Autogespräche – wann steigen Sie auf ein Elektroauto um?

Jetzt kommt sie zurück, die Zeit der Autogespräche. Anders als 2011, als sich alles um die sterbende Marke Saab drehte. Nun geht es um das Elektroauto. Die Umweltprämie winkt recht verlockend im Hintergrund, und plötzlich interessieren sich Menschen für Autos, von denen man es nicht erwartet hätte.

Mein alter Verbrenner - wann steigen Sie auf ein Elektroauto um?
Mein alter Verbrenner – wann steigen Sie auf ein Elektroauto um?

Als Blogger, der vorwiegend über alte Verbrenner schreibt, ist man scheinbar der optimale Gesprächspartner. Egal wo ich hinkomme, ob Freunde oder Nachbarn, irgendwann ist es passiert. Wir reden über Autos.

Und, wann steigst Du auf ein Elektroauto um?

Die Frage stellt man mir immer wieder. Ich hole dann tief Luft, und jedes Mal erkläre ich, warum ich keinen Umstieg plane. Meine jährliche Fahrleistung hat Corona atomisiert. Der Firmenwagen steht seit Monaten fast unbewegt auf dem Parkplatz, er wird wohl mit sehr vielen Minder-Kilometern zum Leasingende zurückgehen. Und auch nach Corona wird es nicht mehr wie früher sein. Die Zeit und die Umstände haben sich geändert.

Ausgeprägte Touren zu Terminen, sie kommen nie mehr zurück.

In der Folge fahre ich alte Autos. Ab einem Alter von 20 Jahren aufwärts. Mir erscheint das logisch. Bei meinen geschätzten 7 oder 8.000 Kilometern, die ich jährlich privat zurücklege, optimal. Denn ein 2 Jahrzehnte altes Fahrzeug liegt weit über seiner ursprünglich vermuteten Nutzungsdauer. Umwelttechnisch ist es abgeschrieben, aufgrund des Alters ausgebucht. Der Ressourcenverbrauch während der Produktion vor Jahrzehnten längst vergessen.

Carte blanche für altes Blech.

Nach 20 oder 30 Jahren bekommt altes Blech Carte blanche. Eine Art Blankoscheck, denn nun zählt nur noch der wirkliche Verbrauch. Und der ist, schon aufgrund meiner geringen jährlichen Fahrleistung, gering. So niedrig, dass ich bis zur Abgabe der Fahrerlaubnis aus Altersgründen mit einem Verbrenner einen geringeren CO2 Abdruck hinterlassen würde als mit einem neuen Elektroauto.

Meine Argumentation reicht erfahrungsgemäß nicht aus, um einem Autogespräch zu entkommen. Wer über Elektroautos philosophieren will, der hat die staatliche Umweltprämie und die Rettung der Welt im Hinterkopf. Neue Technik und eine mögliche Investition, die man sich selbst argumentativ bestätigen möchte. Überhaupt nicht ratsam ist es dann, wenn man mit Gegenargumenten kommt.

Schnell steht man im Generalverdacht,  ein Fortschrittsverweigerer zu sein.

Und, um bei der Wahrheit zu bleiben, ich habe nichts gegen elektrische Autos. Nur, ich finde das Thema an sich nicht besonders anregend. Software und Elektronik habe ich seit 30 Jahren jeden Tag beruflich. Der zu vermutende Reiz der Neuheit ist für mich nicht vorhanden.

Die Gespräche ziehen sich dann endlos hin und werden zäh wie ein schlechter Kaugummi. Batteriezellen, Ladetechnik, Reichweite im Sommer, Winter und bei Regen. Ganz Schlaue gehen dann ins Detail, überschütten das Gegenüber mit angelesenem Fachwissen, das auf der Top 100 Liste der Dinge die man nie wissen wollte ganz oben rangiert.

Wie man Elektroauto-Gesprächen den Stecker zieht.

Es gibt ein probates Mittel, um solchen Gesprächen schon im Ansatz den Stecker zu ziehen. Den schwarzen Fleck in Sachen Elektroauto, den man spielen kann, wenn man keine Lust auf elektrische und Umweltprämien Konversation hat.

Der Einwurf, dass es schon klar sei, dass man mit dem Elektroauto eine digitale Spur in der Dimension eines achtspurigen kalifornischen Highways hinterlässt, zieht so gut wie immer. Mehrere Terabyte am Tag – mit besorgtem Gesichtsausdruck nachgeschoben – und schon ist Ruhe und der hektische Themenwechsel beginnt.

Es ist merkwürdig – so gut wie niemand hat das Datensammeln moderner Autos auf dem Radar.

Da regen sich Menschen auf, wenn Google auf dem Rechner einen Cookie setzt oder auf dem Tablet personalisierte Werbung einblendet. Dass ein Tesla sogar auf dem Parkplatz die Umgebung filmen kann und in hochauflösender Qualität auf US-Server lädt, interessiert hingegen nicht.

Auch nicht, dass der Polestar 2 Google an Bord hat und es das Elektroauto eben nur zusammen mit Google gibt. Egal was man tut, wohin man fährt, alles wird protokolliert, alles landet bei Google. Wobei die bei Google noch die netten Menschen von der Sonnenseite der Straße sind.

Aber, was mit den Daten im Detail geschieht, das bleibt unklar.

