Saab, das Saab Werk und Trollhättan

Mark und ich unterwegs in Trollhättan. Der Himmel ist blau, die Saab-Fahnen am Werk wehen im Wind. Die Parkplätze sind mit einigen Autos gefüllt. Vor dem Powertrain Department wird geparkt, am Nordtor und beim HP Gebäude stehen Wagen. Ebenso am Haupttor, wo ein Kurierdienst anliefert. Sieht gut aus, scheint aber nur so. Denn die Postkarten-Idylle trügt.

Saab Werk Trollhättan. Die Fahnen wehen wieder!
Saab Werk Trollhättan. Die Fahnen wehen wieder!

Die Fahrzeuge am Saab Powertrain Komplex gehören in der Mehrzahl zu Vicura, nur vereinzelt arbeiten noch Ingenieure im Auftrag der Administratoren für ihren ehemaligen Arbeitgeber. Am Nordtor parken die Mitarbeiter der Saab Parts AB, rund um das HP Gebäude sind es Combitech Mitarbeiter oder HP Angestellte. Trotz der Saab Fahnen und trotz regen Verkehrs auf dem Werksgelände –  von Aufbruch oder Neustart keine Spur. Das Werk wirkt, anders als bei unserem letzten Besuch, aufgeräumt. Die Rohkarossen und die abgedeckten Prototypen sind verschwunden. Nur ein paar Saab 9-4x, ein paar 9-5 Sportkombis und Limousinen stehen auf dem riesigen Areal. Alles ist besenrein, fertig zur Übergabe an NEVS.

NEVS – NE… was?

Vom neuen Eigentümer keine Spur. Und auch seltsamerweise kein Thema in Trollhättan. Im Gegensatz zur örtlichen Presse, die als einer der wenigen Gewinner in den Monaten der Saab Krise die Auflage steigern konnte, interessiert sich sonst fast kein Mensch für diese Konstruktion. NEVS ist in der aktuellen Konstellation nicht die Lösung, und Augenzeugen, die bei der vergangenen Pressekonferenz des Elektroauto-Konsortiums anwesend waren, bezeichnen das, was gesagt wurde, als unglaubwürdig und halbfertig. In Trollhättan gehen am Prozess Beteiligte so oder so davon aus, dass NEVS nichts mit Saab zu tun hat. Der Investor wird keine Saab Technologie verwenden, so bekommen wir erzählt. Es sollen Fahrzeuge mit japanischer Technik und Komponenten in Schweden vom Band laufen.

Der Saab-Greif an NEVS Fahrzeugen?

Die Rechte zur Markennutzung wird das Konsortium nicht erhalten, so die 100 % Meinung in Trollhättan. Die Saab AB hat, das erzählen Quellen mit direktem Kontakt, strikte Richtlinie zur Vergabe, und man will das stolze Logo mit dem Greif nicht an irgendwelchen Fahrzeugen sehen, welche beim Crashtest kollabieren. Der Investor, welcher in Zukunft Saabs bauen will, muss eine entsprechende Struktur und Leistungsfähigkeit aufweisen. Ein Konzern vom Kaliber Mahindras. Aber NEVS? Kein Weg !

Die Administratoren….arbeiten gut.

NEVS kann also nicht die Lösung sein. Im Hintergrund arbeiten die Administratoren weiter an der Akte Saab. Fragen wir ehemalige Saab-Mitarbeiter, was sie von den Administratoren halten, dann bekommen wir nur Lob zu hören. Man hat Vertrauen in die Anwälte und man findet den Stil gut. Das geräuschlose Arbeiten, die hochgezogenen Firewalls. Zu schmerzlich ist noch die Ära Victor Muller in Erinnerung. Als Mitarbeiter die Presse in Echtzeit über stehende Bänder informierten und über Ärger an der Rampe. Diese fehlende Loyalität war mit Schuld am Ende von Saab. „Wäre das in Ingolstadt, Stuttgart oder Wolfsburg vorstellbar gewesen?“ so werden wir gefragt. Nein, sicher nicht. Diese Wunden sind immer noch offen und sie schmerzen. Wir verstehen.

Es kommt etwas. Etwas Grosses…

Aber wie geht es weiter. Trollhättan ist Entwicklungsstandort. Die Ingenieure haben mit Glück in Trollhättan oder, mit weniger Glück, in Göteborg neue Arbeit gefunden. Erst haben sie bei Volvo nur Zeitverträge unterschrieben, so erzählt man uns. Immer in der Hoffnung dass es in der Stallbacka weitergeht. Irgendwann war das nicht mehr haltbar, es wurden unbefristete Verträge daraus. Jetzt pendelt man jeden Tag von Trollhättan nach Göteborg. Über Uddevalla ist es im Berufsverkehr etwas mehr als eine Stunde nach Torlsanda zum  Volvo Werk. Erträglich…dennoch möchte man gerne zurück.

