Saab 900 II – der umstrittene

Leserbeitrag von Andrè

Der Saab 900 der zweiten Generation wurde im Juli 1993 der Öffentlichkeit vorgestellt und ging bald darauf in den Verkauf. Es war das erste komplett neu entwickelte Saab- Modell seit der Präsentation des Saab 9000 im Jahre 1984. Er folgte auf den Saab 900 der ersten Generation, der 1978 vorgestellt wurde.

Saab 900 II. Große Heckklappe, typisch Saab. So wurde er damals präsentiert.

Zuerst wurde die fünftürige Fließheck- Limousine vorgestellt. 1994 folgten Coupe und Cabrio.
Produziert wurden die geschlossenen Varianten im Saab- Werk in Trollhättan. Das Cabrio wurde bei Valmet in Uusikaupunki, Finnland, gefertigt.

Die Entwicklung des 900ers begann bereits viele Jahre zuvor. 1986 gab es Überlegungen, wie der Nachfolger des ersten 900 aussehen konnte. 1987 gab es ein erstes Designmodell im Rahmen des Projekts X 68. Ideen aus diesem Projekt fanden dann allerdings ihren Weg in den 9000 CS, statt in den Nachfolger des 900. 1988 wurde für den Nachfolger ein neues Projekt gestartet, Projekt 102. Das Designmodell, das unter Björn Envall entstand, der auch den ersten 900 formte, führte die Linienführung des alten 900 fort. Das Team um Envall fand dabei eine moderne Weiterentwicklung der klassischen Linie des vorherigen 900. Der neue 900 sollte viele Gleichteile mit dem 9000 besitzen. Ähnlich wie im vorherigen Projekt kam der Wagen dadurch allerdings in der Größe und dem Preis dem 9000er zu nahe.

Nachdem im Dezember 1989 bekannt wurde, dass General Motors (GM) sich an Saab beteiligen würde, wurde das Projekt 102 1990 in das Projekt 104 überführt. Das Größenproblem, das sich vorher ergab, konnte nun gelöst werden, in dem auf eine Plattform aus dem Konzernverbund zurückgegriffen werden sollte. Das Design des Wagens wurde exakt aus dem Projekt 102 übernommen und an die kleinere Größe angepasst. Größere Änderungen gab es im Heckdesign. Der 1990 zu Saab zurück gekehrte Einar Johan Hareide, der eng mit Björn Envall zusammen arbeitete und später sein Nachfolger wurde, gab dem Heck sein endgültiges Aussehen. Da die Zeit drängte verzichtete Hareide auf seinen Sommerurlaub und fand schließlich im weitgehend durch Urlaub verlassenen Büro die endgültige Linie. Vorne wurde die Gestaltung des 9000 CS mit dem schmaleren Kühlergrill, den kleineren Scheinwerfern, sowie nur Blinkern aufgenommen.
Als das Designmodell fertig war, bemühte sich Saab Meinungen von Kunden einzuholen. Das Modell wurde auf die Reise geschickt, Kunden eingeladen und in sogenannten Car Clinics zum Modell befragt (Car Clinic ist ein Instrument der Marktforschung, bei dem ein Modell häufig auch im Vergleich zu Konkurrenzmodellen Personen präsentiert wird). Das Modell wurde dabei gut angenommen.

Auch im Innenraum wurde die Linie des Vorgängers fortgeführt. Saab entschied sich zwei Cockpitlayouts beizubehalten und weiterzuentwickeln. Eine etwas kompaktere Form (mit einer klaren Teilung des oberen Teils des Armaturenbretts zur Mittelkonsole), die sich vom ersten 900 bis zum letzten 9-3 wiederfindet und eine größere Form, die sich vom ersten 9000 bis zum letzten 9-5 weiterentwickelte. Eine Innovation war das „Black Panel“. Mit dieser Taste konnten in der Nacht nicht benötigte beleuchtete Anzeigen ausgeschaltet werden. Es waren dann nur die wichtigsten Anzeigen normal beleuchtet, um den Fahrer in der Nacht nicht unnötig abzulenken. Damit ging ein Detail in Serie, das bereits viele Jahre zuvor auch mit dem Saab EV-1 gezeigt wurde. Nach kurzer Zeit wurde dieses Ausstattungsdetail in „Night Panel“ umbenannt, der Legende nach um die politische Korrektheit zu wahren.

