Mein nicht einfacher Weg zu Saab

Hallo liebe Blog Gemeinde, dann möchte ich mich mal in die Reihe der Saab Story Erzähler einreihen und meinen nicht einfachen Weg zum ersten und bisher einzigen Saab preisgeben.

Saab 9-3

Wir schrieben das Jahr 1986 und ich befand mich im Sommer auf dem Weg zum Freibad in Hildesheim, einer Stadt die bisher nicht durch große Saab Aktivitäten aufgefallen ist. Wie es so als 12 jähriger Junge so ist, schaut man automatisch auf die parkenden Autos am Straßenrand, bis mein Blick an einem Saab 900er Cabrio hängenblieb.

Da stand ich nun, sah zum ersten mal einen Saab in der zweifelhaft schönen Farbe Goldmetallic und konnte nix mit dem Auto anfangen. Der Wagen hatte etwas anziehendes und abstoßendes zugleich und ging mir nicht aus dem Kopf. Zu Hause mußte ich meinem Vater von einem Saab berichten- was ist das für ein Auto Papa?

Die Antwort war ernüchternd – das ist ein teures schwedisches Auto was nicht lange hält… Trotz dieser ernüchternden Antwort blieb ich über Jahre hinweg jedes Mal auf dem Weg ins Freibad fasziniert vor dem goldenen Wagen stehen.

Als der Wagen nicht mehr in der Nähe des Schwimmbades parkte, verschwand auch Saab für viele Jahre aus meinem automobilen Horizont. Nachdem ich beruflich in den Vertrieb wechselte, blieb es nicht aus, dass ich so manchen Saab auf der Autobahn sah. Mir gefiel der Saab 9-5 mit der Chrombrille, wenn diese halt nicht aus Chrom gewesen wäre…

Saab 9-3 SC 2008
Saab 9-3 SC 2008 von Thomas

Klischee mäßig fuhr ich halt die typischen Modelle deutscher Anbieter , die es halt für Außendienstler über die Flottenanbieter gibt und machte mir wenig Gedanken über andere Fahrzeuge, die es eh nicht zu bestellen gäbe.

Dies änderte sich schlagartig im Januar 2011. Ich sah auf der Straße den 9-5 NG und war hin & weg…

So nahm das „Unheil“ seinen Lauf und weckte den Saab Fan in mir. Ich recherchierte im Netz, ging zu einigen sehr netten Händlern und „stolperte“ über den Saab Blog, den ich bis heute fast täglich aufsuche. Je mehr ich mich mit Saab beschäftigte, um so mehr wuchs der Wunsch auch einen zu besitzen. Da ich mich beruflich umorientierte und bei einem skandinavischen Arbeitgeber anheuerte, lag es sehr nah nun endlich den großen Wunsch in Form eines 9-5 NG umzusetzen und für meine Frau mußte ja auch etwas neues her, also auf einen 9-3 SC geschielt.

Doch da waren Sie wieder, die Probleme im Leben , mit denen man nicht unbedingt rechnet. Die bei einem Händler angebotenen Fahrzeuge waren plötzlich nicht lieferbar, bei anderen sah es auch nicht besser aus…

Eigentlich wäre hier die Saab Story für mich fast zu Ende gewesen, doch die Berichte von Tom auf dem Blog liessen die Saab Flame für mich weiter lodern. Ich fand es ziemlich ärgerlich, da komme ich endlich meinem Traumwagen näher und dann gehen bei Saab die Lichter aus.

Der Vernunft trotzend suchte ich weiter, zumindest für meine Frau. Einen Firmen -Wagen von einer insolventen Marke zu kaufen schied dann doch eher aus, aber es wurde immerhin ein anderes schwedisches Fabrikat. Aber es blieb ja noch der Bedarf an einem Fahrzeug für meine Frau. Nur wie soll ich es meiner Frau beibringen einen Saab zu kaufen?

Da kam unerwartet Beistand von einer Autosendung, die nördlich des Ärmelkanals mit 3 skurrilen Moderatoren gedreht wird und die nix besseres zu tun hatten, als einen 3er BMW gegen einen Saab 900er vom Kran fallen zu lassen.

Die Überlebensfähigkeit im Saab war deutlich grösser- daher stimmte meiner Frau dem Kauf zu.
Nur woher einen in der gewünschten Anforderung mit Automatik, Dachreeling und hellem Leder bekommen?

