Der Brabus-SAAB – Geschichte wiederholt sich (nicht)

Text: Philipp Bohr
Bilder: Philipp Bohr, Oswin Bohr

Bei SAAB und Tuning denkt man an Hirsch. Technisch versiertere Kunden denken auch gerne an Maptun, oder die SAABs der Troll— und Viggen—Reihe. Ganz gut informierte kennen vielleicht noch den Rinspeed-SAAB oder den 900R. Und irgendwie wirken auch getunte SAABs weiterhin dezent, verkörpern weiterhin skandinavisches Understatement, so wie man es von einem SAAB eben erwartet. Auch wenn die Optik deutlich sportlicher wird, der Sportler trägt einen Geschäfts— statt einem Trainingsanzug.

Saab 9-5 Brabus Edition

Bei Brabus denkt man an Mercedes, wenn auch nicht an den gängigen ‚Rentner—Benz’. Nicht umsonst wird in Anlehnung an den Firmenstandort in der Fachpresse gerne mal vom „Bottroper Bollerwagen“ gesprochen. Brabus bedeutet Opulenz: jedes Detail an einem Brabus-getunten Wagen drückt Kraft und Dynamik aus – der Sportler trägt jetzt sein Wettkampftrikot.

Und diese Firma soll mal an SAABs gewerkelt haben?

Der Brabus—SAAB war eine Notlösung. Die Ausbaustufe „Aero“ war angedacht und abgesegnet, aber eben noch nicht produziert, eine Überbrückungslösung musste gefunden werden. Jens Becker, zu dem Zeitpunkt noch Geschäftsführer bei SAAB Deutschland, ging eine Kooperation mit Brabus ein. Im Rahmen dieser Liaison entstanden insgesamt ca. 100 Exemplare des SAAB 9—5 SE mit dem „Sportpaket Brabus“, es handelt sich also durchaus um eine Rarität. Aber auch um eine begehrte? Darüber scheiden sich die Geister.

Unbestritten ist, daß der Brabus—SAAB ein teurer Spaß war. Die Limousine mit 2,3—Liter—Motor in der Variante SE kostet in der Grundversion 63.430 DM. Dazu kommt, daß der Vorbesitzer nicht wählerisch war, sondern beinahe die Vollausstattungsvariante gewählt hat: Alarmanlage mit Glasbruch— und Tiltsensor (750 DM), Tempomat (600 DM), Lederpolstern (2900 DM), Scheinwerferwaschanlage (500 DM), Traktionskontrolle TCS (620 DM) und Sitzheizung der Vordersitze (620 DM) – insgesamt waren also mindestens 70.000 DM fällig. Und die durch Brabus vorgenommenen Überarbeitungen sind hier nichtmal eingerechnet – Brabus wusste bei Anfrage noch nicht einmal, daß man mal für SAAB tätig war, geschweige denn konnte man eine Preisliste aufrufen. Der Verkäufer des örtlichen SAAB—Zentrums hatte beim Kauf von rund 100.000 DM Neupreis gesprochen. Da DAT—Listen das Modell auch nicht führen, gebe ich als verlässlichste Preisschätzung mal die von Ralf Muckelbauer genannten 80.000 DM an, die ich für durchaus realistisch erachte.

Andererseits bietet sich auch folgendes Bild: Sucht man „Brabus“ und „Saab“ bei Google, so gelangt man schnell in Beschwerdethreads einschlägiger Foren. Von minderwertiger Qualität ist da die Rede, von billiger Optik und Verschlimmbesserung bekannter Defizite damaliger SAAB—Innenräume.

Treffen diese Aussagen zu? Überprüfen wir es doch mal anhand einer Fallstudie eines Brabus—SAABs.

 

Saab 9-5 Brabus Edition

Der Brabus—SAAB
Motor und Antriebsstrang

Am Motor wurde nichts geändert – unter der Haube tut das bekannte 2,3—Liter—Aggregat seine Arbeit, in der ersten Version von 1998 mit dem an die Leine gelegten LPT—Turbolader (daher das kleine „t“ in der Modellbezeichnung), der den Motor auf maximal 170 PS bei ca. 5000 U/min treibt. 280 Nm Drehmoment liegen ab ca. 2000 U/Min an, damit lässt sich mehr als leben – für die Nackenmuskeln des ein oder anderen Mitfahrers können das sogar schonmal zu viel sein. Überwacht wird alles von der Trionic 7, gezündet von einer schwarzen DI-Zündkassette.