Die Bewegungsprofile von heute sind die Diamantmine von morgen. Tesla will mit ihnen die Software und den Autopiloten verbessern, Google das User-Erlebnis. Personalisierte Werbung ist noch das kleinste Übel. Da geht sehr viel mehr! Schon bald wird man komplette biometrische Datensätze zur Verfügung haben, die tiefe Einblicke in den Alltag der Kunden erlauben.

Was damit passiert, wer die Diamanten hebt und schleift, ist noch im Unklaren. Möglichkeiten und Begehrlichkeiten gibt es viele. Die Claims von morgen steckt man sich am besten heute ab. Tesla und BMW-Brilliance erfuhren das unlängst in China. Angeblich, um die Privatsphäre lokaler Kunden zu schützen, wurden die Unternehmen zu einem Umzug der Daten auf chinesische Server aufgefordert.

Der Aufforderung kam man bereitwillig nach.

28 thoughts on “Autogespräche – wann steigen Sie auf ein Elektroauto um?

  • @ GP362,

    vielen Dank für den Link. Alles gültige Gedanken, die Prof. Dr. G. H. da aussprechen darf. Man fragt sich bestürzt, wieso die Bühne nicht größer und der Sender nicht öffentlich rechtlich war?
    Und man ahnt die Antwort. Schule und ÖR? Wo ist denn da der Unterschied? Es ist nur die Ziel- und Altersgruppe, aber ansonsten ist man von der Wiege bis zur Barhe erzieherisch auf einer Linie. Passt schon.

  • @ harald mikschy,

    ich fürchte dieses Gespräch ist repräsentativ für eine wirtschaftlich und politisch gewollte Geisteshaltung, die tatsächlich auch in Begriff ist, sich durchzusetzen …

    Unter den Schlagwörtern “Dekarbonisierung” (Politik) und “ZERO” (Wirtschaft & Werbung) wird die Nachhaltigkeit begraben, werden Konsum und die Wegwerfgesellschaft ideologisch neu besetzt.

    Wer heute elektrisch konsumiert, der dekarbonisiert und sein Fußabdruck ist ZERO. Und wer zu reflektiert ist, das so für die Gegenwart gelten zu lassen, dem kann man noch immer einreden, dass man Visionäre braucht, die schon heute für eine Zukunft als Konsument vorangehen, die ja vielleicht tatsächlich einmal wie versprochen kommen könnte. Perfide und genial. Es funktioniert.

  • ….ein gespraech aufgeschnappt, 2 damen, sehr bewusst, gruen, nachhaltig und vielfaeltig bei mir in der kunsthalle:

    …..meine tochter (die ist auch sehr oeko) schafft sich jetzt ein elektroauto an….

    ….aber ist das so gut? wegen der haltbarkeit und herstellung der batterien?

    …das ist doch kein problem fuer meine tochter, sie least das auto fuer 3 jahre, solange sollte die batterie ja halten und
    dann wird das auto zurueckgegeben.

  • @ Saab 900 Turbo 16 S,

    gut geschrieben. Ich bin persönlich auch gar nicht gegen die Elektromobilität. Vielmehr (zu 3.) dagegen, dass sie auf der Grundlage von Glauben und mit einer gewissen Religiösität be- und vorangetrieben, in sehr merkwürdigen Formen* wirtschaftlich motiviert über uns hereinbricht …

    Und dagegen, dass die Physik (zu 4.) unseren Kindern nicht mehr neutral, sondern unter dem Vorzeichen von wirtschaftspolitischen Glaubensgrundsätzen vermittelt wird.

    *Merkwürdige Formen sind beispielsweise E-Roller, E-Bikes und sogar E-Skateboards, die ganz sicher keinen sinnvollen Beitrag zum Umweltschutz darstellen.

    Aber auch das “klassische” EV (E-Auto) stellt eine relativ merkwürdige Form dar. Sie schreiben es sinngemäß selbst, dass es uns mit einem Heilsversprechen übergeholfen wird.
    Das Heilsversprechen lautet, dass man sich künftig über den im Zuge der Fertigung höheren (!) Energieaufwand und einen größeren (!) CO2-Rucksack keinen Gedanken mehr zu machen bräuchte, weil in Zukunft ohnehin alles CO2-neutral produziert werden würde.

    Das ist 1. vollkommen falsch und würde 2. dann aber auch auf Verbrenner zutreffen, die ebenfalls CO2-neutral produziert werden könnten und schon als Neuwagen keinerlei Rucksack mehr hätten und mit Bio-Kraftstoffen (Ethanol und Bio-Diesel – möglichst aus Abfällen) ebenfalls CO2-neutral betrieben werden könnten. Jede Pflanze ist eine natürliche und unglaublich effektive Solarzelle, die technisch gar nicht so leicht zu topppen ist.

    Ohne es verstanden und bereits gemerkt zu haben, redet die Menschheit längst nicht mehr über CO2, sondern über Flächen ..

    Wenn man künftig alles CO2-neutral produzieren kann, dann müsste man stattdessen darüber reden, wie viel Energie (letztlich Fläche und Ressourcen) die eine oder andere technische Lösung gegenüber einer anderen in der Produktion und im Betrieb vielleicht einspart oder eben auch nicht.

    Branchenvertreter der Windenergie haben längst den Wald für sich entdeckt und argumentieren, dass ein Windrad mehr CO2 sparen, als die benötigte Stell- und Freifläche an CO2 speichern würde. Anders gesagt, ausgerechnet eine Branche die man (ich auch) zu den Guten zählen wollte, setzt sich inzwischen aktiv für Raubbau an den letzten Resten der verbliebenen Natur ein.

