Blogspende 2017. Ergebnis und offene Zukunft.

Wir sind unseren Lesern noch das Ergebnis unseres Spendenaufrufs schuldig. Das Ergebnis ist auf den ersten Blick erfreulich. Aber gibt aber auch offene Fragen zur Zukunft der Marke, auf die wir im Moment keine Antwort wissen. Und durchaus kritische Anmerkungen.

Blogspende 2017. Der Saab Blog braucht Unterstützung!

Gespendet haben 141 146 Leser. Wofür wir uns ganz herzlich bedanken, denn auch sie sichern den Blog in diesem Jahr. Die großartigen Spenden kamen aus ganz Europa, viele kleinere Spenden aus Deutschland, größere Beträge aus der Schweiz und aus Österreich. Mit rund 5.100,00 € liegen wir aber klar unter dem Ergebnis des Vorjahres. Was uns nicht zufrieden macht, wie auch die Tatsache, dass wir die überwiegende Mehrzahl der Leser mit unserem Spendenaufruf nicht erreichen konnten.

Gleichzeitig haben wir in diesem Jahr auch weniger Blog Unterstützer, die ihre Werbung auf dem Blog schalten. Zwei Unternehmen, die uns länger begleitet haben, sind seit Januar nicht mehr dabei.

Fast 7 Millionen Leser in 6 Jahren!

Natürlich ist der Blog eine Art  Experiment, was es in dieser Art und Umfang noch nicht gab. Seit mehr als 6 Jahren schreiben wir über eine Automarke, die keine Fahrzeuge mehr baut. Wir “produzieren” mit einem Mini-Budget fast täglich Artikel rund um die Marke mit dem Greif, und wir werden in den nächsten Monaten den 7millionsten Leser begrüßen können. Dabei gibt und gab es immer die Herausforderung,  den Blog “gut” und gemäß dem Anspruch der Marke zu gestalten.

Wir haben ein Projektauto, den Saab Terminkalender, das historische, deutsche COC Archiv und den Saab Marktplatz, der im Entstehen ist. Der Blog ist auch eine Erfolgsgeschichte, die unter schwierigen Umständen entstand. Saab scheint auch in dieser Hinsicht etwas Besonderes zu sein.

Denn alles läuft bisher durch die Hilfe einer großartigen, loyalen Leserschaft und mit treuen Blog Unterstützern. Unser Projektsaab “Paul” kommt im April zurück auf die Strasse, wenn Saab Service Frankfurt mit viel Engagement die hoffentlich letzten Beschwerden beseitigt haben wird. “Pauls” Unterhalt ist für dieses Jahr gesichert, ebenso die geplanten Investitionen in die Hardware.

Aber leider müssen wir mit unserem aktuellen Minimal-Budget in Zukunft Abstriche machen. Denn der Blog muss sich auch als Non-Profit Projekt selbst finanzieren, und bei einem schrumpfenden Budget sind wir gezwungen,  Konsequenzen zu ziehen.

Wir werden daher eine geplante Aktion zum 70. Geburtstag der Marke nicht realisieren können, und wir müssen eine geplante Investition streichen. Dazu in den nächsten Tagen mehr.

Blog Zukunft & Mitgliedschaften ?

Wie geht es weiter mit dem Blog? Es ist nicht so, dass ich unbedingt täglich über Saab schreiben müsste. Was so verstanden werden sollte, dass ich nicht um jeden Preis am Blog Projekt festhalten werde. Dinge haben ihre Zeit, und nichts ist für immer. Kommt der Tag, an dem eine vernünftige Weiterführung nicht mehr möglich wäre, dann ist es eben so.

Eigentlich bin ich überrascht, dass wir überhaupt so weit gekommen sind. Dass immer noch so viele Leser die Saab Begeisterung mit uns teilen, und dass der Blog lebendig und attraktiv ist. Eine Prognose für die Zukunft ist schwierig.

Es gäbe einige Wege,  um dem Blog ein Einkommen und damit die Existenz zu sichern. Auf eine gute, unde eine weniger gute Weise. Wir könnten “bezahlte Artikel” veröffentlichen. Die Anfragen dazu erhalten wir permanent. Damit wäre die Finanzierung sicher,  aber wir würden den Blog mit “Paid Content” in eine falsche Richtung führen.

Mitgliedschaften wäre eine andere Option. Dazu Inhalte, die exklusiv nur für die Mitglieder abrufbar wären. Wer einen finanziellen Beitrag leistet,  der würde entsprechend profitieren und Zugriff auf alle Inhalte und Angebote haben. Wer sich nicht beteiligt, könnte in Zukunft nicht mehr auf alles zugreifen.

