Das Dieselsterben

„Die Verkaufszahlen von Dieselmodellen sind seit Monaten erstmals wieder angestiegen“- So oder so ähnlich ließ sich die Nachricht vergangene Woche in irgendeiner Zeitung lesen. Der Dieselskandal. Mittlerweile schon fast vier Jahre alt, war bis letzte Woche schon fast in Vergessenheit geraten. Und das, obwohl ich als gebürtiger Hamburger die erste Fahrverbotszone der Republik quasi direkt vor der Haustür hatte. Aber geschenkt.

Egal wohin man schaut
Dieselsterben – Egal wohin man schaut


Damals, als der Skandal publik wurde und Umweltprämien aus dem Boden schossen, hatte ich schon so eine Ahnung, dass dies nicht spurlos an der schwedischen Marke vorbei gehen würde. Auch wenn ein Turbo-Benziner seine Vorzüge hat, viele 9-5 und 9-3 Modelle hatten auch ein Dieselaggregat unter der Haube. Damals befürchtete ich, dass viele von ihnen vom Markt verschwinden würden, für ein paar Tausend Prämien-Euros eingetauscht, um dann durch ein neues Fabrikat aus dem Hause VW, BMW oder Mercedes ersetzt zu werden.

Die Prämien liefen also an, nach VW wurden weitere Autobauer entlarvt und die Geschichte nahm ihren Lauf. Autoverwerter wurden überrannt um den angeblich so umweltfreundlichen Verschrottungsnachweis ergattern zu können.

Plötzlich interessierten sich Presse und TV-Teams für die Schrottplätze der Nation, die nicht mehr wussten wo Sie mit den ganzen Dieselmodellen hin sollten. Ein Zufall also das vor meiner Haustür der größte Schrottplatz Deutschlands, vielleicht sogar (Nord-)Europas liegt. Jahrelang habe ich ihm keinen Besuch abgestattet. Woran das lag ?

Trotz seiner Größe wurde man hier nur selten fündig, SAAB Modelle suchte man über die letzten Jahre vergebens, und wenn, dann waren Sie schnell geschlachtet. Gute Teile zu ergattern bedeutete die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. 



Aber zurück zum Anfang. Die gestiegenen Verkaufszahlen ließen mich auf einer Fahrt im 9000 ins Grübeln kommen.

Besuch auf dem größte Schrottplatz Deutschlands

Ob meine Befürchtungen sich bestätigten, hatte ich nie überprüft. In der Hoffnung falsch zu liegen. Ich suchte aber die endgültige Bestätigung, wollte mich überzeugen, ob ich – so wie immer – keine SAABs antreffen würde, wenn ich dem Platz nach Jahren wieder einen Besuch abstatten würde.

Also auf dem Heimweg eine Abfahrt früher genommen, mit dem 9000 in Richtung Norderstedt, vor den Toren Hamburgs. Kurz vor Ladenschluss parkt der 9000 unweit eines Volvo 850. Neben alten Opel, und VW Lupos mit überdimensionierten Endrohren will ich den 9000 nicht abstellen, also neben dem schwedischen Nachbarn parken.

Schnell über den Platz laufen, vorbei an unzähligen Reihen von Audi, Mercedes, BMW und VW. Die deutschen Marken dominieren deutlich. Schon jetzt fällt auf: die Fahrzeuge wirken sehr jung. Der Weg hin zur Schwedenecke wird gesäumt von Reihen mit Autos aus Wolfsburg. Diverse Caddy-, Touran- und Golf-Modelle. Auch wenn ich der Marke aus Wolfsburg so wenig Beachtung wie möglich schenke, reicht es um festzustellen das die meisten Modelle keine 10 Jahre alt sind. Rückstände vom Kleber der Motorenbezeichungen lassen erkennen: 100% Diesel.

Ganz in der hintersten Ecke liegt Sie dann. Die Ecke der Exoten. Volvo und SAAB bunt gemischt. Zusammen mit Rover haben sie ihren eigenen Platz gefunden. Und was ich dort sehe lässt mich mehr als staunen. Mir tut sich ein völlig fremdes Bild auf. Und meine Befürchtung hat sich bewahrheitet. Es lassen sich diverse SAABs zählen, mindestens 15-20 Stück. So viel wie in den letzten 10 Jahren zusammen, fein säuberlich aufgereiht.

Dieselsterben – egal wohin man schaut

Und auch hier: fast 100% Diesel. Diverse 2.2 TID Diesel 9-5, ob Limousine oder Kombi, das Gleiche beim ersten 9-3 Modell. Sie werden im Straßenbild immer seltener, hier sehe ich auf einen Schlag 5-6 Modelle. Ein silberner SE schafft kurzzeitige Abwechslung. Auch ein 9-3 mit Vollausstattung ist hier gelandet. Beim Versuch das SID auszubauen splitterte das seltene Carbon Dashboard. Ein 3.0 TID oder eine Chromebrille. Gefühlt sind alle Farben und Formen zu finden. Fast alle Fahrzeuge lassen sich dabei noch einen guten Zustand attestieren.

Die Lederausstattungen sind kaum ausgesessen, Carbon oder Holzarmaturenbretter wurde verbaut oder beim Versuch sie wieder auszubauen zerstört. Die elektronischen Tachos verhindern – zu meinem Bedauern- einen Blick auf die Laufleistungen. Gerne hätte ich gewusst wie viele Kilometer die schwedischen Fabrikate bewegt worden sind.

Ich habe nach wenigen Minuten mehr als genug gesehen, und komme wieder ins Grübeln. Nicht nur das mich die ganzen SAAB Modelle fast schon schockiert haben, hinterfrage ich das ganze System von Schadstoffklassen, Fahrverboten und Umweltprämien.

Fahrverbote, Umweltprämien – Konsum?

Die SAAB Ecke steht dabei sinnbildlich für einen übermäßigen Konsum und zeigt ein weiteres Mal, in was für einer krassen Wegwerfgesellschaft wir leben. Die SAABs alle in einem Zustand, der noch für die ein oder anderen zehntausend Kilometer gereicht hätte. Statt dessen entsorgt und mit größter Wahrscheinlich für irgendeine Prämie und damit einem neu produzierten Auto eingetauscht. Das es dem schwedischen Nachbarn ähnlich ergeht hat dabei schon fast eine tröstende Wirkung. 
Was daran nachhaltig oder umweltfreundlich und ökologisch ist, ist für mich unverständlicher denn je.

Zurück auf dem Parkplatz treffe ich die Besitzer des Volvos, kurze Blicke werden ausgetauscht, man freut sich über die mehr als gepflegten Schweden, ein kurzer Gruß, Daumen hoch. Das fast schon Typische. Was bleibt ist lediglich das reine Gewissen, nicht ein Teil dieser Gesellschaft zu sein, die sich von reißerischen Prämien dazu verleiten lässt, irgendeine Massenware zu erwerben oder Konzernen zu verfallen, die Geschäfte mit der Hoffnung der Kunden machen, wieder mit reinem Gewissen durch die Umweltzonen deutscher Städte fahren zu können.

