Swedcarforum darf nicht sterben!

Keine guten Nachrichten erhalten wir aus Österreich ! Der Betreiber des Swedcarforums plant,  zum Ende des Monats offline zu gehen. Damit würde ein weiteres Saab Forum verschwinden. Die Marke verliert zunehmend an digitaler Präsenz. Sie wird mehr und mehr unsichtbar.

Swedcarforum

Verstehe ich das? Ja, ich kann die Beweggründe der Verantwortlichen zu 100% nachvollziehen. Die Lage ist nicht einfach, auch für den Blog. Mark und ich diskutieren seit Wochen über die unmittelbare Zukunft des Projekts, bisher ohne eine Lösung zu finden. Die Community schrumpft – und mit ihr die Zahl der Besucher auf den Webseiten. Auf der anderen Seite bleibt der Aufwand gleich hoch oder steigt an. Zusätzlich hat die DSGVO  für viele private Seiten und Blogs die Anforderungen und das Risiko verschärft.

Eine Marke verliert ihre digitale Präsenz

Kein freundliches Umfeld für eine kleine Marke, die keine Autos mehr produziert. Im Jahr 2011 konnte man noch stolz auf die internationale, digitale Präsenz von Saab sein. Engagierte Blogs und Foren gab es für fast alle wichtigen Märkte, eine Art Untergrund-Marketing, in Szene gesetzt von Fans für Fans. Die Bewegung, die ihren Ursprung in der Blog-Idee von Steven Wade hatte, war dynamisch und kannte kaum Grenzen. Sie war einzigartig, typisch Saab. Und heute? Es ist (fast) vorbei.

Nach und nach gingen die Blogger offline, Foren verschwanden. Es bleibt nicht viel. Verständlich ! Es fehlt an grundlegenden Voraussetzungen. Neuwagen, über die man in Foren diskutieren oder über die Blogger schreiben könnten. Viel verheerender noch, man vermisst jede Perspektive und Fantasie. Unternehmen, die Impulse liefern könnten, sind offensichtlich mit anderen Dingen beschäftigt. Aus Trollhättan kommen seit 6 Jahren Theorien am Fließband, aber keine seriöse Zukunft. Die Saab AB kämpft auf allen möglichen Feldern, von einem erneuten Einstieg in die automobile Welt ist schon lange keine Rede mehr. Die Entwicklung vom Aktienkurs der letzten Monate spricht Bände. Und Orio Schweden scheint vorwiegend mit Reorganisation und einer Zukunft als Logistiker beschäftigt,  um profitabel zu bleiben.

Eine Zukunft für Swedcarforum.at?

Das alles ist nicht gut, denn jedes kleine Forum und jeder Blog,  der Offline geht,  ist eine verlorene Präsenz mit unmittelbaren Auswirkungen. Natürlich gibt es Alternativen. Facebook, Instagram und Twitter bieten Plattformen. Sie sind aber auch Datenkraken, die Abhängigkeiten schaffen und viel nehmen und nichts zurückgeben. Soll es mit dem Swedcarforum.at vorbei sein? Vielleicht ist sie einfach abgelaufen, die Zeit der kleinen Saab Foren und der Blogs? Oder hat das sympathische, unabhängige Forum aus Österreich noch eine Chance? Der Betreiber hält die Plattform bis zum 31. Juli offen. So lange ist Gelegenheit,  eine Nachfolgeregelung zu finden.

Dies ist ein dringender Appell an die Community, Werkstätten, Stammtische, Clubs. Vielleicht kann ein Netzwerk das Forum retten. Oder ein Generationswechsel, eine Chance für junge Fans. Ein Neubeginn, der eine Herausforderung ist und der frische Impulse setzen könnte. Österreich hat eine lebendige Saab Szene. Klein, fein und agil. Es wäre schade, wenn die Möglichkeit zur Weiterführung ungenutzt bliebe.

Die Saab-Fahrer haben es in der Hand. Es ist ihre Marke. Machen statt Jammern ist gefragt. Anfragen leitet die Blog Crew gerne an den Betreiber von Swedcarforum.at weiter.

