Das ewige Startup und der deutsche Feind

Es war tiefer Winter. Der Saab Konkurs war noch frisch. Mark und ich trafen sich im nächtlichen Trollhättan mit einer bekannten Persönlichkeit. Deren Name tut nichts zur Sache, wir sprachen über die laufenden Verkaufsverhandlungen.

NEVS, das ewige Startup.

Die Meinung unseres Gesprächpartners hatte Einiges an Gewicht, die Insolvenzverwalter fragten ihn immer wieder um Rat. Wir kamen auf BMW zu sprechen  – das Unternehmen, welches die Marke Saab fortführen wollte. Ein neuer, kleiner Saab auf Mini-Plattform stand in einem italienischen Designstudio. Gemeinsam mit Fahrzeugen der Marke Mini hätte er in Trollhättan gebaut werden können.

Unser Gesprächspartner war gegen BMW. Er sprach unerwartet vom deutschen Feind, der Saab unter keinen Umständen bekommen sollte. Mir entgleisten für eine sehr lange Sekunde die Gesichtszüge, das Blut gefror mir in den Adern. Noch nie war meine Nationalität in Schweden so negativ beurteilt worden, niemand hatte zuvor so eindeutig Position bezogen. Das Thema wurde zum Glück zügig gewechselt, der Abend gerettet. Später fragte ich Mark, ob ich richtig gehört hätte. Ja, ich hatte.

China statt Deutschland, so standen 2012 die Aktien. Trollhättan hat China bekommen, und damit NEVS. Die Chinesen wurden nicht überschwänglich begrüsst, aber mit Sympathie, und vielleicht empfand man sie als das kleinere Übel. NEVS hatte damals durchaus Chancen. Die Volvo-Geely Geschichte schien eine gute Vorlage zu sein, auch wenn dort nicht alles so glänzend ist wie es scheint.

Glückskinder aus China

Chinesisches Geld, schwedische Ingenieurskunst und Design. Das hätte funktionieren können, wenn ausreichend Liquidität vorhanden gewesen wäre. Und wenn man Saab an der langen Leine hätte laufen lassen. Damals leuchteten noch die Schriftzüge der Marke in der Nacht, Vieles schien möglich. Dass NEVS von Anfang an schlecht kapitalisiert war, dass Gründer Kai Johan Jiang das Image eines Glückskinds hatte, dem auf Grund politischer Verbindungen alles in den Schoß zu fallen schien, das war damals noch nicht bekannt.

Die Sympathien für die Chinesen in Trollhättan schmolzen dahin, wie der Schnee im April. Insolvenz und Rekonstruktion 2015; ein Neustart,  der keiner war. Bei jedem Besuch in der ehemaligen Saab Stadt war die Stimmung mieser. Besonders die Alten, die Saab Veteranen, hegten offenes Misstrauen. Vom Abbau der Anlagen in der Stallbacka war die Rede, vom Technologie -Transfer nach China.

Die Kritik wurde lauter. Die alten, ärgerlichen Saab Ingenieure sahen,  was nicht gut war. Das man in der Stallbacka keinen Plan und kein Ziel hatte. Statt sich zu fokussieren, verrannte man sich in viele Aktivitäten. Diversifizierung, so als ob man 10.000 Mitarbeiter hätte und nicht nur ein paar 100. Auftragsfertigung, Fremdentwicklung, ein Auto für die Türkei. Partnerschaften mit anderen, ebenso schwachen Herstellern. Investitionen in ein chronisch Verlust-bringendes Werk in China. Alles mit Verlusten behaftet, gescheitert, oder kurz davor.

Der unerwartete Wertzuwachs der Saab Immobilien

Eine langfristige Finanzierung war zu keiner Zeit gegeben. Selbst die kommenden 12 Monate sehen die Wirtschaftsprüfer als ungesichert an. Um das Überleben zu sichern, will NEVS die Immobilien beleihen. Für diese Operation erfahren die Liegenschaften, darunter das seit Jahren stillstehende Werk, einen Wertzuwachs. 3.5 Milliarden Kronen, rund 367.000.000 € sollen die Gebäude in der Stallbacka aktuell wert sein. Mit rund 84.000.000 Millionen € sollen sie beliehen werden.