Brabus Saab 9-5 Motorraum

Geschaltet wird von Hand. Prinzipiell habe ich mit Automatik-Getrieben nie so ganz meinen Frieden machen können (und dann immer den sequentiellen Schaltmodus gewählt), das kommt mir also entgegen. An der Stelle muss ich auch wieder loswerden, was ich an der Stelle immer sage: Den sechsten Gang vermissen ich schmerzlich.

Die Übersetzung des fünften ist so lang geraten, daß man nicht zu früh aus dem Vierten hochschalten sollte, wenn man nicht zwischen 60 und 90 km/h verhungern will. Dafür ist der erste Gang so kurz, daß er wirklich nur für den ersten Meter taugt. Die rabiate Gasannahme sorgt auch dafür, daß man geneigt ist, schnell auszukuppeln, um nicht beim leisesten Antippen des Gaspedals loszuschießen. Ich persönlich lasse daher gerne beim Gangwechsel bis zum dritten Gang etwas Gas stehen, um nicht turbogewöhnte Mitfahrer zu schonen, ansonsten fliegen schonmal Hinterköpfe gegen Kopfstützen – egal wie weich man kuppelt.

Mit 100.000 km Laufleistung befindet sich der Motor im besten SAAB—Alter, gemessen an den bei SAAB üblichen Laufleistungen. Mechanisch ist er auch immernoch original, und bisher problemlos gelaufen. Nichtmechanische Komponenten haben allerdings schon Alterungserscheinungen gezeigt. Ziemlich genau nach 11 Jahren fielen binnen kurzer Zeit nacheinander erst das Drosselklappenpotentiometer, dann die komplette Trionic aus. Wer einen guten Elektroniker kennt – oder auch eine SAAB—Werkstatt, die ihrerseits einen guten Elektroniker kennt – ist klar im Vorteil, denn beide Komponenten sind für sich sehr teure Ersatzteile.

Fahrwerk

Das Fahrwerk zählt zu den bekannten Schwächen des Brabus—SAAB, und in den Foren ist es der meistgenannte technische Schwachpunkt. Brabus hat die Abstimmung etwas in den sportlicheren Bereich verlegt, was der Straßenlage hilft, aber ein anderes Problem heraufbeschwört.

Die eingebauten Federn sind gegen Geräuschentwicklung mit Kunststoffschläuchen – meist blau – ummantelt. Dagegen spricht zunächst nichts, aber in den Zwischenraum zwischen Feder und Schlauch kann sich Wasser hineinziehen, und dann nicht einfach abtrocknen, so daß die Federn ein beliebter Ansatzpunkt für Rost sind. Bei mir ist dieses Problem nach ca. 80.000 km aufgetreten, andere Fahrer berichten von Problemen ab ca. 70.000 km.

Ist das ein schwerer Mangel? Schwer zu sagen. Mir ist er zunächst auch gar nicht aufgefallen – erst bei der (ansonsten tadellos bestandenen) Hauptuntersuchung fiel dem Prüfer die Brabus-verdächtige Tieferlegung, die noch dazu nicht im Fahrzeugschein stand, auf. Und auf den zweiten Blick fielen ihm dann zwei völlig vergammelte, links zweimal und rechts dreimal gebrochene Federn auf. Beim TÜV war ich an dem Tag damit wohl das Kantinenthema Nummer 1.

Es spricht für den SAAB, daß er mich davon nichts spüren ließ – anscheinend ist der SAAB doch männlich, ein Saabastian vielleicht, und keine Saabine. Vorsicht ist dennoch geboten, denn ohne Federn werden die Stoßdämpfer stärker belastet, es kann zu Leckagen und dem Versagen der Stoßdämpfer kommen. Bei mir sind zwar weder dem TÜV, noch der Werkstatt bei den Inspektionen welche aufgefallen, dennoch sollte man diesen Mangel nicht auf die leichte Schulter nehmen und zumindest überwachen lassen.

Der Austausch der Vorderachsfedern kostete mich ca. 250 Euro. Kein allzu hoher Preis, wie ich finde, gemessen an dem erkauften Maß an Sicherheit. Gebrochene Federn erkennt man übrigens recht leicht, wenn man weiß, worauf man achten sollte. Vernimmt man Poltergeräusche, ist die Straßenlage verdächtig tiefergelegt und federt der Wagen nicht zurück, wenn man sich kurz auf Front oder Heck aufstützt, sollte man einen Werkstattbesuch planen. Die Reparatur ist wie gesagt nicht allzu teuer.