38 Gedanken zu „Swedcarforum darf nicht sterben!

  • 2. Juli 2018 um 2:00 PM
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    Die Marke wird über kurz oder lang nur noch in Old / Youngtimer Foren zu finden sein als kleine Spalte weiter unten das ist halt so wenn eine Marke verschwindet und nur noch ein paar Verrückte die Fahne noch hoch halten! SAABische Grüße




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  • 2. Juli 2018 um 2:01 PM
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    ich hätte keinen besseren Worte finden können, danke Tom!
    als permanenter Blog-Leser und technischer Admin des Swedcarforums wünsche ich mir von Herzen dass sich jemand findet und die Community am Leben erhält auch wenn wir es nicht länger können.
    dem Blog-Team wünsche ich viel Ausdauer und Geduld. Ihr macht eine tolle Sache und könnt stolz darauf sein! DANKE!!




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  • 2. Juli 2018 um 3:24 PM
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    Meist bin ich ja mit Tom einer Meinung …

    Heute jedoch nicht.

    Je weniger Blogs und je umfassender und zentralistischer sich die verbleibenden entwickeln, desto besser ist es für alle Freunde der Marke. Frei nach dem Motto: SAABs United.

    Zumindest braucht es meiner Meinung nach nicht mehr als einen Blog je Sprachraum. Dieser ist dann aber so lebendig wie möglich, hat mehr Leser und auch Leserbeiträge oder Kommentare. Auch Termine fänden sich dort dann grenzübergreifend und SAABfreunde noch leichter zusammen …

    Die bestmögliche Verwendung der Domain „Swedcarforum.at“ wäre dann meiner Meinung nach auch schlicht und einfach eine Abstimmung unter deren Lesern, wohin die Weiterleitung geschaltet, wem Daten übergeben werden sollten …




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    • 2. Juli 2018 um 4:30 PM
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      Zwischen einem Blog und einem Forum besteht in aller Regel ein großer Unterschied




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      • 2. Juli 2018 um 8:49 PM
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        Stimmt schon, aber …

        … dann ersetze man bitte jeden „Blog“ in meinem Kommentar durch „Forum“.




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    • 2. Juli 2018 um 6:23 PM
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      Mir ist Vielfalt lieber. Es ist doch mittlerweile recht einsam geworden!




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      • 2. Juli 2018 um 9:55 PM
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        Ich stimme Euch beiden zu, unserem Blogger Tom und Herbert Hürsch.

        1. Vielfalt bringt Abwechslung, macht das digitale Saab-Erlebnis lebendiger, da jeder anders schreibt, andere Schwerpunkte setzt. Das gilt sicher für die Saab-Blogs.

        2. Zentralisierung der Foren ist dagegen das beste, was meines Erachtens passieren kann: die Foren bleiben trotz sinkender Saab-Bestände aktiv, Fragen werden schnell beantwortet, Probleme kompetent gelöst. Es gibt kaum etwas traurigeres als ein Forum voll von geballtem Wissen, in dem keiner mehr aktiv ist, die einfachen Fragen von Anfängern unbeantwortet bleiben, und bei dem man jederzeit mit einem Totalverlust aller Beiträge rechnen muß.

        In diesem Sinne, Tom, bleibe uns bitte noch ein wenig (oder auch für immer) erhalten, auch wenn es einsamer wird!




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        • 3. Juli 2018 um 10:25 AM
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          Ein wenig werde ich noch da sein. Nach mehr als 7 Jahren Blog, und damit 7 Jahre ohne freien Sonntag, wächst allerdings auch der Wunsch nach mehr Freizeit. Mark und ich arbeiten an einer guten „Lösung“, vielleicht gibt es auch hier einen Generationswechsel.




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          • 6. Juli 2018 um 12:17 AM
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            Ich habe volles Verständnis!
            Alles ändert sich, auch wenn es gelegentlich einen echten Verlust bedeutet.
            Das traurig-schöne wäre, das Du mit wehenden Fahnen gehen kannst, so aktiv wie bis zum heutigen Tage die Partizipation auf saabblog.net (auch und gerade aufgrund Deiner Schreibkünste) ist.