2011, unter Victor Muller, wurde der Wert von Fabrik und Entwicklungszentrum auf 53.000.000 € geschätzt. Eine produzierende Fabrik wohlgemerkt, und Büros voller Leben. Beliehen wurden dann 51%. Unter Schmerzen, zu sehr ungünstigen Konditionen, wie man später erfuhr. Seitdem sind viele Jahre vergangen. Der Zustand hat sich nicht verbessert, der Investitionsstau ist gewachsen. Das Werk steht still.

Die Zukunft ist ungewiss. Selbst wenn das Kunststück gelingt, und NEVS in Tianjin die Produktion starten kann, wäre dies nicht die Rettung. Die vorliegenden Bestellungen sind nicht verbindlich, es gibt keine festgelegten Spezifikationen zum Lieferumfang und zum Preis. In China existiert kein Vertriebsnetz, das Unternehmen hat keinen Namen. Und wer soll einem unbekannten Unternehmen 2018 ein Produkt abkaufen, dessen Wurzeln in das vorherige Jahrtausend zurück reichen?

NEVS scheint ein ewiges Startup zu sein. Das Management ist noch nicht bereit zu Kapitulation, es kämpft. Für unser Trollhättan und die Saab Mitarbeiter hätte ich mir etwas anderes gewünscht. Der deutsche Feind wäre die bessere Wahl gewesen.

30 Gedanken zu „Das ewige Startup und der deutsche Feind

  • 16. Oktober 2017 um 12:34 PM
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    BeeeeeMWeeeeee……hätte Ove gesagt und wär gegangen.

    …ohne Scheuklappen gesehen haben wie Münchener vieles richtiger gemacht, vorbei….

  • 16. Oktober 2017 um 12:55 PM
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    Immer wieder ganz bitter…
    Was über NEVS zu sagen bleit ist: amen.
    Danke für den offenen und kritischen Rückblick!

  • 16. Oktober 2017 um 1:00 PM
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    Als ich im Sommer in Trollhättan war fand ich die Aussenanlagen extrem ungepflegt vor und die Gebäude in keinem guten Zustand. Zum ersten mal war ich froh, dass nicht mehr SAAB dran steht. Das NEVS Areal verkommt zusehends, wer das als Sicherheit akzeptieren soll möchte ich schon mal wissen.

  • 16. Oktober 2017 um 1:07 PM
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    Angesichts dieser Information möchte ich sagen, jeder kriegt die Partner, die er verdient. Wenn man lieber eine aus welchen Gründen auch immer gepflegte Feindschaft fortführt und sich in ein Abenteuer mit einem zwei Wochen vor Kauf gegründeten Konsortium mit nebulösem Hintergrund stürzt, dann muss man auch die Konsequenzen tragen. Abgesehen davon war mir nie bekannt, dass SAAB BMW als Erzfeind betrachtet.

    Man mag zu BMW, den Fahrzeugen und dem prototypischen BMW-Fahrer stehen wie man will, hier wurde aus meiner Sicht in ideologischer Verblendung eine Chance vertan. An einem Punkt, wo SAAB sich keine Ideologie mehr leisten konnte. Die Ergebnisse sehen wir jetzt, da in Trollhättan ein Untoter namens NEVS umherwankt.

    • 16. Oktober 2017 um 8:51 PM
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      Zu mal davor nicht anders war.
      Siehe gm.
      War ja auch nicht gerade der Traumpartner.
      Aber es hat für ca. 15 weitere Jahre gereicht.
      Und bei Volvo hat man ähnliches hinter sich.

  • 16. Oktober 2017 um 1:39 PM
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    Ich denke BMW war nicht gewollt weil man gesehen hat was mit Rover passiert ist. Aber hier waren die Bedingungen anders. Ein Modernes Werk und Autos, einiges in der Entwicklung, ein guter Name. Jetzt ist alles weg. Es hätte was werden können.

  • 16. Oktober 2017 um 1:52 PM
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    Ob ein SAAB auf Mini-Plattform der große Erfolg gewesen wäre, bleibt mal als recht ungewiss offen – ebenso bleibt als ungewiss offen, ob BMW grundsätzlich die richtige Wahl geworden wäre. Rover unter BMW wurde jedenfalls recht schnell zum Desaster.

