Rückspiegel: Was nun?

Der Blick zurück: Bloggers Rückspiegel
Der Blick zurück: Bloggers Rückspiegel

Saab ist verkauft und Begeisterung sieht anders aus. NEVS ist der neue Eigentümer der Saab Automobile AB, der Saab Tools AB und der Saab Powertrain AB. Der Kaufpreis, angeblich 1.8 Milliarden Kronen, soll am Freitag in bar entrichtet worden sein. Die genaue Summe werden wir spätestens im November erfahren, wenn die Anwälte ihren Rechenschaftsbericht vor dem Amtsgericht in Vänersborg ablegen. Das Echo der Presse und vieler Fans ist nicht gerade freundlich. Zu rccht?

Schauen wir uns die Fakten an. Wir haben eine Gesellschaft mit dem Namen „NEVS“, über die wir wenig wissen, mit Kai Johan Jiang, einen Gründer und CEO, der die meiste Zeit mit Biomasse und Batterieherstellung verbringt und dessen finanziellen Hintergründe ebenso unklar sind. Dazu mit Karl-Erling Trogen einen ehemaligen Volvo Mann, ja ausgerechnet Volvo,  der dabei mitspielt. Seine erste Amtshandlung am gestrigen Tag war ein deftiges Statement in Richtung Youngman, dass NEVS der wahre Eigentümer der Phoenix Plattform sei.

Und wir haben wenig Fakten und so gut wie keine Antworten auf offene Fragen. NEVS hat vor, 75 Mitarbeiter einzustellen im ersten Schritt, und hat dafür Angebote gemacht. NEVS darf nicht den Greif, wohl aber den Namen Saab verwenden. Und zur Jahreswende 2013/14 werden die ersten Elektroautos vom Band laufen.

Die Verwendung des Saab-Namens war auch einer der wenigen Hoffnungsschimmer am gestrigen Tag. Die Saab AB, Eigentümer und Wächter der Rechte, hat restriktive Vorgaben, wenn sie Lizenzen erteilt. Dass man die NEVS Hintergründe eingehend geprüft und für gut befunden hat, davon können wir ausgehen. Es gab noch einen zweiten Hoffnungsschimmer, der vielleicht wichtig werden könnte. Doch dazu später.

Was aber ist mit der großen Fabrik in der Stallbacka, wie will NEVS dort auch nur annähernd kostendeckend mit den zu erwartenden geringen Stückzahlen produzieren? Was ist mit dem Saab Know How? Führend im Bereich der Vielstoff Motoren und der Turbo Technologie? Was ist mit dem immer noch existierenden weltweiten Vertriebsnetz und mit der von Monat zu Monat besser laufenden After Sales Tochter in Nyköping?

Und was ist mit der Saab Historie und den loyalen Kunden? Saab hat, und das ist die wirklich erstaunliche Geschichte, eine starke und loyale Fan Gemeinde. Stellt uns neue Autos zu den Händlern und sie werden gekauft werden ! Vielleicht ein Elektro-Auto als Zweitwagen, aber bitte doch einen Kombi für den täglichen Einsatz und als Ersatz für den alten Saab 9-5.

Die Fragen sind offen und wir finden momentan keine Antworten. Unsere Freunde in Schweden sind immer noch der Meinung, dass etwas nachfolgt und dass NEVS nicht die komplette Lösung ist. Da ist die Frage nach den Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben und immer wieder und immer noch spricht man über den bekannten indischen Konzern. Will man bei NEVS wirklich der sagenhafte Phoenix sein und keine Bruchlandung hinlegen, dann wird man einen Partner ins Boot holen müssen !  Bereits vor einigen Wochen wurde eine mögliche Zusammenarbeit der Inder mit NEVS verkündet, heute erscheint sie logischer und wichtiger denn je.

NEVS könnte sonst ein Abenteuer nach Spyker-Muster werden und aus dem Phoenix mehr ein Ikarus. Was fehlt, um lange Durststrecken zu überstehen, ist ein starker Partner mit industriellem Hintergrund. Ein automobiles Startup kostet viel Geld. Fisker Automotive hat bislang die Summe von einer Milliarde US Dollar, nicht Schwedenkronen, investiert, um das erste Produkt auf den Markt zu bringen. Weitere Finanzierungsrunden laufen, und es wird noch viel Geld fließen, bis man profitabel sein wird.

