Gelebte Nachhaltigkeit. Wir suchen Kilometerkönige!

Gelebte Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Aber was versteht man überhaupt darunter? Wikipedia liefert diverse Möglichkeiten der Definition. Klar wird: die Schonung von Ressourcen und die Vermeidung von CO2 Emissionen sollten bei gelebter Nachhaltigkeit an erster Stelle stehen. Ältere Autos sind nachhaltig. Denn, ganz egal von welchen Antriebsarten man spricht, der größte Verbrauch an Rohstoffen und die bedeutendste CO2 Emission finden immer während der Produktion statt.

Gelebte Nachhaltigkeit mit älteren Autos. Wir suchen Kilometerkönige.
Gelebte Nachhaltigkeit mit älteren Autos. Wir suchen Kilometerkönige.

Ein Fahrzeug, das 20 Jahre oder noch länger auf der Straße bleibt, ist ein Beleg für gelebte Nachhaltigkeit. Seine andauernde Nutzung hat die Produktion von 2 oder vielleicht 3 Neuwagen überflüssig gemacht und ist, wenn man so will, aus Sicht der Ressourcenschonung ein Gewinn. Weniger aus Sicht der Autoindustrie oder der Politik, die immer noch ein uneingeschränktes Wachstum als Mantra vor sich herträgt.

Saab hatte sich lange Zeit auf die Fahnen geschrieben,  den Kunden lang haltbare, robuste Produkte liefern zu wollen. Bester Beweis dieser Philosophie sind 900 und 9000. Vor allem dem 9000 geriet seine schiere Unzerstörbarkeit zum Verhängnis. In Schweden wurden die Fahrzeuge in ländlichen Regionen verbraucht, weil sie klaglos und allen Bedingungen ihren Dienst verrichteten. Solange sie irgendwo ein Tröpfchen Öl und Benzin fanden, waren die 9000er nicht zu stoppen.

Mit dem Einzug von GM nahm die Robustheit ab. Nicht dramatisch, aber irgendwie doch spürbar. Ein 9-5 oder ein 9-3 ist dennoch bei gewisser Pflege überdurchschnittlich haltbar, und irgendwie steckt in jedem Saab immer noch die Grundidee vom Langzeitauto.

Ist das nun Blogger-Philosophie für  Saab Fans oder hat es etwas mit der Realität zu tun?

Wir suchen Kilometerkönige!

Hat Saab wirklich Langzeitautos gebaut, die nachhaltig zu bewegen sind? Den Beweis dafür müssen die Leser selbst führen! Um zu zeigen, dass in jedem Saab die Idee eines Langzeitautos steckt, und dass nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln nicht zwingend mit dem Einsatz neuester Technologie Hand in Hand gehen muss.

Wer hat einen Saab in seiner Garage,  der 300, 400 oder 500.000 Kilometer auf dem Tacho hat? Oder wer fährt mit einem alten Schweden, der noch höhere Kilometerstände aufweist? Der Blog möchte diesen Veteranen eine Bühne bieten. Damit wir beweisen können, dass alter Schwedenstahl noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Die Teilnahme an der neuen Aktion ist denkbar einfach. Zum Mitmachen berechtigt ist jeder, der einen Saab besitzt. Jedes Modell und jedes Baujahr sind eingeladen. Es ist kein Wettbewerb um den höchsten Kilometerstand, sondern es geht generell um Langlebigkeit und Nachhaltigkeit schlechthin.

Besitzer von Kilometerkönigen sind eingeladen,  das Bild ihres Fahrzeugs an: nachhaltigkeit (ät) saabblog.net zu senden.

Teilnahmebedingungen:

  • Bilder: Maximal 2 Bilder in hoher Auflösung. Der Einsender versichert,  Eigentümer des Bildes zu sein und gestattet die unentgeltliche Nutzung durch den Blog.
  • Kurze Beschreibung des Fahrzeugs: Modell, Baujahr, Kilometerstand und vielleicht 2 oder 3 kompakte Zeilen zum Zustand und der Historie. Gerne auch etwas ausführlicher.
  • Datenschutz: Wir veröffentlichen den Vornamen des Besitzers. Sollte das unerwünscht sein,  bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Soll das Nummernschild am Fahrzeug unkenntlich sein,  so hat der Einsender dafür Sorge zu tragen.