Stattdessen wird der 9000 am Laufen gehalten, Verschleißteile werden ausgetauscht um den PKW solange wie möglich zu erhalten. Eine Einstellung, die mir eigentlich nachhaltig und umweltfreundlich erscheint. Aber mit dem Anblick der Diesel könnte man sich glatt täuschen, fast scheint es so, als würde Nachhaltigkeit mit einem neu erworbenen KfZ definiert.

Egal wie. Um die SAABs ist es schade, auf sie wartet in wenigen Wochen und Monaten der letzte Gang zur Presse. Dann sind sie weg und mit ihnen ein weiter kleiner Teil historischen Kulturguts.

53 Gedanken zu „Das Dieselsterben

  • Was mich dabei wirklich sehr überrascht ist die Tatsache, dass dann alle wieder loslaufen und sich den neuesten VW Golf, Touran, Bulli etc. kaufen!

    Lernen diese Leute denn gar nichts?

    23
    Antwort
  • Unser System hat einen ganz entschiedenen Fehler: Es basiert auf permanenten Konsum. Damit sich das Rad immer weiter und schneller geht müssen neue Produkte konsumiert werden. Ob man sie benötigt oder nicht.

    Jedes Elektroauto, ob mit Batterie oder Wasserstoff, kommt erst mal mit einem gewaltigen Verbrauch an Ressourcen auf die „Welt“. Wäre es nicht besser Produkte länger zu nutzen, und das endlich mal zu hinterfragen? Aber nein, dann stockt ja die Wirtschaft und das Wachstum und sowieso. Wann werden wir lernen, daß wir uns entscheiden müssen?

    20
    Antwort
    • Man sollte Prämien geben fürs „länger altes Modell Fahren“ damit tut man der Umwelt nur Gutes !

      Antwort
  • Toller Bericht Tom!
    Dasmit Brennstoffzelle fördern.
    Bin gespannt welche Anstriebssysteme sich durchsetzen wird.
    Solange das nicht geklärt ist fahre ich schöne Schwedenklassiker, die bekommt man kostengünstig und bei guter Pflege sind diese eines Tages Klassiker und steigen meistens noch im Wert.
    Schön blöd wer sich vor einigen Jahren für teures Geld ein Porsch große Problem ist generell das niemand weiß,welche Antriebssysteme sich zukünftig durchsetzen werden.
    Elektromotoren sind für mich nicht alltagstauglich und aufgrund der zukünftigen verschärften generellen Schadstoffreduzierung der EU würde ich mir momentan auch keinen neuen Benziner kaufen.
    Mir fehlt seitens der Politik eine viel größere Debatte und auch Forschungen von alternativen Antrieben, dazu gehören z.B.Synthetische Kraftstoffe,Erdgas Kraftstoffe,Brennstoffzellenantriebe u.s.w.
    Toyota wird z.B. zukünftig wesentlich mehr Fahrzeuge mit Brennstoffzelle anbieten,auch Japan möchten neben Elektrofahreuge auch Fahrzeuge e Cayenne Diesel gekauft hat….

    Antwort
  • ein Artikel, der mir aus der Seele geschrieben ist, ein Artikel, der wachrütteln sollte, ein Artikel
    der toll geschrieben wurde und mit vielen Bildern belegt wurde, die einen Saab-fan nicht nur
    nachdenklich, sondern traurig stimmen. Was werden unsere Nachfahren von uns denken, wenn
    deren Grundlagen selbst für ein anderes, bescheideneres Leben nicht mehr ausreichen sollten?

    14
    Antwort
  • Es lebe die Glaskugel…oder wie hat der Autor festgestellt , dass sich die Fahrzeuge „in einem Zustand, der noch für die ein oder anderen zehntausend Kilometer gereicht hätte“ befinden?
    Ich spekuliere ebenfalls: Die 3.0TID stehen da alle wegen eines Motorschadens, auch ein 2.2TID kann sich mal verabschieden und die 1.9er sind von der Drallklappenproblematik ebenfalls betroffen.
    (Noch) gute Diesel sind für Exporthändler immer noch sehr interessant und nicht zwangsläufig ein Fall für den Schrott.

    3
    5
    Antwort
    • Spekulationen

      Da tendiere ich ganz eindeutig zu ihrer Spekulation. Es ist ja auch viel wahrscheinlicher, dass sich drei verschiedene Motoren unterschiedlicher Generationen und Laufleistungen gemeinsam auf ein Datum für einen kollektiven Selbstmord verständigen.

      Ja richtig, da entschwinden die phantastischen Gedanken des Autors – es könne politisch so gewollt und durch Prämien beeinflusst sein – sofort im Nebel der Vielzahl anderer Verschwörungstheorien, die sonst noch so im Netz kursieren. Vielen Dank also für den sachdienlichen Hinweis.

      Mal ganz im Ernst Herr Daniel, Sie haben offenbar einige Erfahrung und auch technisches Wissen. Und Sie scheinen sich der Marke SAAB verbunden zu fühlen. Wie kommt es da, dass Sie sich innerhalb des sehr wohlwollenden Rahmens dieses Blogs und seiner Leser immer nur larmoyant zu äußern wissen?

      3
      8
      Antwort
      • Ich kann dem Text zwar nicht entnehmen, dass die genannten Saab alle zum gleichen Zeitpunkt dort abgestellt wurden, dennoch bezweifel ich es gar nicht, dass eine Abwrackprämie eine Neuanschaffung interessant macht. Einen intakten Saab verschrottet man nicht einfach so nur weil es von VW ein paar Tausender mehr gibt als der Wagen möglicherweise noch wert ist. Aus einem anderen Blickwinkel überlegt man sich bei einer sehr teueren Reparatur (z.B. Motorschaden) sehr wohl ob man nicht doch eine Prämie „mitnimmt“. Daher meine Zweifel an den vermeintlich guten Zuständen der Schrottfahrzeuge.
        Ich erkenne auch keinen wehleidigen Ton in meinen Beiträgen. Ich finde es teilweise nur etwas bigott wenn man über die Wegwerfgesellschaft klagt (in der Regel sind es immer die Anderen) und auf die Frage wer denn wirklich einen 901, 9000 oder vielleicht noch einen 902 im Alltag bewegt, als Hauptauto, es dann doch recht stumm bleibt. Bei aller Kritik anderen gegenüber darf das eigene Auto dann doch etwas moderner sein…;-) Bei Saabfahrern ist die Nachhaltigkeit wohl auch eher erzwungen. Ich erinnere mich noch zu gut wie auch hier es viele kaum erwarten konnten einen 9-3 Nachfolger zu kaufen weil der eigene 9-3 mittlerweile 150000km gelaufen hatte und schon 6 Jahre alt war. Wäre Saab nicht Pleite gegangen wäre es mit der Nachhaltigkeit bei Saabfahrern auch nicht viel besser als bei anderen Marken.
        So ehrlich sollte man schon sein.