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      • 2. Juli 2018 um 10:12 PM
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        Mir grundsätzlich auch, aber in dem Wort „Vielfalt“ steckt eben auch „viel“ …

        Es werden aber immer weniger SAABs. Die Zahl der SAAB-Fahrer scheint mir nochmals ungleich schneller zu sinken. Die verbliebenen SAABs werden zu begehrten Objekten. So mancher SAAB-Fahrer hat jetzt mehr Fahrzeuge, als sie oder er bewegen kann …
        Trotz steigender Laufleistung und höheren Alters stagnieren die Preise anstatt zu sinken. Teils steigen sie sogar …

        Eine Konsolidierung der Internetpräsenzen sehe ich als Chance zu mehr Gemeinsamkeit. „Einsam“ sind wir jetzt schon. Zumindest verglichen mit den Fahrern anderer Marken. Da gibt es ja einige, die bald fürchten müssen, als Teilnehmer einer unangemeldete Demonstration verhaftet zu werden/gegen das Versammlungsverbot verstoßen zu haben …




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        • 3. Juli 2018 um 9:33 AM
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          Ich denke, man muss da etwas differenzieren. Weniger werden vor allem die Fahrer die ein neueres Modell fahren und bei Reparaturen in eine Werkstatt müssen. Da man für vieles ein Tech2 benötigt und auch einfach mehr Elektronik vorhanden ist, kann ein Forum nicht mehr in dem Umfang helfen wie z.B. bei 901 und 9000. Das zeigt sich auch an der Anzahl der Beiträge und Nutzer. Bei den älteren Modellen wächst die Gemeinschaft eher als das sie kleiner wird. Da gibt es Leute, die fahren seit 30 Jahren Saab haben aber seit 25 Jahren keine FSH mehr von innen gesehen (Hilfe=Forum).
          Es wird eben schwierig ein Fahrzeug im Alltag zu bewegen mit welchem man eigentlich zum FSH fahren sollte, die Standzeiten aber u.U, dann ewig sind weil Teile nicht lieferbar sind (erlebe ich gerade mit meinem 9-3III, eine gewöhnliche Inspektion führt fast zu einer Woche Ausfall weil Teile nicht lieferbar sind). Unseren Volvo stelle ich am Abend vor dem Termin ab und hole ihn 24h später wieder ab. Da muss man als Saab-Fahrer schon leidensfähig sein.
          Kann ich daher verstehen wenn einige von 9-5I, 9-3II/III zu einer anderen Marke wechseln.




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          • 3. Juli 2018 um 10:30 AM
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            Die Beobachtung kann ich auch bestätigen. Das Klassiker Segment wächst, wenn auch auf niedrigem Niveau. Gleichzeitig verliert das „Daily-Driver“ Segment aktuell viele Fahrzeuge. Eine Ausnahme sind 9-5 NG und 9-4x. Sind eben Liebhaber-Fahrzeuge von Anfang an.




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          • 3. Juli 2018 um 11:55 AM
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            Ja, die Gemeinschaft wächst in gewisser Weise …

            Die Zahl der Fahrer kann aber per se nicht mehr wachsen. Dafür bräuchte es ja eine steigende Zahl an Fahrzeugen. Das Wachstum ist also auf ein segmentiertes Zusammenwachsen beschränkt. Zugleich und notgedrungen eben auch ein Schrumpfungs- und ein Alterungsprozess …

            Die Zahl der Young- und Oldtimer steigt naturgemäß von Jahr zu Jahr. Die SAABs werden älter. Die Zahl der Liebhaber und Enthusiasten mag ebenfalls steigen und das ist schön. Absolut gesehen nimmt die Zahl der SAABs und der SAAB-Fahrer aber sukzessive ab. Ja, was denn sonst?

            Die geschilderten Erfahrungen teile ich. Die Ersatzteilversorgung ist nicht immer lückenlos. „Eine gewöhnliche Inspektion“ wächst sich schnell zum Geduldsspiel aus. Und wehe, es steht im Zuge der Inspektion auch noch eine kleinere Reparatur an …

            Kein Wunder also, sondern nur eine logische Konsequenz, dass immer mehr SAABs in den Händen von immer weniger Fahrern sind. Die Ausfallzeiten wachsen und der Bestand schrumpft. Da ist es gut, wenn man mehr als einen SAAB auf dem Hof hat. Irgendeiner wird schon fahrbereit sein …

            Aber genau das meine ich ja, die Zahl der Besitzer und Fahrer sinkt nochmals deutlich schneller, als die Zahl der zugelassenen und fahrbereiten SAABs. Und je weniger Menschen ein Interesse miteinander teilen, desto enger sollten sie zusammenrücken.