Da Saab schon viel Zeit in die vorherigen Projekte investiert hatte, wurde ein fester Termin gesetzt, bis wann der neue Wagen fertig werden sollte. Am Ende gab es leider erst einmal kein großes Happy- End, sondern ein wahres Fiasko. Der Wagen litt in den ersten beiden Modelljahren unter starken Qualitätsmängeln, die begleitet durch zahlreiche Presse- Publikationen das Image von Saab schwer beschädigten und eine Ursache für das Bild des GM- Makels waren, den Saab in den knapp 20 GM- Jahren nicht los werden würde. Und doch war der 900 der zweiten Generation ein echter Saab, dessen Design in der eigenen Designabteilung entstand, der Motoren hatte, an die Saabs Motorenlegende Per Gillbrand („Mr. Turbo“) Hand anlegte und der in Trollhätten entwickelt, sowie produziert wurde.

Um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass sich die Qualität später wieder auf besserem Niveau befand, wurde 1996 der „Long Run“ von Talladega aus dem Jahre 1986 wiederholt. 1986 fuhren drei serienmäßige Saab 9000 Turbo ununterbrochen bis eine Marke von 100.000 Kilometern erreicht wurde. Dabei wurden zahlreiche Rekorde aufgestellt und die Zuverlässigkeit zur Schau gestellt. Diese Rekordjagd wurde 1996 mit serienmäßigen Saab 900 wiederholt. Dabei kamen alle Motorenvarianten zum Einsatz und auch Journalisten der internationalen Presse durften dabei Fahrzeuge bewegen. Wieder spulten die Fahrzeuge die lange Distanz problemlos ab und stellten Rekorde auf. Jahre später zeugen viele 900 der zweiten Generation mit hohen Laufleistungen im Straßenbild davon, dass der Wagen wieder in die Spur fand.

Für den 900 der zweiten Generation bot Saab vier Motoren an. Dazu gehörten drei Vierzylinder: 2.0 mit 133 PS (später 131 PS), 2.3 mit 150 PS und 2.0 Turbo mit 185 PS. Darüber hinaus war es der erste Saab, der mit einem Sechszylindermotor zu bestellen war (2.5 Liter mit 170 PS).

Der erste V6 in der kleinen Saab Baureihe

Den Saab 900 gab es in Deutschland anfangs in den Ausstattungsvarianten „S“ und „SE“. „SE“ war die höhere Ausstattungsvariante, die z.B. Klimaanlage oder Leichtmetall- Felgen serienmäßig hatte. Die Preise begannen 1993 in Deutschland bei 39.900 DM für einen 900 S 2.0 und gingen bis 54.800 DM für einen 900 SE V6. Im Laufe der Jahre gab es mehrere Sondermodelle. Dazu gehörten z.B. die Modelle Mellow Yellow, R 900, Sunbeach und die Talladega- Edition.

1998 erschien die Weiterentwicklung des 900, der Saab 9-3. Insgesamt wurden 273.568 Fahrzeuge des 900 der zweiten Generation hergestellt.

Der 900 der zweiten Generation hatte das Pech einer Legende zu folgen, die große Fußspuren hinterließ. Und doch trug auch er viel vom „Spirit of Saab“ in sich.

22 Gedanken zu „Saab 900 II – der umstrittene

  • 11. Oktober 2012 um 12:10 PM
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    Der 900-2 war mein erster Saab. Nun fahre ich die Dinger schon im 12 Jahr. Sonst noch Fragen? Es gibt immer Dinge die für den einen oder anderen nicht perfekt sind an einem Kfz. Überraschung -ist aber bei allen Autos so!