Wir veröffentlichen die eingesandten Bilder der Kilometerkönige regelmäßig in einer eigenen Rubrik. Vielleicht publizieren wir auf diese Art eine ganze Galerie von Saab Veteranen mit hohen Kilometerständen. Was ein Statement für die Marke wäre. Das Blog Team ist gespannt und freut sich auf viel Interaktion!

13 Gedanken zu „Gelebte Nachhaltigkeit. Wir suchen Kilometerkönige!

  • Tolle Idee in Zeiten, wo allenthalben Resourcenverschwendung als Nachhaltigkeit verkauft wird!

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  • Nicht nur Kilometerkönige, auch Alltagsautos mit hohem Alter sind interessant, habe selbst 2 9000er CD einmal Bj. 90 und einmal EZ 95, dieser ist immer noch in 1. Hand. Er hat keinen Rost, keine Gammelstellen und bis auf Verschleißteile wie Reifen, Bremsen und Batterie sowie Auspuff noch alles original. Lader und Kupplung sind nicht erneuert und laufen wie am ersten Tag (2,3 FPT). Der zweite ist ein 2.3 E und ebenso rüstig.
    Qualität ist bei beiden schon daran zu erkennen, das alle elektrischen Helferlein anstandslos funktionieren.
    Ich hoffe, dass es so bleibt und ich mit meinem 9-5 Bj.99 das gleiche Erfolgserlebnis habe. Es sieht zumindest so aus.

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    • Es geht nicht nur um die Kilometerzahl, wir suchen nicht den „Kilometerkönig“. Es geht um alte Autos, lange Nutzungsdauer und eben Nachhaltigkeit. Willkommen ist uns jeder Saab Veteran, der rüstig seinen Dienst tut.

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      • Tolle Aktion ! Freue mich schon sehr auf die Kilometerkönige ! In einem meiner Kommentare hatte ich so etwas schon einmal angeregt. Meine Saabs können noch nicht mitmachen ….keiner über 220000 .
        In der aktuellen Autobild ist ein Bericht über einen Opel Corsa Diesel der 1 Millionen Kilometer drauf hat. Ich hoffe , dass ein Saab diese Marke knacken wird.

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  • Ich hatte bis April diesen Jahres einen Saab 9-3 SC Bj 2008, TID gehirscht auf 175 Pferdchen. Nach 11 gemeinsamen Jahre und 357.000 gefahrenen Kilometer war er ein treuer Gefährte mit den üblichen Verschleißreparaturen. Da ich beruflich wieder viel fahren muss, musste ein neues Auto her, schon alleine aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Da ich Nachhaltigkeit bei Saab kennengelernt habe, habe ich mich getraut ein „altes“ 9-3 I Cabrio mit bereits 212.000 km auf dem Buckel als Sommerauto zu kaufen. Ich hoffe das er auch an die 300.000 km schafft. An Pflege und Zuwendung mangelt es nicht ;-).

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  • Spannende Initative und ein Kontrapunkt zum Konsumwahn. Ich bin schon auf die Einsendungen gespannt!

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  • Super Aktion

    Bin gespannt, wie eine durchgeschlagene Feder im Schlagloch, welche SAABs wir zu Gesicht bekommen.
    Mein persönlicher Kilometerkönig ist zwar ein 1970er Schwede, aber eben ein Göteborger und nicht teilnahmeberechtigt.

    Faszinierend ist, wie die Autos damals ausgelegt waren. Beim Gedanken an Umtausch- oder Abwrackprämien drehen sich die Ingenieure, Monteure und Mechaniker dieser Zeit heute entweder im Grab um oder wälzen sich nachts unruhig im Schlaf.

    Im automobilen Mittelalter (zwischen WW II und den frühen 1970ern) dachte man sich (zumindest in Schweden) das Automobil noch als Anschaffung fürs Leben – ganz ähnlich einer Immobilie. Meine persönlichen Erfahrungen und die original Werkstatthandbücher dieser Zeit belegen das ganz eindeutig.