    Dass sie zusätzlich (zur Stellfläche) je Windrad einen Wirtschaftsweg von 10 m Breite und beliebiger Länge für Montage, Reparaturen und Service brauchen, dass sie ein Zwei- bis Vielfaches an Verkehrsflächen zusätzlich im dafür zu rohdenden Wald benötigen, kehren sie zudem gerne unter den Teppich, denn nur so und nur am aktuellen Strommix gemessen, erhält man das gewünschte Argument.

    Lobby ist Lobby und Geld ist Geld. Aber wie dem auch sei, fossile Brennstoffe sind die Biomasse von gestern. Beide sind CO2-Speicher. Wenn wir einen nach dem anderen ausschütten, haben wir nicht eine Sorge weniger, sondern ein oder zwei Sorgen mehr.

    Das müsste und sollte jedem klar sein und gehört so auch längst in die Schulbücher.

    Da gehört auch rein, dass wir schon vor 70 und 80 Jahren Hybridfahrzeuge hatten. Busse, Post & Müllabfuhr, die ganz ohne seltene Erden in Innen- und Altstädten rein elektrisch unterwegs waren (Oberleitung und schon allein aus dem Grund, um historische Gebäude nicht mit Ruß zu belasten) und nur auf den letzten Metern und im Randbereich mit kleinen Verbrennern unterwegs waren. Selbst elektrische Schiffe und Flugzeuge haben eine mehr als hundertjährige Geschichte.

    Wenn Geschichts- und selbst die – allgemein als objektiv und neutral vorausgesetzten – Physikbücher umgeschrieben werden, ist das nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.

    Selbstverständlich brauchen wir die Elektromobilität. Schon allein wegen der Bahn. Niemand würde das nach mehr als 100 Jahren auch nur ansatzweise anzweifeln.

    Aber ebenso selbstverständlich brauchen wir einen offenen Diskurs darüber, ob das zwangsläufig Seltene Erden für Skateboards und andere Formen des Individualverkehrs bis hin zum Auto einschließt. Auch würde ich gerne einmal belastbare Gesamtbilanzen zu dem Thema sehen.

    Die Annahme, in Zukunft würde sowohl CO2-neutral produziert als auch betrieben werden und dass daher der Energiebedarf (und Flächenbedarf ! ! ! ) insgesamt keine Rolle mehr spielen würde, ist fernab jeglicher Realität.

    Daher interessieren mich (geschönte) CO2-Bilanzen, von welchem Lobbyisten auch immer, in denen Biomasse und Fläche keinerlei oder keine faire Berücksichtigung finden,
    auch schon längst nicht mehr.

    Was ich wirklich gerne sehen würde, wäre eine schlüssige Gesamtbilanz des CO2-neutralen Autos inkl. seines – je nach Antriebskonzept (elektrisch oder Bio) – vielleicht oder mit Sicherheit unterschiedlichen Flächenbedarfs.

    Hier und nur hier (Fläche) spielt künftig die Musik und ich fürchte, dass Seltene Erden und ein erhöhter Energiebedarf in der Fertigung morgen noch ebenso nachteilig für die Umwelt sind, wie schon heute. Der jeweils aktuelle Strommix hin oder her.

    Die Diskussion auch um die Fläche wird allerdings längst schon wieder lobbyistisch besetzt – wie das Beispiel Windenergie zeigt – bevor der Otto-Normal-Verbraucher es überhaupt als relevant begriffen hat.

    Ich beneide da jeden, der noch immer weiß, wo genau es langgeht, sich in guten Händen wähnt und anderen sogar ins vermeintlich unreine Gewissen redet.
    Und ich habe Mitleid mit allen, die dieses so genannte Wissen (meiner geistig unterbemittelten Meinung nach nur ein Glaube der Gutgläubigen), dereinst auszubaden haben werden.

    Eine einzige in sich schlüssige Bilanz (CO2 UND Fläche) und ich wechsle sofort die Pferde. Versprochen.

    Aber mit Wald versus was auch immer, braucht mir keiner zu kommen. Ich bleibe lieber beim Wald und suche dort bald wieder Pilze …