        11
        Antwort
        • Zitat: „Einen intakten Saab verschrottet man nicht einfach so nur weil es von VW ein paar Tausender mehr gibt als der Wagen möglicherweise noch wert ist.“

          Sie nicht und das ehrt Sie. Leider bringt aber nicht jeder SAAB-Besitzer den gleichen Enthusiasmus auf. Manche schielen eben doch nach dem Fahrzeugwert oder nach Umwelt- und Fahrverbotszonen …

          Auch mit dem Wunsch nach Neuwagen und dem Thema Nachhaltigkeit haben Sie natürlich Recht – zumindest teilweise. Die Welt wäre einfacher, wenn alle SAAB-Fahrer so wären wie Sie. Oder wenn sie alle gemeinsam über irgendeinen anderen Kamm geschoren werden könnten …

          Statistisch sind SAAB-Fahrer markentreu und statistisch fahren sie ihre Autos länger, investieren mehr. Statistisch! Aber die Statistik und der Trend sind eben nicht absolut, sind nur eine latente Verschiebung zum Verhalten der Fahrer anderer Marken. Da bleibt auch für SAAB-Fahrer verdammt viel Luft, etliche (gute) Autos verschrotten zu lassen oder sich einen Neuwagen zu wünschen oder zu kaufen, bevor der alte wirklich vollständig abgerockt ist …

          Aber rein statistisch sind wir SAAB-Fahrer nachhaltiger. Immerhin!
          Sie sollten nicht immer alles als absolut sehen, mehr Grautöne zwischen dem Weiß und dem Schwarz zulassen und schon wäre Ihr Weltbild und Ihr Bild von SAABs und SAAB-Fahrern wieder im Lot.

          Antwort
        • Ein Glück das der Autor des Textes im Alltag einen 9000 CD bewegt ;). Sommer wie Winter, Sonne wie Regen, Schnee oder Hagel. Aber -und das muss auch erwähnt werden – nicht mehr lange. Die Tage als Daily Driver des 9k sind gezählt. Auch er wird bald das H-Kennzeichen erlangen. Den alltäglichen Job z.B im Winter wird ihm dann, nach 30 Jahren Dauereinsatz, erspart bleiben.

          Der Grund ist simpel: Der 9000 soll mich noch lange begleiten, den alltäglichen Job übernimmt dann ein anderes Auto. Vielleicht ja ein Saab Diesel ?!

          Antwort
          • Genau das habe ich auch gerade getan: Zur Schonung meines Cabrios, damit es mich noch möglichst lange begleitet, habe ich mir einen 9-3 TTiD, Bj. 2011 zugelegt. Ein in jeder Hinsicht großartiger Kauf! Ich bin absolut begeistert von dem Schmuckstück, das phantastisch fährt, extrem wenig braucht und auch ein geniales Langstreckenfahrzeug ist. Die größte Herausforderung war übrigens nicht das Fahrverbot in der Stresemannstraße, sondern der nötige zweite Stellplatz im Altbauviertel mitten in HH. Außerdem hoffe ich ja immer noch auf (wenigstens etwas) Vernunft der Behörden in Form der Zulassung der Hardware-Nachrüstung für Euro 5-Diesel. Auch ein Thema für meinen noch ausstehenden Leserbeitrag zum Thema Nachhaltigkeit. 🙂

        • Das ist sicher in Teilen richtig. Gäbe es SAAB noch, dann würde in den Foren wieder gelästert werden wie gut doch der ewig göttliche 900 war und wie schlecht das aktuelle Produkt. Kann ich mich noch gut dran erinnern. Nachhaltigkeit kann eben auch erzwungen werden, wie im Fall SAAB.
          Leider stimmt aber die Sache mit der Verschrottung. Erst jetzt mit einem 9-3 1 Cabrio im Bekanntenkreis erlebt. Sollte eigentlich der Sohn bekommen. Die nötigen Investitionen wären 1.500 in der Werkststatt gewesen. Bei VW gab es aber 7.000 Umweltprämie. Das war das Ende vom SAAB. Der Sohn fährt jetzt so einen VW Kleinwagen.

          Antwort
          • Was für ein Jammer! 🙁 Übrigens auch in wirtschaftlicher Hinsicht – ein 9-3 I Cabrio ist ein Klassiker und wird bei guter Pflege seinen Wert jetzt halten, wohingegen so eine 08/15-Kleinwagen-Konserven-Gurke Bj. 2019 in ein paar Jahren keinen Käufer mehr findet. Mal ganz abgesehen vom Fahrkomfort der Klasse und der Freude am Cabriofahren (und am Saabfahren sowieso).

        • Was neue Saabs betrifft, weil der alte 6 Jahre alt ist, stimmt schon, die meisten von uns würden sich ja wünschen, dass in Trollhättan wieder Autos gebaut werden und diese dann hoffentlich auch kaufen, sofern sie die Mittel und Möglichkeit haben. Wenn man von der Marke überzeugt ist und der Nachfolger besser ist als der alte, ist es doch verständlich, dass man sich verbessern will. Was Das Diesel Sterben betrifft, so unterhielt ich mich kürzlich mit einem Freund und auch Saabfan, dass es jetzt wohl viele 9-5NG Diesel Combis mit Euro 5 und auch 9-4X falls dieser auch einen Euro 5 Diesel bekommen hätte, geben würde wenn Saab nicht pleite gegangen wäre und diese in Deutschland jetzt wohl aufgrund der Fahrverboten zu günstigen Preisen verkauft werden müssten. Natürlich ist das rein hypothetisch und theoretisch, aber diese Ehrlichkeit wollte ich anbringen. So aber versuchen wir das bestehende so gut es geht zu halten und zu pflegen.

          Antwort
    • Der Zustand wurde größtenteils am Innenraum festgemacht. Digitale Tachos haben eine Überprüfung der Laufleistung leider verhindert. So viel sei aber gesagt, beim Blick unter die Dieselhaube zeigen sich auch hier Spuren vom ausschlachten.

      Antwort
  • Ich habe meinen 9.5 SportCombi und werde ihn behalten – noch lange. Zum Trotz suche gerade die Symbole 9.5 und 2.2TiD, die mir nach einem Crash abhanden gekommen sind. Jeder soll sehen: ich stehe zu meinem Diesel.

    Antwort
  • Was für eine geniale Geschäftsidee! Ich baue eine Betrügersoftware in meine Diesel-PKW und geriere mich damit jahrelang als der Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Abgasnormen, versetze alle in ungläubiges Staunen, auch in den strengen USA, und verkaufe damit mehr als alle anderen.

    Irgendwann kommen die doofen Amis mir dann zwar doch auf die Schliche – aber hey, sch… drauf, das ist doch noch viel besser! Nachdem die erste Abwrackprämie (als „Hilfe“ gegen die von den USA verursachten Finanzkrise) mir schon die Kassen vollgespült hatte, jetzt aber leider versiegt war, habe ich mit dieser genialen Geschäftsidee dafür gesorgt, dass Merkel & Co. gleich die nächste beschließen. Der Rubel rollt immer weiter, das Rad dreht sich weiter!