  • 11. Oktober 2012 um 11:15 AM
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    Hallo Tom,
    zunächst will ich Dir wirklich herzlich danken für deine absolut Top Berichte über Saab. Hoffentlich bleibt es immer dabei. Jetzt wollte ich auch einmal ein paar Sätzen dazu äußern. Ich fahre seit 1983 ununterbrochen Saab. Angefangen mit einem gebrauchten 900T, 9000 Aero, 900 16TS, 9000 I u. viele weitere. Mein jetziger ist ein 9-3 Cabrio Aero Bj 2005 mit momentan 261000km und der 18 Saab innerhalb dieser Zeit. Den von Dir hier vorgestellten 900 hatte ich ebenfalls und war mit dem Wagen NIE zufrieden. Verarbeitung u. GM-Opel Teile waren zuhauf in dem Wagen verbaut. Das war fast der letzte Saab den ich mir gekauft hätte, wenn nicht, ja wenn nicht der Saab Spirit in mir gewesen wäre. Einmal Saab immer Saab. Schade dass es jetzt zuende ist aber ich werde bei Saab bleiben u. mein Cabrio ist nicht der letzte wobei ich beabsichtige ihn nicht zu verkaufen.
    Als letztes noch eine Anmerkung: damals als GM Saab übernahm wusste man schon dass GM nur Saab benötigt um deren einmalige Struktur, Performens, Technik, und alles das was Saab vereint ausnutzen wollte um dann Saab abzuschreiben und aufzugeben. Das war damals schon klar. Warum hatte man den Amis geglaubt ? Ich nie und sollten die Chinesen hier Fuß fassen wird es ähnlich gehen. Saab wird nie maehr das werden was es mal war: ein tolles Auto mit Attributen die kein anderes Fabrikat hatte: Flair u. Einmaligkeit und vieles mehr.

    • 11. Oktober 2012 um 5:55 PM
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      ….das war damals schon klar…??…. – da war noch gar nicht’s klar! – GM USA (GMC) hatte im Konzern selbst noch Automarken wie Cadilac, Vauxhall, Pontiac und Chevrolet. – Und nicht zu vergessen die Adam Opel AG Deutschland. Die Fahrzeuge wurden sicher zusammen entwickelt, bezw. dann auch vermarktet. Bis heute haben ja viele Garagen das ganze Sortiment der US-Firma im Verkauf…..

      • 11. Oktober 2012 um 11:00 PM
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        @saabfan; Aber das sagt doch gerade überhaupt nichts aus. Die USA sind ein Riesen Automarkt der immer unter Preisdruck stand. Es wurde immer auf Masse produziert. Die Händler hatten riesige Fahrzeug – Kontingente auf dem Geländes stehen. Amerikanische Fahrzeuge wurden immer zu Rock-Bottom Preisen verkauft. Der gewöhnliche Amerikaner kauft ein US-Fahrzeug. Die Typen haben doch gar keine Ahnung davon was ein gutes Fahrzeug bringen kann oder sollte. Die gehobene Mittelklasse Der US Amerikaner, Freiberufler ( Mediziner, Architekten, Lawyer etc…) fahren, Europäische ( Volvo, Mercedes, BMW, Porsche) oder Japaner wie Lexus oder Acura ( Honda für den US Markt ). Die Amerkaner sind u.a erfolgreich in China, grosser Markt und die hauen dort den 08/15 Buick schon seid vielen den 90er Jahren auf den Markt.

        Gebe Michael recht, die Sache mit GM konnte keinen Erfolg haben. War vielleicht damals einen notwendige Lösung, kenne die Zusammenhänge nicht; denke dass das uns allen bekannte End_Ergebnis ja letztlich eine mehr als eine Bestätigung ist. Meines Wissens nach hat einer der SAAB Hauptaktionäre sein Paket so nach und nach and GM verkauft. That’s Buisness. Der hat Privat sicherlich ohnehin Porsche oder Aston Martin gefahren. Bringt jedoch auch nichts, weiter über wenn und aber zu philosophieren.
        Saab war lange Zeit sportlich, innovativ, aber andere haben nachgezogen. In den den 80er und 90er …bis Ende 90 waren SAAB – Fahrzeuge fahrtechnisch den üblichen Fahrzeugen der gehobenen Mittelklasse teils überlegen. Jetzt gibt es zumindest fahrtechnisch einige Alternativen. Fahre selbst seit ewigen Zeiten Schwedenfahrzeuge, werde mir sicherlich neben meinem 93-2, 2.0T Cabrio noch einen 95er zulegen aus der Serie 2006-2009 (danach kann man vergessen US like !) da ich noch länger SAAB fahren möchte. Fahre jedoch innerhalb der Familie auch ein Wettbewerbsfahrzeug, dass mit seine 500 NM auch die meisten SAAB stehen lässt. Trotzdem freue ich mich jedoch am Wochenende Saab zu fahren.