  • Nachdem ich mich seit gestern viele Stunden meinem alten Saab gewidmet habe – wieder einmal -, der in der kommenden Woche endlich seine H-Zulassung bekommen soll, will ich nur ganz prosaisch einige Aspekte anmerken, weil ich es einfach nicht lassen kann:
    1. Mir fällt kein nachvollziehbarer Grund ein, warum man als Autofan “Benzingesprächen” über E-Mobilität den Stecker ziehen möchte, wohingegen man für solche über Verbrenner, am besten freilich Saab, jederzeit zu haben ist.
    2. Wenn sich das Gegenüber eingelesen hat, ist das doch umso besser. Auch ich bin halbwegs in der Materie, nicht nur in meiner, und folglich sind die Zutaten für ein faktenbasiertes Gespräch jenseits von Ideologien vorhanden.
    3. Insbesondere auf einem solchen Gebiet zählen nur Argumente. Wer will sich schon auf der Basis von Glauben unterhalten?
    4. Meine Autos haben ihren “Produktionsrucksack” abgearbeitet und blasen nur noch die Abgase aus dem Auspuff (der BMW 635 CSi hat sogar zwei), die während des Betriebs entstehen. Da ich momentan nur rund 5000 km jährlich fahre, wären Neufahrzeuge – egal ob Verbrenner oder Elektroantrieb – m.E. nicht umweltfreundlicher. Allerdings weiß ich als Großstädter, dass die schlagartige Umstellung auf Elektromobilität für viele meinesgleichen einem Befreiungsschlag gleichkäme, auch wenn es, wie wir alle wissen, z.T. nur eine Verlagerung vom Auspuff zum Schlot bedeutet, die aber mit fortschreitender Veränderung des nationalen Strommixes hin zu erneuerbaren Energien – im oben angeführten Physikbuch steht das schon korrekt, zumindest auf Achtklassniveau – kleiner wird.
    5. Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht “ganz wild auf Einschränkungen” sind, sondern dass diesbezüglich bei der Mehrheit der Gemeinsinn überwiegt und diese im Namen bzw. Rahmen ihrer Sittlichkeit ein Quäntchen ihrer individuellen Freiheit von etwas in den Dienst der Freiheit zu etwas stellt, ganz im Sinne Kants, Arendts oder auch Gaucks, der hier das Rad auch nicht neu erfunden hat, wobei wir wieder bei einem unserer Lieblingsthemen, dem Automobil wären.

  • Witzfiguren (@ Hans S.)

    Mir bleibt das Lachen im Halse stecken, aber ich hoffe, dass der Mensch sich in Zukunft über den Menschen heute prächtig amüsiert.

    Die Welt wird uns in irgendeiner Form überleben. Sofern das die Menschheit einschließt, können historisch Interessierte sich tausend und eine Anekdote über uns erzählen. Über die Wegwerfgesellschaft, die alles, was sie bereits produziert hatte, weggeworfen hat, um keine Wegwerfgesellschaft mehr zu sein.

    Über Stromsparer, welche die Leistung ihrer Staubsauger gesetzlich geregelt und begrenzt haben – mit dem Effekt, dass sie nun doppelt so lange saugen mussten und beim Staubsaugen mehr Strom als zuvor verbrauchten.

    Über Stromsparer, die auf diese Weise – zeitintensiv und energieaufwendig – den Innenraum von EVs mit 500 kW Leistung gereinigt haben.

    Über Weltenretter aus Politik und Wirtschaft, die sich darin einig waren, dass Seltene Erden und unbegrenztes Wachstum nicht in sich widersprüchlich, sondern der heilige und sogar zwingend logisch heilige Gral wären.

    Über den Umstand, dass wir ausgerechnet die Mobilität ohne existierende Infrastruktur mit Gewalt und hohem Aufwand elektrifiziert und im Bereich der Immobilität (infrastrukturell vollständig erschlossener Wohn- und Arbeitsräume) nicht einfach mit Strom geheizt haben. Ganz ohne seltene Erden und Batterien.

    Über den Umstand, dass wir so fast ohne alles ausgekommen wären und CO2, Betriebs- und Baukosten zum Wohle von Mensch und Umwelt hätten sparen können. Aber was würde die Baubranche oder die Gilde der Schornsteinfeger dazu sagen? Oder Schröder und Putin, wenn wir einfach elektrische Radiatoren an einer Schukodose hätten?

    Das wäre ja viel zu simpel. Wenn man schon einen Heizungskeller, Gazprom und Öltank einspart, die Schornsteinfeger und Installateure aussperrt, dann müssen zum Ausgleich wenigstens Solarzellen auf das Dach und eine große Batterie in den Keller oder den Hauswirtschaftsraum. Dazu noch ein EV vor die Tür und ein Staubsauger ohne Saugleistung. Dann geht die Bilanz vielleicht so ungefähr wieder auf, man hat die Wirtschaft und den Staatshaushalt so ungefähr gerettet.

    Ich hoffe inständig, dass wir von kommenden Generationen ganz herzlich und lauthals ausgelacht werden, denn so kann und darf es echt nicht weitergehen.

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  • @Volvaab Driver, ganz toll ausgedrückt! Genau so ist es leider! Die Unfähigkeit, respektive die Unverfrohrenheit einiger Politiker ist einfach nur schrecklich. Wie man oder eben frau z.B. an einem Scheuer solange festhalten kann ist mir ein Rätsel. Soviel Unfähigkeit auf so einem kleinen Geist, das muss man auch zuerst noch können.
    Ich befürchte, dass im Soge dieses E-Hype und Abwrackgebrummel irgendwann ich meine alten Saab und Lancia nicht mehr fahren darf. Das wäre dann ein echter GAU für mich.

    Freuen wir uns also noch an unseren alten Autos solange wir das noch dürfen!

  • Kapitalistische Planwirtschaft

    Die Schulbücher zum Thema gesellschaftlicher Systeme, deren wirtschaftspolitischer Prägung, deren sozial- und umweltpolitischen Effekten und Auswirkungen gehören längst umgeschrieben.

    Effekte einer Umverteilung gehören hinein. Etwa wenn Geringverdiener und andere Steuerzahler Abwrackprämien und Zuschüsse für EVs erwirtschaften.
    Oder Agrarsubventionen für die größten Schweinepriester
    mit den meisten Sauen auf engstem Raum.

    Tatsächlich umgeschrieben sind bereits die Physikbücher. Ausgerechnet die Physik ! ! !