            Je weniger Blogs, Vereine oder Foren es gibt, desto konzentrierter ist letztlich das Wissen, desto konzentrierter sind die Optionen, ein notwendiges Wissen auch aufzufinden oder untereinander Handel mit Teilen zu treiben.

            Auch die Möglichkeiten untereinander zusammenzufinden, sei es für Stammtische, Ausfahrten oder einen online-Talk, wachsen mit einer Konsolidierung. Ich sehe das als Chance für eine schrumpfende Community mit immer mehr Liebhaber- und immer weniger Alltagsfahrzeugen.

            Wie gesagt, frei nach dem Motto: SAABs United.




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  • 2. Juli 2018 um 3:33 PM
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    ja, es wird immer schwieriger, um so höher schätze ich und auch viele Andere Eure Arbeit.!!!! Wir halten aber auch an der Marke fest, unsere Saab-Flotte wächst weiter….




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  • 2. Juli 2018 um 4:16 PM
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    Digitale Präsenz ???
    Mir ist physikalische, materielle Präsenz (Ersatzteile) lieber !!!
    Gruß Klaus




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  • 3. Juli 2018 um 11:15 AM
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    Ich bin ja „Daily-Driver“ (mit meinen „Schiff“).
    Das war – als ich den 2011´er im Jahr 2014 gekauft habe – auch für aktuell mind. noch weitere 6-8 Jahre so geplant.

    Allein schon daher bedaure ich jedes „Verschwinden“ von Saab-Blogs, -Foren oder auch -Werkstätten.
    Ich hoffe zumindest, dass sich dann alles etwas „zentriert/konzentriert“, aber „der Rest“ weiterhin engagiert bestehen kann (und z.B. die übrig gebliebenen Werkstätten davon auch leben können!)!




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  • 3. Juli 2018 um 11:47 AM
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    Es liegt eben auch an dem Zeitaufwand,den ein älteres Fahrzeug abverlangt.
    Die Menschen werden nun mal immer fauler und ungeduldiger.
    Viele fahren Saab nur aus dem Grund um Aufzufallen. Leben aber nicht das Feeling, welches das Auto mitbringt.
    Diese Leute schauen dann auch blöd, wenn man sie grüßt.
    Andere wechseln aus Zeitlichen Gründen zum Mainstream Neuwagen.
    Ja.
    Die Identität Saabs schwindet. Aber eben auch weil der Konzern sich überhaupt nicht um das Erbe seiner automobilen Vergangenheit scheert.
    Es macht mich echt sauer, zu lesen, wie toll die neuen Kriegsspielzeuge von Saab in alle Welt verkauft werden. Und für die Ex Autosparte giebs keinen Euro. Das Museum verkauft seine Schätze in Private Hände, es gibt kein offizielles Merchen dizing Material einfach null.
    Es ist nicht nur die Schuld der Saab Besitzer, das die Marke in Vergessenheit gerät, sondern auch die der Saab AB.

    Meine Meinung




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    • 3. Juli 2018 um 12:10 PM
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      Ich fahr (und wir als „Familie“ fuhren bisher immer) u.a. auch extra Saab, um genau eher NICHT „aufzufallen“. 😉




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      • 10. Juli 2018 um 2:22 PM
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        zumindest fallen Saabs aber für Saabfahrer auf, und dann besonders




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  • 3. Juli 2018 um 2:33 PM
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    Wenn man als Saab-Besitzer eines jüngeren Modells wie 9-3 (ab 2003) nicht selbst schrauben will oder kann, dann ist man auf Fachwerkstätten angewiesen. Ist der Weg dahin zu weit oder reduziert sich die Anzahl der FSH immer weiter, dann kann man nur schwer die Fahrbereitschaft eines solchen jüngeren Modells aufrecht erhalten. Das betrifft weniger die Oldtimer wie Saab 96, 99, 900 und 9000. Aber die ersten 9-3 und 9-5 Generationen werden doch von den Besitzern heutzutage meist nur noch zu Ende verbraucht bis das der TÜV sie scheidet.