Bei NEVS sehe ich diese Muskeln bislang noch nicht. Okay, ich freue mich für Trollhättan, dass es neue Arbeitsplätze gibt. Ich freue mich, dass die Marke zumindest im Ansatz eine Zukunftsperspektive bekommt. Ich freue mich auch, dass der Saab Schriftzug über dem Werk in der Stallbacka weiterhin leuchten wird. Aber ich möchte eine Antwort auf offene Fragen, und wir möchten einen konkreten Geschäftsplan sehen. Und wir möchten keine Berg- und Talfahrt wie mit Spyker.

NEVS ist seit dem 01. September Eigentümer von Saab. Die Gesellschaft wäre gut beraten, die Zeit zu nutzen und Flagge zu zeigen. Jetzt 18 Monate in aller Ruhe vor sich hin zu arbeiten und dann ein neues Produkt zu zeigen, in der Erwartung, dass es mit Begeisterung aufgenommen wird, das wäre falsch. Noch steht das Händlernetz und die Fan-Basis. Aber Händlernetze und Vertriebsstrukturen können für andere Marken genutzt werden, und die Basis kann sich abwenden. Blogs können entscheiden, dass die Zeit zu schade ist, um für unklare Verhältnisse und nebulöse Strategien zu schreiben, alles kann sich sehr schnell drehen.

Was bleibt übrig vom Saab Spirit? Sind wir alle Youngtimer-Fahrer und Fans einer Marke mit großer Vergangenheit? Werden wir mit unseren großartigen Autos alt werden, bis wir sie nur noch zum Veteranen-Treffen aus der Garage holen? Ganz ehrlich, ich kenne die Antwort nicht.

Wir geben den Investoren zumindest eine Chance, das hat jeder verdient. Wir beobachten, was die nächsten Tage und Wochen passiert, und unser Blog-Team wird dann entscheiden, wie es auf dieser Plattform weitergeht. Im schlimmsten aller Fälle ist es eben ein Youngtimer-Blog mit einigen wöchentlichen Beiträgen, im besten Fall  schreiben wir in 18 Monaten über einen Produktionsstart.

Einen Hoffnungsschimmer gab es am gestrigen Abend. Karl-Erling Trogen gab ein Interview gegenüber dem Svenska Dagbladet. Dieses hatte kurz zuvor eine wirklich vernichtende Einschätzung der Saab-Situation von Jonas Fröberg veröffentlicht, und das Trogen-Interview war wohl eine schnelle Replik. Immerhin scheint die Pressearbeit zu funktionieren, was nicht unwichtig ist. Karl-Erling liess dabei durchblicken, dass NEVS mit weiteren Geldgebern in Verhandlungen ist, welche dann Anteile an NEVS erwerben. Wer die Parteien sind, konnte und wollte er nicht sagen. Die Aussage zeigt zum einen, dass Trogen kein Träumer ist und dass man sich darüber im klaren ist, dass weitere Partner ins Boot müssen. Zum anderen könnte es die Spur nach Indien und zu neuen Saab mit Verbrennungsmotor oder Bio-Power Technologie sein.

Die Flinte ins Korn zu werfen – wie man so schön sagt –  ist noch zu früh. Aber unsere Geduld ist recht strapaziert, und wir wollen Fakten statt Phrasen. Und das bitte sehr bald.

Text: tom@saabblog.net

20 Gedanken zu „Rückspiegel: Was nun?

  • Nach meinem Gefühl wird der künftige Kompagnon von NEVS auch aus China kommen – nämlich Youngman-Lotus. Nach allem was man so mitbekommen hat, ist dieser Konzern wesentlich mehr im Thema als M+M. Außerdem hat Youngman-Lotus bekanntlich in Schweden Ingenieure für die Entwicklung von Fahrzeugen rekrutiert. Dies hätte sicherlich nicht stattgefunden, wenn keine weiteren Aktivitäten geplant wären – es würde für beide Parteien (NEVS + Youngmann) auch keine Sinn machen, wenn man parallel und damit gegeneinander an der Phoenix-Zukunft arbeiten würde.

