Uber Rivale Didi neuer Großaktionär bei NEVS?

Es gibt eine Meldung aus Trollhättan, die zu wichtig sein könnte,  um sie zu ignorieren. Denn sie könnte die Zukunft des Standorts beeinflussen. SverigesRadio berichtete am Montag über einen möglichen Einstieg von Didi, der chinesischen Version von Uber, bei NEVS.

NEVS 9-3X. Bild: NEVS

25 Millionen Fahrzeuge fahren für Uber Rivalen Didi

Didi wird in China täglich von 20 Millionen Menschen genutzt. Die mit Uber vergleichbare Plattform wächst sehr dynamisch und hat ambitionierte Pläne. Im Beisein von Staatsminister Stefan Löfven unterzeichneten beide Parteien am Montag in Peking eine Absichtserklärung. Darin geht es um den Einstieg von Didi als neuer Großaktionär bei NEVS und um den Kauf von Elektrofahrzeugen.

Bis zum Ende des Sommers sollen daraus verbindliche Verträge werden. Unklar ist, in welcher Höhe Didi Anteile erwerben wird und um welche Summen es sich handelt. Entsprechend der bisherigen Informationspolitik schweigt NEVS über Details. Auch eine offizielle Pressemeldung zu diesem Thema fehlt.

Der Einstieg von Didi würde viele Dinge verändern. NEVS könnte in die Produktentwicklung des Fahrdienstanbieters, der den Markt in China dominiert, eingebunden werden. Laut CEO Bergman sind bisher nur ein Prozent der 25 Millionen Fahrzeuge, die für die chinesische Uber-Version fahren, Elektroautos. Von einer angestrebten, weiteren Elektrifizierung der Flotte könnte das Unternehmen profitieren.

Die Altaktionäre sollen allerdings weiter im Unternehmen bleiben. Schwergewicht Didi soll zwar Groß-, aber kein Hauptaktionär werden. Eine gewagte Entscheidung, denn schon jetzt wird die Entwicklung des chinesischen Startups mit Sitz in Trollhättan zwischen vielen Interessensgruppen aufgerieben.

Neue Arbeitsplätze in der alten Saab Fabrik

NEVS wird weiter von China dominiert. Dennoch könnte der Einstieg für den Standort Trollhättan von Vorteil sein. Der Uber Rivale hegt längst internationale Ambitionen. China ist nicht mehr genug, die weltweite Marktführerschaft ist das Ziel. Schweden könnte das Sprungbrett nach Europa werden, die Hardware produziert man zukünftig vor Ort. Das Schwergewicht Didi könnte Arbeitsplätze in größerem Umfang am früheren Saab Standort schaffen.

Vieles ist noch äusserst spekulativ und nur ein Ausblick auf das,  was sein könnte. Konkret schafft NEVS einige weitere Jos in der alten Saab Fabrik. Zwar gibt es immer noch keine Serienproduktion, aber 25 Autowerker sollen jetzt an Bord gehen. Sie sollen Karosserien für Elektroautos herstellen, zusätzliche Arbeitsplätze sollen in einem absehbaren Zeitrahmen entstehen.

9 Gedanken zu „Uber Rivale Didi neuer Großaktionär bei NEVS?

  • 28. Juni 2017 um 1:18 PM
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    Good News and now we are only waiting for them to start in Europe!

  • 28. Juni 2017 um 1:56 PM
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    So lange es bewegt gibt es ienen Zukunft. Klar war immer das NEVS alleine nichts realisieren kann.
    Aber Ihre Entwicklungs abteilung und gute Erfahrung ist das was wichtig ist.
    Auch sehe ich selbst bnur hierin eine beteiligung vom THT; Entwicklung. Gebaut warden die Fahrzeugen in China.
    THT mueste andere Marken finden den dort Autos bauen wollen, sonnst ist diese riesengrosse Produktionshalle da fuer nichts.

  • 28. Juni 2017 um 2:14 PM
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    NEVS sollte da detaillierter kommunizieren. Diese Halbfakten sind wenig aussagekräftig, mal sehen wie lange Tom nocht Lust drauf haben wird.

  • 28. Juni 2017 um 2:19 PM
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    Hört sich ausgesprochen gut an – aber warum wurde keine NEVS-Pressemitteilung herausgebracht? Der in China anwesende Stefan Löfven ist immerhin der amtierende schwedische Ministerpäsident (nicht wie irrtümlich mitgeteilt nur Staatsminister).

    Der Einstieg dürfte ein riesen Plus für NEVS sein.

    • 28. Juni 2017 um 2:38 PM
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      In Schweden wird der Ministerpräsident auch als Staatsminister bezeichnet. Beides ist zutreffend.

  • 28. Juni 2017 um 4:06 PM
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    Eine Absichtserklärung. Schön. NEVS-Träume können war werden, oder auch nicht.
    Ich warte bis Fakten kommuniziert werden.
    Aber: wenn Jobs in THT entstehen ist es zunächst immer erst einmal erfreulich! 🙂

  • 28. Juni 2017 um 7:17 PM
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    Didi?? sind das die wo Apple eingestiegen ist weil Uber sie geärgert hat?? …bekomme ich doch noch irgendwann meine iSAAB 😉

    • 28. Juni 2017 um 8:00 PM
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      Genau die sind das. Die Hoffnung stirbt zuletzt 😉

    • 29. Juni 2017 um 10:59 AM
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      Wenn Didi & Dödel künftig Autos bauen, macht das ganz sicher noch lange keinen SAAB.

      Mit einer App und Werbeetat schaltet man sich zwischen den Dienstleister (Taxi) und Endkunden (Fahrgast) und kassiert sich dumm und dämlich. Warum bloß macht alle Welt diesen Quatsch mit?

      Didi ist einer der vielen neuen online-Schmarotzer. Eine Mischung aus digitaler Goldgräberei und http://www.Wegelagerei.

      20 Millionen Fahrgäste nutzen täglich 25 Millionen Uber-Fahrzeuge? Das ist ja nichtmal eine Fahrt pro Fahrzeug!

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