Audi macht Saab und Schweden macht Jobwunder

Es ist soweit. Audi fährt den neuen A8 vor. Der überrascht mit einer Hommage an das Heck des 9-5. Eine durchgehende Lightbar ziert nun auch den großen Audi. Das neue Flaggschiff aus Ingolstadt symbolisiert einen Design-Neustart für die Marke.

Vergleich: Heck Saab 9-5 vs Audi A8 2018

Designer Marc Lichte trat in die Fußstapfen des großen Walter de Silva, der Audi in Richtung Ruhestand verlassen hat. Mit der Studie Prologue zeigte er bereits 2014 ein Saab-affines Heck. Jetzt kommt es mit dem Modelljahr 2018 in Serie. Die 4 Ringe sind allerdings nicht in die Lightbar integriert, was eine durchgehende LED Leiste ermöglicht.

Auch Saab plante ursprünglich die durchgehende Version, wurde aber damals von den Zulassungs-behörden ausgebremst. Das Debüt des letzten großen Saabs ist aber auch schon 8 Jahre her. Eine Gefahr, dass der Audi A8 in der Dunkelheit für einen Saab gehalten wird,  besteht wohl weniger.

Mehr aber die Möglichkeit, dass man einen nächtlichen 9-5 in die Audi-Kategorie einordnen wird.

Der große Audi ist das erste Serienfahrzeug, welches autonomes Fahren auf Level 3 ermöglicht. Der Fahrer könnte während der Fahrt lesen oder Filme sehen, sollte aber bereit sein,  in Notfällen einzugreifen. Level 3 ist in Deutschland noch nicht erlaubt. Eine Legalisierung wird im kommenden Jahr erwartet.

Jobwunder in Schweden

Auf dem Saab Festival 2017 nahm Peter Backström, Kurator des Saab Museums, Stellung zu der Frage, wo die früheren Saab Mitarbeiter heute arbeiten. Nicht NEVS, wie vermutet, ist die erste Adresse. Die Mehrzahl früherer Saab Mitarbeiter arbeitet für CEVT und Lynk & Co.

Mit Mats Fägerhag steuert ein langjähriger Saab Manager das Unternehmen. Souverän, zielstrebig mit ständig steigenden Budgets. Geely hat in Schweden ein stabiles, verlässliches Umfeld für Wachstum und Investitionen geschaffen. Gemeinsam mit Volvo ist man der Jobmotor für die Region Göteborg. Der Arbeitsmarkt für Entwickler und Ingenieure ist überhitzt, die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt so groß, dass Geely im Hafengebiet Unterkünfte für Mitarbeiter bauen lässt.

Mit der Ankündigung von Geely und Volvo Eigner Li Shufu,  an der Zufahrt nach Hisingen ein neues Entwicklungszentrum mit mehr als 3.500 Arbeitsplätzen für CEVT zu bauen,  entstehen weitere 1.500 qualifizierte Arbeitsplätze. 500 zusätzliche Ingenieure werden ausserdem bei Volvo Cars gesucht.

Kein Jobwunder in der Stallbacka

Das Jobwunder in der Region Göteborg hat auch Auswirkungen auf Trollhättan. Die Stadt wächst,  und im Umfeld des Innovatums entstehen viele neue Arbeitsplätze. Nur findet der Boom leider nicht in der Stallbacka statt. Wie gestern berichtet, scheinen im ehemaligen Saab Werk Jobs im größeren Umfang gestrichen zu werden. Mittlerweile wissen wir auch von Leistungsträgern, die das Elektroauto-Startup bereits verlassen haben. Die Zukunft scheint ungewiss, große Umbrüche sind möglich. Wir werden die weitere Entwicklung im Auge behalten.

15 Gedanken zu „Audi macht Saab und Schweden macht Jobwunder

  • 13. Juli 2017 um 2:27 PM
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    Vielleicht bin ich ja “befangen”, aber das Original gefällt mir besser…..

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  • 13. Juli 2017 um 2:47 PM
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    Hat es nicht Opel (z.B.”Cascada”) vorgemacht?

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    • 13. Juli 2017 um 5:54 PM
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      Nein, Opel hat da nichts nachgemacht.

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  • 13. Juli 2017 um 3:10 PM
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    Das Original ist schöner, aber zumindest hat Lichte den hässlichen Knick aus der Studie durch drei liegende Haken ersetzt.
    Warum ist durchgehend bei der Leiste besser? Ich finde die Lösung mit dem Saab-Logo in der Mitte stylisher, es vermeidet den plumpen Bügeleindruck, den der A8 jetzt hat.

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  • 13. Juli 2017 um 3:49 PM
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    Audi-Fahrzeuge können noch so toll aufgehübscht werden – der Hersteller gehört aber nach wie vor zum höchst unredlichen VW-Konzern und ist damit indiskutabel. Als Negativbeispiele gibt es bekanntlich auch bei Audi Baureihen mit geschönten Abgaswerten und bei bestimmten Motoren kommt es aufgrund antiquierter Technik zu außergewöhnlich hohem Ölverbrauch. Betroffen sind einige hundertausend Fahrzeuge.

    Die Konsumenten in Deutschland, die auf den Slogan “Vorsprung duch Technik” hereinfallen sind, dürfen sich dann zusätzlich noch über die deutsche Justiz ärgern – wie dicke muß es eigentlich noch kommen, bis diese Käuferschichten mal aufwachen?

