Sono Motors in Trollhättan

Die Kurzmeldungen sind heute sehr skandinavisch. Sie beginnen mit Sono Motors, der Hoffnung für Trollhättan. Das Münchener Startup war die letzten Tage in Schweden unterwegs. Potentielle Kunden konnten an drei Standorten die Prototypen des Elektroautos testen. Mit einigem Erfolg. Denn die Zahl der angezahlten Vorbestellungen überstieg eine magische Marke.

Sono Motors Prototyp im früheren Saab Werk in Trollhättan
Sono Motors Prototyp im früheren Saab Werk in Trollhättan. Foto: Sono Motors

10.000 Vorbestellungen für den Sion

Am Mittwoch meldete Sono Motors 10.000 Vorbestellungen für das innovative SEV. Interessant: 87% der Bestellungen wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz getätigt. Vor allem Deutschland ist bisher nicht als Führungsmarkt für Elektroautos auffällig geworden.

Bei Sono Motors stehen die 10.000 Bestellungen für rund 214 Millionen € Umsatz. Die Entwicklung scheint weiter an Dynamik zu gewinnen, und seit Juni 2018 haben sich laut Hersteller die vorliegenden Bestellungen verdoppelt. Was positiv für Sono Motors ist, aber auch gut für Trollhättan als automobilen Standort. Leben in der alten Saab Fabrik würde an eine automobile Tradition anknüpfen, die vor mehr als 70 Jahren begann.

Die Münchner haben einen Video über ihren Besuch bei NEVS veröffentlicht. Ein Blick auf das alte Werksgelände und ein spannender Schwenk in Richtung Zukunft. Das Konzept des Sion ist anders als das konventioneller Elektroautos. Steckt hinter dem jungen Team etwas vom Querdenken,  das Saab so interessant machte? Wir werden sehen.

Denn, um bei aller Hoffnung für Trollhättan in der Realität zu bleiben, 10.000 Bestellungen sind ein Anfang. Ein Auftakt für ein Geschäftsmodell, das auf breite Akzeptanz stoßen muss, um langfristig erfolgreich zu sein.

E85 vor dem Comeback?

Eine weitere Meldung lässt aufhorchen. Die Grünen (Miljöpartiet) schlagen die Förderung von E85 vor. Der Bio-Kraftstoff war einst in Schweden sehr beliebt. Saab war mit dem BioPower Concept Vorreiter dieser Technologie. Dann wurde, unter dem Druck der Mineralöl-Lobby, die Förderung von Ethanol zu Gunsten von Dieselfahrzeugen gekippt. Miljödieselbilarna galten seit dem als umweltfreundlich, was die Grünen mit ein paar Jahren Abstand als einen Irrtum ansehen.

Die geförderte Umrüstung von Fahrzeugen auf E85 könnte eine effektive Lösung zur Reduzierung von Treibhausgasen sein. Nachhaltig ebenso, denn ältere Fahrzeuge würden länger attraktiv und im täglichen Gebrauch bleiben. Ausserdem würde sie im wirtschaftlich schwächeren ländlichen Raum auf breitere Akzeptanz stoßen, als Strafsteuern auf fossile Energieträger, meldet die schwedische Ausgabe der Auto-Motor-Sport.

Die Schweden planten vor Jahren die Produktion von E85 in großem Umfang aus Abfällen aus der Waldwirtschaft. Dazu kam es nie, die Förderung von Dieselfahrzeugen liess den Markt für Bioethanol zusammenbrechen. In Frankreich ist heute Ethanol sehr populär, und ein nachhaltiges Mittel zur sofortigen Senkung der Treibhausgase.

In Deutschland hatte man E85 nur bis 2014 gefördert, und dann durch die volle Besteuerung faktisch aus dem Verkehr gezogen. Eine Rückkehr steht nicht zur Debatte, stattdessen setzt man voll auf die Elektromobilität als Zukunftskonzept.

26 Gedanken zu „Sono Motors in Trollhättan

  • Spannende Inforamtionen, aber bei 10.000 Anzahlungen ist noch gewaltig Luft nach oben. Für einen Produktionsstart sollte es aber reichen. Ich drücke Sono die Daumen.

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  • Spannend, in der Tat! Ich wünsche dem Startup weiterhin helle Köpfe, elektrisierende Ideen u. erfolgreiche Produkte!
    Der Name des neuen Unternehmens passt für das Werk in Trollhättan:
    Vorher 4 Buchstaben mit S beginnend, jetzt 4 Buchstaben mit S beginnend! 🙂
    Sonniges Wochenende, sonnige Zeiten!