    Bleibt zu hoffen, dass NEVS noch irgendwie die Kurve kriegt – das Management zeigt sich ja nach wie vor recht unerschrocken.

    • 16. Oktober 2017 um 4:16 PM
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      Naja, und im Gegenteil wurde die bekannte Marke Mini zum Mainstream getragen. Die Wagen sind heute in jeder Stadt zu sehen, beliebt bei jung und alt. Wer weiß was geworden wäre wenn es nen Saab im 96 oder 9-X Format gegeben hätte. Vielleicht würden dann heute ganz viele kleine kompakte Saabs durch die Städte fahren. In der Hoffnung natürlich das es die großen Brüder 9-5 und 9-4x auch noch gäbe.

  • 16. Oktober 2017 um 1:58 PM
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    Hallo Tom
    Sie haben es treffend beschrieben. Es gab nie eine Strategie oder gar eine Vision, wie man den Namen Saab hätte nutzen können, um eine neue Ära in Trollhättan zu beginnen. Die Vorzeichen für eine “Reaktivierung” der Marke Saab und der Fabrik sind so schlecht wie nie zuvor. Wir alle sind Liebhaber einer Marke die leider Geschichte ist und bleibt. Trotz und gerade deswegen werde ich Saab immer die Treue halten.

    • 16. Oktober 2017 um 8:25 PM
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      Ich kan mich 100% in Irhem Kommentar finden Bjoern.

  • 16. Oktober 2017 um 4:39 PM
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    Merkwürdig das man von Seiten der Schwedischen Politik nichts hört und auch nur vereinzelte Nachrichten aus der Schwedischen Presse zum Thema NEVS/SAAB.

    • 16. Oktober 2017 um 5:25 PM
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      Ich könnte mir gut vorstellen, das dieses Thema uninteressant ist, da NEVS ja noch nie etwas schwedisches produziert hat und nicht wirklich als Hersteller wahrgenommen wird. Und die “paar” Angestellte keine Schlagzeile Wert sind. Traurig.

    • 16. Oktober 2017 um 5:48 PM
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      NEVS ist nicht relevant für Schweden. Ein kleines Unternehmen, das nichts produziert. Dazu kommt mittlerweile ein Glaubwürdigkeits-Problem. 2016 hat man versprochen ab 2017 in China produzieren zu wollen. 2017 verspricht man, dass es 2018 so weit sei.

      • 17. Oktober 2017 um 8:21 AM
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        Ich habe Zweifel dass es NEVS nach 2018 noch geben wird.

  • 16. Oktober 2017 um 5:19 PM
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    Vielen dank für diesen Bericht. Was an dieser Stelle nicht nachvollziehbar ist, ist die “Feindlichkeit” gegenüber BMW. Es war doch zu diesem Zeitpunkt so, das es schon eine Partnerschaft auf dem Gebiet Powertrain gab. Der Nachfolger des Saab 9-3 sollte doch den 1,6er von Mini/BMW bekommen. Sollten diese Verhandlungen einen solchen bitteren Nachgeschmack hinterlassen haben? Oder sind die Schweden einfach nur “Ove(iger)” als gedacht, das widerspricht wiederum der Wahl der Chinesen, den selbst Ove hätte BMW lieber gehabt als die Chinesen. Bei mir wirft jeder Artikel immer weitere Fragen auf und die Gewissheit, das wir nie die ganze Wahrheit erfahren werden.

    • 16. Oktober 2017 um 5:39 PM
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      PS: Was ich auch komisch fand/finde, das die SAAB AB als Eigentümer des Firmennamens nicht mit in die Entscheidungsfindung (Wahl des neuen Käufers) enger einbezogen wurde, ich denke dieser Weltkonzern hätte eine größere Weitsicht gehabt als die Insolvenzverwalter. Und es hing maßgeblich von denen ab, ob es Saab als Auto weitergeben würde. Oder sollte es der SAAB AB damals egal gewesen sein (ich denke mich daran jedoch zu erinnern, das Sie immer ein Wort mit zu entscheiden hatten)? Oder war gar die SAAB AB gegen BMW?

    • 16. Oktober 2017 um 5:50 PM
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      Die “Feindlichkeit” ist die Aussage eines einzelnen, früheren Saab Managers. Ich denke sie wurde aus der (damaligen) Situation heraus getätigt und ist weder repräsentativ für Schweden nocht für die ehemalige Saab Belegschaft.

