Saab meets Mahindra

Die Nachrichtenlage in Schweden ist wenig ergiebig, das gibt uns Zeit zu einem Blick über den Tellerrand. Mahindra wird als zukünftiger Aktionär oder Eigentümer bei NEVS-Saab gehandelt. Unbestätigt zwar, aber die Wirtschaftspresse in Schweden sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit.

Saab meets Mahindra ©2014 saabblog.net
Saab meets Mahindra ©2014 saabblog.net

Auch in Deutschland ist Mahindra bereits präsent. Zwar nicht wie in einigen Ländern Südeuropas, mit eigenen Pickups und Geländewagen. Aber mit der Marke Ssangyong, die vor 4 Jahren mehrheitlich von Mahindra übernommen wurde. Der älteste koreanische Hersteller gilt als Allradspezialist, seine Existenz auf dem deutschen Markt liegt allerdings unter der Wahrnehmungsgrenze. Weniger als 1.000 Fahrzeuge konnten mehr als 100 deutsche Ssangyong-Händler 2013 an den Kunden bringen.

Ssangyong – die Nische in der Nische

Die Modellpalette besteht aus vier Fahrzeugen. Es gibt den Actyon Sport, einen Pickup, der als Lifestyle-Laster konzipiert wurde, ohne besonders schick und anziehend zu wirken, und die Bedürfnisse der eigentlichen Pickup Kundschaft wurden ignoriert. Es gibt nur einen Radstand, eine Kabinenversion, eine viel zu kurze Ladefläche.

Der Rodius ist ein Van mit 9 Sitzen, preiswert, praktisch, robust.  Auf Wunsch mit Allradantrieb. Auch wenn Ssangyong vom “neuen” Rodius spricht. Er ist betagt und hat nur ein Facelift bekommen. Menschen mit viel Platzbedürfnis und eingeschränktem Budget mögen den Rodius. Günstiger kommt man mit 9 Personen an Bord nicht vom Fleck.

Als Geländewagen, nicht als SUV, versteht sich der Rexton.  Offiziell spricht Ssangyong vom Rexton W, auch er ein Oldie im Programm, der immer wieder aufgefrischt wurde. Und zum Schluß, als modernstes Modell, gibt es den Korando. Ein kompakter SUV, mit gefälligem, italienischen Design. Passend in den Markt wie Kia Sportage, Opel Mokka, oder Hyundai iX35.

Um mir einen Überblick zu verschaffen, breche ich auf nach Mainz. Das Saab Zentrum Mainz ist auch Partner von Ssangyong. Carsten Scholl erwartet mich bereits und nimmt sich Zeit, um mir mehr über Ssangyong zu erzählen. Zuerst allerdings muss ich eine Blick auf die Saabs im Showroom werfen, bevor wir tief in das Ssangyong Thema eintauchen. Und auch für Leser gibt es einen kurzen Blick.

So, das war die versprochene Dosis Saab, zurück zu Mahindra und Ssangyong. Seit der Übernahme durch Mahindra, so berichtet Carsten Scholl, wurden nach und nach alle Modelle überarbeitet. Komplett neue, unter Mahindra Regie entwickelte Fahrzeuge sind in der Pipeline und werden in den nächsten Jahren auf den Markt kommen. 2013 hat Mahindra eine Milliarde Euro für die Entwicklung neuer Motoren und Plattformen bei Ssangyong freigegeben.

Den Import nach Deutschland erfolgt über die Alcadis Gruppe. Ein belgischer Importeur, der ausser Ssangyong auch Suzuki, Isuzu und Hyundai in mehreren Ländern vertreibt. Die deutsche Niederlassung befindet sich in Kerpen, und mit Geschäftsführer Ulrich Mehling ist ein früherer Saab Deutschland Chef mit an Bord. Was auch die zunehmende Verbreitung von Ssangyong unter den Saab Partnern erklärt.

Wie fährt sich der Rexton?