    In den Büchern stehen sage und schreibe 3 Übermaße für Kolben und je Kolben 3 Maße für Kolbenringe. Meine persönliche Erfahrung ist es, dass ein jedes Maß für mehr als 300.000 Km gut war. Ebenso die Radlager, die Bremsscheiben oder was auch immer …

    Das Konzept zielte auf mehrere Millionen Kilometer und entsprechend viele Jahre. Es hatte aber selbstverständlich auch seine sowohl technischen Limits als auch wirtschaftlichen Schwächen. Technisch hielten die Karosserien ganz einfach nicht so lange, wie man sie theoretisch hätte antreiben und bremsen können (Rostfraß) und wirtschaftlich attraktiver als Service und Reparaturen war es ohnehin und von vornherein, möglichst viele und immer wieder andere Neuwagen zu verkaufen …

    SAAB war einer der letzten Mohikaner, die dachten, sie könnten hektischen Modellwechseln und wirtschaftlichen Zwängen mit Vernunft begegnen und hätten dem Wahnsinn etwas entgegenzusetzen. Maximal sympathisch und maximal nachhaltig. Irgendwie zu gut aber auch zu naiv für diese Welt. Sehr, sehr sympathisch eben.

    Lang lebe (ein jeder) SAAB.

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  • Wenn ich den 9-3III mal außen vor lasse (Der hatte beim Kauf irgendwas mit 170000km) Hatte ich bisher keinen Saab oder Volvo in den letzten 6 Jahren mit unter 216000km gekauft und teilweise mit deutlich mehr Kilometern verkauft. Die Volvos hatten 336000 bzw 317000km, ein 9-3I CV ging mit 303000km weg. Der 901 hat jetzt um die 240000km gelaufen und der erstgenannte 9-3III steht jetzt auch bei 235000km.
    Dazu muss ich sagen, dass ich keines der Fahrzeug verkauft habe weil sie nicht mehr „fit“ waren, sondern weil entweder Lust auf ein anderes Modell bestand oder die Lebensumstände ein anderes Fahrzeug notwendig machten.

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  • Super Sache, da habe ich einiges einzusenden – bitte erinnert bei Gelegenheit immer mal daran oder macht die Spalte/Rubrik entsprechend sichtbar.
    Unser Alltags-9000 hat inzwischen eine selbstbewusste 4 an erster Stelle stehen (mit fünf weiteren Ziffern dahinter), auf weiteren Einsatz wartet ein früher 9-5 Aero mit knapper Drittelmillion, einem Bekannten habe ich mal einen späten SAAB 99 mit gut einer Million Kilometern (deutsches Auto, durchgängig bewegt worden) vermittelt, vor einigen Monaten habe ich einen Kilometerkönig wie aus dem Bilderbuch erworben (1996er 9000CSE aus 1. Hand, vom Architekten persönlich, klassisch schwarz-schwarz und wirklich bis zuletzt ausnahmslos bei SAAB im Ort seiner Erstauslieferung gewartet – Kilometerstand: etwas über 505.000km), und die Liste lässt sich noch fortsetzen…

    Danke für die Anregung und das Interesse dran!

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    • Oh je, der reinste Albtraum für Obsoleszenz, Verschwendungssucht und unbegrenztes Wachstum.

      Jeder Genannte hat mind. einen Neuwagen überflüssig gemacht. Der 99 gar drei bis vier. Diese Umweltbilanz dürfte nur schwer zu toppen sein – weder für aktuelle Verbrenner noch für EVs …

      Ab mit der (E-) Post an den Blog ! ! !
      Adresse und Teilnahmebedingungen sind ja im Artikel genannt …

      Ich freue mich auf die Bilder und Worte zu solchen Autos.

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    • Es wird eine eigene Rubrik geben, gut sichtbar. 😉 Am Samstag starten wir!

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  • Pingback:

  • Mein Saab 9-5 Aero Kombi Mj 2/2006 in Vollausstattung hat jetzt 280.000 km auf der Uhr. Sehr gepflegt wird er von mir. Alle 7.500 km gönne ich meinen Saab ein Öilservice mit Filter und Mobil 5w-50 Öil. Immer noch mit dem 1. Turbolader Mitsubishi
    TD-04HL-15T.

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