Karosserie und äußere Optik

Die Karosserie wurde von Brabus nur in Details verändert, die dem SAAB aber entgegen der sonst geltenden Bottroper Philosophie seinen Charakter lassen. Der Lufteinlauf ist mit schwarzen Lochblechen verkleidet, außen sitzen runde Nebelscheinwerfer. Das Auspuffendrohr ist oval, aus Edelstahl und etwas größer als beim Standardmodell.

Details: Brabus Saab Nebelscheinwerfer
Details: Brabus Saab Endrohr

Die Bereifung besteht aus 225/45er Radialreifen von Nokian, aufgezogen auf in diesem Fall Dreispeichenfelgen von OZ, die mit dem SAAB/Scania—Emblem auf einer Karbonimitat-Scheibe versehen sind. Die Felgen erinnern an den SAAB—Klassiker und fügen sich daher nahtlos ins Gesamtbild ein – ich habe die Bilder einiger aktueller SAAB—Felgen neben ein Bild des Autos gehalten und kann mir keine so richtig als Ersatz vorstellen.

Brabus Saab Felgen

Manche beklagen die mindere Qualität der verbauten Materialien. Über diese kann ich mich nicht negativ äußern. Es ist eben so, daß die Lochbleche tief über der Straße und noch dazu frontal in Fahrtrichtung stehen, und daher ein leichtes Ziel für aufgewirbelte Steine und sonstigen Schmutz sind. Dementsprechend zeigen sich irgendwann Schnitzer im Lack, die man aber auch selbst ausbessern kann. Die Qualität ist also nicht ganz so gering, wie das manche Foristen behaupten – ist eben alles eine Frage der Pflege.

Der Innenraum

Einstiegsleiste Brabus Saab 9-5

Im Innenraum hat Brabus zweifelsohne die meisten Änderungen vorgenommen. Eingestiegen wird über verchromte Trittleisten (bitte nicht betreten!) mit dem SAAB—Emblem. Im Ledersitz niedergelassen, fallen sofort das Karbon-Armaturenbrett und die Karbonapplikationen am Lenkrad auf. Während die im Lenkrad auch nach 13 Jahren noch ansehnlich sind, ist es mit dem Armaturenbrett so eine Sache.

Verarbeitet wurde kein Karbon—Vollmaterial, sondern anscheinend eine Karbonfolie (oder Imitat) mit Kunststoffbeschichtung, die nach 13 Jahren Sonnenbestrahlung in ungünstigem Licht schon etwas zerschossen aussieht. An zwei Ecken hat sich zudem die Klebung gelöst, dieser Mangel lässt sich allerdings auch mit mittelmäßigem Bastelgeschick selbst beheben.

Allerdings sieht keine der Alternativen (Aluminium, Holz hell oder dunkel) wirklich besser aus als das Karbon. Ich kenne die Kostenvorgaben, die GM Brabus gesteckt hat, nicht. Mit etwas weniger Sparen hätte man hier unter Umständen eine höhere Qualität und damit ein besseres Aussehen im Alter erkaufen können. Auch weitere Details – namentlich die Türgriffe und Türinnenverkleidungen – hätten so noch in Angriff genommen werden können.

Saab 9-5 Brabus Edition Armaturenbrett

Die meisten Armaturen sind mit Aluminiumblechen über dem Kunststoff verblendet, diese sehen auch nach 13 Jahren noch sehr schick aus. Im Einzelnen sind es die Radio—/Kassetten—/CD—Einheit, das SID und das ACC—(Klimaanlagen—)Modul, die hiervon profitieren, ebenso der Lichtschalter. Hier lösen sich auch die Verklebungen nicht auf. Beim Austausch einer der Komponenten können mit Fingerspitzengefühl die Verblendungen vom Alten auf das neue Gerät übertragen werden.

Die Pedalerie ist ebenfalls überarbeitet worden. Mit Gumminoppen gegen Abgleiten gesicherte Edelstahlpedale ersetzen die Standardmodelle, alle sind mit dem Schriftzug SAAB beschriftet, ebenso die Fußablage links. Mit den Jahren nutzen sich die Oberflächen schon ab, aber das liegt in der Natur der Sache, wenn man mit Straßenschuhen die Pedale bedient. Polieren bringt hier wenig, außer vielleicht der Kasse des beauftragten Autopflegebetriebs.