Es ist Zeit, nach langer Vorrede einen Ssangyong zu fahren. Mich interessiert der Rexton. Ein richtiger Geländewagen, übrig geblieben aus einer Zeit, als Allradautos noch fürs Gelände gebaut wurden. Und nicht für den besten Parkplatz vor dem angesagtesten Szenelokal der Stadt. Er könnte der Enkel des Defender sein und bietet mit einem Preis ab 25.000,00 € viel Auto fürs Geld.

Der Motor, ein 155 PS Diesel von AVL entwickelt, läuft angenehm ruhig. Die Fünf-Gang Automatik, noch eine Hinterlassenschaft aus der Daimler-Lizenz Zeit, schaltet weich. Die Servolenkung ist amerikanisch ausgelegt. Man dirigiert den Wagen  mit einem Finger. Das kann man mögen, muss aber nicht.

Mir gefällt es, und während wir über die Landstrasse rollen, gibt es einen Blick auf den Innenraum. Alles wirkt routiniert verarbeitet, die Passungen stimmen, nichts klappert oder quietscht. Platz für Kritik – gibt es in dieser Beziehung keine. An das Alter des Rexton erinnert freilich der linke Ellbogen. Der hat fast so wenig Bewegungsfreiheit wie im Defender. Der Rexton ist eben ein klassischer Geländewagen.

Ein Fahrzeug für die Nische, das leider nach dem letzten Facelift nur noch 2.6 Tonnen ziehen darf. Okay, für Förster, Waldbesitzer und Menschen, die mit dem Pferdeanhänger durch die Gegend tuckern, könnte das ein dicker Minuspunkt sein. Aber sonst bekommt der Ssangyong einige Sympathie von mir. Er ist ein solider und grundehrlicher Charakter mit Nutzwert. Das gefällt.

Wie aber sieht es mit dem SUV von Ssangyong aus? Wie ist der Korando, das neueste Modell und der Hoffnungsträger für steigende Stückzahlen.

Der Korando

Seit 1983 tragen Fahrzeuge aus dem Hause Ssangyong den Namen Korando. Abgeleitet von “Koreans can do” weckt das Selbstbewusstsein Erwartungen. Vom Korando kann man am besten ableiten , was Mahindra tut, und was nicht. Der kleine SUV wurde erst kürzlich überarbeitet, und da im Saab Zentrum Mainz beide Versionen vorhanden sind, kann ich sehen, was sich tut.

Deutlich ist das Bestreben nach mehr Wertigkeit. Der aktuelle Korando kommt in Schlagdistanz zu den Mitbewerbern. Wäre auf dem Lenkrad ein Signet von Hyundai, Kia oder Opel, es wäre glaubhaft. Im Innenraum sieht alles gut aus, fühlt sich gut an. Die Ausstattung ist umfangreich, und man kann unter anderem Bluetooth und USB in Serie haben. Die optionalen Ledersitze versprühen einen Hauch von Luxus.

Allerdings sind Dinge wie Xenon, Navigationssystem oder Assistenzsysteme weder für Geld, noch für gute Wort zu haben. Ein Nachteil, der aber die aktuellen Käufer eines Korando nicht stören dürfte. Die shoppen einen möglichst günstigsten Preis, nicht eine Marke.

Mahindra & Saab?

Der Besuch in Mainz macht mich zunächst etwas ratlos. Aber mit jedem Kilometer, der zwischen der Landeshauptstadt und mir liegt, wird der Blick auf die Situation klarer. Auf der Habenseite sind die Fahrzeuge von Ssangyong. Die sind besser und sympathischer als erwartet. Aber, wenn Saab schon in der Nische war, dann baut Ssangyong die Nische in der Nische. Rund 145.000 Fahrzeuge haben die Koreaner 2013 produziert, verteilt auf 4 ganz unterschiedliche Modellreihen. Und von den 4 Baureihen sind 3 ganz klare Nischenprodukte.

