12 Monate Saab 9-5 NG

12 Monate unterwegs mit dem Saab 9-5 BioPower. Gelegenheit für ein erstes Fazit zum großen Schweden. Aber Vorsicht ! Einen Saab 9-5 zu fahren birgt Risiken und Nebenwirkungen. Ebenso das Lesen dieses Berichts…

Wir fotografieren die Landschaft. Oder?
Wir fotografieren die Landschaft. Oder?

Der Saab hat in den letzten Monaten so Einiges erlebt. War kreuz und quer durch die Republik unterwegs, hatte eine Filmcrew an Bord und wechselte kurzfristig sogar das Kennzeichen. Langweilig war sein Autoleben nicht.

Ein Saab ist ein Saab, ist ein Saab…

Niemand hatte mich 1992 gewarnt, als ich zum ersten Mal einen Saab kaufte. Mit einem Saab 900 Turbo lernte man -ungewollt – fremde Menschen kennen. An der Tankstelle, auf Parkplätzen…überall Saab Gespräche. Mit den Jahren und den darauf folgenden Saab Modellen wurden die Gespräche weniger. Bis…

…der 9-5 in den Alltag einzog. Ein Autohof, kurz vor Hamburg. Der Saab bunkert Sprit auf dem Weg nach Norden. Ein Mann mit Kamera steuert zielgerichtet auf mich zu. Ob er ein Foto machen dürfe, das sei doch der neue Saab? Ja, er darf und neu ist der Saab nicht… Was ihn in keiner Weise interessiert. Foto gemacht, Saab Fan strahlt, ist glücklich. Und so geht es weiter. Mit extremen Auswüchsen. Zwei abgefahrene Geschichten:

Umparken im Kopf…

Die A3, kurz vor Nürnberg. Es ist ein Morgen im Sommer, kurz nach 06:00 Uhr. Ich habe sehr früh einen Termin, der Saab brummelt mit 130 km/h friedlich in Richtung Metropolregion. Ein ruhiger Morgen,  bis ein Insignia andockt. Die Autobahn ist leer, nur Saab und Opel.

Die Kiste mit dem Blitz klebt an der Stoßstange. Zivilstreife? Tempolimit? TÜV Termin verpasst? Ganz langsam, nach einer kleinen Ewigkeit, zieht der Insignia vorbei. Dem jungen Opel-fahrenden Pärchen fallen fast die Augen heraus. Vor dem Saab wird eingeschert und auf die Bremse getreten. Damit man noch einmal Saab anschauen kann, der jetzt überholen muss.

Saab-Spotting auf Opel Art. Umparken im Kopf. Wäre gut.

Schweden unter sich…

Eine rote Ampel, eine Abbiegespur. Der Saab 9-5 wartet auf die Grünphase. Plötzlich ein infernalisches Quietschen auf der Parallelspur, begleitet von wütendem Hupen. Ein Volvo XC90 hat den Saab entdeckt und einen heftigen Spontan-Stop eingelegt.

Dass hinter ihm Autofahrer fluchen, hupen, bremsen, interessiert nicht. Saab ist wichtiger. Beide Daumen hoch, Volvo Fahrer können Saab gut finden. Unglaublich.

So geht das weiter. Gerade die Fahrer der anderen Schweden-Marke, vor allem,  wenn sie in einem XC90 oder V70 sitzen, reflektieren auf den Saab. Wer ein unauffälliges Auto sucht, der sollte sich keinen Saab 9-5 kaufen, es gibt da bessere Fahrzeuge.

Einer meiner Lieblings-Italiener hat sein Restaurant auf einem Golfplatz. Dort parkt der garantiert einzige Saab unter einer Horde von Porsches, Maseratis und der Premiumherde aus München, Ingolstadt, Stuttgart. Das einzigste Auto auf dem Parkplatz, das nach kurzer Zeit Finger-und Nasenabdrücke auf den Seitenscheiben hat ist… nicht schwer zu erraten. Oder?

Saab 9-5 und Handlichkeit

Sie haben mich gewarnt. Unzählige Menschen, die der Meinung sind,  dass ein Auto mit mehr als 5 Metern Länge in der Innenstadt nicht fahrbar sei. Parkhäuser seien die Hölle, Deutschland gespickt mit kleinen, engen Gassen, in denen es kein Durchkommen gäbe. Sie sahen mich schon gestrandet mit meinem Dickschiff, unrettbar eingeklemmt zwischen Häuserwänden.