Saab 9-5 Brabus Edition: Pedale
Schalthebel mit Saab-Scania Enblem

Mehr Chrom finden sich am Schalthebel (der auch mit dem SAAB/Scania—Enblem versehen ist, anstelle eines Schaltschemas), am Handbremshebel und den Lüftungsöffnungen auf der Beifahrerseite. Das Chrom wirkt ebenfalls nach 13 Jahren noch frisch und nicht abgegriffen, auch hier ist es wohl eine Sache der Pflege.

Wird der Innenraum durch die Brabus—Überarbeitung aufgewertet? Nicht für jemanden, der kein Chrom mag. Ich fand es zunächst auch gewöhnungsbedürftig, konnte mich mit der Zeit aber immer mehr damit anfreunden. Außerdem harmoniert das Karbon meiner Meinung nach am besten mit dem übrigen Armaturenbrett. Die Holzausführung sah zumindest im Katalog nicht sonderlich hochwertig aus, und die Aluminiumvariante mit dem schwarzen Instrumententräger und den unverblendeten Armaturen wirkte wie aus dem Metallbaukasten. Mein Plädoyer geht daher in Richtung Aufwertung, mit Steigerungspotential.

Und wie fährt sich der Brabus—SAAB?

Hervorragend. Die klassischen SAAB—Tugenden, insbesondere auf der Langstrecke, gehen nicht verloren, und das sportlichere Fahrwerk macht aus dem SAAB zwar nicht Hungaroring-tauglich, verbessern aber dennoch die Straßenlage in engen Kurven. Die 170 PS motorisieren einen zwar nicht übermäßig sportlich, aber dennoch gut genug, um beim Fahren und Beschleunigen jede Menge Spaß zu haben. Dazu der bequeme Innenraum, der auch auf der Rückbank üppige Platzverhältnisse bietet, und der große Kofferraum, der neben dem Reisegepäck auch mal größere Messapparaturen schluckt. Alles lässt dem SAAB eigentlich viel von seinem ursprünglichen Charakter. Die Überarbeitung von Brabus hat sich auf einige Details beschränkt, war in diesen Punkten aber gründlich. Mit einem großzügigeren Kostenrahmen hätte man wahrscheinlich auch noch weitere Details angehen können.

Ich hätte mich sehr gefreut, zu sehen, was Brabus aus dem 9—5 II gemacht hätte, mit vielleicht ebendiesem großzügigeren Rahmen. Unter Umständen hätte sich hier vielleicht sogar eine Alternative zu Hirsch ergeben – und bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft. Die Antworten auf die daraus entstehenden Fragen werden wir aber wohl nie erhalten – leider.

Saab 9-5 Brabus Edition

Übrigens – wo sind wir hingefahren?

Die Bilder zu diesem Text entstanden am Hirbacher Weiher, kurz hinter der französischen Grenze. Der Weiher war mal eine Wehranlage, und gehört zu einer Reihe künstlich erschaffener Gewässer entlang der „Route de la Ligne Maginot Aquatique“, mit deren Hilfe die Franzosen das Durchmarschgebiet der Deutschen im Angriffsfall in eine Sumpflandschaft verwandeln wollten – der Erfolg des Planes ist bekannt. Seit den 60er Jahren wurden die Grundstücke um die Gewässer dann verpachtet oder verkauft, und befinden sich heute zumindest am Wochenende fest in deutscher Hand. Dennoch ist es hier herrlich ruhig und erholsam – genau die richtige Gegend für einen Sonntagsausflug, um mit dem turbogeladenen SAAB über leere französische Landstraßen zu fegen.

7 thoughts on “Der Brabus-SAAB – Geschichte wiederholt sich (nicht)

  • Ob diese deutschen Wagen dann sooo perfekt sind,sei dahingestellt…

  • Brabus stand vor vielen jahren auf der Messe-Essen
    Glaube mit dem Namen NORDIC (Denke die hatten aber nichts mit der Familie Uhr zu tun)

    Gruss aus dem SAAB Dorf
    Aeroman

  • Zum Thema Verarbeitungsqualität noch ein Nachsatz von mir. Ich habe vor kurzem für eine Reparatur die Innenverkleidung einer Tür abnehmen müssen. Wie die Dämmstoffe und auch die Kunststoffabdeckungen besonders oben am Türpanel geschnitten waren war abenteuerlich – das erinnert an die ersten Übungen eines Kindergartenkindes mit der Schere. Entsprechend ging der Zusammenbau nur mit Kraft und Kraftausdrücken. Mein Kompliment an die SAAB-Werksangestellten, die das alles unter Zeitdruck am Montageband fertiggebracht haben. ich habe mich mit dem Zusammenbringen von oberen und unterem Türbogen eine dreiviertel Stunde lang herumgeplagt. Wenn es um Schrauben und Metallteile geht, kann man sich daran erfreuen, mit welcher Leichtigkeit 13 Jahre alte Schrauben sich lösen und wieder festziehen lassen – ohne abzubrechen, und zum Hammer greifen zu müssen.