Nach mehreren Monaten und einigen enttäuschenden Besichtigungen hatten wir unser Exemplar nahe der A7 bei einem großen Leasinghändler nun gefunden. Ein Saab 9-3 SC in schwarz Bj12/2008 mit gewünschter Ausstattung und nur 38.000km. Ein Leasingrückläufer eines Apothekers aus dem Süden, der nun seit 2012 unser treuer Privatwagen ist. Außer einer total verstellten Spur und die typischen Federbrüche an der Vorderachse läuft er noch immer einwandfrei.

Nur „leider“ sorgt der Blog mal wieder für Überlegungen diesen vielleicht doch gegen einen 9-5NG zu tauschen. Und da hoffe ich mal, dass ich etwas später was dazu schreiben kann…

Und so muss ich nun eingestehen, das Tom & das Blog Team das schaffen, was nur wenige Händler schaffen- eine Markenbindung aufzubauen und dass mit einer Marke, die in einen Dornröschenschlaf gefallen ist…


Danke an Thomas für seine Saab Story! Dafür geht eine unserer exklusiven Saab Bordmappen auf die Reise. Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, einer Restauration oder einer anderen Begebenheit im Leben mit der Kult Marke aus Trollhättan?

Dann bitte Geduld… Denn der Einsendeschluss für unsere Saab Bordmappen war der 31.12.2017. Termin verpasst? Die nächste Aktion kommt bestimmt. Zuvor veröffentlichen wir aber noch einige Saab Geschichten aus dem Jahr 2017!

29 Gedanken zu „Mein nicht einfacher Weg zu Saab

  • 31. Januar 2018 um 4:57 PM
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    Schöne Geschichte!
    …. und der 9-5 NG ist auch wirklich eine schicke und „andere“ Limousine (obwohl ich Limousine eigentloich gar nicht so sehr mag) … da kann man rugig auch später noch schwach werden!

    Und Hildesheimer Bäder sind gar nicht so schlecht! 😉

    P.S.:
    Ich glaub ja auch schon länger, dass Tom mit Händlern/Werkstätten/Zulieferern/Orio&Co. unter einer Decke steckt!! 😉
    Er ist zu einem großen Teil nämlich auch „Schuld“ daran, dass ich mir 2014 meinen bisher (?) letzten Saab gekauft habe und auch immer noch gern in diesem „schrulligen Schweden“ unterwegs bin.
    (ohne ihn säße ich wahrscheinlich schon längst am ehesten in einem „schnöden“ VW oder Audi).
    Puuuh – Schwein gehabt! 🙂




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    • 31. Januar 2018 um 7:11 PM
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      So ganz glaube ich das nicht. In Bremen hattest Du schon leuchtende Augen als Du den Saab gesehen hast 😉 Da brauchte es keinen Blogger…




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      • 31. Januar 2018 um 9:18 PM
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        🙂
        … na, ein ganz ganz ganz klein bisschen doch (denn ohne deine Hilfe wär ich def. entweder zur falschen Adresse gefahren oder hätte höchstwahrscheinlich mein Provinznest erst gar nicht dafür verlassen).

        Aber du hast eigentlich Recht – Hauptschuldiger bin ich natürlich selber … ich „Trottel“ hab mich ja schließlich selber in das dortige Präsentations-Gefährt gesetzt!
        Danach hatte ich vor lauter entzücktem Grinsen schon fast Muskelkater im Gesicht. 😉 ;-(




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  • 31. Januar 2018 um 5:00 PM
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    ich bin ja auch über jeden neuen Saab Fan erfreut kann aber einigen seiner Schilderungen über seinen Saab nicht so recht folgen. Er schreibt: Außer einer total verstellten Spur und die typischen Federbrüche an der Vorderachse läuft er noch immer einwandfrei.
    Ich frage mich was er damit meint typische Federbrüche, mir ist nicht bekannt das es da so etwas wie typisch Brüche gibt das müsst ja dann doch öfter wenn nicht sogar immer auftreten?? Das mit der Spur ist ja noch nachvollziehbar, ein Schlagloch zu viel oder eine Bordsteinkannte zu hoch und zu schnell rauf oder runter dann ist die Spur schon mal verstellt. Wer kann den mal etwas mehr über die typischen Federbrüche sagen??




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  • 31. Januar 2018 um 5:38 PM
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    Man las schon vermehrt über die Federbrüche an der Vorderachse des 9-3 II/III. Scheint aber auch bei anderen Fahrzeugherstellern ein *großes* Thema zu sein.




