Saab – immer wieder

Saab 9-3 Cabriolet von Johannes
Saab 9-3 Cabriolet von Johannes

Erstmals wurde ich im Herbst 1980 mit dem SAAB – Virus infiziert. An einem Sonntagnachmittag hielten sich meine Frau und ich im Nachbardorf auf. Bei einer offenen Autoausstellung eines Nissan und SAAB Händlers schauten wir uns die ausgestellten Fahrzeuge an.

In der Reihe erblickte ich dann „meinen“ Saab; einen blauen, wunderschönen EMS 900, dreitürig. Diesen musste ich haben. Nachdem ich meine Frau überzeugt hatte, konnte ich den Händler zum Eintausch meines damaligen Untersatzes, einen Renault 20, überreden.
Von da an, war ich stolzer Besitzer eines SAAB.

Die Jahre vergingen, und kleine Macken, wie defekter Kühler, etc. nahmen zu, und belasteten unser Haushaltbudget über Massen. Daher entschlossen wir uns schweren Herzens für einen Fahrzeugwechsel. Günstige SAAB’s waren zu dieser Zeit nicht zu haben. Wir blieben aber dem europäischen Automarkt treu. So wechselten, Ford, Renault und Citroen einander ab.

Dann, wieder im Herbst, es war das Jahr 2000, war ich in St.Gallen bei Hirsch und schaute mir die Fahrzeuge an. Und da war er, mein zukünftiger Untersatz, ein 6 Monate alter, silberfarbiger, 9-3, 2.0i-16, LPT S Limited, mit 15’000 Kilometer. Schnell war ich mit Hirsch junior einig, und mein Citroen Xantia, musste sich eine neue Familie suchen!

7 Jahre und 100’000 Kilometer später, stach mich wieder der Hafer. Bei den jährlichen Wartungen sah ich mich im Ausstellungsraum bei Hirsch um. Und es kam wie es kommen musste. Ich erblickte meinen nächsten Saab. Das Sportcombi 9-3 2.0, Sondermodell von Erik Carlsson hatte es mir angetan. Kurze Zeit später stellte ich ihn meiner Frau vor. Und ich bekam grünes Licht für das neue „Familienmitglied“.

Saab 9-3 SC XWD von Johannes
Saab 9-3 SC XWD von Johannes

In den folgenden Jahren hatte SAAB ja bekanntlich vermehrt mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen.
Und so kam es, dass ich im Herbst 2012 nochmals auf ein neueres Fahrzeug wechseln wollte. Ein dreijähriger SC 9-3 Aero, V6, XWD, mit wenig Kilometer, wurde in einer SAAB – Garage im Kanton Aargau angeboten.

Die Ferienfahrten an die Nordsee waren in den letzten beiden Jahren ein Genuss. Wie schon oft in Berichten erwähnt, steigt man auch nach vielen Stunden und Kilometern relativ entspannt aus dem Auto.
Vielerorts wird unser Aero bestaunt und ich meine auch schon neidische Blicke gesehen zu haben, vor allem dann, wenn ich die Frage nach etwelchen Ersatzteilen mit Hinweis auf saabparts.com positiv beantworten kann.

Ersatzteile waren aber in den letzten drei Jahren erst nach einem Zusammenstoss mit einem stattlichen Fuchs vonnöten. Ansonsten muss er nur zur jährlichen Inspektion in die Garage. Dann im Herbst 2013 bekam unser Aero ein Schwesterchen, namens SAABinchen, ein 9-3 Cabriolet, Vector, aus erster Hand, mit nicht einmal 40’000 Kilometer auf dem Tacho.

Besonders in diesem Sommer konnten wir mit SAABinchen unendlich schöne Fahrten unternehmen. Der Aero durfte sich währenddessen auf den kommenden Winter freuen.

Hoffen wir, dass SAAB auf irgend eine Art und Weise immer am Leben bleiben wird.

Saab Lesertasse 2015
Saab Lesertasse 2015

Danke an Johannes  für seine Saab Geschichte! Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, eine Restauration, der erste Kontakt mit der Marke aus Trollhättan oder einfach warum Saab zum automobilen Leben dazu gehört. Was immer es ist, schreibt uns. Wir belohnen jede Veröffentlichung auf dem Blog mit einer exklusiven Saab Lesertasse!

2 thoughts on “Saab – immer wieder

  • SAAB ist ewig SAAB. Ich fahre einen 2,2 TiD, 350 000 km und 17 Jahre. Betriebskosten sind niedriger, als bei Skoda Octavia, der aber nicht so gut ist. Trotzdem, ich denke, dass SAAB ist tot. Die neue Eigentümer kommen mit anderer Philosophie. Wenn zwei machen das Selbe, ist es nicht schon das Selbe.

  • So, so, ein blauer 900 EMS. Den hatte ich auch mal. Mitte der 80 iger kaufte mein Vater diesen bei unserem freundlichen als Gebrauchten. Ein Traumwagen. Anfang der 90 iger hatte ich den Wagen übernommen. Erst 2003 konnte ich mich davon trennen. Das bereue ich bis heute. Nun fristet dieser fast original erhaltene, aber schon reichlich verrostete Exemplar sein Dasein in einer Garage im Norden unserer Republik.

    Schöner Bericht.

    Gruß vom Erik

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