Dieser Vorschlag kam von Leserseite, er ist in meinen Augen nur die zweitbeste Lösung. Aber immer noch besser als den Blog zu schließen, weil selbst das Minimal-Budget für eine halbwegs vernünftige Redaktionsarbeit fehlt. Möglich ist, dass wir ab 2018 in diese Richtung gehen werden.

Die Metamorphose der Marke Saab?

Offen ist auch die Frage, wie sich die Marke weiter entwickeln wird. Wir schreiben das Jahr 2017, und es ist jetzt fast 10 Jahre her, seit Saab in Deutschland letztmalig Stückzahlen absetzen konnte. Wenn Autos das Alter zwischen 10 und 15 Jahren erreichen, dann entscheidet sich deren Schicksal.

Es nähert sich für den Saab Bestand eine kritische Zeit.

Werden die Saabs zu Liebhaber-Fahrzeugen, oder stranden sie im Export? Gibt es genügend Menschen, die bereit wären,  in ältere Saabs zu investieren? Sie auf der Strasse zu halten, Reparaturen zu bezahlen,  die den Zeitwert übersteigen?

Es gibt Fälle, da ist das so. Aber das können auch Ausnahmen sein, kein genereller Trend. Ob Saab zum Kult wird oder in Vergessenheit gerät, werden die kommenden Jahre zeigen.

Als Blog alleine kann man das kaum beeinflussen. Entscheidend wird in erster Linie sein wie sich die Community weiter entwickelt. Ob Saab wirklich Herzblut ist, oder nicht, das entscheidet sich dort. Können Clubs, Foren, Stammtische Menschen zu Saab führen? Gestalten wir die Metamorphose zur Liebhabermarke gemeinsam? Oder wird es so sein, dass jeder sein eigenes Ding macht?

Ganz offen, ich habe da so meine Bedenken.

28 Gedanken zu „Blogspende 2017. Ergebnis und offene Zukunft.

  • 8. März 2017 um 11:57 AM
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    Was ihr in den letzten Jahren geschafft habt war toll und ging weit über das hinaus was wir erwarten konnten. Ich von meiner Seite aus würde das Ergebnis als frustrierend bezeichnen, denn das ist es auch. Falls es den vollen Blog Zugang irgendwann nur noch für Mitglieder geben würde wäre ich natürlich an Bord. Ich möchte den Blog nicht missen!!

    • 11. März 2017 um 12:56 PM
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      Ich wäre auch dabei.

  • 8. März 2017 um 12:41 PM
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    Leider ist es so, dass die Leute es für selbstverständlich erachten, alle Informationen kostenlos zu bekommen.
    Ich hätte gegen einen Mitgliedsbeitrag nichts einzuwenden, wenn dadurch der Blog erhalten bleibt. Denn was ihr hier macht, ist große Klasse und sicher nicht einfach.
    Jeden Tag stehe ich auf, schalt die Kaffeemaschine an und schaue nach,was es in der SAAB-Welt so neues gibt.
    Zum Anderen.
    Ich bin auch immer wieder bestürzt, wenn Leute Saab ausschlachten, die nicht mal 200.000 km weg haben.
    Mit ein bisschen guter Pflege ist ein Saab der treueste Wegbegleiter, den man haben kann.
    Ich fahre meinen 98er 9-3 mit Stolz. Und werde alles tun, was nötig ist, um ihn zu erhalten.
    Sollte eines Tages das Schicksal uns trennen, wird der Nächste auch wieder ein 90er Jahre Saab sein.

  • 8. März 2017 um 12:49 PM
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    Danke für eure Offenheit. Vielleicht könnt ihr die Kosten für den Blog mal transparent offenlegen, damit man mal nachvollziehen kann an welcher Stelle das Geld zum Einsatz kommt. Die 5000 Euro entfallen ja sicher nicht auf das Hosting.

    Der Schlusssatz enttäuscht mich ein bisschen. Ich habe viele tolle Saab-Freunde kennengelernt und das ausgerechnet ihr an der Zukunft der Community zweifelt überrascht mich. Das liest sich etwas als hättet ihr aufgegeben.

    Vielleicht decken sich eure Erwartungen und die der Community einfach nicht miteinander.