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    • 31. Januar 2018 um 7:12 PM
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      Ist es. Quer durch alle Marken.




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    • 31. Januar 2018 um 7:40 PM
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      Saab 9.3 Cabrio, Baujahr 2006, Federbruch bei ca. 130 000 km. Laut Saab-Werkstatt typisch.




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  • 31. Januar 2018 um 6:58 PM
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    Hallo Thomas, ich fühle mich sehr an mich und meinem Weg zu Saab erinnert (http://saabblog.net/2015/05/30/liebe-auf-den-ersten-blick-2/). Eine sehr schöne Geschichte, sogar mit der Chrombrille geht es mir genauso. Nur meine Frau brauchte ich zum Glück nicht erst überzeugen. Sie meinte, wenn sie beim Autokauf mitentscheidet und auch mitbezahlt, dann wird nach dem wirtschaftlichsten fahrbaren Untersatz gesucht. Somit war rucki zucki klar, wer sich um den Autokauf kümmert, wer entscheidet und wer bezahlt

    Den „typischen“ Federbruch kann ich leider auch nur bestätigen. Den hatte ich schon 2x in ca. 15 Jahren (1x Saab 9³ SC und 1x Seat). Bei beiden Fällen hatte die Werkstatt nur gesagt, dass dies heutzutage nichts Außergewöhnliches ist. Für die Werkstätten vielleicht nicht, für mich schon sehr und eigentlich nicht nachvollziehbar (wohl getreu dem Motto: „Was lange hält, bringt kein Geld“).




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  • 1. Februar 2018 um 12:06 AM
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    Sehr schöne Geschichte, macht gleich richtig Lust die meinige mal auf Papier zu bringen…
    Mit den Federn gibt/gab es Abhilfe in Form von Hirsch . Gleich von Anfang an drin im Cabrio und keine Probleme. Bei 9000 und 9-5 hatte ich noch nichts gehört.




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  • 1. Februar 2018 um 9:14 AM
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    Schöne Geschichte.

    Die Jungs von Top Gear sind positiv bekloppt. Deren Verhältnis zu SAAB und SAAB-Fahrern ist allerdings latent schizophren. Gar wild schlägt das Pendel von Bewunderung der einen oder anderen Qualität zu Spott und Hohn und wieder zurück …

    Aber ein ähnliches Verhältnis zu SAAB kennt man ja vom deutschen Motorjournalismus.




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    • 2. Februar 2018 um 1:06 AM
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      Naja

      Nur ohne Rosa Rote Brille betrachtet…
      Es war nicht alles Gut, was Saab gemacht hat!
      Diese ganzen Experimente, z.B.das Auto ohne Lenkrad, kosteten viel Geld und brachten nix.

      Ich finde die Einschätzung ehrlicher und neutraler als die vieler deutscher Journalisten.
      Außerdem ist die Übersetzung mehr als Mangelhaft. In Wirklichkeit loben die drei Briten nämlich Saab viel mehr, als die deutsche Variante wiedergibt!

      Die Westeuropäer hatten sowieso einen viel offeneren Draht zu Saab, als die eingebildeten Deutschen.
      Und gerade dieser Fall -Test und andere Unfallbetichte, haben mich davon abgehalten es mal mit einem Münchener zu versuchen.

      Nichts schützt dich mehr als ein Saab!




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      • 2. Februar 2018 um 9:40 AM
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        Ich meinte Top Gear insgesamt und nicht diese Folge speziell.

        So wie in Deutschland auch, sind die jeweils aktuellen SAABs bei Top Gear eher runtergemacht worden*.

        Posthum ist SAAB plötzlich ganz toll und der Motorjournalismus mit Lob nicht mehr so geizig. So auch hier. Die Struktur von einem alten 900er und die damals aufwendige Entwicklung von einem 9000 im Nachhinein begeistert zu kommentieren, kann den Verkauf von SAAB-Neuwagen nun aber nicht mehr ankurbeln.

        * z.B. gab es eine Folge, da fuhr ein „Rennfahrer“ den 9-5 AERO über den genormten Top Gear-Kurs gegen die Uhr. Das desaströse Ergebnis (langsamer als viele Kleinwagen) wurde von den Moderatoren genüßlich ausgewalzt und zu 100% dem Auto angelastet. Das Studiopublikum hat sich vor Lachen gebogen.