        • 12. Oktober 2012 um 9:40 AM
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          Lieber Joachim,
          Das ist doch die Hauptsache am pilotieren von PKW’s, dass Freude hat. Auch wenn man kein Auto aus dem Königreich Bayern mit dem blau/weissen Emblem auf der Kühlerhaube… (Lach)
          Viele Grüsse aus der Schweiz
          Walter

          • 12. Oktober 2012 um 11:18 AM
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            Hallo Walter,
            danke für Deine nette Antwort. Offen gestanden würde ich vorziehen ausschließlich SAAB zu fahren, was ich über vergangene Jahre auch gemacht habe ( zuerst Volvo dann SAAB ). Aufgrund der jetzigen Situation muss man sich jedoch Gedanken machen seinen SAAB KM-mässig zu schonen. Daher fahre ich Geschäftlich als Freiberufler den süddeutschen Wettbewerb ( der im Winter bekannlich nicht so ideal auf der Strasse ist ;-))…. und zum Vergnügen den SAAB. Habe mich aber jetzt dazu entschlossen Anfang 2013 einen zweiten SAAB anzuschaffen. Hoffe ich finde eine guten 9-5 er zwischen Baujahr 2006 – 2009 um noch mehr Freude am Fahren zu haben. Bei Euch in der Schweiz sieht man ja nun doch mehr SAAB Fahrzeuge auf den Strassen. Ich selbst wohne kurz vor der Holländischen Grenze und in den Niederlanden ist der SAAB eigentlich auch populär. Mit besten Grüssen für ein gutes Wochenende, Joachim

  • 11. Oktober 2012 um 12:51 PM
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    Immer wieder erstaunlich, solche interessanten Details aus der Historie eines Saabs zu lesen.
    Vor allem, dass er mehr Saab-Gene hat als die Alteisen-Fraktion wahrhaben will…
    Und nicht zuletzt überrascht die grosse Ähnlichkeit mit dem alten 900, vor allem beim ersten Foto (schräg von hinten/oben)

  • 11. Oktober 2012 um 1:22 PM
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    tsts Alteisen-fraktion… – da fühl ich mich als gusseiserner 901er Fahrer doch direkt mal angesprochen (obwohl ich meinen aktuellen 93er TTid Kombi auch mag). Aber im Ernst – der 901er hatte genau an den Dingen gekrankt, die Tom (Danke für den Artikel) beschrieben hat: Nach der Machtergreifung von GM wurde die Kiste hastig auf die Vectra-Plattform geschrumpft, das Ganze wirkt alles andere als aus einem Guss. Und das gilt insbesondere für das Heck – das an ein auf 900er Mass zusammengeschnittenes und gequetschtes CS-Heck erinnert. Dazu kommt noch eine emotionslos-gestaltete, fast gesichtslose Front und die selbst für Saabverhältnisse extremen Qualitätsmängel der ersten Generation.
    Das alles hat sich erst mit der Modellpflege zum 93-I gebessert – und steht damit in typischer Saab-Tradition. Ein 901er aus den letzten Baujahren ist (die Steili-Fraktion möge mir verzeihen) auf jeden Fall stimmiger als die ersten Exemplare oder konsequenterweise das 99 Combi-Coupe – und war fabrikneu weitaus zuverlässiger und besser verarbeitet. Aber ich finde es trotzdem irgendwie gut, wenn es auch Fans dafür gibt…