    Wie erwähnt, ich tippe eher auf Youngman-Lotus als auf Mahindra – könnte natürlich auch völlig daneben liegen.

    • Ohne Insiderkenntnisse kann man wirklich nur tippen, aber an diesem Tipp könnte was drann sein. Auf jeden Fall wird ja noch jede Menge Geld gebraucht will man wirklich wieder Autos in nennenswerter Stückzahl bauen, man bekommt den Eindruck M&M hat das nicht.
      Irgendwann wird in der breiten Öffentlichkeit der Ruf der Marke Saab verschwunden sein und dann nur noch bei Kennern etwas wert. Wenn, dann müsste bald investiert werden.

  • Ich denke wir sollten unsere Saab- Schätze pflegen ,denn es wird nichts mehr mit Saab “ Neu“

    • Wieso sollte es mit neuen SAAB-Fahrzeugen nichts werden? Es spricht eigentlich alles dafür, dass der erste neue SAAB unter NEVS Ende 2013 vom Band läuft.

      Toll wäre natürlich, wenn parallel auch ein Hybrid-SAAB oder etwas ähnliches wie der Fisker (mit zusätzlichem Verbrennungsmotor als sog. Hilfsmotor zur Reichweitenverlängerung) von den Bändern laufen würde – hier wird sicherlich ein Kompagnon entsprechende Fahrzeuge in Trollhättan beisteuern.

      Ich finde es doof, immer nur negativ zu denken – nach meiner Einschätzung wird SAAB leben wie der berühmte Fisch im Wasser!

      • Leider gibt es immer weniger Fische im Wasser.

        Meine Meinung ,dass es mit Saab nichts mehr wird beruht auf Fakten.

        Wer soll die neuen sogenannten Saab´s fahren?.Sicherlich nicht die bisherigen Saab- Fans.

        Grüße

        Ulrich ( 1x 9-5 1 Bio-Power)1X 9oo 1 Cabrio, 1x 9-3 Cabrio.Die ich nicht verkaufen,sondern vererben werde.

  • DIE Entscheidung ist gefallen—wir Saab-Fans werden NEVS nicht los….Was aus dieser „windigen“ Geschätskonstruktion noch werden wird, wird die Zukunft zeigen. Ich werde mich jedoch mental von SAAB-Neuwagen verabschieden und den jetzigen fahren bis zur Schrottpresse. Klingt hart, aber das kann ja bekanntlich noch ziemlich lange dauern!
    Trollige Grüße von der Bergziege

  • Ich glaube dem Strom gehört die Zukunft und wenn man genug Geld hat und kein Balast an Altlasten wie Saab, dann kann das Konzept zum Erstaunen der Etablierten verdammt schnell aufgehen. Ich bedauere auch das es unseren alten Saab nicht mehr geben wird. Der Turbo wird mir fehlen. Der schwedische Spirit ebenfalls. Was ist schon ein Reiskocher gegen die Saab-Tradition – schade. Die Schweden habens aber selbst verbockt. Wenn die Schweden lieber VW, Skoda o.ä. fahren, müssen sie sich nicht wundern, wenn Volvo und Saab vor die Hunde gehen. Hab noch aus Treue letztes Jahr, trotz der vielen GM-Teile, mir einen 9.5 II AERO gekauft, den ich wegen seiner äußeren Individualität liebe. Wird dann wohl der letzte gewesen sein. – Oder?

