Shanghai Auto Show. Lynk & Co 03 Concept.

Die vom ehemaligen Saab Entwicklungschef Mats Fägerhag geleitete Marke Lynk & Co meldet ihr erstes Fahrzeug als produktionsreif. Und legt sofort nach und zeigt auf der heute startenden Shanghai Auto Show das Lynk & Co 03 Concept.

Eine Limousine auf Basis der CMA Plattform mit Designmerkmalen des 01. Foto: Lynk & Co

Eine kompakte Limousine, die in Göteborg entwickelt wurde und die auf der modularen CMA Plattform basiert, die ebenfalls bei Volvo und Geely Verwendung findet. Am Sonntag zuvor gab es für 800 geladene Gäste einen exklusiven Event zum Marktstart in China. Alain Visser, Senior Vice President von Lynk und einst für kurze Zeit bei Saab Deutschland tätig, präsentierte die Marke.

Lebenslange Garantie und unbegrenztes Datenvolumen

Den Gästen wurde die Funktion der Car-Sharing App demonstriert, mit welcher ein Lynk 01 auf Wunsch zum Shared-Economy Produkt mutiert. Ausserdem enthüllte Visser weitere Details zur Markenstrategie. Ein unbegrenztes Datenvolumen und eine lebenslange Garantie auf jedes Fahrzeug soll die Zielgruppe der Digital Natives überzeugen. Lynk & Co startet in diesem Jahr mit dem Vertrieb in China. Dabei setzt die Marke, die erst 5 Monate alt ist, auf die aktuellen Trends.

Chinesen mögen SUV`s, sie lieben Internet-Autos, sie bevorzugen große Displays im Innenraum und eine uneingeschränkte Connectivität. Damit ist der größte Automarkt der Welt viel digitaler als es die restlichen Märkte sind.

Das Lynk & Co 03 Concept wurde, wie schon der Lynk 01, vom früheren Volvo Designchef Peter Horbury gezeichnet. Das Design ist europäisch, es spielt im Innenraum mit aktuellen Volvo Designelementen und ist auf Anhieb als Mitglied der Markenfamilie zu erkennen. Die Studie gilt als nahe an der Serie.

Ein Flatrate Modell für zukünftige Mobilität

Auf der Shanghai Auto Show wird Alain Visser neben dem Lynk & Co 03 Details zum Flatrate Modell der Marke präsentieren. Lynk & Co setzt auf Digital Natives, die kein Produkt mehr erwerben, sondern es per Flatrate nutzen wollen. Alles soll möglichst einfach sein, tranparent, ohne Aufpreise oder versteckte Optionen. Ein radikales All-Inclusive Geschäftsmodell, das sehr agressiv scheint. Bleibt die Frage,  was davon den Weg nach Europa finden wird.

Spannenderweise steuert die Marke von Mats Fägerhag exakt den Kurs, den man auch in Trollhättan auf dem Plan hat. Komplett digital, permanent verbunden mit der Cloud und auf Flatrates setzend. Mit dem einen Unterschied, dass Lynk & Co bereits 2017 in den chinesischen Markt eintritt und 2019 in Europa präsent sein will.

Wo ist Lynk & Co 02?

Lynk & Co wird eine ganze Fahrzeugfamilie auf Basis der CMA Plattform präsentieren. Sie wurden in Göteborgs Lindholmen entwickelt, das Design ist europäisch und stammt aus den ehemaligen Volvo Studios in Barcelona. Produziert wird ausschließlich in China, und der 01 läuft vom gleichen Band wie der neue Volvo XC40 und andere Geely Modelle. Über eine mögliche Produktion in Europa  schweigt man.

Dass auf 01 die Nummer 03 und nicht das Fahrzeug mit der 02 folgt, könnte diesen Grund haben: Kompakte Limousinen erfreuen in China eine gewisse Beliebtheit, im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Fließhecks. Ein spannendes Konzept mit Fließheck war bei der Präsentation 2016 kurz zu sehen, die Bilder wurden aber umgehend vom Netz genommen.Es könnte die vermisste Nummer 02 sein, und damit eine interessante Variante für Europa.

NEVS startet auf der CES Asia

Während Göteborg Shanghai rockt, ist es in Trollhättan ruhig. Das könnte sich bald ändern. NEVS plant den ersten Messeauftritt. Als Anbieter von Mobilitätslösungen meidet man traditionelle Autoshows und setzt auf die Digital Natives. Die erste große Show mit Teilnahme von NEVS wird die vom 7. bis 9. Juni in Shanghai stattfindende CES Asia sein. Details stehen noch aus, vielleicht wird es spannend.