    • 11. Oktober 2012 um 1:27 PM
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      Hmm, danke für das Lob, aber der Artikel ist von Andrè, der da sehr viel Arbeit reingehängt hat. Das Lob gehört ihm 😉

      • 11. Oktober 2012 um 4:45 PM
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        …uups: Asche auf mein Haupt und: Danke, André für den wirklich gut geschriebenen Artikel und Tom fürs Reinstellen.
        Und dann muß ich mich noch für einen Schreibfehler entschuldigen: in der 2. Zeile soll das natürlich 902er heissen. Und dann fällt mir quasi als Zeitzeuge natürlich noch ein, dass ich selbst sogar persönlich auf den 902er etwas böse war: plötzlich gab es keine erschwinglichen 901er als Gebrauchte zum Einstieg in die Saab-Wohlfühlwelt. Naja, ich hab mich dann erstmal für ein paar Jahre mit nem 9000er getröstet bis ich mir schließlich nen 901er leisten konnte und war und bin dem 900-II nicht mehr böse (aber GM mag ich immer noch nicht…)

  • 11. Oktober 2012 um 9:31 PM
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    Ein 902 (Baujahr 1998, 131 PS) war mein erster Saab, den ich 9 Jahre sehr gerne gefahren bin. Insgesamt bin ich mit dem 902 155.000 km gefahren, und habe jeden einzelnen Kilometer genossen. Kaum nennenswerte Reparaturen, am Ende hatte er 205.000 km auf dem Tacho, als ich ihn gegen einen 9-3 Baujahr 2002, Softurbo 150 PS, SE-Variante eintauschte. Dieser fuhr sich doch sehr anders. Leider bin ich mit ihm erst so nach 2,5 Jahren warm geworden. Ein 3/4 Jahr nach dem Kauf (ca. 155.000 km) viel der Klimakompressor aus, nach ca 160.000 war der Motor hinüber (verschlissene Zahnradpumpe (Ölpumpe)). Und nu??? Das war 2010. Motoren aus Schweden gab es mal keine. Ein neuerer 9-3 sollte es nicht, die Schrägheckform ist doch einfach zu gut. Nach 4 Wochen Wartezeit war er dann wieder fahrbereit. Kurze Zeit danach ging der linke hintere Fensterheber kaputt. Auch nicht billig. Ich schiebe das mal alles auf den Vorbesitzer 😉 .
    In Anbetracht der Situation werde ich den 9-3 wohl noch viele Kilometer fahren. Das Innen- und Aussendesign des darauffolgenden 9-3 gefällt mir wirklich nicht.
    Wie gesagt, mein 900 II fuhr und fuhr und fuhr. Meine durchweg positive Erfahrung mag auch daran liegen, dass ich nicht vorbelastet war.

  • 12. Oktober 2012 um 8:44 PM
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    Schöner Bericht!
    Mein erster Saab war auch mein erster Wagen – ein Saab 902 SE, keine Probleme.
    Habe vor einem halben Jahr einen 9-3 TTid Aero Kombi angeschafft (ein Schnäppchen daher musste ich zugreifen) der Wagen unterscheidet sich selbstverständlich stark vom 902, beide machen (machten) jedoch einfach Spass.
    Mein 902 steht nun seit einem halben Jahr auf dem Hof, nicht mal die Exporthändler haben Interesse daran, kann ich absolut nicht nachvollziehen! Damit könnte man noch lange Spass haben..
    Ich gehe den Verkauf jedoch auch nicht intensiv an, obwohl die Partkplatzmiete für einen abgemeldeten Wagen ja auch nicht besonders sinnvoll erscheint.
    Bei einem Saab-Fan würde ich mich von meinem alten Turbo trennen (Standort Schweiz)

