Mit dem Saab ans Meer

Jedes Jahr in den Herbstferien planen wir nach Belgien an die Nordsee zu fahren. Ein Hotel in De Panne war für fünf Tage gebucht. Wir hatten vor, die Strecke entspannt mit unserem Range Rover zurückzulegen, da er einfach der perfekte Reisewagen ist.

Mit dem Saab ans Meer
Mit dem Saab ans Meer

Im Gegensatz zum Saab, einem Saab 9-3 Sportcombi, bietet er viel mehr Platz, was bei vier Personen und zwei Hunden ein wichtiger Faktor ist. Einen Tag vor Fahrtbeginn dann die Ernüchterung:

Das englische Auto senkt sich nicht mehr ordentlich ab. Das bedeutet, dass die Luftfederung nicht mehr ordentlich arbeitet, was dazu führt, dass das Fahrzeug vorne deutlich höher liegt, als hinten. Die Werkstatt konnte natürlich auch nicht innerhalb von einem Tag das Auto reparieren, da die nötigen Teile zuerst in England bestellt werden mussten, was wahrscheinlich eine Woche gedauert hätte.

Da der Urlaub, wie bereits geschrieben, schon feststand, mussten wir umdisponieren und fuhren am Folgetag mit dem Saab. Mit einer großen Dachbox ließ sich das Platzproblem zufriedenstellend in den Griff bekommen. Die Fahrt führte uns über Luxemburg nach Belgien, wobei wir für die nur 460 Kilometer neun geschlagene Stunden benötigten.

Es ging von einem Stau in den Nächsten. Bis zur deutschen Grenze fuhr ich, da ich zu diesem Zeitpunkt erst 17 war und somit nur mit Begleitperson Auto fahren durfte. Unser Kombi meisterte die Strecke super! Der Verbrauch des 210 PS starken Schweden pendelte sich trotz Stop-and-go und Vollbeladung auf ca. 9,8 Liter ein. Ein Ölverbrauch war während des ganzen Urlaubs nicht feststellbar.

In De Panne angekommen, fanden wir zum Glück einen Parkplatz in Hotelnähe, da das Wetter sehr stürmisch und regnerisch war. Das kleine Hotel liegt in zweiter Reihe zum Meer, so dass man vom Zimmerfenster aus sogar den Parkplatz sehen konnte. Nach einem ausgiebigen Frühstück am ersten richtigen Urlaubstag erkundeten wir zuerst ohne Auto die Umgebung, später am Nachmittag dann mit dem Saab.

Da wir kein eingebautes Navi in dem Auto haben, musste für den Urlaub ein Handy herhalten, das mit einer Halterung am CD Schlitz befestigt wird. Wir besichtigten neben Kirchen und Museen im Laufe der fünf Tage die französische Stadt Dunkerque (= Dünkirchen) mit ihrem Hafen und ihren geschichtsträchtigen Stränden. Entlang der Ärmelkanalküste sind zahlreiche Bunker in den verschiedensten Erhaltungszuständen zu sehen. Unser Saab 9-3 spulte die Strecken ohne Anstalten ab.

Am letzten Tag entstanden noch diverse Bilder, da das Wetter an diesem Tag am Besten war. Ohne Probleme verlief die Rückfahrt, wobei wir Luxemburg umfuhren, um nicht wieder aufgrund von diversen Baustellen in Staus stehen zu müssen. Der zweite Vorteil für mich war die Tatsache, dass ich mehr fahren durfte, als auf der Hinfahrt.

Meine Eltern haben mir schon fest zugesichert, dass ich die nächste Urlaubsfahrt komplett fahren werde, da ich inzwischen 18 geworden bin und somit auch im Ausland fahren darf.

Übrigens: Die Luftfederung des Range Rover, unserem englischen Patienten, funktioniert wieder tadellos. Trotzdem wird schon überlegt, ob wir für den nächsten Kurztrip nicht einfach mit dem Saab fahren sollten…


Danke an Johannes für seine Saab Story! Dafür geht eine unserer exklusiven Saab Bordmappen auf die Reise. Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, einer Restauration oder einer anderen Begebenheit im Leben mit der Kult Marke aus Trollhättan?

Dann bitte Geduld… Denn der Einsendeschluss für unsere Saab Bordmappen war der 31.12.2017. Termin verpasst? Die nächste Aktion kommt bestimmt. Zuvor veröffentlichen wir aber noch einige Saab Geschichten aus dem Jahr 2017!

4 Gedanken zu „Mit dem Saab ans Meer

  • 18. Januar 2018 um 12:09 PM
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    Schöne Story.

    Der RRR (riesige Range Rover) spielt ja eigentlich schon in der Kategorie, My Car is my Castle“ …
    Toll, dass ausgerechnet ein SAAB (und bei Weitem nichtmal der größte) den Urlaub trotzdem ganz locker und souverän gerettet hat.

    Ein weiterer Beleg für die Gültigkeit der SAAB-Philosophie, Autos zu bauen, die so alltagstauglich und groß wie nötig sind, ohne so groß und luxuriös wie irgend möglich zu sein.

    Einfach gute Autos eben. Noch immer stehen wohl der 900 und der 9000 (sowie der 9-3 I) für die reinste Form dieser Philosophie. Sämtlich relativ kompakte Autos mit einem ganz erstaunlichen Platzangebot und ganz exzellenten Langstreckenqualitäten …

    Oh wie schade, dass da nichts mehr kommt.

  • 18. Januar 2018 um 4:15 PM
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    Schön erzählt! Ist schon spannend was alles so in Saab Garagen an fremden Fabrikaten steht. Ein RR ist jedenfalls sehr edel und passt zum Saab bestens dazu!

  • 22. Januar 2018 um 6:51 PM
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    Sehr schöne Bilder, Johannes!
    Auch wenn es sonst nicht so meine Wahl ist, hier gilt für alle Bilder: “black is beautiful“.

    Glückwunsch zur Fahrausbildung im 9-3 II, wirklich ein sehr problemlos und geradezu modern leicht zu fahrender Wagen.
    Was das Ladevolumen des 9-3 II SC angeht, oh je… in die bereits erwähnten 900 I, 9000, 900 II und 9-3 I paßt um Längen mehr, selbst in ein offenes Peugot 306 Cabriolet..

    Da hat Eure stolze Dachbox wirklich ganze Arbeit geleistet!

    Weiter viele schöne und sichere Saabkilometer!

  • 25. Januar 2018 um 5:42 PM
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    Auch ich schließe mich dem Glückwunsch zum Führerschein und nachträglich zum Geburtstag an, bin doch nicht der einzige der auf Saab das Autofahren gelernt hat. Und der RR ist auch schön

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