, Engagement, persönliche Ressourcen, Herzblut und natürlich auch den Ein oder Anderen EURO – eine Mischung aus Macke – Liebe und vielleicht auch eine Art “Ehrenamt” und dafür bekommt derjenige zum “Dank” noch nette motivierende Mails – super Sache !!!
    Ich dachte immer, das die Menschen die Tom`s Blog lesen echte Fans unserer kleinen schwedischen Marke sind und nicht Erbsenzähler oder einfach nur Leute die einen Saab fahren weil sie ihn gerade billig als Nutzfahrzeug bekommen haben !?

    Egal – wir (ich spreche hier auch im Namen der SAAB Freunde Thüringen) zollen Tom jedenfalls allen Respekt und vor allem Dank für seine super Arbeit.

    In unserer WhatsApp Gruppe ist nach dem Erscheinen von Toms Beitrag gleich von mehreren der aktiven Teilnehmern eine spontane Spendenzusage sowie verschiedene Fragen wie wir dich Tom eventuell auch sonst unterstützen könnten ?? – Einige Ideen kamen sofort 🙂 ( vielleicht können wir gern mal persönlichen Kontakt aufnehmen)

    Letztendlich möchte ich hier alle wirklichen SAAB Freunde / Fans bitten – wenn Tom diese Jahr keinen Spendenaufruf zur Erhaltung des Blogs macht, so lasst uns doch diesen hier offiziell machen !!!!

    AUFRUF ZUR SPENDE FÜR unseren SAAB BLOG – JEDER EURO ZÄHLT !!!

    * wir SAAB Freunde Thüringen sind wieder dabei ….

    PS: ohne unseren Blog wäre die CORONA Pandemie noch bescheidener zu ertragen, oder !?

  • Auch ich bin auf jeden Fall wieder dabei. Von uns Saabfreunden aus Thüringen wirst Du noch hören.
    Ich lese jeden Tag mit großem Interesse die News und kann Dir, Tom nur dankbar sein für die jahrelange tolle Arbeit.
    Es sollte auf jeden Fall weitergehen, eventuell auch kostenpflichtig.Jedem richtigen Saabfan würde was fehlen.

  • Jahresendspannung

    Was mag da wohl kommen?

    Zuletzt sprach Tom (in “Meine Saab Momente diese Woche”) auch das Thema Werbung an und klang dabei nicht glücklich.
    Auf der Haben-Seite standen steigende Zugriffe und Leserzahlen. Auf der anderen mangelnde Unterstützung und daher Google-Ads, die mitunter irritieren können.

    Mein persönlicher Browserverlauf gibt nicht viel her und mit mir ist die Google-KI offenbar überfordert. Auf dem Smartphone findet Google außer dem Saabblog, Wikipedia, Google Maps und Translations nur selten was.

    Bei mir dominiert Werbung für Autos, Lagerhallen und für Industrial Solutions. Keine dieser Anzeigen interessiert mich (kein Klick, nix Neues im Browserverlauf, kein Erkenntnisgewinn für Google). Also bekomme ich ab und an auch Testballons, stehe auf dem Google-Prüfstand, wer oder was ich wirklich bin. Diese Ads interessieren mich noch viel weniger.

    Mal bin ich Mann, dann Frau, jung, alt, arm, reich. Es ist schon auch lustig und befriedigend, die KI so zappeln zu sehen. Es gibt aber auch Versuchsballons, die einfach nur nerven. Das Risiko, dass beim Scrollen über eine Anzeige der Daumen eine fremde Seite unbeabsichtigt öffnet, ist immer präsent und trübt das Lesevergnügen. Wer weiß, was die KI daraus macht?

    Und wer weiß, was Tom im Dezember ankündigt?

    So wie ich ihn hier erlebe und erfahre (kritisch, reflektiert, sachlich, eigenständig, ehrenamtlich sowie unabhängig und erfinderisch), habe ich – ehrlich gesagt – eine Art Urvertrauen. Was immer da nach reiflicher Überlegung kommen wird, es wird gut sein.

  • @Alter Schwede Danke für die Idee! Aber: Fairerweise möchte ich zuerst meine Ideen für die Zukunft skizzieren und zur Diskussion stellen. Zusätzlich zu den Kommentaren gab es etliche Mails mit Gedanken der Lesenden zu dem Thema. Viel Lesestoff, viel Raum zum Nachdenken.