Nichts davon ist eingetreten. Parkassistent hinten und vorne, Rückfahr-Kamera, und eine Handlichkeit,  die man nicht hinter dem Fahrzeug vermutet. Parkhäuser sind geschenkt, Autobahn- Baustellen ebenso. Das Paket stimmt. Und, ganz ehrlich, ich hätte die Kiste auch gekauft,  wenn sie noch länger gewesen wäre.

Ausserdem ist 9-5 Fahren entspannend. Auf der Autobahn kann man Höflichkeit und Rücksichtnahme von Piloten anderer Marken neu entdecken. Raus auf die Überholspur? In der Regel kein Problem. Sogar die fliegende Girlanden-Tag-Fahrlicht-Fraktion aus Ingolstadt gönnt dem Saab eine große Lücke, will sehen,  was da fährt. Geht doch !

Saab 9-5 & Verbrauch

Man kann, auf der Strecke Kiel – Frankfurt, mehr als eine Tankfüllung verheizen. Mit Lust. Turbo läuft, Turbo säuft. Weil der Turbo mit seiner  Hirsch Leistungssteigerung auch schneller laufen kann als 250 Sachen. Wenn man will ! Aber der Saab kann auch sparsam.

Exakte 620 Kilometer sind es von meinem Carport bis zum Saab Zentrum Kiel. Der Saab hat Automatik, 19″ Bereifung und ist eine schwere Kiste. Kommt man mit einer Tankfüllung bis nach Kiel? Man kommt, wenn man die Geschwindigkeit irgendwo zwischen 130 und 150 pendeln lässt. Als Verbrauch steht ein 8 an erster Stelle, die Restreichweite liegt bei mehr als 100 Kilometern. Man könnte also in Kiel auf die Schwedenfähre gehen und mit dem übrigen Tankinhalt weiter bis in die Stallbacka vor das Saab Werk fahren. Man könnte.

Saab 9-5 & Suchtgefahr

Der Saab 9-5 NG verdirbt für andere Autos. Nachhaltig. Woran liegt es? Es ist die Summe aller Dinge und nur zu begreifen,  wenn man das Auto „erfahren“ hat. Der hauptsächlich in Trollhättan entwickelte 2 Liter Turbo ist ein faszinierender, im Antritt starker Motor. Mit der relativ leichten Frontantriebsversion geht er spontaner um,  als es der V6 kann. Das ist eine Seite.

Die andere Seite sind das Fahrwerk mit langem Radstand, breiter Spur und tollen Handling. Und das Saab Feeling im Innenraum. Die Instrumente sind eine Reminiszenz an den 9000, alles ist klar definiert und wohltuend einfach angeordnet. Hat man in den hervorragenden Sportsitzen Platz genommen, den Startknopf betätigt, will man nicht mehr aussteigen. Man will fahren, fahren, fahren.

Saab im Schnee

Es schneit, und Schnee ist so etwas wie die natürliche Umgebung für jeden Saab. Wie schlägt sich der 9-5 bei Schnee und Eis?

Erstaunlich gut. Der Frontantrieb hat immer Grip, die Strassenlage ist fantastisch. Nicht jedes Auto aus Trollhättan konnte mich so überzeugen. Das Paket aus Sitzheizung und Klimatisierung sorgt für Behaglichkeit im Innenraum, das Fahrwerk liefert eine klare Rückmeldung zu den Strassenverhältnissen. Typisch Saab.

Was nicht passt, sind die schnell verschmutzenden Seitenscheiben. Das Eis, das sich zwischen Heckscheibe und Kofferraumdeckel bilden kann und dann Klappergeräusche verursacht. Aber irgendwas muss es wohl zum Meckern geben.

Saab 9-5 & Qualität

Es gibt Materialien im Innenraum, die sind dem Rotstift geschuldet. Manche Dinge hätte man besser, wertiger machen können. Das sind Kleinigkeiten, denn es steckt viel Liebe im 9-5. Er ist – nach über 20 Jahren – der erste Saab,  der nicht, aber auch gar nicht, zum Klappern neigt. Mit einer Ausnahme. Siehe Saab im Schnee.

Im Prinzip ist der Saab 9-5 ein fahrender Sicherheitskäfig. Die extrem feste Struktur bemerkt man in jeder Situation; gefühlte Qualität, die lange hält. Keine Mängel in 12 Monaten?