    Der Einstieg in das Thema Energie beginnt nicht etwa mehr mit der Unterscheidung in kinetische, thermische und potentielle Energie.
    Nein, allem voran wird postuliert, dass es “unbegrenzt verfügbare” und “endliche” Formen von Energie gäbe und letztlich, dass die Menschheit im Begriff sei, sich auf die unbegrenzte Energie umzustellen, sich unbegrenzte Möglichkeiten/unbegrenztes Wachstum zu erschließen.

    Steht sinngemäß wirklich so im Physikbuch für die 8. Klasse der gymnasialen Mittelstufe. Als Beleg für diese steile These wird angeführt, dass angeblich schon heute Wasserstoff in unbegrenzten Mengen produziert würde und frei verfügbar sei …

    Tatsächlich kämpfen wir aber längst um Wälder und Flächen – ohne bereits Wasserstoff in signifikantem Umfang zu produzieren.

    Selbstverständlich ist nichts auf diesem Planeten unbegrenzt verfügbar – nichtmal Wind und Sonne, für deren Ernte, Speicherung und Transport uns nur endliche Flächen und Ressourcen zur Verfügung stehen.

    Für vernünftige Schulbücher ist kein Geld da, aber 9.000 € für jedes einzelne EV hauen wir mal eben so raus? Dann ist die Welt ja wohl gerettet und wir sind auf dem richtigen Weg? Mal wieder. Wie schon immer. Man muss es nur jeweils glauben wollen …

    Wissen wir nicht alle längst, dass wir uns nicht unbegrenzt gesund produzieren und konsumieren können? Dass die hektische Umstellung von Euro 4 auf Euro 5 oder 6, von einem Staubsauger oder Kühlschrank mit A oder A+ auf A++ oder A+++ nicht die Lösung, sondern Teil des Problems ist?

    Apropos Kühlschrank, auch so ein Elektrogerät, dessen vorzeitige Ausmusterung schon staatlich gefördert wurde.
    Würde mich nicht weiter wundern, wenn die EVs, die heute mit staatlicher Förderung in den Markt gedrückt werden, schon morgen mit staatlicher Förderung zugunsten der nächsten Generation vorzeitig auf den Schrott sollen.

    Offiziell im Namen der Umwelt – im Hintergrund Lobby, kapitalistische Planwirtschaft, Anleger und die Börse aber kein einziges Schulbuch, welches diesem erstaunlich
    offen ausgelebten Wahnsinn auch nur ansatzweise einen einzigen Gedanken entgegensetzen würde …

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  • Guten Morgen liebe SAAB Gemeinde
    Mit den Kosten die ich investieren müßte um mit einem Elektroauto zu fahren kann ich meine zwei SAAB 9000 noch jahrelang betreiben.
    Habe gerade in meinen SAAB 9000 2,3 turbo mit 285.000 km, 3000 Euro in die Karosserie und 3000 Euro in den Motor investiert. Im Durchschnitt bezahle ich für ein Jahresservice ca. 500 Euro, da wird aber auch wirklich etwas repariert.
    Meine Kollegen zahlen in einer Markenwerkstätte (VW, AUDI,BMW, ect.) nur für das Anschauen schon 700 bis 800 Euro ohne Reparaturen.
    Uns hat das SAAB- Fieber so richtig erwischt.
    Mein Sohn hat sich gerade mit 16 Jahren sein erstes 9.3 SAAB Cabrio gekauft und meine Tochter 14 Jahre hat erst vor kurzen einen SAAB 900 bekommen. War ein einmaliges Angebot.
    Jetzt müssen die Carports verlängert werden.
    Ein neues Auto für 4 Personen ist auch nicht mehr finanzierbar der Neuwagen-Preis egal ob Benzin oder Elektro ist einfach viel zu hoch. Unser Mechaniker Mario in Himberg hält unsere SAAB Flotte noch jahrelang am laufen.
    Bei unseren diversen Ausflügen steht immer wieder ein Elektroauto neben der Fahrbahn und raucht.
    Das brauch ich nicht.
    Liebe Grüße aus Wien

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  • Ein super Beitrag, der aus den ohnehin schon tollen Artikeln in diesem Blog noch mal herausragt! Danke Tom.
    Mir geht es genauso, meine Km-Leistung ist ebenfalls so zusammengeschrumpft, dass ich bewusst zwischen meinen Elchen wechseln muss, damit jeder zu seinem Recht kommt, ausreichend bewegt zu werden. Ein Luxusproblem, klar. Aber ich denke, ich brauche in diesem Leben kein neues Auto mehr, solange die Ersatzteilversorgung läuft.

    Niemand hat bisher den tatsächlichen Energieverbrauch der Datenkraken – egal, welcher Antrieb – berechnet. Das Internet hat den gleichen Energieverbrauch, wie der weltweite Flugverkehr vor Corona!
    Den Flugverkehr vermisse ich übrigens auch nicht, ich freue mich schon den ganzen Sommer über den unglaublich sauberen klaren Himmel.

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  • @Franken Troll Du sprichst mit aus der Seele, und wer finanziert das Viertel des E-Autos – natürlich ungefragt der Steuerzahler …

    Zeit zum Nachdenken – oder !?

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  • Tom, vielen Dank für diesen Artikel – diese Betrachtungsweise ist mehr als richtig, findet aber in der Tagespresse kaum statt da alle sich auf Pro/Contra E-Auto eingeschossen haben.