    Blöd nur, dass wir den Amis so horrende Schadensersatzzahlungen leisten müssen. Aber ach, sch … drauf, die doofen deutschen Steuerzahler finanzieren das ja letztlich alles, und die große Masse unserer Doof-Kunden, die größte Zahl unserer Käufer, die deutschen Kunden, kriegen ja nix. Wozu auch? Die haben ja keinen Schaden! Die kriegen ja alle tolle neue Autos von uns mit Neuwagenprämie! Dass die dann alle viel mehr drauflegen müssen, weil ihr Diesel nix mehr wert ist – who the fu… interessiert das? Mich jedenfalls nicht! Hätten ja ihren Diesrl behalten und weiterfahren können (außer in HH, Stuttgart, Ruhrgebiet usw.).

    Aber da muss und will ja keiner hin. Ich finds hier am bayrischen See eh viel schöner. Und ich hatte ne gute Zeit in Wolfsburg, habe nur 4,50 Euro pro Quadratmeter für meine tolle Villa bezahlt, ich muss meine Millionen Boni nicht zurückzshlen, denn ich habe Großartiges geleistet – für VW, für den Konzern, die Verbraucher, die deutsche Wirtschaft – ach, was sag ich, für die Weltwirtschaft! Und natürlich für den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit!! Ts ts, das letzte hätte ich ja fast vergessen …

    Ganz blöd nur, dass die Staatsanwaltschaft das jetzt doch noch irgendwie ganz anders sieht. Diese piefigen Beamten! Aber die Kuh kriege ich auch noch vom Eis. Ist doch klar, dass ich von nix wusste, und andere dafür einzustehen haben! Die werden mir nix beweisen können … Sollen sie doch einfach ein paar aus dem mittleren Management einbuchten, wie diesen Volltrottel, der in Amerika einsitzt. Dem haben wir dann auch deswegen gleich fristlos gekündigt. Eine genial billige Lösung!

    gez. Herr W. (und der restl. Vorstand und der Aufsichtsrat, und auch von BMx und Mexxxxxx und Oxxx)
    😉

    10
    2
    Antwort
    • Ich konnte noch gar nicht ausmachen, wem ich was anlasten soll …

      Wahrscheinlich erscheint irgendwann mal ein Buch: DIE GESCHICHTE VON DIESEL & HEIZÖL. Untertitel: Vom Aufstieg und Niedergang – ein globaler Wirtschafts- und Politkrimi.

      Vielleicht wird irgendein Historiker diesen Irrsinn irgendwann mal abschließend aufarbeiten und bewerten können? Vielleicht wissen wir dann, ob die zu uns exportierten US-Diesel überhaupt besser und ehrlicher waren. Oder ob die Abgasnormen rein technisch für niemanden zu erfüllen waren, weil die Atmosphäre nunmal 78% Stickstoff enthält. Ob die politischen Vorgaben Blödsinn und unwissenschaftlich waren. Und ich habe noch 1.000 Fragen mehr an dieses ungeschriebene Buch …

      Antwort
    • Du schreibst mir aus dem Herzen! Ich habe so eine Schei… Wut auf diesen VW Konzern! Und was muss ich mir den ganzen Tag angucken? Ein Leguan oder Pelikan nach dem anderen, jetzt unterbrochen von den T-Rocs. Einfach nur zum heulen!
      Die Leute sind halt Herdentiere. VW, da weiss man was man hat……

      11
      2
      Antwort
  • 1.000 Dank Jan_HH,

    der Bericht und die Bilder sind sehr eindrücklich. Dass das Thema traurig ist, macht den sehr gelungenen Artikel ja kein bisschen schlechter …

    Ganz im Gegenteil habe ich das Gefühl, dass diese Gesellschaft gar nicht genug derartige Artikel und Denkanstöße bekommen kann …

    Im ÖR hörte ich kürzlich und jetzt schon mehrfach Werbung, dass neue Ölheizungen staatlich mit mehreren tausend Euro gefördert werden. Das versteht kein denkender Mensch mehr.

    DIESELABGASE IN SIEDLUNGSGEBIETEN STAATLICH GEFÖRDERT

    Wäre ja eigentlich eine Schlagzeile und einen Artikel wert. Aber es stößt tatsächlich niemandem auf …

    Immobilien werden mit Treibstoff „angetrieben“ und so genannte Automobile hängen stationär am Netz. Beides stattlich und gleichzeitig gefördert. Selig ist ein jeder, der den Widerspruch nicht sieht oder nicht sehen will …

    Technisch wäre es umgekehrt einfacher und sinnvoller. Die mit Strom geheizte Immobilie käme ohne Umwälzpumpen, Heizungsrohre, Ventile, Befüllung, Entlüftung, Wartung, Abnahme, ohne Öltank und -lieferung und ohne Schornstein (-feger) aus. Allein die Baukosten für ein Einfamilienhaus würden sich um einen 5-stelligen Betrag reduzieren. Elektrische Heizkörper unterschiedlicher Größe und Leistung gibt es seit Dekaden für einen Appel und ’n Ei im Baumarkt.

    Machen wir uns nichts vor, gefördert wird niemals der einfachste und auch nicht der umweltfreundlichste Weg, sondern immer der möglichst komplexe, technisch aufwendigste, kostspieligste und fiskalisch und wirtschaftlich vielversprechendste Weg. Somit auch der, der die meisten Ressourcen kostet aber eben auch die meisten Arbeitsplätze sichert und den größten Cash-Flow bringt. Der Umweltschutz ist dabei kein ehrliches Anliegen. Ich frage mich zunehmend, ob er überhaupt ein Anliegen ist …

    Wir können die Umwelt nicht gesund konsumieren.

    5
    2
    Antwort
    • Sehr interessante Informationen und ein bestechender Gedanke (mobil mit immobiler Energiequelle und vice versa)! Die „Verpestung“ mit Stickoxiden durch Heizanlagen in Wohngebieten wird nach meinem Eindruck öffentlich (anders als hier auf dem Blog) genauso wenig thematisiert wie die CO2-Belastung durch die Produktion immer neuer Fahrzeuge, aufwendiger Elektrofahrzeuge, der Verbrauch seltener Erden usw. Zudem wird völlig ausgeblendet, dass die ach so umweltfreundliche Elektrizität hierzulande immer noch überwiegend aus fossilen Energiequellen (und Kernkraft) gewonnen wird. Damit wird die Luft (angeblich) nicht in der Innenstadt, sondern zB in Hamburg-Moorburg (neues Kohlekraftwerk!) „verpestet“, wo aber auch viele Menschen wohnen! Irgendwie fühle ich mich an die Einwohner von Schilda erinnert …. 🙁

      Antwort
      • Schilda …

        … ist ein gutes Stichwort, denn dort hat man Licht in Säcken ins Rathaus getragen, soweit ich weiß.

        Die Geschichte „energieeffizienterer“ Häuser ist auch die Geschichte von Fenstern und Fensterglas. Zugleich ist die Geschichte der Verglasung auch die der Vernichtung europäischer Wälder. Einfach mal „Waldglas“ bei Wikipedia eingeben.

        Mir scheint das durchaus sinnbildlich für die aktuelle Situation und politischen Vorgaben. Wenn wir heute das Vielfache an Energie und Ressourcen investieren, können wir schon morgen und mal wieder 10 bis 15% sparen. Halleluja!