  • 16. Oktober 2017 um 5:22 PM
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    Es müßig über die vielleicht falschen Entscheidung bei Saab zu diskutieren. Das Unternehmen ist platt.
    Es leben nur noch die teilweise grandiosen Autos und die Leute die diese fahren und pflegen.

    • 16. Oktober 2017 um 9:06 PM
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      Dem ist nicht viel hinzuzufügen!
      (und wer noch auf NEVS hofft, spielt wahrscheinlich auch Lotto: man kann ja nicht gänzlich ausschließen, dass da noch irgendetwas herauskommt; und das wenn noch etwas entstehen sollte, auch Trollhättan davon profitiert; und das wenn noch etwas in Schweden geschehen sollte, dies im Entferntesten mit Saab zu tuen hat..)
      Tom, vielen Dank für diese persönliche Randnotiz aus der Zeit, als die Weichen zum bisher letzten Mal gestellt wurden!
      Vielleicht gibt es ja eine Hoffnung für die Zeit nach NEVS, evtl. aus der Saab AB kommend..?
      Ich gehe jetzt Lotto spielen…

  • 16. Oktober 2017 um 11:38 PM
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    Ich habe mehrere BMWs in der Garage und einen Saab. Für mich hätte es hervorragend gepasst… und ich denke dass Saab im Gegensatz zu Rover viel mehr zu bieten hatte. Die wegweisende Turbo-Technik im Vierzylinder, ein stylisches, nordisches Design, eine gute Qualität und ein sympathisches Image… und wenn die Saabs über das BMW-Vertriebsnetz zu haben gewesen wären… leider eine aus meiner Sicht vergebene Chance…

    Ich geniesse jedenfalls mit meinem 9000er die letzten Herbsttage.

  • 17. Oktober 2017 um 12:09 AM
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    Das ist einer der Beiträge warum ich diesen Blog so liebe! Danke Tom!
    Die Frage zum möglichen Einstieg von BMW bei SAAB kommt mir immer wieder in den Sinn, seitdem ich vor ein paar Monaten darüber das erste mal auf dem Saabblog gelesen habe.
    Es hätte doch alles so gut gepasst: Beide Firmen haben Ihre Wurzeln im Flugzeugbau, BMW hat viel Erfahrung und eine moderne Frontantriebsplatform. SAAB wäre eine passende Ergänzung für das BMW Portfolio gewesen. Und das Rover- Kapitel war sicher auch für BMW eine Lehre. Das BMW erfolgreich und mutig sein kann sieht man seit dem Einstieg bei Mini, Rolls Royce und bei den innovativen i-Modellen. Über das Design kann man sicher streiten. Aber man muss BMW zugestehen der innovativste deutsche Autobauer zu sein. Die trauen sich was! Das Investment hätte SAAB und BMW gut getan. Sehr sehr schade das es dazu nie gekommen ist.
    Aber vielleicht hat ja BMW immer noch ein Auge auf SAAB gerichtet. Schön wärs! Mit dem Brexit wird sich BMW auch der Frage stellen müssen ob Mini ausschließlich in England gebaut werden müssen?

    • 17. Oktober 2017 um 9:46 AM
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      Der Brexit könnte zu einer (kleinen) Chance für das Saab Werk werden. Eventuell die letzte. Fährt das Management der Insel, so wie es momentan aussieht, wirklich einen harten Ausstiegs-Kurs, dann könnten etliche Hersteller Interesse an einem Werk in Schweden haben. Vielleicht auch BMW, denn die MINI Produktion hat nur noch das Nedcar Werk als Alternative. Und das könnte nicht genug sein.

  • 17. Oktober 2017 um 3:48 PM
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    Klingt doch typisch nach Saab, sogar in der Not ist man zu eigen und zu stur um sich dem zu öffnen was einen vielleicht gerettet hätte. Auch wenn ich BMW nicht viel abgewinnen kann ( was auch schon vor dem Ove Film der Fall war) so hätte es nur eine Win Win Situation gegeben, und mit BMW auch den deutlich seriöseren Partner im Vergleich zu GM. Sehr schade, aber wer weiß was noch kommt, die Hoffnung nicht aufgeben, Die Namensrechte existieren ja noch.