    Als Daily Driver für einen Nichtschrauber eignet sich Saab daher kaum. Gerade ist ein interessantes neues Auto vorgestellt worden, was ich durchaus als Nachfolger eines Saab 9000 ansehen würde. Der neue Peugeot 508 verfügt als Limousine über ein Schrägheck mit großer Klappe und Frontantrieb. Der folgende 508 Kombi sieht ebenso klasse aus.




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  • 3. Juli 2018 um 8:32 PM
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    Ich schreibe jetzt meinen ersten Kommentar auf diese Seite. Ich bin seit 9 Jahren SAAB Abstinenz wieder in der SAAB Welt angekommen. Seit gut einer Woche steht ein 9-3 I Cabrio bei mir zu Hause und ich genieße jede Tour gerade bei diesem Wetter. Ich bin erstaunt, wie jung sich dieses Fahrzeug anfühlt und wie viele Leute sich nach diesem Fahrzeug auf der Straße umdrehen.
    Ich habe lange überlegt, ob ich mir den SAAB holen soll oder z.B. einen Volvo C70. Die Entscheidung zugunsten des SAAB ist aufgrund der Community gefallen. Hier gibt es im Unterschied zu so einigen anderen Blogs oder Foren fundiertes Wissen und Erfahrungswerte. Es ist die fantastische Arbeit von Leuten wie Tom, die meine Begeisterung für die Marke wieder entfacht hat.
    Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass der SAAB für mich ein Freizeitfahrzeug ist. Kein Nutzfahrzeug. Dafür habe ich einen Volvo, der keine Standzeit infolge von Teilemangel hat. Das kann ich mir auch gar nicht erlauben.
    Aber ist es denn so schlimm, wenn sich die SAAB Landschaft verändert? Dass Fahrzeuge verschrottet werden, weil sie durch tägliche Nutzung ihr Lebensende erreicht haben, lässt sich auch durch gute Pflege nur nach hinten verschieben, letztlich aber nicht verhindern. Und so wird sich der Bestand irgendwann auf ein bestimmtes Niveau einpendeln.
    Mein Wunsch ist nur, dass sich die Community weiter mit Rat und Tat unterstützt, damit diese einzigartige Marke nicht in Vergessenheit gerät.




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    • 4. Juli 2018 um 1:03 AM
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      Das stimmt, die SAAB-Landschaft verändert sich …

      Und sie macht das einfach. Es ist ganz egal, ob wir das schlimm finden. Man sollte sich ein Stück weit damit abfinden und das Beste daraus machen. Aber was ist das?

      Ein Cabrio ist natürlich per se kein Nutzfahrzeug. Die baut eher Scania. Es gibt aber noch immer viele SAAB PKW unter 100.000 oder 150.000 Km Laufleistung. Auch Kombis mit Dachreling und mancher zudem mit AHK.

      Was ich sagen will ist, dass die Bewertung dessen, was man als mehr oder weniger schlimm betrachtet wohl sehr individuell sein wird. Noch sind viele SAAB unterwegs, die aus Sicht der Eigener eigentlich noch immer gute Daily Driver („Nutzfahrzeuge“) sein sollten. Da ist es dann schon schlimm, wenn sich das Netz möglicher Werkstätten ausdünnt, die Versorgung mit Verschleiß- oder Ersatzteilen Lücken aufweist und zudem die Kosten der Instandhaltung explodieren.

      Da sind ein gewisser Frust und entsprechende Kommentare vorprogrammiert. Noch ist nicht jeder SAAB ein echtes Liebhaberstück, ein Young- oder Oldtimer, ein reines Spaßobjekt. Aber genau dort wird SAABs Zukunft liegen.
      Leider auch nur noch dort …

      Wer da schon angekommen ist (beispielsweise mit einem Cabrio), ist auf der sicheren Seite.
      Glückwunsch zum SAAB also und allzeit gute Fahrt.