        Also dämmen wir Altbauten oder verdammen Altes. Wir verballern und vergeuden Energie und Ressourcen. Aber anders als zuvor retten wir diesmal die Welt, retten sie diesmal wirklich. Und wer es glaubt, wird selig. Diesmal schon …

        Antwort
      • SCHILDA 2.0

        Ein Nachbar möchte einen ungeheizten Wintergarten an sein modernes und isoliertes Haus anbauen. Im Prinzip ein Gewächshaus mit den bekannten Effekten. Der Energiebedarf des Wohnhauses würde also weiter sinken und den Terrassentüren wären eine Schleuse und ein Windfang vorgelagert. Gegenüber einem freistehenden Gewächshaus würden eine Glaswand und Ressourcen eingespart werden …

        Und doch dürfte der Nachbar sich zwar ein einfach verglastes und freistehendes Gewächshaus in den Garten stellen (das will er gar nicht), nicht aber den Wintergarten ans Haus bauen. Der wäre nach Lesart der Bauordnung ja Bestandteil der Außenfassade und müsste dieser auch energetisch entsprechen …

        SCHILDA 3.0 wird sein, dass auch freistehende Gewächshäuser nur noch mit 3-facher Isolierverglasung ausgeführt werden dürfen, auf isolierten Bodenplatten stehen und über eine elektrische Zwangsbelüftung mit Wärmerückgewinnung verfügen müssen. Und dann wird die Welt gerettet sein, denn Komplexität und der größtmögliche Einsatz an Energie und Ressourcen ist längst der (politisch) vorgezeichnete Weg.

        Da haben der abgewrackte Diesel und ein verhinderter Wintergarten etwas gemeinsam. Nämlich politische Vorgaben, die tief in bürgerliche und auch wirtschaftliche und industrielle Gestaltungsspielräume hineinwirken, ohne dass denkende Menschen deren Nutzen oder Notwendigkeit erkennen könnten.
        Eine abschließende Meinung zum so genannten Diesel-Skandal habe ich mir noch nicht gebildet, aber es spricht einiges dafür, dass er am Ende vor allem als politischer Skandal zu bewerten sein wird …

        Antwort
  • Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen!!!! Der unglaubliche Schwachsinn gipfelt in der Tatsache, das die deutschen todbringenden Diesel ins europäische Ausland – auch Nachbarländer – exportiert werden, um dort mit grünen Umweltpaketen munter weiterfahren. Darüber berichtet sogar ausführlich die deutsche Fachpresse…. ( ams, AutoZeitung, Auto Bild etc…. ) Die Europäer lachen sich kaputt, und kaufen neuwertige Autos unter Wert. Seltsam, dass ich noch keinen Artikel im der deutschen Presse gefunden habe, der sich mit der Gesamtbilanz neuer Autos beschäftigt….. Wie aus meinen früheren Beiträgen vielleicht bekannt, lebe ich teilweise im Großraum Barcelona. Hier sind Diesel ab Euro IV ohne jegliche Einschränkung nutzbar. Nun möchte ich allen Neuwagenkäufern – vor allem denen, die VW die Treue halten – zu Ihrer Geldvernichtung und ihrem Beitrag zur Umweltverschmutzung gratulieren. Ich für meinen Teil habe gerade einen meiner Saabs ohne Mängel durch den TÜV gebracht, und freue mich auf jeden weiteren Kilometer.

    Gruß an die Gemeinde

    Der Lizzi

    16
    1
    Antwort
    • Die „Gesamtbilanz“ ist auch eines meiner liebsten Stich- und Schlagworte. Sie fehlt für alles und jedes. Der Neuwagen vs. dem Gebrauchten oder das EV vs. dem Verbrenner sind da nur die Spitze des Eisbergs …

      Schön, dass Politik und Medien trotzdem den Weg kennen. Diesmal stehen wir ja wirklich alle vor einem Abgrund und diesmal ist es wirklich höchste Zeit, dass wir alle einen Schritt nach vorne gehen. Wen kümmern da noch Gesamtbilanzen? Am Rande eines Abgrunds macht man einen beherzten Schritt und gut ist – ein für allemal …

      Antwort
      • Die Frage ist ja , warum stehen die Saab Diesel dort auf dem Schrottplatz ? Was ist defekt ?
        An meinem war der Tank dieses Jahr undicht und Orio kann keinen mehr liefern. Mein Saab hat unter 180000 km gelaufen und ist von Ende 2007. Ohne Tank fahren kann ich nicht !!!
        Zum Glück habe ich einen gebrauchten gefunden , aber was ist in zwei drei Jahren….
        Dann muss ich vielleicht auch einen Top gepflegten Saab abwracken lassen !

        Antwort
        • Nein,
          das ist zu diesem Artikel eben nicht die richtige Frage. Die Frage ist, warum stehen da nur Diesel?
          Ansonsten sind Ihre Anmerkungen, Gedanken und Befürchtungen natürlich gültig. Und leider habe ich darauf keine Antwort sondern teile Ihre Fragezeichen voll und ganz.

          Antwort
          • Der Diesel ist natürlich auch anfälliger als ein Benziner….Drallklappen , Zweimassenschwungrad, Rußfilter usw…..da stellt sich mir schon die Frage.
            Und wenn dann noch Teile fehlen, wie ein defekter Tank.
            Selbstverständlich gibt es auch Leute , die sich von Abwrackangeboten locken lassen.

          • Ich würde beide Themen trennen. Da ist die Ersatzteilversorgung und da sind Benziner und Diesel. Einen Tank oder andere SAAB-spezifische Teile haben beide. Und doch landen nur die SAAB-Diesel in großer Zahl in der so genannten Verwertung …

            Theoretisch müsste die Ersatzteilversorgung Diesel-spezifischer Teile (GM) deutlich besser sein, als die der SAAB-Benziner. Auch gehen die SAAB-Diesel ja keinen Sonderweg, sondern folgen den Autos anderer Marken ins Ausland oder eben auf den Schrott. Die Gründe sind für alle Marken die gleichen, sind politischer Natur.

            Für mich ist der Artikel von Jan_HH in sich stimmig und schlüssig.

  • Die Autos hätten noch so viel Potenzial gehabt, so viele Kilometer hätte man noch fahren können. Mir tut es leid um jeden Saab der grundlos verschrottet wurde. Große sichere Autos die sich mit 5 Liter Diesel fahren können, sind einfach vernichtet worden. Wir werden unseren Diesel 9-3 nicht hergeben, hier in Österreich sind wir gott sei Dank auch nicht von Fahrverboten betroffen

    Antwort
  • Eine sehr gesunde Meinung Jan_HH. Hoffentlich bleiben die richtige Saab Old-timers auf unsere Strassen weiter fahren. Auch wenn es nur einige tausenden KM pro Jahr gibt. Saab darf nie aus dem Strassenbild verschwinden.

    Antwort
    • Nicht nur Saabs sollten nicht verschwinden. Jedes gebaute Auto sollte so lange fahren, wie es nur geht. Gerade der Umwelt wegen….