        Dabei ist der s.g. Rennfahrer offensichtlich nicht klargekommen. Ideallinie? Hahaha. Inklusive Notbremsungen am äußeren Rand und außerhalb von Kurven! Jeder schwedische Polizist wäre sauberer und schneller gefahren.

        Schön, dass die Marke posthum mehr Anerkennung und Fairness erfährt. Besser (zu) spät als nie …




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        • 2. Februar 2018 um 10:01 AM
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          Achso, ok.

          Da stimme ich Ihnen zu!
          Wie z.B. der sinnlose Test :Saab 9.5 Aero gegen den Harrier! Das hätte vermutlich nicht mal ein Formel Eins Rennwagen geschafft!
          Aber so sind die Journalisten halt.

          Zur deutschen Motorpresse fällt mir noch ein Fernsehbericht über den 99 Turbo ein, in dem der Moderator weder die exzellente Sicherheit, noch das Fahrpotential erwähnt hat.
          Stattdessen wird über die hohen Preise gelästert. Und richtig mit dem Auto umgehen konnte er auch nicht.




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          • 2. Februar 2018 um 12:27 PM
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            Ja, genau. Die Royal AF vs. „Born from Jets“ und die verkorkste Rundenzeit waren dieselbe Folge, wenn ich mich recht entsinne. Das war nicht nett, sich über SAAB und den Slogan lustig zu machen. Aber auch positiv bekloppt. Ein Harrier! Top Gear eben.

            Die Abgesänge und Grabreden auf SAAB fallen deutlich netter aus, als die jeweils aktuellen Tests ihrer Zeit.

            Bei Youngtimer-Tests hat ein 9000 AERO heute plötzlich Durchzug ohne Ende und das schon (fast) aus dem allertiefsten Drehzahlkeller heraus. Als er aktuell war, schrieb man gerne über ein Turboloch und pries den deutschen Sauger. Und das nicht etwa, weil diese eine exzellente Sicht auf AERO-Rücklichter boten …

            Vielleicht brauchen mache einfach etwas länger, um SAAB zu verstehen? Leider zu lange.




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          • 2. Februar 2018 um 3:26 PM
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            Um fair zu sein: Es gab da ein Problem auf beiden Seiten. Saab hatte oft geniale und innovative Lösungen. Nur kommunizierte man das kaum oder gar nicht. Auch ich erfahre nach 26 Jahren immer wieder Dinge die ich vorher nicht wusste. Und ja, man braucht länger um die Marke zu verstehen, nur wer nimmt sich die Zeit?




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          • 2. Februar 2018 um 6:20 PM
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            @Tom:

            Heißt beide Seiten, zwischen SAAB und den Journalisten? Das ist wohl so. Man hat schon den Eindruck, dass man bei SAAB Kommunikation nicht groß geschrieben hat. Auch nicht mit GM. Am liebsten haben die Trolle wohl ihr Ding gemacht.

            Das mit dem Journalismus finde ich dennoch ärgerlich. Etwa wenn ein Fließtext mehr oder weniger das Gegenteil von den ebenfalls abgedruckten Daten (etwa zum Durchzug eines 9000 AERO) behauptet hat. Da hätte wohl auch mehr Geld fließen und SAAB mehr Anzeigen schalten müssen?




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  • 1. Februar 2018 um 2:56 PM
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    Oh ich kann das alles gut verstehen. Ersteinmal infiziert, fällt wirklich es schwer, sich wieder von der Marke zu lösen. Mein fast 19 Jahre alter 9-5 3.0t fährt jetzt schon 4 Monate als Winterauto durch die Gegend. Um in wirklich winterfest zu kriegen, mußte zwangsläufig noch eniges investiert werden. Jetzt, wo er schon ganz ordentlich dasteht, ertappe ich mich dabei, diesen „Outlaw-SAAB“ (er wird nicht überall in der Gemeinde gemocht) ständig zu bewegen. Der 9-5 Aero Kombi (mit 12 Jahren gerade erst eingefahren) wird langsam böse und hat schon Spinnweben am Auspuff. Einen guten Freund von mir hat es nun auch erwischt. Ihm wurde ein 900 turbo Zweittürer in nicht sehr gutem Zustand quasi umsonst vor die Tür gestellt.. Er schickte mit eine Mail mit Fotos, die u. a. den üblichen Kantenrost am hinteren linken Radlauf zeigten. Da er bis dato keine besondere Bindung zur Marke SAAB hatte, wollte er ihn so für ca. 750,– EUR anbieten. Das konnte ich natürlich nicht durchgehen lassen und schlug ihm vor, aus dem „leicht“ rostigen 900 turbo ein Projekt zu machen. Mal sehen, wie es weitergeht. Von seinen Verkaufsabsichten hat er jedenfalls schon mal Abstand genommen. Momentan ist er in einer Grübelphase (das kenne ich) und meistens folgt der Grübelphase dann eine mehr oder minder langwierige Kreativitätsphase. Hier nach Teilen schauen, da nach Teilen schauen, Angebote einholen und und und. Das Endergebnis ist dann oft ein passabel renovierter Old- oder Youngtimer mit Saugrohreinspritzung und somit ohne größere Feinstaubproblematik.