  • Hallo Community,
    vielleicht haben es einige wenige (….mit Schadenfreude…) zur Kenntnis genommen,–GM hat den Volt eingestellt. Warum nur?! Keiner will ihn haben. Und nicht weil´s ein GM Modell ist/war, sondern weil nichts damit zu verdienen ist, mit dem Elektroauto. Vielleicht ist ja GM der erste, der vor allen anderen, incl. unserer politisch korrekten Autoindustrie, Flagge zeigt. Elektroantriebe in Pkw´s sind ein Mythos. Man entwickelt das, was gerade subventioniert wird. Sie haben alle an alternativen Antrieben geabreitet, die Guten und die Bösen. Bei der Brennstoffzelle gab es Probleme mit der Wasserstofflagerung, bei den Batterien mit Gewicht und Reichweite. Das es irgenwie geht, jenseits von Preis und Leistung wissen wir. Jeder Konzern hat ein alltagsuntaugliches Gefährt im Schaufenster, fährt, sieht gut aus, ist unbezahlbar und taugt nichts. So ist es nun mal. Wahrscheinlich werden die alternativen Enegien demnächst so teuer, daß das gute alte Benzin wieder zu ner Alternative wird,–oder wir werden synthetischen Sprit (…von den üblichen Konzernen…) tanken. NEVS ist eine Sackgasse, wenn sie es nicht schaffen, mit einem Partner konventionelle Autos (..am liebsten als SAAB, egal mit welchem Logo…) zu bauen, wars das. Im Moment verarschen die uns. Es wird ein Saab mit herkömmlichem Verbrennungsmotor, egal was verbrennt, oder es wird gar keins. So wird es laufen, egal mit welchem Partner.
    Gruß aus Koblenz.

    Peter

    • Hallo Peter,

      Deine Annahme, dass E.-Mobilität in weiten Teilen der Welt noch unverkäuflich ist, stimmt – in China jedoch wird an einer Infrastruktur gearbeitet, die wohl bessere Gegebenheiten für Elektro-Fahrzeuge mit sich bringt.

      Das Hauptargument von NEVS ist ja immer noch der chinesische Markt – man spricht davon, dass betuchte Chinesen gern qualitativ hochwertige E.-Autos kaufen würden und der Name SAAB made in sweden ein Garant für gute bis sehr gute Verkaufszahlen wäre.

      Bei all diesen Überlegungen blieben natürlich die europäischen oder auch amerikanischen SAAB-Enthusiasten künftig zum Großteil unberücksichtigt – es sei denn, dass man nun doch sicherheitshalber auch SAAB-Modelle mit herkömmlicher Technik oder evtl. als Hybrid in nder Pipeline hat.

      Für die Region um Trollhättan sowie für die weltweite konservative SAAB-Kundschaft sowie für NEVS selbst natürlich, wäre dies mit Sicherheit nicht zum Nachteil. Kai Johan Jiang möchte als Schwede mit chinesischen Wurzeln bestimmt weltweit Automobile aus Trollhättan verkaufen und nicht nur den asiatischen Raum beliefern. Hier ist also ein breites Programm gefordert – ich bin mir sicher, dass künftig auch SAAB-Automobile angeboten werden, die nicht ausschließlich mit Strom betrieben werden.

    • Sorry, ich kann dem Vorredner aus Kowweläänz nur voll und ganz zustimmen.
      Der Strom muß auch irgendwo herkommen. Die Batterien ebenso.
      Wäre ja schön, wenn es bald ein bezahlbares Stromauto für die Stadt gäbe.
      Ich bin unter anderem Citroén begeistert und habe neulich mal nach dem C-Zero (Micro-Elektro-Auto baugleich Mitsubishi Mief oder Stink oder wie auch immer das Ding heißt)
      Bei 35.150,- EURO fängt es an!!! Für ein 3,5 Meter Auto! Da ist der Aufpreis für Technik, Antrieb und Batterie mindestens 25.000,- EURO!
      Wenn der 12.000,- EUR kosten würde, kämen Solar-Protektoren aufs Garagen-Dach und es würde Sonne getankt, da würde ich sofort mitmachen.
      Wie teuer soll denn so ein dann fast 12 Jahre alter NEVS 9-3 werden? 60.000,- EUR aufwärts?
      Und fünf Jahre später müssen für 10.000,- EUR neue Batterien gekauft werden?
      Ne, sorry, ohne mich.
      Der Weg ist zur Zeit noch ein Irrweg und Elektro-Autos aufgrund der Anschaffung, des niedrigen Restwertes (durch gebrauchte, verschlissene Akku´s) Geld-Vernichtungsmaschinen.