      Antwort
  • Vielen Dank an Jan für diesen sehr guten und sehr traurigen Artikel, auch für die großartigen (wehmütigen) Fotos! Toll recherchiert und geschrieben! Mich macht dieser (zugrunde liegende) Irrsinn mittlerweile so wütend, dass ich erstmal mit Sarkasmus auf die Thematik reagieren musste (s.o.).

    Ich kann alle Aussagen bzgl. Nachhaltigkeit, Konsum etc. etc. nur voll unterstreichen. Und es schneidet einem ins Herz, so gute und schöne Saabs, die noch Jahr(zehnt?)e treue Dienste leisten und ihre Fahrer hätten erfreuen können, ausgeweidet zu sehen. Z.B. der 9-5 in dem wunderschönen, seltenen kosmosblau-metallic. Eine Schande! 🙁

    Ein winzig schwacher Trost dabei vielleicht:: Dass so viele saab-spezifische Bauteile bereits ausgeschlachtet und ausgebaut wurden, zeigt doch, dass der Bedarf da ist, es also viele Saab-Freunde gibt, die ihre (alten) Lieblinge pflegen und dafür auch auf Ersatzteile vom Schrottplatz zurückgreifen, richtig? (Für was anderes kann man diese speziellen Saab-Bauteile ja wohl nicht gebrauchen, hoffe ich …)

    Antwort
    • Vielen Dank ! Die Saabs waren tatsächlich -Benziner wie Diesel- schon ziemlich ausgeschlachtet.

      Antwort
  • Danke für diesen schaurig schönen Artikel. Mir tut das in der Seele weh was hier abgeht. Persönlich habe ich mich leider auch von diesem Diesel gate anstecken lassen und meinen tollen 95NG TiD Automatic weit unter Wert verkauft ( ohne ein anderes Auto zu kaufen ). Natürlich bin ich selber für das verantwortlich, der Anstoss kam aber von diesem arroganten VW Konzern mit seiner Beschiss Strategie! Ich habe so eine Wut auf diese Brüder. Und wenn ich sehe wie in meiner unmittelbaren Nachbarschaft 4 neue Tiguan und 2 neue T-Roc stehen dann könnte ich…., na ja, da halte ich mich zurück und freue mich über meine Saab ( der Neuste ist auch bereits 15 Jahre alt ) und fahre sie bis es eben nicht mehr geht.
    Ich hoffe wir sehen uns alle bald in Trollhättan. Freue mich schon sehr darauf! Saab pur und nichts als Saab!

    6
    2
    Antwort
    • Nicht grämen …

      Und mit den Schuldzuweisungen noch ein bisschen abwarten. Es ist wohl zufällig VW, die den Anfang gemacht haben. BMW, Mercedes und andere sind längst gefolgt. Schaffen die US-Importe spielerisch alle Normen, sind den Europäern technisch weit überlegen oder sind sie noch nie nachgemessen worden?

      Ich weiß die Antwort auch noch nicht, aber es ist politisch ausgehandelt und auch politisch gewollt, dass jetzt trotzdem neue VW-Diesel in der Nachbarschaft stehen, dass Diesel und Heizöl noch immer politisch (fiskalisch oder durch Prämien) gefördert werden. Traurig, wenn da ein 9-5 NG unter die Räder gerät …

      Aber den oder die wahren Täter müssen wir erst noch finden. Und dann hebe ich gerne den zweiten Stein, denn es war von Anfang an klar, dass sich diese Welt nicht einfach durch eine Hexenjagd würde retten lassen. Die Inquisitoren sind das wahre Übel, so viel steht für mich jetzt schon fest …

      5
      1
      Antwort
      • VW ……und was machen die Anderen? Diese Frage habe ich mir schon so oft gestellt und keine Antwort gefunden. Alle
        zwei Jahre prüft der TÜV die Abgaswerte und wenn diese nicht nach den gesetzlichen Vorgaben sind, gibt es keine
        Plakette. Wie sehen denn die Abgaswerte bei Saab-Fahrzeugen, Volvos oder den anderen ausländischen Herstellern
        aus. Halten diese die Grenzwerte ein?

        Antwort
        • Nun ja, die AU bzw. HU-Abgasuntersuchung, in der von 2006 bis 2018 praktizierten Form, darf wohl als Abkassierungslizenz für die Prüforganisationen verstanden werden. Da wurde ja für die entsprechenden Fahrzeugbaujahre mit OnBoard-Diagnose nur der Fehlerspeicher ausgelesen und wenn es keinen Fehlereintrag gab, war alles in Ordnung. Und welches manipulierte Fahrzeug hat schon einen Fehler im Speicher abgelegt? Richtig, keines.
          Und auch die für ältere Fahrzeuge, und seit 2018 wieder für alle Fahrzeuge durchgeführte Endrohrmessung, kann mit der Kohlenmonoxid- und Trübungsmessung eigentlich nur defekte oder ausgebaute Katalysatoren und Partikelfilter feststellen. Ein Abgasgutachten zur Bestimmung der Abgaszusammensetzung kostet einige Tausend Euro, und das will vermutlich keiner bei seiner Hauptuntersuchung bezahlen.
          Die HU ist also schon mal der falsche Ort, um Abgasmanipulationen wirklich festzustellen. Und da ja auch das Kraftfahrtbundesamt nur die von den Herstellern gemeldeten Daten abgeheftet hat, ohne den Auftrag, oder die Möglichkeit, sie zu überprüfen, ist es eben gekommen, wie es gekommen ist.
          Das passiert halt, wenn der Markt die Sachen regelt. Und das wirklich erschreckende daran ist vermutlich, das unser System in Europa sich dabei als zahnloser erwiesen hat, als das in den USA. Obwohl ‚unser‘ Selbstverständnis doch ein anderes ist.

          Antwort
          • Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich dachte, dass die bei der Abgasmessung im TÜV-Bericht
            angegebenen Werte etwas mit den Schadstoffen zu tun haben, die ein Fahrzeug ausstößt.

            Bei meinem inzwischen 30 Jahre alten Saab-900 Turbo mit geschätzten 550.000 km ( Km-Zähler blieb
            vor 8 Jahren bei 417.000 km ) stehen, sagte der Prüfer bei der Untersuchung: Sehr gute Abgaswerte
            für so ein altes Auto.

        • Die Anderen haben halt aufwändigere Systeme zur Abgasentgiftung. Wieso ist zb bisher kein einziger Diesel aus dem Bereich Japan und Korea auffällig geworden? An den Stückzahlen kann es nicht liegen, denn diese Hersteller verkaufen sicher mehr als auffällig gewordene Cayenne Diesel.

          VW/Audi war noch nie bekannt für hochwertige Motorentechnologie sondern eher für Brot und Butter Autos. Und war es nicht so, daß diese Software „Lösung“ einfach nur preiswerter war als ein größerer Kat? Ein Dank an die Kaufleute!

          2
          2
          Antwort
          • Maybe Donald Trump has more beef with german cars and the german „Exportüberschuss“ …

            Und vielleicht trauen sich deutsche Politiker gar nicht, es mit gleicher Münze zurückzuzahlen? Ein anderer Punkt sind die EU-Vorgaben zum Flottenverbrauch. Japaner, Koreaner, und US-Fahrzeuge sind davon nicht betroffen. Technologisch hat man einen klassischen Zielkonflikt, wenn man möglichst wenig Sprit möglichst effizient verbrennen soll, dabei aber keine Stickoxide entstehen dürfen.