Doch, die Lightbar gab ihren Dienst auf. Kein Einzelfall, eindringende Feuchtigkeit und Erschütterungen machen dem LED-Teil den Garaus. Schön ist sie – langlebig und robust nicht. Dafür stimmen die Werte des restlichen Fahrzeugs.

Noch mal kaufen?

Es gibt  Fahrzeuge,  die liebt man. Nicht jeder Saab der letzten Jahre war eine wirkliche Liebe, sondern mehr der Markentreue geschuldet. Der 9-5 ist eine automobile Liebesbeziehung, so wie es viele Saabs vor ihm waren. Noch mal kaufen? Was für eine Frage!

36 Gedanken zu „12 Monate Saab 9-5 NG

  • Hallo Tom,
    ein toller Bericht – ich kann dem allem nur zustimmen: ein echter Saab-Sucht-Faktor!
    Einfach ein gigantischer Saab!
    Saabische Grüße

  • Ich kann das von Tom geschriebene nur betätigen. Ich habe mir im August letzten Jahres auch einen 9-5 NG Biopower, mit Hirsch Leistungssteigerung gekauft. Er fällt überall auf. Bei der morgendliche Einfahrt zu meiner Arbeitsstelle rief ein Werkschutzmensch seinem Kollegen zu: Schau der neue Saab“.
    Die Langstreckenfahrt im vergangenen Jahr nach Südfrankreich war eine Erholung. Aber es gibt auch kleinere Mängel. Als mein Beifahrer sich abschnallte und ausstieg, hörte das Gebimmel, dass kein Gurt angelegt sei, nicht auf. Erst ein Halt, Motor aus und wieder an, half.
    Oder die Schreckensmeldung, dass der Ölstand zu niedrig sei, wurde mir zweimal im Frankreichurlaub angezeigt. Jeweils auf Hin- und Rückfahrt an fast der gleichen Stelle bei 1000 m Höhe. Der Ölstand war aber immer in Ordnung. Aber insgesamt überwiegt bei Weitem die Freude über das fantastisch zu fahrende Fahrzeug.

    • Bisher kennt meiner diese „Problemchen“ nicht. Wichtig ist, dass die Software auf dem aktuellen Stand ist, es wurde da noch nach dem Ende der Produktion mancher Fehler kuriert 🙂

    • Das mit den Ölstandmeldungen hat mein TTiD auch, war mir neu dass es bei den Benzinern auch so ist. Der Rückklauf-Kanal der vor dem Schwimmer in der Ölwanne sitzt scheint zu dünn bemessen zu sein, dadurch staut das Öl sich und der Schwimmer geht runter… Aufbohren soll helfen aber das ist teuer da Saab nicht mehr finanziell interveniert…

  • Herzlichen Dank für diesen tollen Bericht! Ich kann dem nur voll und ganz zustimmen. Mindestens ein Mal pro Woche werde ich gefragt, ob das der „neue“ Saab ist. Manchmal ist es sogar fast etwas beschämend, wenn man die interessierten, teils bewundernden Blicke anderer Autofahrer bemerkt.

    Für mich ist der 9-5 NG der beste Saab, den es je gab. Jeder gefahrene Meter, ist eine wahre Freude. Entfernungen schrumpfen zu viel zu kurzen Genuss-Etappen. „Wie, sind wir etwa schon da?!“
    Selbst im Stau stehen hat im 9-5 eine ganz eigene Qualität – kann man so das hübsche Interieur in aller Ruhe anhimmeln und mal wieder in den Tiefen Untermenüs der Fahrzeugeinstellungen stöbern 😉

    Ich würde ihn auch jederzeit wieder kaufen! Natürlich gibt es (trotz der Rosaroten Brille) hier und da etwas zu meckern. Immerhin hatte der Wagen eine schwere Geburt und kaum Chancen, seine „Kinderkrankheiten“ los zu werden. Die Modellpflege – wenn es sie gegeben hätte – hätte das Auto weiter perfektioniert. Aber wenn man bedenkt, unter welchen Bedingungen der 9-5 entstanden ist, kann man nur den Hut vor den Mannen aus THN ziehen. Good job!

  • Schöner Bericht, wird Zeit das sich auch ein 9-5 II in meinen Fuhrpark verirrt.