Die Marke hat keinerlei Image, zumindest nicht in Europa. Der Bekanntheitsgrad ist kaum messbar. Das komplette Angebot muss, um Anschluss zu halten, von Grund auf erneuert werden. Ssangyong ist, in meinen Augen, eine große Baustelle. Während man bei Saab zumindest weiss, wofür die Marke steht, ist das Profil von Ssangyong unscharf. Verlässliche Allrad-Autos sollen es sein. Charakter, Standhaftigkeit, Zuverlässigkeit, sagt der Hersteller, zeichnen einen Ssangyong aus. Aha !  Aber wer denkt bei Allrad denn an Ssangyong? Zuerst fällt mir da eine japanische Marke ein, eine aus USA, dann eine aus England, dann eine aus Süddeutschland. Aber Ssangyong? Fehlanzeige.

Mahindra hat mit Ssangyong viel Arbeit vor sich, um die Marke auf die Erfolgsspur zu bringen. Das benötigt Liquidität, bindet personelle Ressourcen. Kann – und das ist meine Frage – Mahindra gleichzeitig Saab und Ssangyong aufbauen? Und gibt es zwischen beiden Marken Synergien?

Vielleicht irre ich mich jetzt, und wenn, dann würde mich der Irrtum freuen. Denn natürlich möchte ich, als Saab Fan, eine Zukunft für die Marke und einen guten Eigentümer. Eine Erfolgsgeschichte, so wie Tata bei Jaguar und Land Rover, das wäre nach meinem Geschmack. Aber der Verstand signalisiert kein grünes Licht. Mahindra hat bereits eine Herausforderung zu bewältigen und wird mit Ssangyong auf Jahre beschäftigt sein.

Um parallel Saab in eine gute Zukunft zu schicken, bräuchten die Inder einen unerschöpflichen Pool personeller Ressourcen und viel, sehr viel Geld. Am besten einen Geldspeicher, so wie Dagobert Duck. Aber Mumbai ist nicht Entenhausen. Oder?

Text & Bild: tom@saabblog.net

 

42 thoughts on “Saab meets Mahindra

  • Die Feng Shui Anleihen sind leider überall im Fahrzeugdesign sichtbar. Kein Wunder wenn man die Verkaufszahlen in China sieht. Volvo hat zwar die Designabteilung mit Skoda Chef-Stylinten verstärkt um an die alten Designikone-Zeiten anzuknüpfen. Es wird jedoch mindestens ein Jahr dauern bis dies bei Prototypen und mehrere Jahre bei Neuwagen brauchen bis “Back to IKEA” greift. Die Werkzeuge für die neue Baureihen sind schon längst bestellt. Immerhin hat SAAB “GM-Dank” keine solche Probleme.

  • Du meinst einen SaabYong a la GM? Das wäre der Tod..

  • Das ist wahr, der Innnenraum ist sehr! gelungen und sie haben für ihren Werbespot sogar die Band “Be the bear” engagiert, von der auch den Song für den 9-4x kam.
    Dafür haben sie sich aber beim Aussendesign endgültig aus Europa verabschiedet.
    Und ich frag mich eh schon lange, warum sich die Schweden seit zwei Jahren nicht trauen, ihre neuen Hausherren mal kurz beiseite zu nehmen und ihnen zu erklären, dass die penetrant plakatierte “Husky-Edition” hierzulande keinem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

  • Wenn ich mir anschaue was die Chinesen bei Volvo machen (siehe neuen XC90, ein Traum der Innenraum), stellt sich mir die Frage warum NEVS das nicht auch hinbekommt! Die werden schon den richtigen Partner finden!

  • Citroen schafft es ja nicht mal in ihrem “Oberklasse”Auto c5 ein Schiebdach einzubauen! Hahaha!

  • Hi Alda
    Was rauchst du ?
    Spaß beiseite – so wie du es siehst, würde ein Riesen-Schuh draus.
    Nur wer würde sich diesen Über-schuh heutzutage noch an´s Bein binden ?

  • Obs !

    Schwedischer SAAB Konzern
    http://de.wikipedia.org/wiki/Saab
    arbeitet seit über 5 Jahren mit Mahindra im Rüstungsbereich zusammenarbeitet und würde beim möglichen Einstieg von Dongfeng bei NEWS die Namensrechte SAAB blockieren.