    • 8. März 2017 um 2:54 PM
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      Es ist doch einfach nachvollziehbar wohin das kaum vorhandene Budget gegangen ist. Paul hat sicher eine Menge davon verschlungen, wenn ich mir die Postings und die Summen dazu ansehe ist zu vermuten dass die dicke Endabrechnung noch kommen wird. Was sind bei solchen Projekten, die ich abgefahren finde, die paar Euro auf dem Tisch?

  • 8. März 2017 um 1:06 PM
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    Kann ich komplett so nachvollziehen! War selbst einmal in ein automotives Blog Projekt integriert und mir ist klar was da an Zeit und an Kosten aufläuft. Schon alleine wenn man Teile vorstellen, testen oder einbauen will. Ohne Hersteller, der den Rücken stärkt, geht da gar nichts. Schon allein der Paule…. Mann, Mann….

    Hatte mich schon lange gefragt wie das gestemmt wird, jetzt habe ich die Lösung. Ich hoffe sehr, dass eine tragbare Lösung gefunden werden kann und drücke die Daumen!

  • 8. März 2017 um 1:56 PM
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    Ich würde die Marktplatz Idee weiter spinnen und so etwas wie den schwedischen Saab-Club in Deutschland aufbauen, inkl. Ersatzteile-Service nur für Mitglieder, wie es dort üblich ist. Es muss ja kein eigenes Lager sein, vielleicht lässt sich eine Kooperation mit dem schwedischen Club eingehen? Keine Ahnung, ob die offen für einen deutschsprachigen Ableger sind…
    Nur wenn da ein wirklicher Mehrwert bei einem Abo-Modell rauskommt, hat so eine Blog bzw. Newsseite eine Chance. “Nur” für Artikel bezahlen zu müssen, wird glaub ich nicht fruchten…

  • 8. März 2017 um 1:58 PM
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    Es wäre schade, wenn der Blog mangels Finanzen schließen oder sich weiter einschränken müßte. wie schon ein Leser geschrieben hat, ist für mich, wenn ich den PC anschalte und meine emails ansehe, der Klick auf den Saab-Blog vielleicht nicht immer der erste Klick, aber mindestens der 2. oder 3. Klick.

    Ich habe mir dieser Tage meinen zweiten Saab angelacht, ein 9k der ersten Generation, Steilschnauze etc. An ihm ist noch eine Menge zu machen, bis er wieder auf die Strasse kommt, aber er wird kommen.Nicht nur, weil ich saabophil wäre, sondern der Wagen hat mich in meiner späten Jugend schon fasziniert, vielleicht der Lancia (außer vl. mit dem 8.32-Motor) und der Fiat weniger, aber der Alfa und der Saab der Tipo4-Familie hatten es mir angetan. Warum es kein Alfa wurde? Schwer zu sagen, aber mein Herz hängt nun mal am Schwedenblech. Zusammen mit dem 900 Turbo 16S, der schon H-Kennezichen hat, wird der 9k das auch irgendwann bekommen.

    Nun, was die weitere Zukunft des Blogs betrifft: Die Ausarbeitung eines “Marketplace” finde ich schon mal sehr gut. Das Volvoforum hatte das auch schon sehr früh (leider hat sich deren Betreiber irgendwann entschlossen, dieses nur noch für bestimmte leute zu öffnen, die dafür zahlen. Und heute sind die meisten Volvo-Forumler nicht mehr da zu finden, sondern im gleichnamigen Forum auf dem Fratzenbuch.

    Beim Audiforum Typ43.eu hat ebenfalls einen Marktplatz und die Nutzer sind untereinander gut vernetzt. Dort ist man zur Mitgliedergewinnung einen anderen Weg gegangen. Dort zahlt man einen “Mitgliedsbeitrag”. Das Audiforum ist eine Interessengemeinschaft ohne Vereinsmeierei. Gleichzeitig arbeiten sie mit der Württembergischen Versicherung zusammen. Man bekommt einen kleinen Nachlaß, wenn man bei Typ43.eu Mitglied ist. Und dieser Rabatt gilt für alle Töffs, die man dort versichert. Und diesen Nachlaß kann man dann als Mitgliedsbeitrag spenden. Das ist sozusagen eine “Win-Win-Situation”.