    Es wäre aber zu erwähnen, dass das Sammeln der digitalen Spuren, respektive Bewegunsgprofile nicht abhängig vom Antrieb sind. Alle neuen Auto-Multimedia-Systeme sammeln Daten. Was genau, wieviel, was mit den Daten geschieht – ich habe beim Volvo Händler meines Vertrauens nachgefragt. Schulterzucken. Egal ob Benziner, Diesel oder E-Antrieb, vor der Datenkrake sind alle gleich, sie diskriminiert nicht. Immerhin.

    Die aktuellen Diskussionen über den Antrieb, gerade in Deutschland, ist müßig. Das E-Auto ist bereits da, wenn nun VauWeh die Dinger verkauft dann ist der Michl beruhigt und wird kaufen. Und wir dürfen noch solange SAAB fahren wie wir wollen und uns leisten können. Das steht schon mal fest (glaube ich). Autopiloten aus Kalifornien werden weitere Unfälle bauen und wir werden dann diskutieren ob drölf durch den Autopiloten verursachten Unfälle immer noch besser sind als drölfhundert durch den Menschen. Hierzu werden alle Hersteller argumentieren, dass sie genau dafür die Daten brauchen. Um uns vor uns selber zu schützen und um das Autofahren sicherer zu machen, etc. Dann, irgendwann, werden die Wolfsburger den Autopiloten freischalten und gut vermarkten und die Zielgruppe wird denken, wenn der Autopilot aus Wolfsburg kommt, dann ist der bestimmt besser als der kalifornische Hippie-Autopilot.

    Aber der Deal private Daten gegen bunte Apps, DAS ist der Deal des Jahrhunderts (Jahrtausends?). Das wird mehr Auswirkung auf die zukünftige Gesellschaft haben als Diesel vs. Benziner vs. Elektro.

    Christian

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  • Ich will jetzt nicht auf das was ist sauber und unsauber eingehen, am saubersten für die Umwelt wäre es ja wohl barfuß herumzulaufen, aber das ist momentan nicht die Frage. Vom Fahrprofil her könnte ein Elektroauto passen, es wäre jetzt auch nett die 5000€ E Auto Prämie in Österreich zu bekommen, aber da ich nur einen überdachten Stellplatz ohne Steckdose habe, wo schon einer der Saabs steht kann ich mit einem Elektroauto hier wenig anfangen. Würde ich ländlich wohnen und müsste pendeln, dann würde ich mir die Anschaffung eines elektrischen Klein/Kompaktwagen überlegen. Zu Hause über PV laden und damit pendeln, um die Saabs zu schonen und sich nur für wenige Vergnügunfsfahrten im Jahr aufbewahren.

  • @ Daniel (Umstieg & Motorschaden),

    romantischer Gedanke, dass man künftig in elektrifizierten Young- und gar Oldtimern unterwegs sein könnte …

    Hinter dieser Vision sehe ich aber die gleichen Fragezeichen, wie hinter der Elektromobilität insgesamt. Die Batterie wird ja nicht sauberer und die Infrastruktur erschafft sich nicht von selbst, nur weil seltene Erden und Kinderarbeit in eine alte anstatt einer neuen Karosserie gesteckt werden.

    Und was heißt Motorschaden?
    Eine Reparatur mag bei uns nicht mehr selbstverständlich sein (war sie mal), aber ökologisch korrekt wäre sie noch immer, fast CO2-neutral.

    Unsere Probleme, deren Ursachen und unseren aktuellen, ziemlich bekloppten Lösungsansatz in einem Satz:

    Um ab sofort alles anders zu machen, wirft die Wegwerfgesellschaft erstmal alles weg.

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  • Jemand, von dem ich weiß, dass er ältere Fahrzeuge bevorzugt und der versucht ein Elektroautogespräch mit dem Datensammelargument zu stoppen (das ja nicht wirklich gegen E-Fahrzeuge spricht, sondern gegen alle neueren Autos), würde ich dann fragen, ob er sich die Anschaffung eines Citroen Saxo electrique (oder eines entsprechenden PSA-Verwandten, oder Renault-Konkurrenten aus der Zeit) vorstellen kann.

    Oh, hätte ich diese Strategie jetzt nicht öffentlich verkünden sollen? Na ja, da kaum einer diese Fahrzeuge kennt, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass das passieren wird ;-).

  • Moin,

    erst mal Danke für den sehr lesenswerten Beitrag. Ich habe mich in den vergangenen Tagen mit dem Thema elektromagnetische Felder und Auswirkungen auf die Umwelt beschäftigt. Ich erspare die Einzelheiten, aber klar ist, je mehr Technik verbaut ist, desto schlechter sind die Auswirkungen auf den darin sitzenden Menschen. Das Elektroauto schneidet exorbitant schlecht ab. Von der Datensammelei mal ganz abgesehen. Ich habe mir für unseren neuen Wohnort in CA ein Diesel work horse zugelegt, mehr zweckgebunden als ästhetisch. Durch den Umzug werde ich meine jährlich gefahrenen Kilometer dramatisch reduzieren. Entgegen der ursprünglichen Planung alle Autos in D zu verkaufen, haben wir uns entschieden doch einen alten Saab zu behalten und die Chancen stehen gut, den noch hierher zu holen. Keine Datensammelei, 31 Jahre alt, pro Jahr 1500 km gefahren und im 2 er Zustand. Damit werde ich wohl noch ein paar Jahre hier rumfahren können, vorausgesetzt dass die Karosse nach einer intensiven Rostvorsorgebehandlung die atlantischen Sommer übersteht; im Winter geht es in die Halle.
    Ich werde wohl in diesem Leben nicht mehr zum Elektroautofahrer und rate aus schon vielen hier genannten Gründen und auch aus gesundheitlichen Gründen dringend davon ab. Denn spätestens wenn das Teil dann mit Hilfe von 5 G Technik autonom fahren wird, sinkt sehr wahrscheinlich die Lebenserwartung dramatisch! Nicht die vom E – Gefährt, sondern die von den Insassen.
    Beste Grüße aus der Atlantik Bubble