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      • 4. Juli 2018 um 8:19 AM
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        Vielen Dank! Ich muss zugeben, dass ich immer wieder nach einem Saab 9-3 II SC schaue, den ich täglich nutzen kann…




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      • 4. Juli 2018 um 9:01 AM
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        Inwieweit Saab in Zukunft noch als Liebhaberfahrzeug genutzt werden kann steht und fällt mit der Ersatzteilsituation. Leider sieht es da sehr düster aus. Ich habe bei meinem 901 gerade einen defekten Aktivkohlebehälter der Tankentlüftung. Das Teil gibt es natürlich nicht mehr neu und die Gebrauchtteile sind im Schnitt über 25 Jahre alt. Das Teil habe ich jetzt erst mal abgeklemmt…Dem Motor ist es egal, der läuft genau so gut ohne das ganze System. Nur blöd sollte ich in zwei Jahren die AU nicht mehr bestehen da der Wagen jetzt schlechtere Abgaswerte hat. Ohne ein kleines bis mittelgroßes privates Teilelager wird es in der Zukunft richtig bitter.
        Das wird auch leider dazu führen, dass immer mehr Saabs geschlachtet werden, auch wenn sie noch ein Zukunft als fahrendes Automobil gehabt hätten.




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        • 4. Juli 2018 um 3:50 PM
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          Volle Zustimmung. Genau so wird es leider kommen. Es sei denn, Orio steuert schnellstmöglich dagegen.

          Ansonsten werden bald so manche SAABs aufgrund der Ersatzteilsituation aufgegeben, landen auf der Schlachtbank und Orio muss sich noch „gesünder“ schrumpfen. Ein echter Teufelskreis droht …

          Die verblieben SAAB-Fahrer freuen sich dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge über jede gebrauchte „Organspende“, bejubeln jeden toten SAAB, weil er den eigenen am Leben hält, und betrauern zugleich das sich beschleunigende Verschwinden der Marke.

          Aber keine Sorge, was die Tankentlüftung betrifft. Die AU bezieht sich ja nur auf Abgase. Alle anderen
          Ausdünstungen eines Fahrzeugs spielen meines Wissens bei technischen Abnahmen keine Rolle.
          Und somit findet selbst dieser eher düstere Kommentar noch ein optimistisches Ende.




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  • 4. Juli 2018 um 10:00 AM
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    Der schleichende Zerfall der Marke Saab und deren Präsenz auf der Strasse und im Netz geht unaufhaltsam weiter.
    Und leider ist kein weisser Reiter in Sicht der wie das Imperium zurück schlägt!

    Saab fahren heisst sich freuen über die tollen, individuellen Autos, heisst aber auch leiden, Unannähmlichkeiten in Kauf zu nehmen und einen beträchtlichen finanziellen Aufwand zu leisten. Fragt sich einfach, wie lange geht das gut?




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  • 4. Juli 2018 um 10:46 AM
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    Also Lieben, Leben, Leiden! XD




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  • 4. Juli 2018 um 6:31 PM
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    Hab gerade was für alle die noch was Saabiges suchen gefunden.
    Schaut mal bei Redbubble.com rein.

    Kissen, T-Shirt Tassen und mehr




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  • 5. Juli 2018 um 11:59 AM
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    Da ich die Saab-Ersatzteillage die letzten Jahre nicht verfolgt habe, stelle ich einfach mal die banale Frage: sieht es denn wirklich so schlimm aus, insbesondere für die neueren Modelle wie ein 9-3 ab MY08 oder ein 9-5 NG? Oder gilt der Engpass eher für die älteren Modelle wie z.B. die 900er?




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    • 5. Juli 2018 um 12:09 PM
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      Nein, es sieht nicht schlimm aus. Aber manches wird eben nicht besser. Es sind natürlich die Klassiker, die leiden. Nachfertigungen gibt es kaum, etliches wird knapp. Aber: Bei anderen Marken sieht es nicht besser aus, und die bauen noch wirklich Autos 😉 Daimler zum Beispiel dampft gerade seine legendäre Teileverfügbarkeit für Youngtimer und Klassiker dramatisch ein. Und bei den Italienern ist traditionell Land unter. Lancia Thema Fahrer sind neidisch auf unsere 9k Ersatzteilversorung. Wir jammern also auf vergleichweise hohem Niveau.