    Der Mercedes Club W123.de geht den Weg des klassischen Vereins. Muß man mögen…

    Ich würde den Weg der Audi IG gehen. Es muß ja nicht die Württembergische sein…aber es wäre ien Grund, die Saabs dort zu versichern…

    • 8. März 2017 um 3:15 PM
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      Danke für den Beitrag und die Anregung! Die Audi Leute gehen da einen guten Weg. Ich hatte übrigens auch mal einen Typ 43, aber in grauer Vorzeit in frühester Jugend 😉 . Versicherungen “bombadieren” uns mit “bezahlten Inhalten”. Allerdings meist solche Unternehmen, die wir unseren Lesern nicht ernsthaft empfehlen möchten. Ich könnte mir vorstellen, dass es Versicherungen gibt die an Saab Fahrern intessiert wären und die uns einen zusätzlichen Mehrwert bringen würden.

      Und viel Spaß mit dem 9k!

  • 8. März 2017 um 2:52 PM
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    Ja, ja, diese kostenlos Mentalität. Die macht eben alles kaputt. Ebenso die Tatsache, dass alte Autos entsorgt werden, obwohl sie noch für Jahrzehnte gut werden. Nachhaltigkeit muss man ebenso lernen, wie die Tatsache dass nicht alles kostenlos sein kann. Sonst wäre es auch nix wert.
    Ich finde es gut, dass man sich auf dem Blog rechtzeitig Gedanken macht, bevor die Lage brenzlig wird. Ich möchte den Blog nicht missen, es wäre schade wenn es den Weg ginge, den andere gute Saab Blog bereits genommen haben.

  • 8. März 2017 um 3:08 PM
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    Das Spenden-Ergebnis im Verhältnis zu den Lesern ist natürlich frustrierend, wie es ein Abwärtstrend immer ist.

    Ich glaube wir befinden uns grade in einem ganz schwierigen Stadium. Viele Autos sind noch nicht in dem Alter, wo man an langfristige Erhaltung denkt. Bei vielen passt das sicher auch nicht ins Leben. Die stellen sich dann eine 08-15 Leasing-Kiste vor die Tür und der SAAB wandert auf den Kiesplatz/Export, das ist halt unsere Wegschmeiß-Gesellschaft :-(.
    Bei den älteren (so um die 20) stellt sich die Frage, richtig zu investieren, um noch lange Spaß zu haben oder verwerten/schlachten…
    Ich habe drei 20-jährige und einen 19-jährigen, die alle richtig Spaß machen, sich manchmal aber benehmen, wie eine Horde pubertierender Teenies. Es sind oft Kleinigkeiten, die jedoch richtig nerven können!
    Hinzu kommt die immer schwierige werdende Ersatzteilversorgung. Nach einem Wildunfall mit meinem 9000 im Oktober mussten meine Werkstatt und ich feststellen, dass ORIO-Schweden offensichtlich alle zuvor noch erhältlichen 9000-Blechteile verschrottet hat – da kommen richtig Frust und Zweifel auf, ob das Hobby überhaupt Zukunft hat.
    Repariert wurde dann mit Gebrauchtteilen. Da muss man erst mal rostfreie Teile finden und die dann auch noch mühsam aufarbeiten. Das Ergebnis ist klasse, aber ob das noch wirtschaftlich war? Dafür muss der 9000 nun noch lange fahren!

    Die ganze Situation ist zur Zeit schwierig und nicht grade ermutigend. Andererseits haben gut erhaltene 9000 und sogar einige wenige 902 die Talsohle bei den Preisen durchschritten und sind nicht mehr im Hunderterbereich zu haben.
    Die anderen Modelle werden irgendwann folgen, das kann aber noch dauern und wie viele überleben diese Phase?

    Man wird allerdings inzwischen häufiger auf Parkplätzen auf die schönen Autos angesprochen, das sind dann die Momente, wo die Zweifel verfliegen, vielleicht doch richtig alles gemacht 🙂

    • 8. März 2017 um 3:51 PM
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      Verschrottet? Sicher super sinnvoll für ein Unternehmen, dass vom Verkauf von Teilen lebt. Kundebindung und so..

    • 8. März 2017 um 4:02 PM
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      Die schwierige Situation wird noch eine Zeit lang anhalten. Leider stimmt das mit den Leasingkisten, in den letzten Woche war der Trend nicht ohne. Das bekommen wir, das Blog Team, meist hautnah mit. Weil oft eine Abschiedsmail kommt, was immer nett gemeint ist. Aber uns frustriert.
      Die Aktionen in Schweden, siehe Verschrottung von Blechteilen, sind nicht nachvollziehbar. Die Teile sind das Gold der Zukunft, aber in Schweden hat man ein anderes Verhältnis zu alten Saabs als bei uns. Es könnte sein, dass der schwedische Club einen Teil des Bestands übernommen hat.