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  • 1. Februar 2018 um 3:22 PM
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    Toller Beitrag, mit Freude gelesen.!!




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  • 2. Februar 2018 um 2:09 PM
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    Herr Hürsch,
    Es liegt zum Einen in der Voreingenommenheit, welche durch die von uns angesprochenen gezielten Desinformationen gezeugt wurde.
    Zum Anderen ist es meist Angst vor Teilemangel, Veränderungen, oder geringerer Akzeptanz, als Induvidialist.

    Richtig Saab verstehen, kann man nur, wenn man einen fährt, bzw. sich an den richtigen Stellen informiert.
    Wir müssen noch viel Aufklärung betreiben in der Gesellschaft! Nur so können wir die letzten Saab, vor dem Schrottplatz oder dem Export gen Osten bewahren.




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    • 2. Februar 2018 um 4:28 PM
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      Es geht nicht darum ob andere die Marke „nicht verstehen“. Wenn mir die gewölbte Frontscheibe oder der kurze Radstand beim 901 z.B. optisch nicht gefällt ist das ziemlich egal ob sich Saab dabei was gedacht hat, oder ob das als Anklang an die eigenen Ursprünge in der Luftfahrt gedacht war. Ich hab nicht darüber zu entscheiden was andere bitte als schön oder technisch toll zu empfinden haben. Wer meine Meinung nicht teilt hat die Marke nicht verstanden ist etwas kurz gesprungen. Saab hat sich bei vielen Dingen etwas gedacht, das ist richtig. Das haben andere Firmen aber auch, nur weil man deren Ideen nicht so toll findet bedeutet das nicht, dass Saab alles richtig und die anderen alles falsch gemacht haben. Es gibt genug was auch Saab nur suboptimal gelöst hat.
      Es hat auch nichts mit Aufklärung zu tun, dass Saabfahrzeuge gepresst werden oder gen Osten fahren. Das Saabklientel ist in großen Teilen, na sagen wir mal etwas speziell…das merkt man spätestens wenn man mal einen gebrauchten Saab verkaufen möchte.




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  • 2. Februar 2018 um 10:21 PM
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    Entschuldige, falls das jetzt zu patriotisch klang!

    Natürlich muss nicht jeder alles mit SAAB toll finden. Das habe ich auch nicht zum Ausdruck bringen wollen.
    Es ging nachwievor nur um das Thema „Die Verklärung und Abwertung von Saab Autos in den öffentlichen Medien einiger Länder!“
    Darauf begründet sich z.B. auch dein Problem mit dem Verkauf eines gebrauchten Saab. Weil die Leute immernoch die früheren „Negativen“ Einschätzungen glauben. Und sich daher den verbesserten „Positiven“ Nachruf gar nicht erst ansehen!
    Wiso ist der SAAB in Deutschland so „Speziell“? Direkt in unserem Nachbarland Niederlande ist er was völlig Alltägliches!
    Warscheinlich haben die Niederlande Saab als Automarke ganz anders Kommuniziert.
    Natürlich, werden es auch dort weniger. Aber wie groß muss erst die Anzahl an Saab in NL in den 90ern gewesen sein, wenn man heute locker 10 pro Tag sieht? Und wiso haben damals so viele Niederländer einen Saab gekauft und die Deutschen nicht?
    Liegt das jetzt wirklich nur am persönlichen Geschmack?
    Oder beginnen wir jetzt wieder beim Grundthema?




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    • 5. Februar 2018 um 9:27 AM
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      Du musst dich nicht entschuldigen, jeder darf doch eine eigene Meinung haben. Das „nicht-Deutsche“ Auto in der hiesgen Autopresse schlecht wegkommen ist ohne Zweifel richtig. Deswegen lese ich die Hefte auch nicht mehr.