  • Hallo Tom,
    ja, ich kann Dich gut verstehen…
    Egal, wie es mit dem Blog weitergeht, und ich hoffe sehr, es geht weiter,
    auf meine, finanzielle, Unterstützung kannst Du zählen.
    Saab ist nicht einfach ein Auto, es ist Bestandteil einer Lebensphilosophie….
    Daher komme ich seit 40 Jahren immer wieder auf diese Marke zurück.
    In Erwartung Deiner Entscheidung,
    mit saabischen Grüßen
    Robert

  • Guten Morgen,

    Wie kann ich denn jetzt weiterhin mein Geld los werden? Leistungen sollten immer bezahlt werden…..Ich lasse meine Saab’s ja auch nicht umsonst reparieren!!!

    Weiter so…..

  • Hallo Tom,

    bitte weitermachen, es gibt treue Leser, die auch bereit sind ihren Anteil zu leisten.
    Danke für alles bisher Geleistete und das was die Zukunft bringen mag.

    Florian

  • Wie furchtbar, diese Ankündigung, auf “Spenden” verzichten zu wollen…
    Da ziehen dunkle Wolken am jetzigen Bloghimmel auf… 🙁
    … doch hinterm Horizont geht es weiter! Eine Chance entsteht! Tom ohne SAAB, sei ehrlich, das geht doch gar nicht! 😉 Mit einem “Gentleman” im Hangar (evtl. greife (behaupte ich) da vor… ;-)) ist doch ein klares SAAB-Statement gesetzt.
    Jetzt heißt es mal wieder die Spannung aushalten, was wird uns Lesern im Dezember angeboten???
    Ich sehe es als reelle Chance, den (allseits) geliebten SAAB in neuer Form auferstehen zu lassen. Z.B. als Bezahlblog.
    Ich wäre dabei! 🙂
    Ein Tag ohne SAAB-Blog ist möglich…, aber deutlich unschöner. Daher: Die positive Droge SAAB sollte bleiben! 🙂

  • Tom, ich habe da eine Idee. Du musst und solltest weiß Gott nicht betteln. Aber völlig um sonst arbeiten solltest Du auch nicht.
    Mach doch einfach den “Topf” auf (bewusst nicht Spendentopf genannt) und gebe denen die bereit sind etwas zu geben die Chance das auch zu tun. Und irgendwann machst Du ihn einfach wieder zu. Ohne Berichterstattung und ohne betteln. nach den Kommentaren hier, könnte ich mir vorstellen das so einiges kommt. Und darauf solltest Du nicht verzichten.

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  • Ich lese den Saabblog auch sehr gerne, gebe dem einen oder anderen Saabfahrer auch den Tipp mal hier reinzuschauen, schreibe gerne Gastbeiträge und spende auch immer einen Betrag der mir möglich ist. Es ist wirklich schade, dass es so wenig sind und ich hoffe, dass zumindest einige weitere durch solche aufklärenden Beiträge dazu kommen. Habe mit einigen gesprochen die hier auch gerne lesen und denen es nicht bewusst war, dass hinter diesem Blog soviel Aufwand steckt, die waren dann auch der Meinung, dass dieser durch uns Leser gefördert gehört.

  • Ich will es mal auf den Punkt bringen – und gebe Hans dem Schweizer recht – in DE ist Geiz so geil, dass manches Gute einfach kaputt geht oder gemacht wird, weil irgend jemand meint, alles für lau bekommen zu müssen. Da wird auf hohem Niveau gejammert, wie teuer die Teile und die Werkstätten sind, aber das Exklusivität , Qualität und fleißiges Werkeln an Modellen, über die kaum noch einer (außer Tom) ein Wort verliert, seinen Preis hat, völlig vergessen. Genauso wie das Bemühen Einzelner, etwas über eine sehr lange Zeit am Laufen zu halten…so wie diesen Blog.

    Man stelle sich vor, diesen gäb’s als Zeitschrift am Kiosk, da würde man doch locker jeden Monat mindestens einen Zehner hinblättern, um zu erfahren, wie viele wichtige und unwichtige Ereignisse rund um Saab im letzten Monat passiert sind. Und mal ganz ehrlich, nur weil das Medium ein anderes ist, soll man es geschenkt bekommen? Wie schräg, wie vermessen ist das denn?

    Ich kann nur hoffen, dass die Erbsenzähler unter den Blog-Lesern einmal darüber nachdenken, was ihnen hier für ein gut recherchiertes, toll formuliertes und abwechslungsreich gestaltetes Infotainment geboten wird. Im Zweifelsfall, wenn die “Knicker” unter den “Blog-Lesern” nicht zur Vernunft kommen, bin ich gern bereit, dafür ein Bezahl-Abo abzuschließen. Womit man sich bedauerlicherweise ein wenig von der Außenwelt abschottet und der Zugang zu den Insiderinformationen nur noch einem erlauchten Kreis zugute käme. Dies wäre dann jedoch selbst verschuldetes Elend, was mich nicht beträfe.