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    • 14. Juli 2017 um 9:01 AM
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      Schön gesagt.
      Ein Bekannter von mir ist Betroffener des hohen Ölverbrauchs. Der Motor ist aber angeblich nicht antiquiert, sondern ein “moderner” Benzindirekteinspritzer. Dieser verbraucht auf 1.000 Km doppelt so viel Öl wie mein SAAB auf 10.000. Also Faktor 20 ! ! !

      Ein Verbrauch, den auch alte Autos der 1940er und 50er nur schwer erreichen. Und das, obwohl damals ein kontrollierter Ölverlust auch nach draußen selbst bei fabrikfrischen Autos noch zum guten Ton gehörte und stand der Technik war.

      Laut VW-Konzern sei das so in Ordnung. Regulierung? Nachbesserung? Reparaturkostenbeteiligung? Wird alles rundheraus abgelehnt. Erstaunlich, was sich AUDI und VW so alles leisten können und dürfen, ohne dass sie von den Verbrauchern adäquat abgestraft würden.

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      • 14. Juli 2017 um 10:05 AM
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        Ein sehr guter Freund ist von Saab zu Audi gewechselt. Den Ölverbrauch akzeptiert er. Bei einem Saab wäre das für ihn ein Problem gewesen, da bin ich mir sicher. Warum ist das so? Starke Marken, und Audi war objektiv betrachtet bis jetzt immer ein starkes Label, können sich das erlauben. Kleine Marken nicht.

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        • 14. Juli 2017 um 12:33 PM
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          Bei einem Saab wäre aber auch ein so hoher Ölverbrauch ein sicheres Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt und so war man in ähnlichen Fällen stets bemüht eine Lösung zu finden – selbst unter GM etwa beim 6-Ender-Diesel-9-5. Bei einem Audi oder VW prallt man da mit voller Wucht gegen eine Wattemauer. Im Zweifelsfalle wird das sogar als Feature dargestellt das für die “Langlebigkeit” spricht. Der VW-Konzern hegt offensichtlich ganz konsequent beste Beziehungen in alle Richtungen: ich kann mir insbesondere nur schlecht vorstellen, dass zweitaktmäßiger Ölkonsum keine negativen Auswirkungen auf die Abgaswerte hat. Obwohl das Internet voll ist von ähnlichen Beschwerden springt da kein ADAC auf den Zug auf – und selbst die ansonsten so geschäftstüchtige DUH bleibt hier stumm.

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        • 15. Juli 2017 um 2:15 PM
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          Ja Tom so ist es. Audi hat das geschaftt was Saab und Lancia leider nicht geschafft haben, obwohl es bei weitem nicht die schlechteren Autos sind/waren! Wenn ich da nur an die ganzen Rally Erfolge denke!
          Audi ist in der Scheiz wie eine Landplage, wohin man schaut, man sieht nur Audis, verzugsweise in Schwarz!

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      • 20. Juli 2017 um 5:34 PM
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        Hallo!
        Die sogenannten “Premiummarken” können sich viel erlauben. Hier verzeiht man vieles. Warum ist das so? Ganz einfach. Vieles wird verschwiegen, ignoriert oder als “Stand der Technik” vermarktet. Und die (dummen) Menschen akzeptieren das. Jeder Autoliebhaber weiß z. B. um die lange Rostproblematik und Materialprobleme bei Kettenrädern bei Mercedes. Aber die Leute wollen ein “Statussymbol” fahren, und kaufen diese überteuerten Autos weiter. Viele Leute wollen auf dicke Hose machen und meinen wenn sie einen 15 Jahre alten “deutschen Premiumwagen” fahren sind sie der Geldadel. Da ist es egal das die Klimaanlage schon lange nicht mehr funktioniert, die Karre rostet, das Luftfahrwerk in den Knien ist. Wer aber etwas Durchblick hat sieht doch, das diese Autos von Leuten gefahren werden, die sich die Reparaturen gar nicht leisten können. Die aber denken sie können uns blenden. How ever. Sollen sie machen. Ist auch gut so. Stellt euch vor ab morgen wollen diese Leute alle Saab fahren. Das währe doch furchtbar.
        Allen Sabbfahrern eine schöne Urlaubszeit

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  • 13. Juli 2017 um 10:39 PM
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    Funktionieren muss die Light Bar halt, erst dann kommt dann kommt das Auto zu seiner vollen Geltung. Hab am Dienstag einen Diesel 9-5NG ohne funktionierender Light Bar gesehen, so ging das Auto im restlichen Verkehr unter.

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    • 14. Juli 2017 um 7:22 AM
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      Na ja, mit seinen 5,08 m1 geht er nicht ganz unter im Verkehr. Und mit seiner einmaligen, kühlen Form schon gar nicht.
      Bei meinem leuchtet die Bar schon seit längerem nicht mehr, es ist schade, aber ich kann damit gut leben. Gruss aus der CH

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      • 14. Juli 2017 um 11:54 AM
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        Hans, beim Steffen können sie dir wahrscheinlich helfen, ruf mal an. Beste Grüsse aus ZH

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        • 15. Juli 2017 um 2:11 PM
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          Danke Martin, werde ich mal versuchen. Gruss Hans

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  • 14. Juli 2017 um 10:44 PM
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    Lustig, der AUDI hat das Kennzeichen null 8 fuffzehn …

    Die Ziffern sind nur etwas durcheinander. Außerdem hat er hier noch ‘ne Kante und dort noch ‘ne Sicke. So wie auch jeder VW, SEAT oder Skoda der aktuellen Modellpalette. Das Kennzeichen passt also perfekt.

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