      Ich hatte nicht geschrieben, das Saab als Marke oder die Fahrzeuge speziell sind, sondern das potentielle Käuferklientel. Da hat man nur noch wenig Lust so ein Auto zu verkaufen, sondern gibt es lieber gleich in den Export.
      Es nervt einfach nur wenn man einen 15-20 Jahre alten Saab zum Verkauf anbietet der in einem wirklich sehr ordentlichen Zustand (kein Museumsstück) irgendwo fair zwischen 3500-5000€ angesiedelt ist und sich dann selbsternannte „Saabfans“ melden die einem ungefragt das Ohr blutig quatschen wie toll doch die Marke ist etc. um dann am Ende für sich festzustellen, dass ihnen 200000km doch zu viel sind, 3. Hand mindestens eine zuviel ist und man ja eigentlich ein schwarzes Fahrzeug sucht und kein silbernes. Da frage ich mich dann schon ob ein neuer Golf nicht doch das passendere Auto wäre und für einen gesteigerten Redebedarf gibt es Freunde oder Psychologen.
      Bei anderen Marken wissen die Käufer eher was sie für einen Preis zu erwarten haben bzw. ob der Zustand zum Preis bzw. umgekehrt passt.




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      • 5. Februar 2018 um 10:25 AM
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        Also als meine Frau zuletzt einen alten Kleinwagen oder ein Fahrrad verkauft hat, war es jeweils genau so. Vielleicht sind die Käufer möglichst billiger und gebrauchter Vehikel im Allgemeinen so? Oder zumindest tendenziell so? Vielleicht ist das gar nicht SAAB-spezifisch?




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        • 5. Februar 2018 um 11:25 AM
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          Ein gewisses Preisniveau zieht ein gewisses Klientel an. Und wenn, wie Daniel schreibt, das Preissegment 15 – 20 Jahre ist…dann ist es besonders arg. Hoher Kilometerstand, günstiger Preis + plus das typische EOL Alter. Wird aber besser. Spätestens wenn 25 Jahre oder mehr erreicht sind und das H-Kennzeichen und der Klassikerstatus winken.




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          • 5. Februar 2018 um 2:43 PM
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            Exakt auf diese Antworten zielten meine (rein rhetorischen) Fragen. Danke dafür.

            Daniels Erfahrungen sind alles andere als markenspezifisch. Es sucht ja nicht jeder SAAB-Fahrer in diesem Preissegment. Viele zahlen überdurchschnittlich für den Erhalt vorhandener oder den Erwerb ersehnter SAABs.

            Vielleicht wäre er von selbst darauf gekommen? Ein paar klare und einleuchtende Worte schaden aber nicht. Ich finde es toll, dass sich jegliche Klientel mit jeglichem Budget für SAAB interessiert. Wäre es anders, wäre ich betrübt …




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          • 5. Februar 2018 um 6:36 PM
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            Gut, dann sind die Volvo Jungs wohl doch anders „drauf“. Letztes Jahr habe ich einen 15 Jahre alten S60 zum Kauf angeboten, also kein Youngtimer oder Sammlerfahrzeug, im Gegenteil. Anzahl der Vorbesitzer? Keine Ahnung war ein Fahrzeug ursprünglich aus der Schweiz, stand nicht in den Papieren, Laufleistung? 337tkm. Zustand top (was aus den „Daten“ ja erstmal nicht hervorgeht). Nachfrage überraschenderweise recht hoch. Der heutige Besitzer kam vorbei, fuhr Probe, war begeistert und hat ohne zu verhandeln den Preis bezahlt der für uns beide in Ordnung war. Mittlerweile hat der Wagen ohne Defekte oder größere Investitionen die 360tkm geknackt und wir stehen immer noch lose in Verbindung.