    Ob so oder anders…BITTE AUF JEDEN FALL WEITERMACHEN!

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  • Hallo Tom,

    ich bin durch einen Zufall zu meinem Saab gekommen. Deinen Blog lese uch regelmäßig und gerne.
    Da ich erst seit diesem Jahr zur Saabfanatikerin geworden bin wusste ich nicht das diese ” kleine Spende bzw. Mitgliedsbeitrag” so eine schwierige Sache ist.
    Gerne bin ich bereit dich zu unterstützten, da ich deine Arbeit schätze und liebe.

    LG
    Marie-Sophie

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  • Tom, bitte mach weiter, wir sind die letzten verrückten Spezies einer immer konfuser werdenden Welt, ich liebe diesen Blog, er darf nicht sterben.

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  • Lieber Tom, eigentlich hatte ich auf den Spendaufruf schon gewartet. Umso mehr werde ich ihn jetzt vermissen. Der Blog ist ein großes Stück Kultur und eine Hommage an eine große, untergangene Marke – für all jene, die Saab lieben und sich um den Erhalt und die Pflege dieser automobilen Schätze kümmern. Es würde also nicht nur etwas fehlen, es würde ein großes Loch reißen. Eine Bezahlschranke als Alternative? Von mir aus gern.

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  • Die Ideen und Denkweisen einiger Kommentare sind interessant und recht hintergründig. Prinzipiell sehe ich die Situation als halb volles Glas, nicht als halb leeres. Saabblog ist die letzte überlebende Saab Seite die echte Inhalte bringt. Ich glaube nicht dass ihre Leser sie sterben sehen wollen.

    Also denke ich, dass ein Abo in Zukunft die beste Lösung wäre. Die Frage wäre für mich, ob man den kompletten Inhalt hinter einer Bezahlschranke verschwinden lässt, oder nur einen Teil? Ich würde gerne die für Dezember angekündigten Ideen jetzt schon lesen…

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  • Diese Blog muss weiter gehen. Tom, ich kann Sie ganz gut verstehen. Hoffe aber das es einen guten Weg findet die es moeglich macht das wir diese Blog weiter geniessen koennen. Und es darf etwas kosten. Binn bestimmt interessiert und wuerde mitmachen. Mein Taegliches Saab Futter darf nicht verschwinden.

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  • @Hans S. Ich gebe Ihnen absolut Recht. Ich bin aber genauso davon überzeugt, dass die von Ihnen skizzierten Saabfahrer/in von damals, mit einem Großteil der heutigen Saabfahrer/in nicht mehr viel gemein hat. Und darum überhaupt eine solche Diskussion stattfindet bzw. stattgefunden hat. Wer nicht erkennt welche Leistung hie erbracht wird, oder bereit ist einen angemessenen Beitrag (jeder nach seiner Leistungsfähigkeit) zu leisten, sollte sich fragen ob er im richtigen Auto sitzt oder verstanden hat was Saab besitzen oder fahren bedeutet.

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  • Hallo Tom,

    Ich schätze Ihren Blog seitdem ich ihn das erste Mal laß. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Ihr Blog auch Kosten verursacht, und die sollte jeder Leser bereit sein aufzufangen.

    Wie der vorige Leser so schön formulierte, „ohne Blog wäre der Morgen nur halb so gut.“

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  • Schamlos !

    Jahresetat und Spendenziel waren immer über jeglichen Zweifel erhaben. Und doch gab es hier zum Jahresende auch immer Kommentare, die diesen Rahmen angezweifelt haben.
    Da wurde auf mtl. Domaingebühren von 0,29 € und auch sonst alles Mögliche und Unmögliche verwiesen.

    Ein klein wenig Restscham ?

    So richtig ausgesprochen hat es öffentlich niemand (oder Tom hat entsprechende Kommentare gelöscht, uns erspart), aber zwischen den Zeilen oder unter dem Strich steht mehr, als nur ein dummer, ehrrühriger und verletzender Kommentar, der das knappe Budget mittels suggestiver Andeutungen in Zweifel gezogen hat. Offenbar gab es zusätzlich auch noch entsprechende Mails.

    Eine echte Zumutung …

    P.S.
    Manchen Menschen darf man nichtmal Gutes tun. Das ist leider so. Kleine Anekdote aus dem eigenen Dunstkreis: Ein Designobjekt (Lampe zum vierstelligen NP) soll verschenkt werden. AW des Begünstigten: “Wenn ihr noch die defekten Leuchtmittel ersetzt, dann nehme ich sie.”