  • Sehr schöner Artikel …… 🙂

    … das mit den Volvo-X-Fahrern kann ich hier bei mir im Ort auch bestätigen … zumindest zwei XC90-Fahrer (altes Modell) verrenken sich ständig den Hals, wenn sie mal meinen Troll entgegen kommen sehen … 😉

    • Interessant: Es scheinen nur die Fahrer der großen (klassischen?) Volvos zu sein, die absolut auf den 9-5 reflektieren. Die kleineren Baureihen sehen gar nicht hin…

  • Hallo Tom,
    danke für den treffenden Bericht. Ich kann jede Zeile nur bestätigen.
    Allerdings braucht der Biopower deutlich mehr ….
    Suchtpotenzial pur. Selbst meine Frau ist begeistert ….

    • Mit E10 habe ich einen Verbrauch zw. 8,5 und 9,5, mit E85 sind es bisher max. 12.5 Liter /a00 km

      • Das passt so in etwa zu dem, was ich als Verbrauch sehe. Statt E10 kommt Super Plus in den Tank, bei Hirsch ratsam.

  • Darf ich, was die Lightbar angeht, einen kleinen Tip geben? Ich würde mal Stycast ausprobieren – das ist ein Dichtmittel, mit dem ich im Labor schon viele dauerhaft Feuchtigkeit bis Nässe exponierte Teile dichtbekommen habe. Vielleicht privat kaufen, und der Werkstatt deines Vertrauens zur Überarbeitung überlassen. Vorher sollte man aber üben…

    Und was den Verbrauch angeht… 150 km/h sind doch eine ganz gemütliche Geschwindigkeit, wenn man keinen Termindruck hat…

    • Da ist jeder Tip willkommen. Seit gestern ist auch das eine Rücklicht, wahrscheinlich durch den Starkregen der letzten Woche, nicht mehr so ganz trocken. Scheint eines der 9-5 Problemchen zu sein…

      • … nicht nur beim „neuen“ 9-5 … ;-(

        • Bei meiner Chrombrille sind die Rücklichter trocken. Die Xenons vorne sind aber oft von innen beschlagen …

          Melting Ice Cubes, ist bestimmt Absicht so, oder nicht?

  • Alles in allem kann ich das auch so unterschreiben.
    Aber den Verbrauch unter 9 Liter den habe ich nur auf einer 600Km langen Autobahnfahrt erlebt. Im Mix liegt er deutlich über 10 Liter.
    Die Qualität war wohl auch „schwankend“. Elektrisch oder elektronisch hatte ich keine Probleme. Auch die Qualität der Innenraummaterialien war Top. Aber die Fahrwerksabstufung (Dämpfer, Federn, 245/40er Reifen war nervig. Ebenso die Rostvorsorge an Fahrwerksteilen, Auspuff und teilweise an dem Karosserieboden war gelinde gesagt verbesserungswürdig. Die Rückleuchten sowie das Band dazwischen waren nie wirklich dicht.(immer bei Kälte beschlagen), und die Kofferraumklappe ist eine glatte Fehlkonstruktion. Das Regenwasser wird direkt in den Kofferraum geleitet.
    Als Fazit bleibt ein seltener, schöner, schneller, geräumiger und liebenswerter Wagen, dem man diese kleinen „Unachtsamkeiten“ verzeiht. Man darf nicht vergessen, das es kaum Zeit gab um Verbesserungen an diesem Fahrzeug durchzuführen die noch in die Serienproduktion Einzug hielten. Ich habe ihn sehr gerne gefahren.

    • Ich fahre als Dienstwagen einen 3er GT. Nach jedem Regen ist ein gaaanz vorsichtiges Öffnen der Heckklappe angesagt (soweit möglich), da ansonsten der Kofferraum unter Wasser steht.
      BMW sagt, das wäre designbedingt…

      • … ist es wohl wirklich. Das ist so ziemlich der einzige Punkt, der mich am 9000 nervt und das wurde auch mit dem CS/CSE nicht besser.
        Toller Bericht zum 9-5, schade dass er zu spät kam.

  • Tom, ein richtig gutes Artikel wo ich mich 100% zurueckfinden kann.
    Habe meine erste 9-5 NG Diesel (2010) nach 170.000 KM eingewechselt fuer eine 9-5 Biopower und hoffe das ich mit diese Wagen bis zum Ende meine Burufskarriere fahren kann. Diese letzte 9-5 ist aber noch viel besser wie die von 2010.
    Muss sagen das man viele Verbesserungen angebracht hat ueber diese zwei Jahren.

  • Macht Lust auf mehr SAAB 🙂

  • Hallo Tom,

    vielen Dank für den tollen Bericht. Er liest sich sehr gut und schon dein Artikel steckt einen mit der Begeisterung von dem Auto an.