    Dass die Schweden erst kürzlich mit Feldjägern die Kokums Werft aufsuchten und die staatlichen Unterlagen zum U-Boot-Bau von Thysen-Krupp mit “vorgehaltener Waffe” sicherstellten zeigt wie sich die sonst zurückhaltenden, aber in letzten Jahrzehnten oft vera…..ten Vikinger jetzt verhalten.
    Kokum ist auch zum “Sonderpreis” von SAAB gekauft worden.

    Die zusammenarbeit Mahindra-SAAB würde mit der gemeinsamen Fahrzeugfertigung auf völlig anderen Level wie die GM oder gar NEVS stehen.
    Das Werk in Trollhätten ist weiterhin unter Obhut der Wahlenbergs Firmen. Die ehemaligen SAAB Cars Entwickler arbeiten großteils bei Ingenieurbüros mit SAAB Beteiligung oder sogar im Flugzeugbau.

    Mahindra kann auf schwedische Hilfe und Personal zurückgreifen.
    SAAB ist und bleib SAAB, halt mit Indern und Südkoreanern im Fahrzeugbau. Ssangyong hat brandneue 1.6 AVL-Turbomotoren in der Pipeline – diese könnten sogar in guten weiterentwickelten SAAB 9-3 ab 2015 eingebaut werden.

    Der neue Ssangyong CUV könnte “verSAABt” werden.
    Die Phönix-Plattform für neue Ssangyong Modelle verwendet werden.

    Gruß

    Älg

    P.S.
    Künftiger SAAB “Crossover”.
    Zwei Carl Gustavs (1xAT,1xAP) mit Ladeautomatik auf der Motorhaube,
    Radar- und Unterschallwellenschluckende Kunststoffkarosserie,
    Aktiv und passiv IR und Radar gesteuerte ausfahrbare 40 mm Bofors mit 360° / -20°..+90° Schwenkbereich im Kofferraum.

  • Ist es. Die Herren von GM haben die Presswerkzeuge und alles was man so braucht abtransportieren lassen. Was damit geschehen ist, unklar. Damit ist jede Weiterführung des Produkts unmöglich, wer einen 9-5 NG hat, der sollte gut darauf aufpassen 😉

  • Ist ein Comeback des 9-5 II nicht grundsätzlich ausgeschlossen?! (GM Lizenzen)

  • Individualität und Eigenständigkeit bei Citroen, ich weiß ja nicht. Für mich versucht Citroen nur auf den Zug mitaufzuspringen, was aber in meinen Augen mangels Image schief geht. (Mini, Fiat 500 etc.)

    Bei dem 9-5II stimme ich dir zu! Ziel sollte es sein, die Produktion des 9-5II schnellstmöglich wieder aufzunehmen (möglicherweise mit Facelift) und auch den neuen 9-3 zu bauen. Dachte sowieso, der wäre kurz vor Marktreife und dann fing man wieder an, den alten 9-3 zu bauen.
    Die beiden Fahrzeuge wären die Cashcows und dann bringt man nach und nach noch ein Cabrio auf den Markt. Das würde für den Anfang schon reichen… Aber es scheint ja nicht so leicht zu sein? 🙁

  • Ob PSA auf der sicheren Seite ist, das wird die Zukunft zeigen. Ich wünsche es, wie ich es auch für Saab wünsche. Allerdings baut NEVS ein “altes” Auto, oder baute, um das Werk am Laufen zu und die Fertigungskompetenz zu sichern und in THN zu halten. Das sollte man anerkennen und der Ansatz war nicht ganz falsch. Nicht immer alles negativ sehen…