    Saabige Grüsse

    • 14. Oktober 2012 um 11:20 PM
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      Moin 92001,
      das kann ich bestätigen, die 902/931 will keiner mehr haben. Wir haben den Spieß umgedreht und für unsere Tochter einen 931 zum absoluten Schnäppchenpreis gekauft. Der ist von 98, von einem älteren Herren gut erhalten aus 1. Hand und läuft super. Wir mußten noch ein paar Dinge in Ordnung bringen, aber das war bei dem Kaufpreis drin. Nun fährt die Kleine ein schönes und vor allem sicheres Auto. Sie liebt ihn jetzt schon und ist doch besser als ’nen Polo, Corsa oder andere Flohkisten, die teurer gehandelt werden.
      Ich selbst bin 9000-er-Fan seit der auf den Markt kam und habe noch einen der allerletzten CSE von 98. Der hat zwar das Zündschloss nicht in der Mitte, aber ist von der Verarbeitung und den verwendeten Materialien immer noch die Meßlatte – die heute keiner mehr erreicht!
      Im Sommer steige ich dann auf meinen 902 Cabrio von 97 um, womit wir wieder beim Thema wären. Der wird nun bald 16 Jahre alt und ist seit 11 Jahren bei uns. Bis auf eine Servopumpe und eine Kupplung vor ein paar Jahren läuft der völlig problemlos. Der 2,3i mit 150 PS ist topfit, das Dach ist auch noch Original – da haben die Finnen in Uusikaupunki super Qualität abgeliefert. Diesen Sommer haben wir 8000 Km (meist Langstrecke) mit ihm gemacht. Auch aus dem steigt man nach 10 Stunden schmerzfrei aus….

      Gruß aus dem hohen Norden

  • 13. Oktober 2012 um 12:15 PM
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    Was mich nervt, ich habe schon des öfteren gesehen, daß 902 im deutschen Fernsehen (ARD und ZDF) geschrottet werden, wahrscheinlich weil sie so günstig zu haben sind und auch optisch was hermachen.

    Da war ein grünes Coupé in einem Film mit Uwe Ochsenknecht, der in Wien spielte, der Wagen landete in der Schrottpresse, das wurde deutlich gezeigt.

    Dann ein silberne Limousine in einem Film mit Charly Hübner über Fahrerflucht mit Todesfolge mit einem Journalisten im Saab, der Saab wurde in einem See versenkt, dann wieder herausgezogen.

    Jetzt am Mittwoch, ein Film mit Klaus J. Behrendt über eine Liebe in Vietnam, die dann im schwarzen Saab Cabrio des Sohnes starb, Seitenaufprall mit einem Transporter.

    Früher in Alarm für Cobra 11 fiel ein schwarzes Saab Coupé aus einem Parkhaus, der Fahrer war dann auch tot.

    Zufall oder Haß der deutschen Autolobby? In Film und Fernsehen sieht man das eher selten mit VW-Produkten, BMW oder Mercedes, so kommt es mir vor…

    • 13. Oktober 2012 um 1:01 PM
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      Ja, das mit den „Film SAABS“ ist mir auch schon aufgefallen. Jedoch sah man auch häufig bei Hollywood Produktionen SAAB im Einsatz, gleiches gilt für Ur-911er /912. Kann man daher auch positiv sehen.
      Sind alles Extravagante Fahrzeuge.
      Da man alte SAAB fahrbereit für 1000 € bekommt kann das vielleicht bei deutschen Produktionen ein Kriterium sein. Die sollten vielleicht auf Opel umstellen um damit die Arbeitsplätze in Bochum zu reden.

      Die Cobra 11-Autobahnpolizei Leute zerlegen jedoch auch jede Menge 3er BMW und C Klasse Mercedes.

      Wenn schon SAAB aus dem 3ten Stock fallen, sollten hier vielleicht die 9-5 Fahrzeuge mit 3,0 TD Maschine eingesetzt werden, damit der sich selbstzerstörende Diesel vom Markt genommen wird. Mir ist aufgefallen, dass Händler diese Fahrzeuge immer noch anbieten. Mein Saabhändler hatte schon in 2005 davon abgeraten, als ich unbedingt einen 9-5 mit 3,0 Liter Dieselmaschine kaufen wollte. Bin dann aber vom 93-1 aber auf 93-2 Cabrio umgestiegen. Der damalige Saab Händler hatte mich gut beraten.

      • 13. Oktober 2012 um 1:19 PM
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        Aber die Amis zerstören die Saabs nicht, das ist der Unterschied.