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  • spannende Informationen. Interessant auch, dass in den drei Ländern so viele Vorbestellungen getätigt wurden. Hat vielleicht einer von uns hier sich so ein Elektroauto bestellt?

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  • E85

    Auch in D gab es mal (privatwirtschaftliche) Pläne „die Produktion von E85 in großem Umfang aus Abfällen“ zu initiieren. Lang ist es her und gescheitert ist es an politischen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund nahm ich kürzlich einen Beitrag des ÖR mit Befremden zur Kenntnis.

    Denn die Radio-Reportage inkl. Interviews berichtete über bzw. ließ einen allumfassenden finnischen Produzenten für Biokraftstoffe (bis hin zu weltweit ausgeliefertem Kerosin) zu Wort kommen. Für die See- und Luftfahrt und für die Straße. Alles schon heute zumindest anteilig aus Abfällen. Der Bericht war durch und durch positiv.

    Befremdlich war der Tenor des Beitrags nicht etwa deshalb, weil man sachlich hätte Anstoß nehmen können, sondern weil der selbe ÖR es mehr oder minder bejubelt – zumindest aber kritiklos hingenommen – hatte, dass man diese Form von Abfallwertung in D politisch beerdigt hat. Eine vertane Chance …

    Selbst wenn der individuelle Straßenverkehr der Zukunft elektrisch am sinnvollsten und wenn dies unbestreitbar wäre, so würde das ja noch längst nicht bedeuten, dass man pflanzliche und tierische Abfälle nicht sinnvoll verwerten dürfte, dass es keinerlei sinnvolle Anwendung für Biokraftstoffe (und sei es „nur“ stationär oder für See- und Luftfahrt) mehr gäbe …

    Wenn man wertvolle und kostenlose Ressourcen (land- und forstwirtschaftliche sowie tierische Abfälle) mal eben brach liegen lässt, kann das nur zweierlei bedeuten. Entweder geht es uns und diesem Planeten noch immer viel zu gut, oder aber unsere selbsternannte Elite erkennt parteiübergreifend weder Probleme noch Lösungen.

    Bin gespannt, wann die erste dt. E-Fregatte in See sticht, der erste E-Regierungsflieger vom BER abhebt, falls er denn je eröffnet. Alles lächerlich. Alles nur noch traurig, aber leider auch alles wahr …

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  • Es würde mich wirklich freuen wenn Sono Motors neues Leben nach Trollhausen bringt. Bis 2020 gibt es aber viel Elektroauto-Konkurrenz durch die Etablierten. VW hat gerade die Pre-Order Phase gestartet. 30.000 Stück von dem ID. Ob ein Startup da eine Chance hat? Auf jeden Fall müssten die ihren Bekanntheitsgrad noch gewaltig steigern. Ohne Blog wären mir Sono und Sion niemals ein Begriff.

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    • VW hat 24 Stunden für 10.000 Vorbestellungen des ID 3 benötigt. Der Ansturm war so gewaltig, dass die IT Infrastruktur Probeme hatte und einige Besteller 2 Stunden benötigten um sich zu registrieren. Das zur Realität.

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    • Sono bemüht sich sehr seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Sie sind mit dem Auto quer durch Europa unterwegs und auf allen Messen.
      Ich wurde so schon vor 2 Jahren auf die Münchner aufmerksam und habe vor einem Jahr bestellt.
      Ich bin der Achttausend und freue mich schon auf das Auto, das ich schon Probe fahren durfte.

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  • Die Wiedereinführung von E85 Förderung wäre keine schlechte Idee, da ich den Duft geliebt habe. 🙂 und auch bei 2 Modellen tanken kann. SONOS ist ein e-Konzept welches mich eher anspricht als der Rest des Automarktes. Bisher haben Bekannte mit den unterschiedlichsten e-Modellen mehr schlechte als gute Erfahrungen gemacht. Bis auf einem sind sie wieder bei Verbrennern gelandet oder haben einen Zweitwagen mit klassischem Antrieb.

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    • Noch immer traurig das E85 in Deutschland gestrichen wuerde in 2014.
      Da ich immer mit meinem 9-5 NG Biopower unterwechs war in Europa war es so einfach in Deutschland, Der Schweiz und Frankreich E85 tanken zu koennen. Saab war einer der Erste die die Moeglichkeit bietete Benzin und E85 beide tanken zu koennen und es war richtig Preiswert. Aber Politiker haben nicht immer eine Langfristige Strategie vor Augen und lassen sich sehr oft durch Lobbyisten beeinflussen. Aber ich muss auch sagen das in Belgien es niemahl E85 gegeben hat weil die verschiedenen Regierungen niemals zum eine gemeinsamen Entscheidung kommen koennen :). Hoffentlich wird E85 doch wieder durch Europa als eine saubere Alternative eingestufft.