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  • Also ich zahle wöchentlich für eine Autozeitschrift, die das Geld nicht mehr wert ist. Ich würde das Geld statt dessen in ein Blog Abo investieren wollen.

    Daher mein Vorschlag: Blog nur noch als ein Abo Modell. Weniger Leser, gesichertes Budget und ein glücklicher Autor. Vermutlich im Hintergrund weniger technischer Aufwand. Die Geschichte, dass Tom auch Millionär kann, hat er ja dieses Jahr sehr eindrucksvoll gezeigt.

    Die Konsequenzen? Es würden einige Menschen den Verlust der Bühne spüren, die Tom ihnen 10 Jahre geschenkt hat. Damit meine ich Werkstätten, die mit Saab in Deutschland immer noch glänzend verdienen. Als ein Kollateral Opfer würden die letzten Mohikaner in Eschborn den Schlüssel im Schloß umdrehen und final ihre Büros verlassen. Schlimm? Ich denke Nein.

    Im Gegenzug würden (endlich) die Saabs in Deutschland so billig sein wie hier in Schweden. Bei uns interessiert sich kein Schwein (sorry) mehr für die Marke. Die Autos werden verramscht. Hier gibt es keinen Saab Blog, nur eine überschaubare Szene. Und die Umsätze der Werkstätten die noch Saab machen sind dieses Jahr im extremen im Sinkflug.

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  • Sehr gut zu verstehen Tom!

    Wie geht es weiter? Mit einem Bezahl-Blog? Ich bin sicher dabei.

    Ich bin Schweizer, lebe aber in Deutschland. Was ich oft feststelle ist dieses kleingeistige Krämern hier in D. Ich habe mich ja schon ein paar mal zu den Blogspenden geäussert und mein Entstzen zum Ausdruck gebracht, wenn ich gelesen habe, dass es doch tatsächlich Leser gab, welche den Gewaltsbetrag von 5 Euro gespendet haben. Eine absolte Frechheit, gegenüber Tom, gegenüber dem Blog und auch gegen Saab. Ich habe immer gedacht, wer einen Saab fährt, der denkt ein Bisschen anders, ein Bisschen grösser, grosszügiger, alles ausser gewöhnlich, ihr wisst schon. Wenn es anscheinend um eine Jahrsbetrag von 100 oder 200 Euro geht hört dieser freigeistige Individualismus wohl auf.

    Traurig, sehr traurig.

    Es ist wie im richtigen Leben, viel Gutes, viel Anderes als dieser unselige Mainstream geht den Bach runter, verschwindet im Nebel und taucht nicht mehr auf. Leider zählt fast nur noch das schnellebige Geschäft und die Oberflächlichkeit nimmt rapid überhand.

    Manchmal bin ich richtig froh im Herbst des Lebens zu stehen!

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  • Lieber Tom,

    ich kann deinen Frust sehr gut nachvollziehen. War über 20 Jahre in Vereinen als Amtswalter tätig. Wenn es ums Geld geht, bei mir waren es die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um die Inflationsrate, kamen Diskussionen auf die ich nicht wiedergeben möchte.

    Nichtsdestotrotz bitte ich dich den Blog weiterzuführen! Ich freue mich jedes mal auf eine neue Story, einen Bericht etc. Deine neutrale Sicht der Dinge schätze ich sehr! Qualitätsjournalismus wie man ihn nur mehr selten findet! Ein großes Dankeschön dafür!

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  • Ich verstehe dich nur zu gut. Es kommt der Tag, da muss man einfach auch mal auf sich selbst schauen.
    Die Geldeintreiberei habe ich in den letzten Jahren mitbekommen und war immer traurig, wenn du um 5 EUR betteln musstest. Andererseits aber konnte ich in FB und anderen Medien lesen, dass da ein Vielfaches davon für’s Aufpolieren, Lackieren, neue Felgen o.ä. ausgegeben wurde.
    Als Nicht-Saab-Fahrer und trotzdem-Interessierter würde ich mich über eine Fortsetzung des Blogs freuen…
    Also hole ich mir einen Kaffee und warte geduldig auf die Informationen im Dezember 🙂

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  • Ganz spontan: Meine komplette Zustimmung! Ich würde mir das auch nicht antun mögen. Kann mich noch sehr gut an die Lage vor einem Jahr und die daraus resultierende Diskussion erinnern.

    Das hält man nur mit guten Nerven durch (immerhin schon fast 10 Jahre). Und natürlich ist die Frage für wen und was? Ich baue trotzdem auf ein Zukunft, schon aus reinem Egoismus. Ohne Blog wäre der Morgen nur halb so gut.

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