  • 8. März 2017 um 3:21 PM
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    nun ja, ich hab es nicht mitbekommen und Euer neues Layout funzt irgendwie nicht mit dem Explorer auf diesem Rechner, auf dem ich aber meist die Website aufrufe.

    Vielleicht kommen ja noch weitere Spenden. Ich hab jetzt mal 50 geschickt.

    • 8. März 2017 um 3:58 PM
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      Danke! Auch an die beiden anderen Spender vom heutigen Tag!

  • 8. März 2017 um 4:38 PM
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    Wie wäre es denn, wenn ihr jedem der spendet, einen kleinen SAAB-blog.net Aufkleber für sein Auto schenkt?
    Das wäre sicher für einige ein Anreiz.

    • 9. März 2017 um 9:08 PM
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      Würde ich mich anschließen, die hätte ich auch gerne!

  • 8. März 2017 um 4:47 PM
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    Es sollte vielleicht so wie bei anderen Markenclubs (z.B. Citroen-Club) gemacht werden: Es wird z.B. ein Jahresbeitrag von 25 € erhoben, dafür gibt es die News u. technische Seiten (Ersatzteilkataloge, Auszüge aus Werkstatthandbüchern, was-kaufe-ich wo-), eine Infoseite für “biete – suche”, Termine. Wenn z.B. wieder 141 Leser bereit sind 25 € zu zahlen sind schon mal 3.525 € festes Budget vorhanden. Es macht sich auch immer gut, wenn man bei “Sponsorverhandlungen” sagen kann wir haben jetzt z.Zt. einen Mitgliederbestand von …… u. dieser wird stetig größer, da die Autos der Marke Saab sich zum begehrten guten Young- u. Oldtimer entwickeln!

  • 8. März 2017 um 4:52 PM
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    Meinerseits mal ein kleines Statement mit meinen Eindrücken zur Marke SAAB:
    Ich fahre viel, bin täglich mit meinem SAAB und auch meinen Dienstfahrzeugen überall rund umund in Hamburg unterwegs.
    Fakt ist, es werden sehr schnell deutlich weniger SAABs auf den Straßen!
    900 und 9000 sind nahezu verschwunden, 9-3 und 9-5 der älteren Generation ebenfalls kaum noch zu sehen.
    Ich arbeite in einer Umgebung, in der sehr, sehr viele Kfz-Händler ansässig sind, die fast nur exportieren. Oder halt diese etwas windigen Fähnchenhändler (windig ist da auch gut, dann flattern die Fähnchen besser). Und dort stehen sie dann, die SAABs so ab 2003, manchmal auch etwas älter.
    Von 2 SAAB 9-5 aus dem Bekanntenkreis kenne ich deren Verbleib sogar genau: Afrika.
    Die Marke ist dort nicht sonderlich beliebt, die Preise sind niedrig.

    Der Bestand an Alltags-SAABs in normalem, gepflegtem Zustand nimmt gefühlt sehr schnell ab.
    Man sieht aber auch viele ungepflegte, gammelnde, verbeulte “Verbrauchs-SAABs”, die meist von ausländischen Mitbürgern “benutzt” werden.
    Und dann sind da halt einige wenige gepflegte Exemplare, deren Fahrer auch grüßen – aber halt nur wenige…..

    Es gibt Tage, da fühle ich mich als SAAB-Fahrer, als sei ich der Einzige dieser Art. Kein anderer SAAB den ganzen Tag. Seltener waren SAABs schon immer, aber nicht sooooooo selten!

    Faszinierend, wie schnell sich das doch so entwickelt hat.

    Ich denk mal, dass SAAB sehr schnell komplett aus dem Straßenbild verschwinden wird. Zumindest als Alltags-/Pendlerauto. Einige Liebhaber wird es sicherlich weiterhin geben.
    Aber in vielen Fällen wird es einen Markenwechsel geben oder hat es schon gegeben!

    Auch ich werde meinen 9-3 Aero so lange fahren, wie es geht. Meine Frau ihren 9-3 Anniversary auch.
    Aber der Zahn der Zeit spielt eine Rolle und die wohl erst beginnnde Diskussion um Fahrverbote für die plötzlich so bösen Diesel wird zumindest unseren beiden SAABs in nicht allzu ferner Zukunft ein Weiterleben bei uns unmöglich machen. Wir haben in beide Autos letztes Jahr viel investiert, dieses Jahr war mein Aero auch schon wieder teuer. Noch geht es. Aber es könnte der Punkt kommen, an dem ich als täglicher Pendler in die nahe Großstadt auch beginne, wirtschaftlich zu denken!
    (Trotzdem würde es nie ein langweiliges Einheitsbrei-Auto werden, ich hätte da schon so eine Idee)
    Der Markenwechsel ist auch bei uns also vorprogrammiert, und das, obwohl ich seit 27 Jahren SAAB fahre!
    Was bleibt ist dann die Liebe zu der Marke, meine Modellautosammlung, die seltene Sonett III und viele schöne Erinnerungen rund um “unsere” Marke. Die Zeiten ändern sich, aber das ist halt so…..