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  • Bin ich denn der Einzige Skeptiker hier auf dem Blog? Diese gehypte Elektromobilität, ich glaube einfach nicht daran. Woher soll all der Strom kommen um ev. 2-3 Mio. oder mehr El. Fahrzeuge zu befeuern? Aus Kohlekraftwerke oder Atomstrom? Das wäre schon ein Gewaltsfortschritt…… Und dann der Abbau von Rohmaterial und die Weiterverarbeitung bis zum fertigen Fahrzeug. ich bin kein Experte, aber man hört, dass ein El.Auto mindestens 100000km fahren muss um da einigermassen in eine vernünftige Energiebilanz zu kommen. Und dann wird es wohl ein Satz neuer Batterien benötigen….
    Ich bleibe bei meinen alten Saab und fahre bis es nicht mehr geht. ( oder durch die Politik verunmöglicht wird. Das ist ja in D ein sehr gängiger Weg um neue Absatzmärkte zu pushen! )

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    • Hans, Ich folge dir 100%. Es ist nicht moeglich Strom zu producieren wenn jeder via Elektromobilität sich vorbewegen will.
      Und Produktion von notwendige Batterien ist ein teueres und Umweltbeschwerendes Proccess. Klinkt sauber aber es gibt viele Nachteile, wie es auch gibt mit unseren heutige Wagen. Grass ist nicht immer gruener an diese andere Seite.

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    • MILLIONEN & MILLIARDEN

      Es sind übrigens gut 46 Millionen Kfz allein für D, die da ersetzt werden sollen und künftig mit Strom, mit Akkus und Ladesäulen versorgt sein wollen.

      Es liegt mir fern, Sie in diesem Punkt zu korrigieren, um Ihnen zu widersprechen. Ganz im Gegenteil. Was für ein Markt. Da lohnt sich das von Ihnen erwähnte und für D als beliebt diagnostizierte „pushen“ ganz besonders.

      Da braucht es alle 10 Jahre ca. 12 Millionen Tonnen an Lithium-Ionen-Akkus allein für D und rund 15 Millionen private und kommerziell betriebene Ladesäulen. Das ist Big Business und beschert dem Finanzminister nachts feuchte Träume. Und so ganz nebenbei rettet man auch noch die Welt …

      Das ist die alternativlose und eierlegende Woll-Milch-Sau. Diesmal ist sie es aber wirklich. Mal wieder …

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    • Vielleicht hilft ein Einwurf aus der Wissenschaft:
      Die Netze in Deutschland sind derzeit für ca. 6 Millionen E-Autos ausgelegt. Das kann als kritische Grenze angesehen werden. Da E-Autos größtenteils die Mittelspannungsnetze beanspruchen, bezieht sich die Zulassungszahl von 6 Millionen NUR auf diese Netze. Fragen zum Strom (wo kommt der her, welche Bedingungen etc) sind da noch nicht mit drin.

      Ein sehr spannendes Thema, über das man wohl ewig diskutieren könnte !

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      • DAS NEUE ELEKTRIGELIUM

        Es gibt unzählige wissenschaftlich fundierte Einwürfe zu dem Thema. Und doch tragen alle Parteien die Elektrifizierung nicht nur des Individualverkehrs als einzige Lösung für (fossile) CO2-Einsparung vor sich her, wie ein Kreuzritter die Bibel, sein Schwert und das abgeschlagene Haupt eines Ungläubigen …

        Dabei wird in religiös bis fanatisch anmutender Einfalt vorausgesetzt, dass (Solar- und Wind-) Strom künftig in beliebigen Mengen umweltneutral zu erzeugen, zu speichern und zu transportieren sei. Und das nicht nur für den Straßenverkehr. Offene Fragen und reale Probleme? Ach was, der E-Glaube und das E-Gebet ersetzen das Denken und führen das Schwert.