    Es gibt nur noch ein Auto, was so einen „Must-have-Effekt“ bei mir hervorruft und das kommt aus den USA. Vielleicht mag es ja naiv klingen, aber ich liebe dieses Fahrzeug allein schon durch die ganzen Artikel und Meinungen, die ich hier auf dem Blog immer lese. Wenn ich es irgendwann mal schaffe, so einen Probe zu fahren, dann halte ich es (nach dem was ich so gelesen habe) für sehr unwahrscheinlich, dass diese „Liebe“ verpufft. Ich hoffe nur, dass es dann noch eine Auswahl an Fahrzeugen gibt und ich mir einen mit nach Hause nehmen kann.

    Wenn ich einen 9-5 NG sehe, egal ob auf der Autobahn oder wo auch immer, verrenke ich mir genauso den Hals, versuche den Saab meiner Frau schmackhaft zu machen und beneide insgeheim die Fahrer für ihr Fahrzeug.

    Mal noch drei kleine Fragen zu deinem 9-5NG:

    (1)
    Gibt es mit dem Tuning keine Probleme was die Dauerhaltbarkeit von Motor und vor allem dem Getriebe angeht? Mir gehts hier vor allem auch um Laufleistungen >200tkm, da ich mir auch vorstellen kann so einen Langläufer zu kaufen.

    (2)
    8,x l/100km bei langsamer Fahrt ist ja schön und gut, aber ich „fliege“ eigentlich immer über die Autobahn. Hält sich der Verbrauch dann auch noch in Grenzen oder muss man eher mit >15 l/100km rechnen?

    (3)
    Hat man im Winter auch bei etwas steileren Straßen und etwas mehr Schnee keine Probleme mit dem Frontantrieb? Ich bin persönlich etwas davon abgeneigt höhere Motorleistung (vor allem Drehmoment) mit Automatik und lediglich Frontantrieb zu paaren.

    Beste Grüße,
    Schü

    • Lieber Schü, die Kombination 2.0 Liter Turbo-Benziner und Automatik ist unschlagbar. Vor allem was Dauerhaltbarkeit angeht ist es der beste Kauf. In der Erprobung unserer hessischen Freunde hatten die Motoren vor einigen Monaten bereits mehr als 400.000 auf der Uhr und laufen immer noch. Hirsch Tuning ist kein Problem, die 260 PS sind einiges unter den Möglichkeiten was gehen kann.
      Im schnellen Flug kannst Du durchaus 15 Liter verbrauchen, muss man aber schon sehr zügig unterwegs sein 😉
      Der Frontantrieb ist bei Schnee (mit Michelin) erste Sahne, super Traktion, gibt es nichts negatives zu erzählen!

      • Wahnsinn – dann sind die ja wirklich robust. Da kann man sich ja auch einen mit 200tkm kaufen.
        Und ich war schon froh, dass mein 1.2 TDI 150tkm gehalten hat. 😀
        Und der Verbrauch …. Naja wie oft fliegt man schon tief auf der Autobahn.
        Schauen wir mal, was es in 1-2(3) Jahren noch gibt.

  • Ohne Frage , ein toller Bericht. Aber Liebe kann bekanntlich Blind machen. Ich persönlich finde den 9-5 N.G. als viel zu massig . Die Handlichkeit des 9-5 I fehlt ,
    Nun wird wahrscheinlich ein Shitstorm der 9-5 II Fans über mich ergossen. Aber das ich kann leicht ertragen.

    Viele Grüße an die SAAB -Gemeinde ,die in der Mehrheit keinen
    .9-5 II fährt..

    Ulrich

  • Warum nicht versucht worden ist, den Wagen als Opel weiterzubauen, verstehe ich nicht.

    zur Länge: Ich kann es nicht glauben. Beim Umstieg von 9-3 I auf 9-5 I ist die Zahl der passenden Parklücken schon mal deutlich geschrumpft. Mit 5 m ist man einfach über der üblichen Länge, die sich so durch Ein- und Ausparken längs der Straßen einpendelt. Wie soll das gehen?

  • Mit dem Saab 9-5 Ng auf Urlaubsfahrt ist es seinmal pasiert , dass eine Südländische Familie die die ganze Zeit auf der Autobahn geschlichen ist und dann, als wir mit unserem blauen 9-5 ng vorbeifuhren haben die uns überhohlt,Fotos gemacht undfreundlich gewumken ;-).