Das Problem liegt aber bei schätzungsweise 3.500 Arbeitern, die ohne Beschäftigung sind. Nicht nur die Saab-Werker, auch die ehemaligen Lear-Mitarbeiter oder von der DHL-Basis in Trollhättan. Sie sind ohne Perspektive. Es muss also etwas kommen ! Etwas Grosses !

Die Politik will es…

Das Innovatum hat in der Krise viel Kompetenz vor Ort gesichert. Ebenso Fouriertransform und die Saab AB. Zusammen hat man Kräfte gebündelt und viele gute Köpfe gehalten. Das ist aber nicht genug. Das Werk liegt im Dornröschenschlaf. Das modernste Presswerk im schwedischen Königreich. Die modernste Lackiererei. In Torslanda alte Anlagen, die auf den Schrott gehören. Aber gerade hat Volvo die Investitionspläne eingedampft, und zwischen Management und Eigentümern aus China herrscht Eiszeit. Noch so ein Thema, das in Schweden hohe Wellen schlägt. Für den Fahrzeugbau im Königreich sieht es nicht gut aus, der Lack blättert ab. Aber Volvo ist eine andere Geschichte, die gehört nicht hierhin.

Die Politik, so hören wir immer wieder, macht Druck. Endlich, so denken wir uns. Trollhättan ist, an deutschen Verhältnissen gemessen, der Vorort von Göteborg. Metropolregion würden wir es nennen, wäre die Region dichter besiedelt. Und die Abhängigkeit vom Fahrzeugbau ist hoch. Trollhättan steht still, Uddevalla wird geschlossen, Torslanda ist überaltert. Die Politik kann diesen Zustand nicht hinnehmen. Dass in Trollhättan wieder Autos gebaut werden, ist für unsere Gesprächspartner, im Gegensatz zum letzten Besuch, eine ausgemachte Sache. Spätestens zum Herbst rechnet man mit einer „großen Nachricht“. Kommt auf irgendeine Art und Weise Mahindra zum Zug, dann könnten es wieder Autos mit dem Greif sein.

Bis dahin müssen wir, genau wie alle ehemaligen Saab Mitarbeiter auch, den Sommer irgendwie überstehen.

Text: tom@saabblog.net

Bild: saabbblog.net

 

 

 

 

25 thoughts on “Saab, das Saab Werk und Trollhättan

  • Ich schliesse mich ganz der Meinung von pmh an. Dem neuen Eigentümer steht es frei mit welchen Partner er eine Zusammenarbeit anstrebt. Warum nicht mit dem ehemaligen grossen Besitzer? Mit einem US-Amerikanischen-Unternehmen zusammen zuarbeiten ist wäre sicher nicht so schlecht für die Zukunft….

    • GM kann es leider nicht – wie wir die letzten 20 Jahre bereits schmerzlich erfahren mußten!

      Derartige Vorschläge dürften somit also nicht kommen.

      Sicherlich gibt es neben Mahindra andere vorstellbare und sogar auch interessierte Kooperationspartner für NEVS – aber evtl. steht der erwähnte indische Großkonzern intern als Partner ja bereits fest. Für die Freunde von SU sprechen hierfür eine Reihe von Indizien – einfach die nächsten Monate mal an den weiteren Vorgängen orientieren und hoffen, dass außer GM auch kein anderes US-amerikanisches Unternehmen seinen Fokus auf SAAB-Automobile richtet.

  • NEVS , für mich ist das immer mehr ein vorgeschobenes Unternehmen als Zwischen- oder Teil-
    lösung , ich verstehe nur nicht warum . Hängt es mit den GM lizensen zusammen ?
    Wie auch immer , jetzt haben wir zwar den Verkauf erleben dürfen , aber wir müssen uns
    immer noch in Geduld üben . Dieses Wort war unser „Unwort des Jahres 2011 “ jetzt wird es
    wohl auch das „Unwort des Jahres 2012 “ und was kommt 2013………… Gedulden wir uns

  • Philmos gebe ich Recht. So sehe ich das auch. In den letzten ca. 20 Jahren, als viele Politiker nach Europa (EU) geschaut haben, ging es immer mehr runter mit der Kultur wie sie Philmos beschreibt. Um ein Europa ähnlich wie die USA zu erhalten, wird fast alles auf dem Altar geopfert, was sich EU nennt. Seien es Automarken oder ganze Staaten wie Griechenland….