    Was ist mit möglichen Patenten und Lizenzen ? z.B der alten 900 oder der erste 9-3 ? Obliegt das auch der SAAB AB ?
    So wundert es mich nach dem Verkauf von Opel das diese den Insignia ungehindert weiterbauen dürfen, Saab aber nie die Möglichkeit bekommen hat den 9-5 NG oder 9-4x auch eigenen Beinen produzieren zu können ( Auch wenn das sehr unwahrscheinlich gewesen wäre.)

    • 17. Oktober 2017 um 7:50 PM
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      Spyker durfte doch den 9-5 NG bauen. Mussten nur enorme Lizenzgebühren bezahlen.

    • 17. Oktober 2017 um 8:21 PM
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      Die Rechte für alte Designs und klassische Fahrzeuge liegen sehr wahrscheinlich bei den Insolvenzverwaltern. NEVS hat nur wenig geistiges Eigentum der Saab Automobile AB erworben, die Klassiker waren nicht darunter.

  • 17. Oktober 2017 um 8:51 PM
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    Danke für den interessanten Artikel. NEVS muss aber trotz aller Schwierigkeiten in die Zukunft blicken. Sollte die in der Insolvenz liegen, dann – “so be it”! Man muss sich darüber im Klaren sein, dass der Markt für Elektroautos und damit verbundene Mobilitätsdienstleistungen noch ein Nischenmarkt ist, und da gibt es sehr viel Hype, und ich glaube nicht, dass da irgendjemand Geld verdient. Und viele Unternehmen, die sich in diesem Markt bewegen, werden nicht überleben. NEVS hat keine besseren Chancen, nur weil es mal Saab Cars gekauft hat. Nur, solange es das Unternehmen noch gibt, bin ich hoffnungsvoll und ich wünsche dem Team viel Erfolg.

  • 18. Oktober 2017 um 11:00 AM
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    Was für ein Aufreger ! ! !

    Hätte nicht gedacht, dass es noch News über SAAB geben könnte, die mich so intensiv berühren.
    Und es sind sogar gleich zwei Aufreger …

    1. Das Kapitel VM und die schlechten Konditionen, die er bekam, obwohl neue Modelle am Start waren. Nie wieder danach sah es so rosig aus, wie kurz vor Schluss.

    2. Das mit BMW. Man muss die mittlerweile gigantisch großen “Minis” und auch BMW nicht mögen. Aber man muss BMW lassen, dass sie erfolgreich und die BMWs sicher keine schlechten sind. Und dem Mini, dass er eigenständig wirkt.
    Die Schweden hätten schon gewusst, wie man weiterhin SAABs baut. Schön blöd, lieber zu scheitern, als es unter BMW wenigstens zu versuchen.

    Ist der Wertzuwachs NEVS’ Wunschdenken oder von wem stammen die Zahlen? Noch haben sie den Kredit ja wohl nicht?

    • 18. Oktober 2017 um 11:08 AM
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      Die Zahlen stammen aus dem uns vorliegenden aktuellen Bericht der Wirtschaftsprüfer. Für die Beleihung der Immobilien soll eine nordische Investment Bank verantwortlich zeichnen. Die Ausgabe der Papiere soll in diesem Monat erfolgen.

  • 19. Oktober 2017 um 2:13 PM
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    Einen Saab auf Mini- Basis hätte ich sofort genommen, schade.

  • 2. November 2017 um 2:39 PM
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    Das hätte etwas werden können. Ein SAAB mit einem BMW-Motor wäre ein Traum und vor allem verkäuflich gewesen. Auch mit dem Mini hätte es klappen können.

    Eine weitere, evtl. die letzte vertane Chance. Die nationalistische Scheuklappe nützt wenig bei unternehmerischen Entscheidungen in einem globalen Business. Wenn ich sehe, wie viele Toyota- und GM-Teile bereits in meinem verflossenen 9-5er verbaut worden sind, ist eine solche Sichtweise nur noch blöde.

    Wegen solchen Entscheidungen fahre ich nach x Jahren SAAB heute keinen SAAB mehr und musste mich nach anderen Herstellern umsehen. Wo’s Nichts mehr zu kaufen gibt, kann ich auch nicht mehr helfen.

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