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  • 5. Februar 2018 um 5:00 PM
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    Leider ist das saabspezifisch. Weil es unter den Saabfahrern leider eine große Anzahl von Menschen gibt die immer davon erzählen welch tolle Inovationen Saab so auf den Markt gebracht hat, die kennen wirklich jede! Auf der anderen Seite sind die nicht mal in der Lage ein Glühbirne zu wechseln weil das technisch zu „anspruchsvoll“ ist. Ich kenne einige! Leute die haben gute gebrauchte Saabmotoren zum günstigen Preis angeboten und die dann zum Verwerter gegeben weil das „preisbewusste“ Saabklientel nach Garantie und kostenfreier Anlieferung gefragt hat (bei 150€ für einen B202 mit 120tkm), und nein die Verkäufer haben das nicht beruflich gemacht sondern sahen das als Dienst an der Saabgemeinschaft. Aber irgendwann hat man keine Lust mehr.
    Meiner Beobachtung nach gibt es zwei Arten von Käufern bei Saab: Die mit technischem Sachverstand die weder ein Kilometerstand, die Anzahl der Vorbesitzer oder ein Scheckheft interessiert. Die kaufen und bezahlen nach Zustand. Da kann man seine Vorstellungen nennen und diskutiert dann mit technischem Sachverstand ob und wie der Preis in Ordnung ist. Mit solchen Leuten kann man wunderbar Autos kaufen und verkaufen.
    Dann gibt es da noch den Neuwagenfaher der alle zwei bis drei Jahre etwas neues braucht und findet ein 9-5 oder 9-3 mit 150tkm ist „schon ein bisschen viel“. Die bekommen auf einmal mit, dass es jetzt an der Zeit ist einen 9k/9-3I zu kaufen und denken die Teile kann man nach den gleichen Kriterien auswählen wie einen Jahreswagen aber wollen aber nur den Gebrauchtwagen zahlen. Entweder man zahlt den Jahreswagen (was tatsächlich einige wenige auch machen, dann bekommt man vielleicht noch einen der seltenen 9k/9-3I mit <100tkm aus erster Hand im Museumszustand) oder man lässt es. Dann kann man zwar immer noch ein sehr gutes Fahrzeug bekommen, wenn auch keins mit dem man auf dem nächsten Treffen den Preis für die wenigsten Kilometer gewinnt.




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    • 5. Februar 2018 um 8:42 PM
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      Ich kann nicht mehr folgen …

      1.) habe ich auch einen alten (sogar einen deutlich älteren) Volvo (mit 460.000 Km, wenn der Tacho überhaupt stimmt …) und 2.) sehe ich die statistische Signifikanz nicht …

      Wie kann man von einem einzigen verkauften Volvo und wenig mehr SAAB-Erfahrung auf das eine oder andere „Draufsein“ der Käufer oder Fahrer schließen? Zumal die ganz persönlich gesammelten Erfahrungen mit den SAAB-Fahrern ja offenbar nicht homogen, sondern ziemlich ambivalent sind …

      Es gibt also SAAB-Fahrer mit mehr und solche mit weniger technischem Sachverstand. AHA ! ! !
      Und bei welcher Marke wäre das nachweislich anders ? ? ?

      Bei Volvo? Ha Ha Ha ! ! !
      Ich habe einen sehr guten Freund, der lässt sich regelmäßig die Kolbenrückholfedern seiner Amazone nachstellen und die Birne der Vergaserinnenbeleuchtung wechseln …

      Und was ist überhaupt ein SAAB- oder ein Volvo-Fahrer, wenn man beides hat ? ? ?
      Sogar Tom (ein SAAB-Blogger) hat sich hier schon positiv über mindestens einen Volvo geäußert …

      Lieber Daniel,
      ich glaube, dass du hier ein Problem ausfechten möchtest, mit dem du leider ziemlich alleine dastehst. Ich glaube, dass es DEN SAAB-FAHRER, den du konstruierst, so gar nicht gibt. Und das ist auch gut so.

      Wenn sich nämlich Leute für den einen oder anderen SAAB entscheiden, obwohl sie offen für anderes wären, dann ist diese Entscheidung viel, viel mehr wert. Der Artikel, unter dem wir hier als Leser disputieren, ist wie folgt überschrieben: „Mein nicht einfacher Weg zu SAAB“.

      Damit ist alles gesagt, oder nicht ? ? ?




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      • 6. Februar 2018 um 9:38 AM
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        Wie repräsentativ ist es einen Volvo ohne Problem verkauft zu haben? Einen! Vielleicht stimmten Preis, Farbe und Zustand, beim Saab aber nicnt? Ich hatte nie ein Problem in den letzten Jahren einen Saab zu verkaufen. Es gab nur nette Kontakte und einen Saab bekommt man besser los als einen Golf oder andere Massenfabrikate.
        Es kommt natürlich immer darauf an der einen, richtigen Käufer zu treffen. Denn mehr braucht es nicht.




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