  • Habe den gleichen Umstieg und damit die gleichen Erfahrungen gemacht.

    Wenn Tom den Größenunterschied in der Frage nicht als nachteilig wahrnimmt, dann wird er innerstädtische Kampfzonen mit dem Auto wohl eher grundsätzlich meiden.

    Aber wer wollte es ihm bei diesem Auto verdenken?

    Schlimmer als den Stoßstangen ergeht es den Seiten. Mein SAAB sieht inzwischen aus, als würde Hagel waagerecht fallen. Immer wieder hauen irgendwelche Deppen ihre Türen rein. Zum Ko…

    • Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte… Natürlich meidet man (unbewusst vielleicht) alte Parkhäuser und besucht lieber moderne, großzügige Anlagen. Schon mal weil die Türen dann heil bleiben. Oder man parkt da, wo man den Saab sicher wähnt. In Einzel-Parkbuchten, mit Grünstreifen links und rechts – und geht lieber 50 Meter zusätzlich…
      Aber, Spaß beiseite: 5 Meter sind 5 Meter, ganz klar. Die lassen sich nicht weg diskuttieren. Was ich ausdrücken wollte über die Handlichkeit ist ein gefühlt kleiner Wendekreis, ein einfaches Handling im Parkgeschäft, so wie man es hinter diesem Auto nicht vermutet hätte.

    • Auch individuell. Ich parke 99% der Zeit längs irgendwelchen Straßen und habe daher zum Glück nicht solche Dellen. Aber dafür dauernd zu kleine Parkplätze. Erst heute morgen wieder. Aus Trotz probiert. Bäh. Einziger Trost: Gerade wieder in einen Siebener-BMW geguckt, und eigentlich hat der auch nicht wirklich mehr Platz für die hinteren Passagiere und ist noch länger_____________________rums.

    • Ist bei mir auch so mit den Dellen und Kratzen die seitwärts reingehauen werden. Leider finde ich die auch erst bei der nächsten Wagenpflege wieder.

      Ansonsten bin ich (bis auf den Schnee im Kofferraum) rundum mit unserem exotisch tollen 9-5TTiD sehr zufrieden.

      Fliegen macht Spass!

  • Da hast Du was angerichtet, Tom. Angefixt bin ich ja schon lange. Bin gestern Abend extra 60 Kilometer zum Saab-Händler gefahren und habe mich lange auf dem Hof herumgedrückt. Sieben(!) 9-5 NG stehen da so rum. Eigentlich ist es ja völlig unvernünftig, sich ein solches Geräte zuzulegen. Eigentlich. . .

    • Der Wagen ist ein Konzept, dass uns Europäern ja weitgehend vorenthalten wird, insoweit dankenswert, dass GM das zugelassen hat. Ein „Mittelklasse“-Wagen mit dem Innenraum der Oberklasse. Quasi die Langversion des Insignia, plus Saab. Die Konkurrenten bieten ihre Langversionen nur in China und ggfs den USA an, zB der Volvo S70L, oder der A6L.

      In Europa bedeutet Platz hinten ja automatisch Luxusklasse ab 70000 Euro oder Van.

    • Das Leben ist einfach zu kurz, um nur vernünftig zu sein. Da habe ich gestern wenigstens eine gute Sache angeschoben, oder 😉
      Heute 400 Kilometer 9-5 gefahren, seit 05:50 unterwegs. Zurück über Landstrassen, die A3 war wie immer dicht. Jeder Kilometer ein Genuss, Fahrfreude pur!

  • Klasse Bericht, Tom, der Lust auf mehr macht. Seit gut vier Wochen fahre ich nach vielen Monaten des Abwägens und Überlegens einen 9-5 TTiD (den roten, den Du hier im Herbst vorgestellt hast) und bin total froh darüber, diesen „unvernünftigen“ Kauf getätigt zu haben. Wie Du schreibst: das Leben ist zu kurz, um nur vernünftig zu sein. Ich kann nicht nur stundenlang drin sitzen, sondern auch davor, und mich freuen wie ein Kind!

  • Toller Bericht, finde mich ganz und gar wieder. Meiner ist bloss ein TiD mit den 160 PS, für die CH aber voll auf genügend. Und auf meinem Tripp nach Trollhätten konnte ich ihn auch mal fliegen lassen; 216 km/h nach dem Navi, nicht schlecht für 2t Gewicht und bloss 160 PS. Kaufen, ja kaufen würde ich ihn sofort wieder!

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