  • Das kann man beides nicht miteinander vergleichen. PSA ist aus dem Gröbsten raus und hat mit Dongfeng einen zuverlässigen Partner mit dem man immerhin schon seit 1992 zusammenarbeitet. PSA baut weiterhin eine ganze Palette von Modellen und entwickelt auch neue, teilweise mit revolutionären Antriebstechniken wie z.B. Hybrid-Air.
    Sorry, aber Saab baut, oder besser baute, das Facelift, vom Facelift vom Facelift eines Altautos, das ist ein Witz. Hätten die den 9-5II weiterbauen können hätte ich da ja noch etwas Licht gesehen

  • Möglicherweise denkt Mahindra ja an ein Patch Engineering wie es viele andere Marken auch tun.
    Ich denke hier an SAAB für Europa, USA,.. und SsangYoung für Asien.
    Also die Limos, Kombis, und Cabrios von SAAB und die SUVS und Geländeautos von SsangYoung jeweils unter einer Marke für die jeweilige Region.
    Korando (Asien) = SAAB X-4? (Europa) und dafür SAAB 9-3 (Europa) = SsangYoung ?? (Asien).
    Solches Vorgehen ist ja nicht selten und man könnte Synergien nutzen und damit Geld sparen.

  • Oh bitte, lass uns doch erst mal schauen was Dongfeng als neuer Aktionär aus der kriselnden PSA Geschichte macht. Ohne Geld aus China und ohne Geld vom Staat gehen auch hier die Lichter aus. Und gib den Leuten von NEVS doch mal die Chance die Geschichte vielleicht doch noch in die richtige Richtung zu leiten. Der Ansatz wäre ja zumindest da.

  • Was hat ein Citroen Cactus mit Saab zu tun? Sind es die veralteten 5-Gang Getriebe, das eiförmige Lenkrad, oder die Tatsache dass man die hinteren Fenster nur aufklappen kann? Soory, aber ich sehe da gar nichts. Ausser vielleicht dass Citroen mit dem Cactus in das Segment billiger Kleinwagen geht, das Saab spätestens mit dem 99 verlassen hat.

  • Citroen passt allerdings besser zu Saab als dieses Ssang Yong. Was haben den hässliche Plastikbomber mit einer Marke gemeinsam die sich gerne auf Augenhöhe mit Mercedes und BMW sah? Gut, beide haben zuletzt veralteten Plunder verkauft…
    Wer an die grosse Wiederauferstehung von Saab glaubt, glaubt wahrscheinlich auch noch an den Weihnachtsmann…

  • Ich vergleiche hier nicht SAAB mit Citroen, sondern das Gefühl von Individualität und was besonderem! SAAB ist früher immer durch seine etwas spezielle Form aufgefallen wie das auch bei Citroen der Fall war! Nur die hatten den PSA-Konzern im Rücken und konnten es sich leisten unpopuläre Autos zu bauen. Aber jetzt hat auch die französische Automobilindustrie zu kämpfen und man kann sich keine Fehler mehr leisten! Falls SAAB je wieder aus seinem Schlaf erwachen sollte dann muss wieder was spezielles kommen, halt so was wie ein citroen cactus.

    Als ich mal paar Tage mit einem alten SAAB 96 rumgefahren bin hat jeder den Kopf nach SAAB gedreht und das lustige war, dass niemand wusste was das für ein Auto war! Also liegt es an der Form und da wäre mal wieder was retro gefragt:-)

  • Wenn du von faseln redest dann schau nach Schweden, die tun das schon seit langer Zeit und genau deswegen musste SAAB untergehen! Sorry ich möchte hier keine Citroen-Werbung betreiben sondern wollte nur mal einen Denkanstoss in die Runde werfen! Aber genau deine Reaktion ist der Grund warum es mit SAAB nicht mehr klappt! Nur mit etwas besonderem kann sich SAAB wieder behaupten!

  • Den Citroen Cactus mit einem Saab zu vergleichen, scheint mir ein Scherz zu sein. Die einzige Parallele die ich darin sehe ist, dass der Cactus der Versuch einer “Daseinsberechtigung” ist… das könnte man auch auf die Situation von Saab beziehen… mehr aber auch nicht!

  • Es kann sein, dass die Verhandlungen positiv oder negativ ausgehen – von Mahindra-Blödsinn zu faseln, halte ich für Wichtigtuerei!