16 Gedanken zu „Shanghai Auto Show. Lynk & Co 03 Concept.

  • 19. April 2017 um 10:29 AM
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    Ein ansprechendes und spannendes Design. Da sieht man wieder, wie weit SAAB DNA kommt. Schade, dass Herr Fägerhag nicht weiter für SAAB entwickeln durfte, oder vielmehr konnte. Da war schon einiges an Potential vorhanden.

    Mal sehen was NEVS vorfährt. Sehen wir eine Studie?

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    • 19. April 2017 um 11:42 AM
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      Wir wissen nicht was NEVS für die CES plant. Lynk feierte auf der CES in Spanien eine Markenparty. Schwer vorzustellen dass NEVS das 9-3 EV zeigen wird. Es wird wohl kaum als Internet Auto gelten.

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  • 19. April 2017 um 10:51 AM
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    Wird sicher ein 9000der mit 4 Radnabenmotoren oder der aktuelle 9-3 ! Is ja immer noch taufrisch vom Design her. 🙂

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  • 19. April 2017 um 11:54 AM
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    Der Lync 03 ist ganz nett anzusehen. Mit etwas Phantasie kann man von der Seite das ausgewogene SAAB Design erkennen. Warum aber muss die Front wie bei Porsche aussehen? Das passt nicht! Ein wenig mehr Eigenständigkeit wäre schön gewesen.

    Wenn NEVS im Juni bei der CES Asia aufläuft können die doch nicht nur einen 9-3EV und ein paar App- Spielereien zeigen?! Da muss doch NEVS was großes in der Tasche haben.

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    • 20. April 2017 um 9:03 AM
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      Vielleicht gibt es einen Preview auf das was kommt. Apps wären vorstellbar, aber eine Prognose von meiner Seite gibt es nicht.

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  • 19. April 2017 um 5:10 PM
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    Peinlich das NEVS sich immer noch nicht mit irgendwas präsentiert.

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  • 19. April 2017 um 7:34 PM
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    Grausam, drinnen wie draußen!
    Wenn das die Zukunft ist, hoffe ich, dass meine alten Schweden und der Finne noch lange halten.
    Ich sehe da keine SAAB-DNA. Die Chinesen werden das mögen…

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  • 20. April 2017 um 6:39 AM
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    Das Design geht für mich insbesondere die Front des Fahrzeug gar nicht. Bruce Willis würde wohl zum Konzept sagen: Ich bin zu alt für diesen Scheiß 🙂 Vielleicht bin ich das ja auch…..

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    • 20. April 2017 um 9:05 AM
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      Das Design ist vor allem modisch. Es zitiert nicht nur Porsche sondern auch das SUV eines koreanischen Herstellers. Es ist wohl eine Alters- und Geschmacksfrage wie man es findet.

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  • 20. April 2017 um 6:41 AM
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    Sorry für die derbe Wortwahl….

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  • 20. April 2017 um 8:42 AM
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    Die Front vom Scirocco und das Heck vom A4. Die Lüftungsdüsen sind eine Kopie aus dem C-Cactus, wahrscheinlich der gleiche Zulieferer, die seitliche “Finne” kennt man auch schon vom DS3. Unglaublich einfallsreich…

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  • 20. April 2017 um 8:57 AM
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    Im reifen Alter von 32 muss ich wohl auch das Bruce-Willis-Zitat ziehen.

    Potthässlich, dieses Teil. Der einzige Vorteil, in einem zu sitzen, ist wohl, dass man es dann von außen nicht sehen muss.

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    • 20. April 2017 um 10:08 AM
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      und mangels brauchbarer Fenster auch nicht darin gesehen wird. Das wär ja zu peinlich.

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  • 20. April 2017 um 1:41 PM
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    Vorne Porsche und hinten Seat – einfach nur schrecklich. Das Innenleben ist selbst für skandinavische Verhältnisse etwas zu schlicht und einfach ausgefallen.

    Dieses Auto möchte ich selbst zu einem tollen Sonderpreis nicht haben!

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  • 21. April 2017 um 10:35 AM
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    Ein Smartphone auf Rädern, Außendesign eine Mischung quer durch die Marken des VW Konzerns, Innendesign auch nicht gerade prickelnd und das ganze “Made in PRC”, mir wird schlecht. Ich schließe mich dem Bruce Willis Zitat an

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  • 22. April 2017 um 7:11 PM
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    Sieht der nicht aus wie die Wiedergeburt des Bora II? Gefällt mir gar nicht.

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