        Das hat historisch seine Entsprechung in den A-Gebeten und dem A-Glauben der 1950er und 60er an die Atomenergie und ihre als heilsbringend und unbegrenzt vorausgesetzten Anwendungsmöglichkeiten. Bis hin zum Kleinreaktor im eigenen Automobil, welches dann künftig natürlich auch wie Jesus über das Wasser gehen kann (Hovercraft) …

        Und tatsächlich sind die Träume heute schon wieder ähnlich. Wozu am Boden bleiben, wenn die Energie nichts kostet und unbegrenzt zur Verfügung steht? Dann können ja auch E-Drohnen Pizza und Amazone-Bestellungen liefern und sogar innerstädtischen Personenverkehr übernehmen. Anders gesagt, die E-Gläubigen träumen (ganz genau wie einst die A-Gläubigen) schon längst wieder davon, in Zukunft mehr Energie verbrauchen zu können, statt weniger …

        Genau das (wissenschaftlich fundierte aber komplett ignorierte Einwürfe) ist es ja,
        was immer wieder auf die Palme treibt. Dein E-Reich komme …

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  • Der Tank-Teller Konflikt um Treibstoff der mit Ethanol versetzt worden ist. Ich denke bis auf E10 wird es in Deutschland nie wieder Treibstoffe mit höheren Ethanolanteilen geben – Schade! Wird wohl für immer ein Ding der Skandinavier bleiben. Ein Grund mehr in Schweden Urlaub zumachen.

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    • Der Irrsinn dabei ist, dass die Beimischung des Tellers in den Tank gesetzlich geregelt und verordnet wurde – zeitgleich damit, den Biodiesel und E85 abzuschaffen …

      Hätte man Mensch und Umwelt wirklich etwas Gutes tun wollen, würden wir heute Ethanol aus Abfällen großmaßstäblich und heimisch produzieren. Stattdessen lebt der Tank-Teller-Konflikt fort, steht jetzt aber nur noch im Kleingedruckten. Wer denkt schon darüber nach, dass auch Super Plus E5 ist oder auch 5% Teller im Diesel stecken.

      Wir hatten wohl noch nie so viel Teller im Tank wie heute. Aber heute lässt sich der Teller besser unter den Teppich kehren. Mit den großen und beleuchteten Preistafeln für Bio-Diesel und E85 der Tanken war das schwierig.

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  • FÖRDERUNG?

    Leider werde ich nicht fündig. Alle Artikel auf Wikipedia zu dem Thema Biokraftstoffen und ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen Förderung, Gesetzten und Verordnungen in D bleiben schwammig …

    Was heißt z. B. „steuerbefreit“ in der langen Kette vom Produzenten bis zum Tank und Portmonee eines privaten Endverbrauchers?

    War es nicht so, dass schließlich zusätzlich zur Besteuerung der Produzenten, Distributoren und der Umsatzsteuer sogar Mineralölsteuer auf Biokraftstoffe fällig wurde? Könnte man da überhaupt zuvor von einer Förderung reden?

    Wie dem auch sei, beim Querlesen zum Thema wurde ich leider nicht schlauer, wüsste es gerne genauer, fand aber einen süffisanten und erheiternden Absatz:

    Es hieß, dass ein Koenigsegg mit E85 im Tank und 1140 PS unter der Haube weniger fossiles CO2 je Km emittieren würde, als ein durchschnittliches EV im deutschen Strommix …

    @ Hans S.,
    nein, Sie sind ganz sicher nicht der Einzige hier, der das Thema EVs und andere Aspekte
    der Energie- und Umweltpolitik kritisch sieht.

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  • Dieser Kommentar passt auch zu dem heutigen Thema, dem Umbruch im Automobilbau.

    Es gibt etwas, was ich nicht verstehe. Nicht nur, dass deren Geschichte von Ideendiebstahl geprägt ist (z.B. VW Käfer = Tatra 97), VW scheint das Talent zu haben, auch sonst gern falsche Entscheidungen zu treffen. Nach meinen Informationen waren oder sind sie einer der größten Hersteller von Ethanol-Motoren in Südamerika und in Europa direkt oder indirekt an der Abschaffung von E85 beteiligt gewesen.

    Im Wikipedia-Artikel über „Volkswagen do Brasil“ findet man in der Geschichte unter – 1977: … Fertigungsbeginn der Alkoholmotoren für die Modelle Sédan 1300, Passat und Brasilia; unter – 2003: … Zur Feier des 50-jährigen Bestehens von Volkswagen do Brasil wird der Gol Total Flex herausgebracht. Es ist das erste brasilianische Auto, das mit einer beliebigen Mischung aus Benzin und Alkohol betrieben werden kann…“ und auf deren Webseite findet man auch die Info für das Jahr 2003 „Als erster Hersteller des Landes nimmt Volkswagen die Flexi-Fuel-Autos mit Benzin- und/oder Bio-Ethanol-Antrieb ins Programm.“. Oder siehe auch .