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      • 5. Juli 2018 um 6:29 PM
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        Das deckt sich jetzt zum Glück mit der Wahrnehmung, die ich in den letzten Wochen beim Durchstöbern diverser Foren und Blogs gewonnen habe. Das schlimme dabei ist nur, dass sich der Gedanke, einen Saab auch für den Alltag anzuschaffen, gerade festbrennt…




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        • 5. Juli 2018 um 8:48 PM
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          Gegen den Gedanken ist nicht einzuwenden. Ich fahre gerade mit einem 9-3 I und 9k im Alltag. Das funktioniert also auch mit nicht mehr jungen Fahrzeugen hervorragend. Und auch gegen den 9-3 II ist nichts zu sagen. Robuste Technik und ohne Ärger.




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          • 5. Juli 2018 um 11:27 PM
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            Na ja, ehrlicherweise muss man zugeben, dass nicht immer alles sofort verfügbar ist, was man vielleicht gerne hätte oder im Zweifelsfall sogar mal dringend braucht …

            Service und Verschleiß bei den Jüngeren funktionieren meist problemlos. Blessuren und Reparaturen fordern aber zumindest schon auch mal eine kreative Zwischenlösung.

            Da werden Chrombrillen mit Heißkleber repariert, weil das Brillengestell zumindest vorübergehend nur für eine und leider nur die falsche Seite verfügbar ist. Warum die Fixpunkte der Brille überhaupt gebrochen sind, bleibt ein Rätsel. Ebenso bei der Motorabdeckung unter der Haube. Auch gebrochener Kunststoff, ebenfalls nicht
            lieferbar und vorübergehend mit Kabelbindern gelöst. Beides nie selbst belastet oder auch nur angefasst …

            Eine frühe Alterung des Kunststoffs? Handhabungsfehler beim SAAB-Service des Vertrauens? Ich weiß es nicht und will weder SAAB noch den Service-Partnern irgendeine Schuld zuweisen. Ich weiß nun aber um Engpässe!

            Das gleiche mit Stellmotoren für die Tankverriegelung. Damit man weiterfahren kann (der Tank war zu und fast leer), wird der defekte einfach ausgebaut, aber zunächst nicht ersetzt.

            Es gibt Engpässe und es gibt sie längst. Positiv ist aber auch meine persönliche Erfahrung dennoch.
            Ich bewege meinen SAAB weiterhin im Alltag. Die Zwischenlösungen haben sämtlich funktioniert. Vermisste
            Teile wurden schließlich früher oder später nachproduziert. Man kann seinen SAAB weiterhin im Originalzustand halten oder gar verbessern. Aber nicht immer auf Anhieb. Manchmal braucht es Geduld und Vertrauen. In der Zwischenzeit reißen sich die (ehemaligen) SAAB-Service-Partner allerdings Arme und Beine aus.

            Sie wissen um den Wunsch nach Alltagstauglichkeit und liefern sie. Standzeiten werden auf ein Minimum reduziert. Aber leider eben auch immer öfter mit Zwischenlösungen. Das sollte man schon auch wissen, wenn man sich neu auf einen SAAB als Alltagsfahrzeug einlassen möchte …

            Ich betrachte diesen Weg noch immer als gangbar und beschreite ihn selbst. Man sollte die Steine auf dem Weg aber schon auch kennen, finde ich. Je bewusster sich jemand für einen SAAB entscheidet, desto lieber ist es mir.
            Auch eine Form von Nachhaltigkeit ….

            Kurz gesagt: Ein SAAB als Alltagsfahrzeug? Ja, es funktioniert! Es funktioniert noch immer. Es funktioniert aber auch ein wenig anders, als mit dem jüngsten Firmen- oder Leasing-Wagen des Nachbars …




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        • 5. Juli 2018 um 11:45 PM
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          Willkommen im Forum! Und ja, es ist wie Tom sagt:

          Es ist unverändert möglich, im Alltag Saab zu fahren. Ich besaß noch nie einen anderen Wagen als Saab, mein Daily-Driver ist seit 14 Jahren ein unkaputtbarer 902 mit 300+ tkm auf der Uhr, meine Partnerin ist im 932 MY06 seit 6 Jahren (fast: Elektrik) problemlos unterwegs.

          Ich hege aus eigener Anschauung eher Zweifel daran, daß ein neuerer Saab der zuverlässigere ist: 9000er, 902 ab MY96 und 931er könnten den Höhepunkt an Haltbarkeit bei Saab darstellen, bei Daimler war dies bspw. bereits Ende der 80er bzw. Mitte der 90er der Fall.