  • Ich würde das mittlerweile als europäisches Problem sehen, denn wir Europäer lassen uns ständig die Butter vom Brot nehmen und sind dann noch dankbar, wenn wir dafür zahlen dürfen. Wie krank ist das eigentlich alles? Unsere gesamte westeuropäische Kultur geht den Bach herunter und wir schauen alle zu als Konsumenten und keiner tut etwas dagegen. Jawohl Kultur, Automobilhersteller, Möbelhersteller und Modehersteller sind Kultur und nicht nur Dichtung und Musik. Unsere kulturelle Vielfalt und Identität geht flöten.

    Was ist mit Lancia, Alfa, Rover, MG, Volvo, Citroen und jetzt auch Saab geworden? Das ist schon Kultur, und es sind auch meine Lieblingsmarken mit Ausnahme von Volvo. Wer die genannten Italiener kennt und auch Citroen mit Hydropneumatik erlebt eine Freude im Alltag, wenn alles mal funktioniert, die kein deutsches Auto bieten kann, egal, was es kostet. Im Saab habe ich auch ähnliche Freuden erlebt, einfach Glücksgefühle beim Fahren, weswegen wir nur noch Saab fahren…

    Aber derzeit sehen wir zu, wie unsere europäischen Politiker aus Eigennutz unser Europa zerstören, und keiner kann so wirklich etwas dagegen tun…

  • Auch wir hier in Stormarn sehen die derzeitige Entwicklung als eine Art Zwischenergebnis an.

    NEVS ist nun erstmal Eigentümer der Produktionsstätten und wirbt Angestellte für das eigene Vorhaben an. Einen Kampf um die Markenrechte wird es von Seiten NEVS vermutlich nicht geben (siehe auch Kommentar Phibo) – die Aufgabe des Erwerbs dieser Rechte wird man dem künftigen Kompagnon (Mahindra ?) überlassen.

    Man wird aus praktischen Gründen einen Teil des modernen Werkes
    selbst nutzen und den Großteil an den von allen Seiten sehnlichst erwarteten Groß-Investor abtreten (mit diesem vermutlich dann auch sehr eng zusammenarbeiten) – alles sehr spannend!

  • Ich verstehe nicht, warum die Administratoren gut gearbeitet haben, wenn sie Saab an eine drittklassige Start-up Klitsche veräussert haben. Notabene eine ohne Ambitionen, Saab’s für die Märkte, wo sie bisher präsent waren, zu produzieren, mit reinen Elektrofahrzeugen für China. Kein Hybrid, nix, was an die Saab Tradition anschliesst. Für mich ein Affront sondergleichen. Macht alles nur kompliziert.

  • Hallo Tom, auch wenn ich zumindest zur Hälfte zur „feindlichen“ Truppe übergelaufen bin, so lese ich hier nach wie vor eifrig mit. Immerhin ist ja noch ein 9-3 (Fließheck) unser Eigen… und bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt, das haben sicher sehr sehr viele in den letzten Monaten (schmerzlich) gelernt.
    ABER eine Aussage wie „Bis dahin müssen wir, genau wie alle ehemaligen Saab Mitarbeiter auch, den Sommer irgendwie überstehen.“ kann ich nicht unkommentiert lassen. Ist es nicht ein bisschen ein Schlag ins Gesicht der ehem. Mitarbeiter, uns mit Ihnen auf eine (Leidens-)Stufe zu stellen? Bei uns geht es darum, auf was für einen Sessel wir nach Möglichkeit voller Freude durch die Gegend fahren, irgend wie ein Luxusproblem. Für die Mitarbeiter geht es um Existenzsicherung, um Ehen, um die Zukunft der Kinder. Ich finde, da sind solche Phrasen ein bisschen am feinen Gespür vorbei…
    Sonst: vielen Dank fürs Engagement und die Emotionen!
    Allen ein schönes Sommer-Wochenende

    • Tom hat bestimmt nicht den gleichen „Leidensdruck“ bei SAAB-Angestellten / Arbeitern und bei der Kundschaft damit gemeint – man sollte nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen. Bekanntlich haben die Arbeiter und Angestellten von SAAB und auch in den Zulieferfirmen ein ganz anderes Schicksal zu ertragen als die Fan-Gemeinde.