    Außerdem wollen wir hier im Blog nicht für Citroen werben – was soll der Blödsinn?

  • Langsam wünsche ich mir einen würdigen Abgang für SAAB! Denn Würde hat diese geniale Marke verdient! Aber mal ehrlich, was soll dieser ssang-Yong und mahindra-Blödsinn? SAAB kann nur SAAB sein und ich fahre SAAB’s seit meiner Geburt, vom 99er bis 9-5er! SAAB war Familientradition und nach 7 SAAB’s ist jetzt leider Schluss! So wie die guten Alten Zeiten nicht mehr zurückkommen kommt auch SAAB nicht mehr zurück! Aus dieser Leidenschaft heraus wünsche ich, dass jeder seinen SAAB noch hegt und pflegt(wenn man es sich finanziell leisten kann) so lange es geht!

    Schwenkt doch den Blick mal nach Frankreich und bestaunt den Citroen Cactus! Es ist eben genau eine solche Idée-Fix welche SAAB gefehlt hat und nicht nur immer das fehlende Geld!

    Falls ihr mal Gelegenheit habt dann fahrt mal diesen Citroen Cactus! Es ist als würde man einen SAAB 96 fahren! Ein wenig garstig aber identisch mit den guten alten Zeiten:-)

  • wow eine interessante story!
    Danke für den super Bericht!
    Saabige Grüße!

  • AVL produziert selbst nur Kleinserien-, Tuning- und Sondermotoren. 16-Zylinder zum Beispiel. Sonst nur Dienstleistungen rund um die Antriebstechnik.

  • Die Fa.
    http://www.gk-meisterservice.de/
    hat als Saab-Zentrum in Krefeld auch Ssang-Yong und sogar (meine andere Marke) Subaru unter einem Dach.
    Dort habe ich 2012 meinen 9-5II Turbo4 Aero neu gekauft.
    Sehr zu empfehlen!
    Die Fahrt vom Bahnhof zum Betrieb in einem Ssang-Yong, glaube Modell Rexton war überraschend sehr angenehm.
    Ich hab mittlerweile selbst schon über diese Marke nachgedacht…
    SAAB und Ssang-Yong = passt.

  • Genauer gesagt wohl nur das Entwicklungszentrum. Das ist alles sehr konfus.

  • Ja hoffentlich, die Hängepartie dauert vieeeel zu lange. 😉

  • Na hoffentlich kommt der Herr Bergman bald mit guten erlösenden Nachrichten aus Indien zurück.

  • Ich würde sagen dass es im Showroom noch nicht passt. Aber, um fair zu sein, noch gibt es keine Fahrzeuge die von Ssangyong/Mahindra entwickelt wurden. Und der neue Innenraum der Korando ist wirklich viel versprechend. Wenn Ssangyong den Weg weiter geht, dann wird es interessant. Ich denke auch dass die Händler sich mit dem Spagat Saab – Ssangyong momentan schwer tun. Das Klientel ist zu unterschiedlich und der Switch zwischen den Mentalitäten für jeden Verkäufer eine Herausforderung.
    Allerdings, wenn man 10 Jahre in Richtung Zukunft blickt, könnte mit Saab – Ssangyong eine neue Automobil Gruppe entstehen die Potential hat.
    Mahindra ist Marktführer im Bereich Nutzfahrzeuge auf dem Subkontinent. Vermutlich kann man sich mit diesem Hintergrund die Expansion leisten, wie gut gefüllt die “Kriegskasse” wirklich ist, ist aber Spekulation.

  • Bergman soll seit einigen Tagen in Mumbai sein, das ist korrekt 😉

  • QDAniel.
    Danke. Ich hatte sowas auch im Hinterkopf. War mir da nicht ganz sicher und habe deswegen nicht umgerechnet und keine Vergleich z.B. zu VW gemacht.
    Gruß André

  • Billion sind in den USA Milliarden, also 16,7 Mrd. US$

  • Noch eine andere Frage. Stimmt es das sich Mattias Bergman zur Zeit in Indien aufhält? Das gibt Platz für Spekulationen.