    Erik 900

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  • Als Vielfahrer kann ich mir den Luxus eines 20 Jahre alten Autos nicht leisten. Dafür kommen im Jahr einfach zu viele KM auf den Tacho. Daher das Saison Cabrio aus Leidenschaft. Die Problematik mit dem E-Auto ist, dass ich als Endverbraucher eigentlich keine Meinung bilden kann, da Berichterstattungen grundsätzlich gefärbt” sind im Sinne des Berichterstatters. Von der Logik her, wäre es vielleicht ein Hybrid, ein reines Elektroauto hat im Moment sowohl mit der Reichweite, mit den Ladezeiten und nicht zuletzt mit den Lademöglichkeiten zu kämpfen. Daher im Moment keine Alternative. Grundsätzlich würde ich mich dem aber nicht verschließen.

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  • Hmm.
    Ich habe mir 2011 z.B. ganz bewusst eines der “letzten und vor allem auch ganz neuen” Saab-Modelle gekauft – ein Schiff und eines meiner generellen vielleicht drei, vier, fünf “Drömbils”. Und das damals schon mit dem Ausblick, diesen Wagen möglichst lange fahren zu können – geplant sind ca. 12-15 Jahre.
    Und ich glaube, mit dieser Einstellung bin ich (auch bei “etwas” höhrem Spritverbrauch) gesamt gesehen immer noch wesentlich umweltschonender als mit frühzeitigem Umstieg auf E-Autos bzw den “üblichen Weckselzeiträumen” bei PKWs. 😉

    Der Saab hat – mit Ausnahme von Apple Carplay vielleicht – auch alles, was ich technisch an einem Wagen eigentlich möchte/brauche.

    Diese ganzen rollenden Multimedia-Kinos von heute bzw der kommenden Jahre möchte ich nicht. Grausam! 😉
    Auch einen tonnenschweren “persönlichen GPS-Tracker” möchte ich def zukünftig auch nicht.
    Und ob ein E-Auto wirklich besser ist als ein “Spritfresser” oder die Belastung nur verlagert, weiss ich so auch noch nicht ganz sicher.

    Aktuell fahre ich ja kaum mehr als 4000-5000 km die letzten Jahre.
    So habe ich Hoffnung, mein Dickschiff noch mind. so viele weitere Jahre fahren zu können wie bisher (das silberne Ross ist seit heute auf der “Wellness-Farm” zum optischem “MakeOver”)!

    Was nach dem aktuellen 2011´er kommt, weiss ich noch nicht.
    Aber mir “graust” eigentlich schon etwas davor (u.a. wegen Datenerfassung und Screens und “smarter Technik” im Auto … von Optik vieler heutiger “smarter” Autos will ich gar nicht erst anfangen).
    Vielleicht werde ich dann notgedrungen doch auch eher noch zu einem “Oldtimer-Fan”. 😉

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  • Was taugt ein Produkt das man derart begünstigen und pushen muss? Wenn ich mir den Werbeaufwand vorstelle den z.B. der VW Konzern mit der E-Mobilität treibt, ja dann muss ich mich schon fragen, was taugt eigentlich das Produkt dahinter? Wer würde ein E-Auto kaufen wenn sie jetzt nicht massiv subventioniert würden? Wenige, ganz wenige und ich würde sicher nicht dazu gehören.
    Solange meine Saab mir so viel Freude und Genugtung geben werde ich sie fahren. Und ich bin mir ziemlich sicher, das wird noch lange sein!

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  • Anekdoten

    Hat zwar nicht zwangsläufig mit der E-Mobilität und Datensammlung zu tun, finde es trotzdem erzählenswert.

    Neulich berichtet mir jemand, die Heckklappe seines Neuwagens habe sich bereits dreimal zur Unzeit automatisch geöffnet. In einem Parkhaus bei Abwesenheit und auch in Bewegung auf einer Autobahnausfahrt. Hersteller und Werkstatt haben keine Erklärung/keine Lösung.

    Ein anderer wurde durch seinen Bremsassistenten in einen absolut vermeidbaren Auffahrunfall verwickelt, weil sein Auto automatisch eine Vollbremsung hinlegte, die den Hintermann überrascht und überfordert hat. Der assistiert Vorausfahrende war zwar geschnitten worden, hätte aber nach seinem Bekunden in dieser überschaubaren Situation die Bremse nichtmal angetippt.