        Ich weiß nicht, wer den Crash des schwarzen Saab Cabrios gesehen hat. Es ist ein VW oder Mercedes Sprinter mit hoher Geschwindigkeit sicher 70 Km/h in die Beifahrerseite gekracht, der Saab wurde herumgeschleudert, die Geliebte im Film war sofort tot. Man sah keine Airbags, der Sohn auf der Fahrerseite öffnete die Tür und kroch aus dem Auto. So gesehen, war nur die Beifahrerseite hin, die aber ordentlich eingedrückt.

        Ich habe viele Feuerwehrfotos aus der Steiermark gesehen, wo sich scheinbar haufenweise junge Leute mit BMWs töten. Meistens sind die Autos auseinandergebrochen in mehreren Teilen im Wald verstreut. Die Straßen sind sehr kurvenreich und man muß dort wirklich Auto fahren können. Dann kommt eben Heckantrieb und nasse Fahrbahn hinzu, und die Katastrophe ist perfekt.

        Wahrscheinlich wäre das gleiche im Film auch mit BMW oder Mercedes passiert, vielleicht haben die Stuntmen Erfahrung, in welche Autos sie besser nicht einsteigen oder mit welchen Autos man solche Aufnahmen machen könnte.

        Wäre das Auto bei dem Film auseinandergebrochen, hätte der Sohn auch nicht überlebt. Dann hätte es wieder nicht ins Drehbuch gepaßt…

        Mir haben auch alle vom 9-5 3,0 V6 TID abgeraten, ich habe dann zweimal die kleinen Diesel genommen, als Kombi und Limousine, das reicht auch aus.

        PS: In Top Gear haben sie mal einen Saab und einen BMW aufs Dach fallen lassen, bei dem Saab standen noch alle Säulen, der BMW war platt. Das wird der Grund sein.

        • 13. Oktober 2012 um 1:46 PM
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          Du hast recht, in de Hollywood – Streifen werden die SAAB Fahrzeuge nicht zertsört. Wobei die im Hollywood-Streifen dargestellte Klientel im täglichen US Alltag sicherlich auch keine Fahrzeuge aus US Produktion fahren. Also ist der Einsatz der SAAB Fahrzeuge dort sicherlich aus authentischen Gründen gewählt.
          Die deutschen Null-Acht-Fünfzehn Produzenten sind eben Kultur-Banausen !

          Habe den Filmausschnitt mit dem SAAB Cabrio Crash leider nicht gesehen. Vielleicht gibt es ihn ja noch in einer Internet – Bibliothek.
          An den Top Gear Spot kann ich mich erinnern. Die hatten schon immer gute Fahrzeug Dokumentationen. Wenn die Deutschen so was produzieren würden, bekämen sie Ärger mit BMW oder auch Audi.

  • 13. Oktober 2012 um 7:16 PM
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    @Philmos:…Besten Dank für den Weblink, werde mir das Trauerspiel mal anschauen noch ein gutes Wochenende. Joachim

    • 13. Oktober 2012 um 7:18 PM
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      Ja, danke dir auch. Ich habe es mir auch nochmals angeschaut, also es ist ein 900 SE Cabrio, so schlecht schaut er nach dem Crash dann doch nicht aus. Der Transporter ist ein Renault, ein ziemlich großer…

      • 13. Oktober 2012 um 8:14 PM
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        Ja nach dem Bums, sieht der Wagen wirklich noch relativ gut aus. Ist ja immerhin ein Lieferwagen drauf gefahren. Mich hat auch gewundert, das auch das Cabrio-Dach in seiner Position geblieben ist. Sind halt solide Fahrzeuge.

  • 13. Oktober 2012 um 10:56 PM
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    Zu den Filmen: In Der Transporter Teil 1 fährt der franz. Kommissar einen SAAB 901er, den später glaube ich auch mal Jason Statham fährt. Jedenfalls kriegt der nicht mal ne Beule ab, obwohl da auch wer mit einem anderen PKW reingefahren ist, also eigentlich geschrottet wurde…

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