            Die Amis verkaufen uns einfach einen V6-Diesel mit 2,8 Litern, der weniger leistet aber mehr verbraucht und gut ist. Es ist schon auffällig, das alte (deutsche) Diesel das auch mal konnten, weniger Stickoxide produziert haben, als jüngste und hochgezüchtete Motoren …

            Wer weiß, wie blöd und einfach die Antwort am Ende ist? Ich tippe auf politische (und global ungleiche) Rahmenbedingungen.

        • Genial – Daumen hoch! Geschätzte 550.000 und ein vor acht Jahren bei 417.000 stehen gebliebener Tacho! 🙂 Was für ein tolles Auto, Glückwunsch!

          Antwort
      • Ja, ich „glaube“ auch nicht (weiß es aber natürlich sowieso nicht), dass VW der alleinige oder erste Gangster war, deshalb in meinem obigen Kommentar auch die anderen Kürzel. Die Staatsanwaltschaften haben ja auch schon entsprechende Schritte bei BMW, Mercedes und Opel ergriffen. Es liegt nahe, dass die deutschen Monopolisten sich abgesprochen hatten (wie ja neulich auch schon mal wieder bzgl. anderer Themen vom Bundeskartellamt festgestellt wurde).

        Sehr interessant finde ich auch die Frage, wie die amerikanischen, in vielen anderen Fragen ja nicht wirklich konkurrenzfähigen, Produkte (angeblich?) die eigenen strengen Grenzwerte geschafft haben (wollen).

        Antwort
        • USA (und andere)

          Oder lag es daran, dass die Amerikaner und dementsprechend die amerikanischen Hersteller ohnehin von jeher praktisch nur Benziner gefahren sind bzw. produziert haben? Diesel war dort doch nur eine Randerscheinung, das Benzin spottbillig, weil staatlich subventioniert (wie bei uns der Diesel). Deshalb war es auch egal, wenn die Benziner, selbst die Riesen-SUV, 15 Liter brauchten. Und da dort alle eh nur 80 fahren dürfen, wirkt sich der Spritverbrauch dann auch nicht so großartig aus.

          Dann kam VW und machte große Worte, sie hätten mit ihren Dieselmotoren das Ei des Kolumbus erfunden: Phantastische Leistung, extrem geringer Verbrauch und beste Umweltwerte (was im Übrigen bzgl. Diesel im Hinblick auf CO2 ja auch nicht von der Hand zu weisen ist, mal abgesehen von Ethanol, was ja ein anderes Thema ist).

          Spätestens mit Entwicklung der Common-Rail-Technologie hätte man aber die sich ergebenden Vorteile auch vermehrt in neue energiesparende Umsetzung und Konzepte stecken müssen, statt nur in mehr Leistung. Der leichte A2 aus Aluminium war zB ein geniales Auto. Mein Mann hatte früher einen 90 PS Diesel, der sehr wenig verbrauchte und auch 200 fuhr. Aber der wurde ja bald wieder eingestampft.

          Ich nehme an, die Koreaner, Japaner, Franzosen, Italiener etc. haben, wenn sie denn überhaupt in großem Umfang Dieselmotoren gebaut haben, schlicht andere Prioritäten gesetzt und nicht auf die eierlegende Wollmilchsau. Nicht immer größere Motoren bei angeblich geringerem Ausstoß.

          Ich fahre ja nun seit kurzem als Zweitwagen den 9-3 SportCombi TTiD, Bj. 2011, 160 PS, Euro 5 – den letzten und aktuellsten Dieselmotor, den Saab im Programm hatte. Ein Fiat-Motor (Italiener!), der laut Auskunft des freundlichen Meisters in Kiel der beste und laufruhigste Dieselmotor ist, den er kennt! Und auch keine Drallklappenproblematik mehr etc. 160.000 gelaufen und es ist einpures Vergnügen, ihn zu fahren: Tolle Beschleunigung, hängt super am Gas, ist extrem ruhig und braucht unter 6 Liter, bei reinem Stadtverkehr 7.

          Die Vorbesitzerin hat ihn mir verkauft, weil sie ihn nicht verschrotten lassen wollte – ein scheckheftgepflegtes Schmuckstück aus erster Hand, dessen Lack ungelogen wie der eines Neuwagen aussieht! 7.000 Euro hätte sie bekommen, wenn sie ihn der Schrottpresse geweiht hätte!

          Antwort
          • Dass die Koreaner, Japaner, Franzosen, Italiener, oder andere, sauberere Dieselmotoren gebaut haben, darf getrost bezweifelt werden. Dem ADAC darf man zwar auch nicht alles glauben, aber die auf der folgenden Webseite (https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2017-08/adac-test-import-auto-marken-erhoehte-abgaswerte-stickoxid) aufgeführten Informationen sind doch schon interessant.

            Anscheinend will, oder kann, man ausländischen Herstellern nur nicht so einfach Knüppel zwischen die Beine werfen, wie es bei den inländischen geht, ohne sich mit den entsprechenden ausländischen Regierungen anzulegen.
            Jetzt kann man sich natürlich fragen, ob unsere Regierung über das Ziel hinausschießt, oder die anderen zu viel Ruhe weg haben? Wobei das vermutlich gar nicht deren Grund ist, man will nur die eigenen Konsumenten bzw. Wähler nicht verschrecken und kann gut damit leben, wenn das ‚Problem‘ weiter nur als deutsches wahrgenommen wird.

            Interessanterweise ist die Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten immer länger geworden (https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung), obwohl die Fahrzeugdichte und die zurückgelegten Strecken immer nur gewachsen sind. Das sollte doch in erster Näherung bedeuten, dass das einzelne Fahrzeug sauberer geworden sein muss. Also alles nur halb so schlimm?
            Oder sind doch mehr Einflüsse am Wirken, als nur der Automobilverkehr? Das System ist eben so groß wie der Planet und entsprechend komplex, da gibt es wohl keine einfachen Lösungen, die keinem weh tun. Das rechtfertig aber wohl auch kein ‚weiter so wie bisher‘, da die Ressourcen halt doch endlich sind.

            Was jetzt clever war, oder gewesen wäre, lässt sich dann in 5, 10, 20, oder noch mehr Jahren, natürlich viel einfacher in der Rückschau sagen …

            2
            1
          • @ StF

            Sehr schöner, weil ausgewogener und bedachter Kommentar. Und richtig, ein weiter so darf es wohl nicht mehr geben. Schon lange nicht mehr. Traurig aber, dass darüber, wie es stattdessen weitergehen könnte, leider auch schon lange nicht mehr geredet werden darf. Der Weg ist längst entschieden – politisch und medial.