      Auch aus Hamburg viele Grüße – von einem „nur ungeduldigen“ SAAB-Fan

  • Wenn ich keine Autos mehr mit königlichen Greif fahren kann, dann muss ich wohl demnächst LKW fahren. Da gibt es noch zumindest eine Marke die den Greif noch führt. 😉
    MfG aus dem Emsland

    • Das ist die Lösung 😀

  • Es ist ja auch vorstellbar, dass die PHOENIX-Planungen erst ein weiteres Stadium – nämlich in Richtung Produktionsreife – erlangen sollen, bevor der „echte“ Übernahmekandidat sich dann der Öffentlichkeit zeigt. Danach würde es Schlag auf Schlag gehen – ohne größere Pause, bis hin zur Produktion von SAAB-Fahrzeugen (natürlich mit Greif). Nebenher laufen dann auch wie geplant NEVS-Elektromobile vom Band und das Werk wäre damit ausgelastet.

    Vielleicht war man von Seiten Bergqvist & Co. derzeit wegen der auslaufenden Mietverträge etwas unter Druck geraten und es mußte sozusagen eine Art Zwischenlösung her. Der jetzige Stand wurde der Presse dann erstmal als Kauf präsentiert und man kann in Ruhe die „echte“ Lösung herbeiführen.

    • Das wäre zu schön, um daran tatsächlich nach diesem ganzen Chaos noch zu glauben. Aber das mit einer Zwischenlösung könnte tatsächlich Sinn ergeben, da diese ganze Geschichte und vor allem diese enorme Ruhe jetzt sonst schon zu !merkwürdig! wäre/ist.

      Die Hoffnung auf die „echte“ Lösung gebe ich natürlich NICHT auf, da ich noch möglichst sehr lang immer und immer wieder ein Wagen mit dem Greif fahren möchte. Mein 9-3 SC hat zwar noch sein ganzes Leben vor sich, aber es darf bitte nicht der letzte seiner Art sein.

      @ Torben: Ich kann leider auch kein schwedisch, aber zum Hupen würde ich gern mitkommen…

      Allen ein schönes Wochenende und immer eine gute Fahrt.
      Grüße aus der Lausitz. Marco

  • Hallo
    Für so eine blöde Übernahme saß ich die halben Tage am PC ? Ich bin enttäuscht von den Administratoren. Ein Auto das wie ein Saab aussieht und ein anderen Namen hat, wo gibt es den sowas ?
    Wenn kein Auto mehr unter den Namen „Saab“ produziert wird, dann interessiert mich die Zukunft nicht mehr. Doof das ich erst 15 Jahre alt bin und kein Schwedisch sprechen kann. Ich würde echt gerne vor dem Saab Werk stehen und so lange hupen, bis einer von den Administratoren rauskommt. Man müsste den mal erzählen, was wir wollen schließlich sind wir die Saab Fahrer (Fans). Ich hoffe Nevs wird keinen Erfolg haben. Mahindra hätte alles besser gemacht. LG schönes Wochenende euch alle !

    • Torben, die Admins sitzen ganz woanders. Das (dein) Hupen (und all der anderen SAAB Fans) vor dem Werk würde nichts bringen. Was mich mal so am Rande interessiert ist, wie kommt so ein junger Mensch dazu, sich für SAAB Autos als Fan zu outen? Gibt es ein bestimmtes Modell das dir besonders gut gefällt? Mir gefällt das 900er Modell der ersten Generation, insbesondere das Cabrio. Evtl. noch der 93er auch als Cabrio…Grüsse eines ehemaligen Besitzers eines SAAB 900 Baujahr 1988

      • Hallo Helmut
        Ein richtiger Saab Fan war ich mit 7 Jahre. Mit 12 Jahre war ich schon mit meinen besten Kumpel durch die ganze Stadt gefahren und haben nach Saabs gesucht und fotografiert. Mit 13 war ich mit meinen Kumpels bei Opel Schmidt (Saftladen) und wollten uns Saabs anschauen. Leider hatten sie nur 3 möchtegern 9-3er dastehen. Mit Fantasiepreisen. Mein Vater hat immer zu mir gesagt das ist ein Spinner Laden, trotzdem bin 3 mal in Monat dort hingefahren. unwichtig. Saab Fan bin ich geworden, weil ich mich in die Form und die Turbomotoren verliebt habe. Mir gefallen alle Modelle und für mich ist Saab das schönste Auto der Welt. Mein Vater fährt schon 28 Jahre Saab und 18 Jahre 2,3 Liter Turbomotoren (Aero) mit stolz und ohne Probleme. Verkauft wurden unsere Saabs immer nach 5-7 Jahren mit 225.000 km bis 300.000 km in einem sehr guten Zustand. Jetzt fahren wir schon seid knapp 4 Jahren den Saab 9-5 Turbo Aero (2006) in dunkel Grau. 2010 hat er ein bisschen Styling von Speedparts bekommen. An der Seite hat er wie der 9-3 Viggen ein Viggen Emblem. Sieht stark aus. Mein Lieblingsmodell ist auch der 900er (1). Am liebsten möchte ich das gelbe Cabrio (1) haben. Leider habe ich das Cabrio in gelb nie in echt gesehen, da er nur so selten gebaut worden ist. Am meinen 18ten Geburtstag bekomme ich einen 900er (1) vielleicht wird es ein Aero ?. LG