  • der E – Auto Markt ist doch für die nächsten Jahre noch zu vernachlässigen. Einerseits
    sind die Preise und Folgekosten für die batterien etc. viel zu hoch und bitte der Strom
    kostet auch Geld und wird nicht billiger . In China kann das anders sein , die wollen ja in
    Atomkraftwerke investieren , dieser Zug ist in Deutschland aber abgefahren und Solar auf dem
    Dach bekommt auch nicht jeder ( Umweltschutz , Unversehrtheit des Ortsbildes etc etc )
    Und wenn nicht sehr bald ein verbrennungsmotor SAAB kommt , kennt doch die
    Marke niemand mehr, zwischenzeitlich hat man sich doch anderweitig versorgt.

    • Man sollte auch in europäischen Regionen mit der E.-Mobilität so langsam anfangen – wenn in ca. 15 – 20 Jahren kein Benzin mehr vorhanden sein wird, müßten Alternativen im wahrsten Sinne des Wortes bereits ausgiebig „erfahren“ bzw. über längere Zeiträume getestet worden sein.

      Sicherlich wäre es zu begrüßen, wenn jetzt zeitnah auch herkömmliche neue SAAB-Modelle zur Verfügung stünden – ein breites und technisch vielfältiges Programm wäre nicht zuletzt für NEVS von großem Vorteil, um weltweit gute Verkaufszahlen erzielen zu können. Hierfür wird aber auch der von NEVS selbst ins Gespräch gebrachte (und finanziell sehr gut aufgestellte) Kompagnon unerläßlich sein. Warten wir´s ab – aber bitte nicht gleich ein anderes Fabrikat anschaffen!

  • Hallo meine Lieben,
    ersteinmal wer hätte vor zwei Jahren gedacht, das der Ölpreis dort ist, wo er jetzt ist. Zweitens die Erdölreserven nehmen von Jahr zu Jahr zu und nicht ab, wenn man die Statistiken über die letzten Jahre und Jahrzehnte richtig verfolgt. Gleichwohl muß nicht zu letzt auf Grund von globalen Spekulationen und steigender Energienachfrage mit weiter steigenden Spritpreisen gerechnet werden. Strom wird bedingt durch Solarkraftwerke, Wasserkraft, Windkraft und Biomasse eine immer interessanter werdende Energieform werden. Strom gehört die Zukunft zwar nicht zu 100 % aber doch zu einem beträchtlichen Anteil. Das Thema Batterien ist ein Problem aber ein lösbares. Also nur weil GM zu d…. ist und in der ihnen eigenen Überheblichkeit die Dinge falsch angeht, heißt das doch nicht, daß e-Autos keine Zukunft haben. Der Automarkt wird sich in zukunft viel differenzierter darstellen. In Berlin nimmt der e-Anteil sowie auch carsharing-Modelle mit e-Autos drastisch zu und das ist nur der Anfang.
    Unternehmer sein heißt immer eine Idee und eine Vision haben und ein Risiko eingehen. Das macht NEVS und ich bin gespannt, auch wenn ich kein Freund bin von NEVS, weil sie meine „Saab-Heimat“ zerschlagen haben.

    • NEVS hat SAAB nicht zerschlagen, das waren “ die Schweden “ schon selber.
      NEVS macht sich nur über die verbliebenen Brösel her – mehr gibt´s auch nicht .
      Aber wer sein Zukunftsmodell nur auf Visionen aufbaut, sollte mal bei Helmuth Schmidt nachfragen, was der einem raten wird.

  • SAAB – R.I.P.
    rest in peace – don’t mess with…

  • Na Tom das ist ja eine gewagte These.“Stellt uns neue Saabs zu den Händlern und sie werden gekauft“.
    Wo war denn die „treue Saabgemeine“ in den letzten Jahren? Warum wurden denn Saabs nicht genügend gekauft? Das ist doch der Punkt an der ganzen Misere. Die Saabs die wir kennen und lieben wird es nicht mehr geben. Egal was (wenn überhaupt) wieder für Fahrzeuge mit Saab Schriftzug auf den Markt kommen. sie werden mit unserem Verständnis für Saab nichts mehr zu tun haben. Wir fahren Jungtimer oder zukünftige Jungtimer und ich denke das ist auch gut so.