            Wer sich heute noch skeptisch darüber äußert, ob denn wirklich alles bedacht sei, wer auf Haken oder Ösen hinweist, sich im Land der Alternativlosigkeit gar erdreistet, auf Alternativen hinzuweisen, wird gleich mit Klimaskeptikern über einen Kamm geschoren.
            Dabei spielt es gar keine Rolle mehr, ob man nicht genau das – nämlich den Klima- und Umweltschutz – zum ureigensten Anliegen und ehrlich und ernsthaft im Sinn hat.

            Es ist so, wie es mit der Atomenergie in den 1950er bis 80ern war. Die Menschheit hatte mal wieder einen heiligen Gral gefunden. Und wehe dem, der daran etwas zu mäkeln hatte oder oder auch nur mit äußerster Vorsicht wohlformulierte und begründete Bedenken geäußert hatte …

            Wer damals auf den quasi ewig strahlenden Atommüll hinwies, war ein Reaktionär und Fortschrittsverweigerer der übelsten Sorte. Was tut es da zur Sache, dass sie alle richtig lagen?

            Ausgerechnet im Land des so genannten Dieselskandals regiert noch immer eine Kanzlerin, die gleich beides unter einem Hut vereint: Die Besserwisserei, dass die Atomenergie alternativlos sei (Ausstieg aus dem Ausstieg) und nun die Besserwisserei, wie genau die Energie- und die Verkehrswenden zu gestalten seien. Natürlich mal wieder großmaßstäblich, allumfassend und alternativlos …

            Da hat nichtmal mehr der Bauer Platz, der sich seien Bio-Diesel für seinen Traktor in der eigenen und mit Strom aus Bio-Gas betriebenen Ölmühle umweltneutral selber pressen möchte. Nö, ist nicht Teil des Plans. Das könnte er schon heute und dänische Kollegen machen das auch längst …

            Aber der dt. Bauer muss noch warten und darf sich in 50 Jahren gerne ein autonom fahrendes EV kaufen – sobald der BER in Betrieb ist, wir aus der Kohle ausgestiegen sind und die solare Infrastruktur nebst Speichern dafür haben.

          • @StF

            Danke für den Link, interessanter Artikel. Ob das so stimmt, ist natürlich die Frage, aber in jedem Fall lesenswert. Dem zweiten Teil des Kommentars kann ich auch nur zustimmen, sehr differenzierter Ansatz.

            Was aber mehr als nur getrost bezweifelt werden kann, ist die Annahme, die deutsche Regierung würde aus Angst vor Beziehungen zu ausländischen Staaten den ausländischen Herstellern „keine Knüppel zwischen die Beine werfen“. Das Gegenteil ist offenkundig richtig: In keinem Land der Welt wird die heimische Autoindustrie von der Regierung so stark nach wie vor als „Schlüsselindustrie“ angesehen, subventioniert und gefördert (2 x Abwrackpprämie usw.) wie in Deutschland. Keine deutsche Regierung legt sich mit den großen deutschen drei (die zudem z.T. ja im Staatsbesitz sind) an, deren Hand bis ins Verkehrsministerium reicht und darüber hinaus. Nirgendwo ist die heimische Automobillobby so stark wie in D. Wenn sie könnte, würde die deutsche Politik den ausländischen Herstellern so viele “ Knüppel zwischen die Beine werfen“, dass die gar nicht mehr laufen können, um im Bild zu bleiben. Da schreckt D mit seiner „Schlüsselindustrie“ auch vor den besten EU-Freunden nicht zurück. Man erinnere sich nur an das Theater um die Kennzeichnung der Autos bzgl. Verbrauch und Abgaswerten. Von D immer wieder aufgeschoben, verwässert, in Frage gestellt – um die deutschen PS- Maschinen und SUV-Tonner gegenüber den frz. Kleinwagen gut dastehen zu lassen.

            Der Hintergrund in Bezug auf die ausländischen Diesel muss ein anderer sein, den wir – leider – alle nicht kennen.

            1
            1
          • @ Ebasil,

            ich glaube, es nicht ganz so extrem, nicht ganz so einseitig und eindeutig …
            Enge Verflechtungen mit dem Staat weisen größere Automobilkonzerne verschiedener Länder auf.
            Förderpolitik, Protektionismus und Korruption kennen viele Spielweisen. Die Abwrackprämie in D war auf vielfältige Art und Weise kontraproduktiv. Auch insofern, dass dt. Steuergeld zwar über dem heimischen Markt dort aber über der globalen Automobilindustrie ausgeschüttet wurde. Gezielte Förderung sieht anders aus.

            Fragen Sie mal Trump oder Xi Jinping, ob sie die Schlüsselrolle ihrer eigenen Autoindustrie unterschätzen würden und ob sie von deutschen Politikern etwas lernen könnten. Die Frage wird ihnen entweder als ein ganz köstlicher Witz ausgelegt oder als persönliche Beleidigung, Sie ernten schallendes Lachen oder einen Rauswurf.

  • Dass die Leute nicht lernen, liegt daran, dass der Tellerrand so unüberbrückbar hoch geworden ist: Welche Autos testen denn die Zeitschriften, Zeitungen und Journale? Welche Autos sieht man auf der Straße und kann sie – wenn es ganz besonders gut läuft – zuordnen? Welche Autos sieht man im Fernsehen? Jede Sendung hat doch inzwischen fast nur noch platziert Produkte… und das machen drei Konzerne hierzulande unter sich aus.
    Opel oder Ford? – Werden kaum erwähnt und sind dann immer nur zweite Sieger.
    Die Franzosen? – Tauchen als Beispiel für „Wie man es nicht macht, weil zu weich/zu verspielt/wirkt billig…“ oder als Dacia-Derivat auf. Wegen des Preises.
    Die Japaner? – Höchstens noch mit Hybriden erwähnenswert.
    Fiat? – Wird ja nicht mal mehr als schlechtes Beispiel genannt. Eigene Tests: Fehlanzeige.
    Der neue Skoda scheint mir im Augenblick Hyundai/Kia zu sein: „Testsieger in der Summe der Eigenschaften und bezahlbar“ – Was auch immer unter Letzterem definiert wird…
    Die Koreaner zahlen wohl für Werbung ganz gut und/oder haben die entsprechend angenehm zu ergatternden Testfahrzeuge…

    Der durchschnittlich kundige Verbraucher hat also zur Auswahl: Skoda/Seat/VW/Hyundai/Kia. That’s it.

    5
    2
    Antwort
  • For the UK (GB) central London is now a ULEZ (ultra low emissions zone), and NO Saabs‘ with diesel engine get away with a £12.50p daily charge… Even the NG 9-5.
    BUT worse, from 2021 the zone will extend to whole of London inside the Circular Road of North and South. All cars that do not meet the low emissions will have to pay £12.50p per day to drive in this area.
    This will include petrol engine cars like the 9000 & older 900.

    Worse, my 9-5 (2009) runs on LPG (clean engine), but still I have to pay……

    This is a real threat to older Saabs‘ staying on the Roads, when an owner, has to pay to drive maybe 1-2 miles…

    Antwort
  • Thanks for this very interesting iInformation! I am afraid not only the German gouvernment is acting crazily regarding this matter. 🙁 And no exceptional permissions for people who live or work within this zone?

    Antwort

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.