          Viel Spaß mit dem 931 CV!




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          • 6. Juli 2018 um 2:33 PM
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            Ui, ein 9-3I ist aber teilweise schon wieder ein übler Roster…Federbeine vorne und Radläufe hinten besonders Cabrio. Gibt eigentlich keinen der da nicht rostet, früher oder später. Falls man da jetzt noch keinen Rost findet, unbedigt konservieren! Die Schweller beim 9-5I sind auch so eine Baustelle, besonders die Modelle mit der Schwellerverkleidung. Wer die mal unten hat wird oftmals sehr böse überrascht. Auch wenn von außen noch alles gut oder nur ganz leicht betroffen aussieht. Die ganzen B2X5 Motoren haben schon einige Schwachstellen wie die Problematik mit der Ölkohle oder der fehlkonstruierten Kurbelgehäuseentlüftung. Saab hat da ja fast im Jahresrhythmus Aktualisierungen rausgebracht die aber nicht wirklich viel gebracht haben. Erst ab MY05? meine ich, wurde das Teil komplett neu konstruiert.




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  • 5. Juli 2018 um 10:14 PM
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    Wüsste auch nicht, warum man einen jungen SAAB nicht im Alltag fahren sollte. Ich bewege jeden Tag einen 9-3 II SC, meine Werkstatt ist zu Fuß erreichbar, zwei weitere SAAB-Werkstätten in 15 Minuten. Ersatzteilprobleme oder lange Standzeiten habe ich noch nie gehabt. Jeden Tag treffe ich mehrere Saabs als Daily Driver durch alle Baujahre. So sieht es im Norden zwischen Hamburg und Kiel aus – es gibt also auch regionale Unterschiede.




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    • 7. Juli 2018 um 4:07 PM
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      Oh ja, die gibt es (regionale Unterschiede) …

      Und auf Urlaubsfahrten könnte jeder SAAB-Fahrer von regionalen Unterschieden betroffen sein. Ganz egal, wie rosig und fußläufig die Situation daheim im (westdeutschen) Ballungszentrum ist. Meine Chrombrille SC ist schon vor ein paar Jahren 200 Km huckepack durch die neuen Bundesländer zurück gereist.

      Am Urlaubsort (Ostsee Mecklenburg-Vorpommern), den ich gar nicht mehr ganz erreicht habe, oder in dessen Nähe hätte es keine Werkstatt (mehr) gegeben. Zumindest sagte man mir das so am Telefon, als ich die Servicenummer vom Schutzbrief anrief.

      Das halte ich auch für glaubwürdig. In den neuen Bundesländern hat SAAB keine Tradition, die über GM hinaus zurückreichen würde. Dort haben vor allem Opel-Händler nebenbei ein paar SAAB verkauft. Der Mitarbeiter am Servicetelefon schien mir ehrlich bemüht, fand jedoch niemanden, der sich noch für Reparaturen zuständig fühlte …

      Gestern noch SAAB verkauft und quasi morgen den Service eingestellt. Großes Kino. Danke GM ! ! !

      Wie ich schon sagte, SAAB im Alltag geht. Es geht aber auch längst nicht mehr immer alles glatt. Und der Alltag mit einem SAAB ist schon auch anders als mit einem nagelneuen Massenprodukt. Der Alltag (und Urlaubsfahrten) mit einem SAAB sind eher so, wie mit einem nagelneuen und alltagstauglichen Exoten. Etwa wie mit einem Bentley.

      Aber deren Fahrer lassen sich davon ja auch nicht abhalten. Man sollte aber wissen, worauf man sich einlässt, wenn man etwas Besonderes oder etwas Anderes als seinen persönlichen Daily Driver fahren will …

      Preiswertere, alltagstauglichere und im positiven Sinne unaufgeregtere Exoten als SAABs gibt es wohl nicht. Am Status des Exoten indes gibt es nichts zu beschönigen. Ein lückenloses Servicenetz noch im hintersten Winkel der Welt und Exotik schließen sich gegenseitig aus. Das ist nunmal so.




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      • 9. Juli 2018 um 12:10 PM
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        Leider alzu wahr!

        Viele Grüße aus dem Osten.




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