    Wenn man bedenkt, dass VW als halber Staatskonzern, mit Lobbyisten an jeder „Regierungsecke“, in Europa viele Jahrzehnte auf die Dieselkarte gesetzt hat und ihn jetzt verteufelt, … Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Und jetzt die strikte Festlegung auf Batterieantrieb, wie von der deutschen Regierung gewünscht, oder ist es anders herum? Ist natürlich „Alternativlos“, wie eine bekannte deutsche Politikerin zu sagen pflegt!

    Ich fahre seit vielen Jahren Diesel-PKW und seit inzwischen 8 Jahren einen solchen von Saab, für mich ist dieser Antrieb „Alternativlos“. Und das werde ich so lange tun, bis die bösen Verbrenner mit Dieselantrieb endgültig verboten und der Verkauf von Diesel eingestellt worden ist.

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    • Ihr bzw. alle Diesel hatten es in D dank Bio-Diesel schon mal auf ein Marktanteil von 12% mehr oder minder CO2-neutraler und überwiegend heimisch ohne Tank-Teller-Konflikt erzeugter Biokraftstoffe gebracht.

      Dann hatte die Regierung von Rot-Grün auf GroKo gewechselt, das Ohr für Mineralölkonzerne war wieder offener und aller Hoffnung und wachsenden Marktanteilen wurde ein jähes Ende gesetzt. Heimische Produzenten zogen bis vor das Bundesverfassungsgericht, wo sie aber – der Regierung und letztlich Shell & Co. – unterlagen.

      Mehr oder minder um den Anschein zu wahren, ein Herz für die Umwelt, eine dezentrale und lokale Produktion und den Teller der Bürger in Drittländern zu haben, verordnete man zeitgleich die Beimischung von Ethanol und Bio-Diesel in den regulären Stoff. Man überließ es aber den Mineralölkonzernen, diese Beimischung auf dem Weltmarkt zu beziehen. Also auch von Plantagen auf dem Gebiet illegal gerodeter Wälder und in direkter Konkurrenz zu Lebensmitteln …

      So stellt es sich mir zumindest vorläufig dar – als ein himmelschreiender Skandal. Einschränkend muss ich ergänzen, dass ich das nicht abschließend recherchiert und selbst noch etliche Fragezeichen habe.

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  • Lt. Felix Andlauer, „Product Strategist“ bei NEVS, möchte man also keine Autos mehr für Autofans bauen (min. 3:53). Tja, das passt ins Bild, genau so schätze ich die Entwicklung leider ein.

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    • Herrn Andlauer scheint definitiv die Begeisterung für das eigene Produkt zu fehlen. So begeistert man keine Kunden für NEVS.

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  • Das sind schon spannende Kommentare. Eine Meinung, die mehrheitsfähig wäre, scheint es nicht zu geben. Ich finde die Entwicklung ist spannend und Sono ist ein neuer Ansatz und für mich glaubwürdiger als das, was die Großen tun. Ich muss da nur das E-Tron Monster von Audi denken. Nachhaltig ist das wohl kaum.

    Das finde ich den SION viel sympathischer. Da er in Trollhättan gebaut wird würde ich mich freuen wenn Tom mehr darüber zu erzählen hätte. Auch wenn es ihm vielleicht schwerfällt. Tom & Elektroauto?

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    • Der Sion hat hier schon viele Sympathiebekundungen bekommen.
      Nicht nur für den Produktionsstandort. Auch für das Konzept. Etwa für integrierte Solarzellen oder die gute Idee, als mobiles PowerPack Strom allerorten auch abgeben und andere Geräte versorgen zu können.

      Weder Tom noch die Mehrheit der Leser schätze ich so ein, dass es ihnen schwerfallen würde, über gute Ideen zu berichten bzw. diese zu begrüßen.

      DIE E-Mobilität gibt es ja noch gar nicht. Vielmehr wird intensiv um die Zukunft und das richtige Konzept gerungen. Hinter allen Ansätzen (Lithium-Ikonen-Akku, Brennstoffzellen, E-Fuel, BioPower oder BioPower-Hybriden) stehen noch immer viele Fragezeichen. Einige sind sympathischer, andere („Monster“) wirken schon heute wieder anachronistisch und stehen für einen unverantwortlichen Einsatz von Energie und Ressourcen …

      Gut, wenn man da nicht gleich Hurra geschrien hat, nur weil etwas elektrisch ist. „Tom & Elektroauto?“. Ich sehe da keinerlei Widerspruch und empfinde das Thema hier durch Tom und die Leserkommentare als adäquat und kritisch begleitet. Hier gibt es kein vorschnelles Hurra, aber auch keinen geleugneten Klimawandel. Es wird intensiv über Nachhaltigkeit und Konsum nachgedacht. Es scheint mir hier alles so gut und richtig, wie es eben sein kann …

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