    • Warum die letzten Jahre sehr wenig lief, wurde doch in den letzten Wochen und Monaten ausführlich dargelegt – als Tochter von GM hatte man immer weniger zu lachen (bis zum vorläufigen bitteren Ende)!

      Mutter GM ist nun Vergangenheit und mit der neuen Mutter NEVS wird es nach meinem Dafürhalten nach der Eingewöhnungsphase bestimmt besser laufen – warten wir´s doch einfach mal ab.

      Außerdem würde ich sehr gerne wieder ein neues Fahrzeug aus Trollhättan kaufen können (am liebsten 9-3 III Hybrid) – wäre mir lieber als ein spritfressender Youngtimer!

  • Hallo Joachim! Das GM bei Saab das sagen hatte ist ja nun auch nichts Neues. Die Autos denen wir nachtrauern sind die letzten 10 Jahre auch nahezu unverändert. Gekauft wurden sie trotzdem nicht.
    Was in den letzten 2 Jahren genau gelaufen ist wissen wir alle nicht. Fakt ist, das Saab leider einen großen Immageschaden bekommen hat. Ich denke wir alle würden uns freuen, wenn NEVS das hinbekommen würde. Nur fällt es eben schwer das zu glauben. Ein Saab Hybrid wäre eine tolle Sache und auch Überlebensnotwendig. Alle Hersteller müssen für die Zukunft was Neues entwickeln. Ob das nun Sinn macht, das ein asiatisches Konsortium Autos für den asiatischen Markt in Schweden entwickeln und produzieren wird, bleibt fraglich. Übrigens das mit den Spritfressern ist so eine Sache. Gemessen an der Leistung (Saab Aero)ist der Verbrauch in Ordnung. Das schafft kein deutsches Auto aus den Baujahren der letzten 12 Jahre.

    • Das die SAAB-Fahrzeuge aufgrund der GM-Politik kaum verändert wurden, ist ja gerade der große Fehler gewesen den die Nichtskönner in Amerika gemacht haben – was heißt da gekauft wurden sie trotzdem nicht? Dies war ja der Grund für die immer mehr sichtbar gewordene Kaufzurückhaltung! Was die letzten Jahre gelaufen ist, wissen wir eben doch: GM hat mit schlechtem Management SAAB nahezu verhungern lassen und nicht eine richtige Entscheidung getroffen (keine 5-türigen Fließheck-Modelle, zu lange keine neues Design für den 9-5, kein qualitativ hochwertiger 9-1 oder 9-2, kaum Marketing betrieben usw. usw.)!

      Das Unternehmen von Kai Jiang will nach den aktuellen Statements auch nicht nur für den asiatischen Markt produzieren, sondern weltweit.

      Dein letzter Satz ist eine Übertreibung – alle großen und starken Fahrzeuge sind Spritfresser – auch ein entsprechender SAAB.

  • Hallo Julie. Wenn Du dich mal mit Saabarbeitern unterhalten hättest, wüßtest Du, das GM nicht alleine Schuld an der Misere war. Sicher hatte GM einen großen Anteil aber innerhalb der Firma Saab gab es auch viele Probleme.Das GM auch Firmen kauft und nach vorne bringt zeigt doch die Übernahme von Daewoo. Und die machen heute Opel das Leben schwer. Was Du als Fehler beschreibst ist doch eigentlich ein Vorteil. Es Zeigt doch, das die Fahrzeuge sehr ausgereift sind (lange Produktionszyklen haben früher alle Hersteller gehabt).Ich gebe Dir Recht, das man die Modellpolitik besser (radikaleres, unverwechselbares Design ect.) hätte machen können.
    NEVES will HAUPSÄCHLICH für den asiatischen Mart produzieren nicht NUR.
    Was ist in Deinen Augen ein Spritfresser? Ein aktueller Golf 6 mit ca 100PS braucht auf 100Km ca. 8 Liter (Praxiswert). Ein 9-5 aero mit 260PS ca.10 Liter(Praxiswert). Im Verhältnis: Wer ist der Spritfresser?

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