    Mir geht das alles nur noch auf den Docht. Neuwagen mit einem Übermaß an Assistenzsystemen, so genannten Komfortmerkmalen und einer breiten Datenspur kommen mir nicht ins Haus. Nicht elektrisch aber auch nicht als Verbrenner …

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  • Das Elektroauto tut so als ob es keine Energie bräuchte und den armen Kinder in den Entwicklungsländern beim schürfen der seltenen Erden muss auch niemand zusehen. Ein Speckgürtelphänomen und Statussymbol das sich ab 190.00o km rechnet von der Umweltbilanz und wegen der Reichweite ein oder mehrere Verbrenner im Besitzhintergrund hat.
    Solange ich kein Kabel zum Laden aus meinem Gemeindebauschlafzimmerfenster hängen darf nichts für mich.
    Für mich muss kein neues Auto mehr gebaut werden-schon alleine wegen des Wertverlustes.Einmal hab ich mir einen S8 geleistet und in 4 Jahren 51.000 euro verloren.So viel sind alle meine alten Saab nicht wert und mit jedem habe ich mehr Spaß und soziale Verträglichkeit als mit der 10 Zylinder Brülltüte von Audi.Auch wenn ein neuer Tesla nur 6000-8000 euro pro Jahr verlieren sollte:jedes Jahr der Gegenwert eines guten alten Saab.

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  • El.-Auto? Bei mir nicht.
    Angefangen bei dem Abbau der “Seltene Erden” über begrenzte Reichweiten und die Datensammelei. Ich sehe dafür mich KEINEN VORTEIL bei der Anschaffung eines, per Prämie gesponsert, Autos.
    Auch ich denke: mein jetziger PKW ist schon produziert, verbraucht im Schnitt 5-6 Ltr. Benzin, hat Platz ohne Ende (Kombi).
    Meine jährl. Fahrleistung ist gering, die meiner Fahrräder (zusammengezählt ;-)) deutlich höher. Mein Steuerberater zeigt mir seit Jahrzehnten meine jährlichen PKW-Kosten auf. Ich weiß also WIRKLICH, was ein PKW pro Monat kostet…
    Was soll ich mit einem Neufahrtzeug???
    Image durch einen PKW im Carport? Das dem Alter bin ich raus.
    Mein Kauf-/Konsumverhalten ist seit Jahren eher ERSATZ, wenn was fehlt/kaputt gegangen ist.
    Also: mein PKW fährt zuverlässig im 8. Jahr, hat 125000 auf dem Tacho stehen. Ich sammle weiter Km mit dem jetzigen PKW.
    El.-PKW, nein danke!

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  • Ich finde die Frage an sich schon doof “Wann steigst du auf Elektro um?”. Da muss man ja zunächst differenzieren. Es gibt Elektroautos und es gibt Tesla. Einen Tesla fährt man, weil es unendlich Bock macht diese Power und das direkte Ansprechen zu spüren wenn man das Strompedal nur leicht berührt. Und es gibt keinen einzigen Tesla Fahrer der Reichweitenangst hat, dank Supercharger Netzwerk und gigantischen Akkus.
    Und dann gibt es eben die ganzen Elektroautos wie Zoe, i3, Ioniq und co. Der Kauf dieser Autos hat andere Gründe.

    “Umsteigen” impliziert, dass man innerhalb der gleichen Fahrzeugklasse bleibt und Verbrenner gegen E-Motor wechselt. Warum sollte man das tun wenn man ein funktionierendes, schönes Auto hat? Warum sollte ich von einem Saab 9-5 auf ein Elektroauto umsteigen? Das hat nur Nachteile, abgesehen davon, 40.000€ zuzuzahlen, was auch wieder ein Nachteil ist.

    Was in meinen Augen ein tatsächliches Umsteigen ist, wäre bei einem Motorschaden seines geliebten Youngtimers, diesen auf Elektro umzubauen. So kann man weiter sein gewohntes, sonst perfektes Auto fahren, man verliert kein Öl mehr, muss nicht mehr zur Inspektion und ist geräuschlos unterwegs, was gerade bei Cabrios einen besonderen Reiz hat.

    Was haltet ihr denn davon?

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  • … und nochwas:

    Ich bin Camper seit ich denken kann – was soll ich dann mit einer Reichweite von ca. 150 km mit Caravan am Haken anfangen?

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  • Ich gebe zu: ich bin stressanfällig und hatte damit früher schon Probleme, wenn ich mir nicht ganz sicher war, ob ich die rettende Tankstelle noch erreiche, bevor ich stehenbleibe.
    Einmal wurde die Horror-Vorstellung wahr, mit Caravan am Haken und drei Kindern im Fond. Glücklicherweise war die Tankstelle in Sichtweite…
    So etwas brauche ich nicht mehr, niemals.
    So einen Stress muss man sich im Alter nicht mehr geben und ich habe auch kein Verlangen nach Überlegungen, ob ich die Heizung, oder Klimaanlage aktiviere und damit miene Reichweite noch mehr verkürze.
    Daher steht ein Elektroauto nicht zur Debatte und ich kann nur hoffen und alles dafür tun, dass mein 900er classic noch solange hält, wie ich autofahren kann.
    Elektroautos für die Stadt – prima! Aber sonst eine Volksverarsche erster Güte

    Aber wir sind ja ganz wild auf Einschränkungen, wie man mannigfaltig jeden Tag lesen und hören kann..

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  • 9000 € Umweltprämie. Da ziehen sie wieder los und kaufen sich Autos, die sie sich weder leisten können, noch benötigen. E-Mobilität ist in aller Munde, sogar bei mir am Arbeitsplatz. Die vielen € sind verlockend. Ich nehme die diesen Artikel als Steilvorlage um die täglichen Gespräche etwas einzdämmen 😉

    Danke!

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