        • Alles klar. Habe verstanden, wie es dazu gekommen ist. Sehr schön das sich ein so junger Mensch wie du, für eine solch alte Marke wie SAAB interessiert. Viel Spass in 3 Jahren mit dem 900er (1)! Vielleicht als Aero? LG

          • Danke den werde ich haben. LG

  • Danke für die Zusammenfassung und die Einblicke vor Ort an das Bloggerteam! Weitermachen, denn etwas Hoffnung ist immer! 🙂

  • Es bleibt also dramatisch. Verstehe einer die Schweden. Die Uhr tickt und man lässt sich Zeit ohne Ende 🙁

  • Hmmm … ich versteh es irgendwie nicht mehr ….. 🙁

    Wenn NEVS wenig bis nichts mit Saab zu haben wird, wozu dann der Kauf?
    Wenn M&M doch noch evtl. beteiligt werden soll, warum dann nicht gleich an die „verkauft?
    Was nützt ein Kauf ohne evtl. Namensrechte?
    usw….

    Hmmm …. 🙁

    • Ich stehe nach wie vor NEVS (anscheinend nicht als einziger) sehr skeptisch gegenüber.

      Trotzdem macht der Kauf sinn: Man erwirbt ein Automobilwerk nebst qualifiziertem Personal und Einbindung in eine erfahrene Umgebung mit Zulieferern. Das ist einfacher als ein Werk komplett neu aufzubauen, womöglich in einer Region ohne technische Erfahrung auf diesem Gebiet, und dann noch Personal anzusiedeln (Randnotiz: Leica betreibt ein Kamerawerk in Portugal, und hat das absichtlich in einer Region angesiedelt, die durch die Herstellung von Uhren schon lange Tradition in Feinmechanik hatte).

      Der Name SAAB und die spezielle SAAB-Technik waren höchstens nebensächlich, ich denke auch nicht, daß NEVS sich weit aus dem Fenster lehnen wird, um die Markenrechte von SAAB AB zu erweben.

    • Insgesamt klingt das alles doch vorsichtig positiv. Ich würde es den Saab-Werkern von Herzen wünschen.
      Der Verkauf an NEVS hat mit Saab scheinbar nichts direkt zu tun, ich denke da ähnlich wie PhiBo. Durch den Verkauf kommt erst mal wieder etwas Geld in die Kassen und man hat etwas Zeit gewonnen. Wie lange dieses NEVS-Konsortium existiert und ob es etwas produziert bleibt abzuwarten! Die Entwicklung alternativer Antrieb ist notwendig, warum nicht also NEVS und seine schwedischen Ingenieure nutzen!? Die Alternative Youngman hat, so denke ich, trotz zusammengekratzter Kaufsumme und noch mal erhöhtem Angebot, nie wirklich zur Disposition gestanden, die hatten Ihre Chance und haben sie verspielt. Die Zusammenarbeit mit den Chinesen scheint nicht wirklich gut zu laufen (erst Saab, jetzt Volvo). Alles Weitere wird nach dem Sommer folgen :)) Also genießen wir das WE und unseren Urlaub und freuen uns auf einen heißen Herbst.

  • Jetzt kommt aber zum Glück der Sommer, Urlaub und lange Grillabende um zu diskutieren wie Saab’s Zukunft aussehen könnte.

    Wenn alles so ist wie Du es erzählst, freue ich mich auf einen entspannten Sommer und auf gute Nachrichten im Herbst.

    BTW: Saab Powertrain hat in den letzten Monaten kräftig gearbeitet, das alte Mutterkonzern scheint wohl immer noch auf die Expertise aus Schweden zu vertrauen. 😉

  • …eine unendliche Geschichte…
    Trotzdem allen ein schönes WE

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