  • Hallo Tom.
    Vielen Dank für Deinen Bericht über SsangYong. Eine Frage habe ich da noch:
    Was für ein Eindruck hat es bei Dir hinterlassen, dass SAAB und SsangYoung in einem Showroom standen? Passt das oder wirkt es von den Fahrzeugen eher verstörend, bzw. wirkt dann eine Marke wie ein Fremdkörper?

    Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass Mahindra Geld für beide Aufgaben (Saab und SsangYoung) hat. Denn SsangYoung und Mahindra&Mahindra bauen zwar beide nicht überdurchschnittliche Autos und von dort kann natürlich nicht das Geld herkommen. Aber auch Mahindra&Mahindra und SsangYoung sind schließlich auch “nur” Teil der MahindraGroup. Wenn wir Wiki und deren eignen Homepage glauben dürfen, dann hatten die MahindraGroup 2013 einen Umsatz von ca. Umsatz von 16,7 Billionen US$!

    Mit sonnigen Grüßen aus Oldenburg

    André

  • Da ist schon Sinn in der Kombination Niesche-Niesche, vor allem in der Entwicklung kann das viel bringen – SAAB entwickelt und teilt die Plattformen mit den anderen – der Firmenwert von Mahindra & Co würde steigen – aber Geld kostet es trotzdem erheblich und das muss dann aber auch wieder verdient werden. Auf der anderen Seite hört sich teilweise aber auch an wie ein Comeback des 9-4X. Ich will aber keine Comebacks mehr, ich will was neues und etwas SAAB-mäßig besonderes. Außerdem brauche ich Platz. Was ich mir von SAAB schon immer wünschen würde – nach einem neuen Kombi – wäre eine durchdachte Alternative zum VW T5 Bus (SUV stehen vor der Marktsättigung und Mini-Vans sind eh die besseren Familienkutschen/Firmenfahrzeuge – hier sind die Margen gut und die Stückzahlen überschaubar). Ansonsten: schau mir mal … Gutes GELINGEN !

  • Keine Mercedes Motoren mehr. Das ist Vergangenheit. Die aktuellen Diesel sind bei AVL in Österreich für Ssangyong entwickelt und fahren sich sehr angenehm. Scheinbar gibt es ein eigenes Motorenwerk in Korea.

  • SsangYong dürfte die heftigere Baustelle sein. SAAB hat eine vorhandene Basis (WIR) und starkes Social Media (BLOG). Ist nur eine Frage des Geldspeichers 😉

  • Nachschlag: Sieht so aus, als wenn Ssangyong nur Mercedes-Motoren einbaut und gar keine eigenen Motoren hat. Und auch Saab hat ja kein Motorenwerk mehr. Und nu? Ausschließlich Elektroautos?

  • Hui, da hab ich meinen jetzigen 9-5 letztes Jahr im März gekauft! Waren die da auch schon Ssangyong-Händler? Das wäre dann eher ein schlechtes Zeichen, denn das hätt ich mir nicht gemerkt.

    Was die Ressourcen anbelangt, so geht es ja hier nicht um Entwicklungshelfe, wo indische Manager den Laden in Ordnung bringen müssten. Es wird Geld benötigt und ein paar strategische Entscheidungen, und ansonsten können in Trollhättan Autos entwickelt und gebaut werden, wie ja wohl hinlänglich bewiesen ist. Evtl. sogar Ssangyongs. Und sicher auch Elektroautos.

  • Denke die Überlegung ist Ssangyong für die suv sparte und Saab für Limosinen, Kombi und Cabrio. Motoren können gemeinsam genutzt werden. wenn Mahindra genug Geld haben sollte könnte das was werden. Für mich klingt es logisch und Langfristig erfolgreich. Ich würde es mir wünschen. Saab muss ja auch nicht neu erschaffen werden sondern nur weiter betrieben.

Kommentare sind geschlossen.