    Das Cockpit ist in seinen Standards ein Kind der 90er – da sah so mancher Mercedes-Innenraum auch noch vergleichsweise billig aus, wenn ich da so an diverse Taxen denke. Auch wenn ich da so an meinen letzten BMW Leihwagen denke (ein fabrikneuer 318d, Januar 2009), so erinnere ich mich an eine recht billig wirkende Plastik-Mittelkonsole mit fummeligen, kleinen Klimaanlagenreglern. Die Premiumwelle mit dem Weichplastik-Wahn ist noch relativ jung.

    Im Zweifel – und bei Verfügbarkeit – sollte man sich vielleicht an Hirsch wenden, und sich ein Upgrade spendieren… die Wertsteigerung dürfte beträchtlich ausfallen. Ich werde das lassen – für das Alter des Fahrzeuges ist das Cockpit nämlich wirklich noch sehr gut in Schuss, keine Quietsch-oder Knackgeräusche, und wenn sich mal eine Klebung löst… wie gesagt, Klebstoff ist schnell zur Hand.

  • Bei allen darf man nicht vergessen dass SAAB ein Kleinserienhersteller ist, oder war. Nachdem Tom uns behutsam in Richtung Youngtimer bewegt 😉 trifft war zu. Vor diesem Hintergrund waren wir immer bereit ein Auge zu zudrücken. Denn der Charme liegt auch in fehlender Perfektion. Sonst könnte ich einen perfekten, aber langweiligen deutschen Wagen fahren.

  • Sehr schöner Bericht über eine sicherlich reizvolle, interessante SAAB – Ausführung.
    Was die Verarbeitungsqualität beim SAAB betrifft, kann ich mich nur Marco anschließen. Ich habe zwar nur 93 Modelle gefahren jedoch kann sich die Verarbeitung leider nicht mit der vergleichbarer Premium Hersteller messen. Das hatte mich in der Vergangenheit nicht gestört, man konnte ja seinen SAAB nach 3 – 4 Jahren verkaufen und gegen einen neuen ersetzten. Der Fahrspass war mir wichtiger wie sicherlich vielen von uns. Da wir ja jetzt alle unsere Youngtimer fahren fahren dürfen, wäre es schon schön gewesen wenn die Verarbeitungsqualität besser bzw. die Materialqualität etwas ausgesuchter wäre. Beim Neupreisniveau eines vollausgestatteten 93-2 Convertible hätte man eigentlich ein besseres Qualitätsniveau erwarten dürfen. Aber als SAAB – Fan hat man da ein wenig die Augen zugedrückt. Selbst KIA hat es geschafft heute solide Armaturenbretter zu bauen. Aber das lag vielleicht am Einfluß von GM die Einkaufspolitik etc. beeinflussten oder sogar diktierten. Es wir wird hier im Forum eigentlich nicht gerne herausgestellt aber der Niedergang von SAAB hat irgendwie seine Gründe. Man muss sich halt auch den Qualitätsansprüchen der Käufer stellen die als Option Audi, BWM oder auch Rentner-Merc.. Wir reden hier nicht von Opel oder Vauxhall. Von daher ist der Bericht des SAAB 95 Brabus sicherlich aufbauend und erinnert an die guten Fahrqualitäten unserer Youngtimer.

  • Vieleicht hätte Saab bei Brabus bleiben sollen? Die Qualität der Hirschprodukte ist jedenfalls auch sehr gut, was aber auch ein hohes Preisniveau nach sich zieht. Grundsätzlich war die Verarbeitungsqualität bei der 9-5 Reihe nie der anderer “Premium Hersteller” zu vergleichen. Ob GM daran schuld war?
    An meinem 9-5 Aero SC (Bauj.2007) klappert nix, wenn auch das “Plastikholz” im Innenraum gewöhnungsbedürftig ist.
    Beim Leder wurde Qualiät mit den Jahren schlechter, sprich immer dünner wurde die Tierhaut. Deshalb pflegen, pflegen und nochmal ………….

    Sehr schöner Bericht!

    Ciao

    Marco

  • Sehr schöner Artikel über einen Exoten unter den SAAB Exoten 😉

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