    • 9. März 2017 um 11:16 AM
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      Was für ein Statement! Auf den Punkt gebracht!
      Genau so erlebe ich es auch. Immer weniger Saab auf der Strasse, auch hier in der CH, die ja im Verhältnis eigentlich immer ein gutes Saab Land war. Ich habe das Glück meine Fahrten auf 5 Saab verteilen zu können und so hoffe ich, dass ich noch sehr lange mit einem Saab unterwegs sein kann!
      Gruss aus der CH nach Hamburg

    • 9. März 2017 um 11:33 AM
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      Das, was Du im Norden erlebst, ist hier im Süden schon lange Realität. In den letzten 14 Tagen ist mir ein einziger Saab über den Weg gefahren. Und ich kannte sowohl Auto als auch Eigentümer.
      Saab war hier schon immer eine seltene Marke. Aber so selten, das macht schon einsam. Und da alle Fahrzeuge Benziner sind betrifft uns die Diesel Diskussion nicht so sehr. Ausserdem winkt bald das erste H-Kennzeichen. Aber für den Alltag wird irgendwann einen andere Marke auf dem Parkplatz stehen. Und für die Sonnentage weiter ein Saab!

  • 8. März 2017 um 5:31 PM
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    Bezüglich der Zukunft der noch verbliebenen Saab wird sich die Situation ähnlich entwickeln wie bei anderen, bereits verblichenen, Marken: Viele Autos werden entweder vorzeitig verschrottet oder an Fähnchenhändler verscherbelt, obwohl die meisten die 500.000 km-Grenze bei regelmäßiger Wartung locker überschreiten könnten (eigene Erfahrungen mit drei 900, I).
    Aber diese weniger Saab-affinen Besitzer ohne dieses “Herzblut” sehen diese Marke ohnehin nur als Betonung ihrer individuellen Persönlichkeit an.

    Oder die andere Gruppe, die mit diesem nötigen Herzblut ausgestattet ist, wird sich weiterhin um ihre Schätze kümmern und am Leben halten, so wie es auch bei Panhard (übrigens äußerst sympathische und aktive Club-Mitglieder, die leider aufgrund des Lebensalters immer seltener werden), NSU, Simca, Lancia, Rover, usw. der Fall ist.

    So wird es mittelfristig auch bei Saab sein.

    Umso mehr würde ich es bedauern, wenn es diesen Blog irgendwann einmal nicht mehr geben würde. Die Background-Informationen über diesen fast schon unglaublichen Wirtschaftskrimi bei Saab wären sicher ein eigenes Buch wert (wie wäre es damit, lieber Tom?). Jedenfalls ist die heutige Situation für die “Herzblut-Saabisten” ideal: ein anderer Blog, der einen intensiven Austausch über Technikprobleme erlaubt – und eben unser saabblog!

  • 8. März 2017 um 8:02 PM
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    Grundsätzlich würde ich es sehr bedauern , wenn der Blog genauso eingeht , wie Saab in Schweden. Wie fahren einen 9-5 Bj.98 der jetzt 63 Tsd. runter hat und einen 9oo/2 Cabrio wir werden unsere Schätze solange fahren wie möglich . Einen Saab Service haben wir vor Ort . Also kann nichts schief gehen. Wenn es den Blog nicht mehr gibt fehlt irgend etwas , Eine Blog – Mitgliedschaft mit entsprechendem Beitrag würde ich begrüsse.

  • 8. März 2017 um 9:31 PM
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    Hallo Tom und Mark, das Ergebnis der Blog Spende bei der Anzahl der genannten Leser ist wirklich enttäuschend. Leider zieht sich diese „Mitnahme – Mentalität“ mehr und mehr durch unsere Gesellschaft. Ich persönlich habe auch nichts gegen eine Mitgliedschaft, weiß nur nicht, ob diese Variante, bei der mangelnden Spendebereitschaft vieler Leser das gewünschte Ergebnis bringt. Vermutlich werden diese auch weiterhin auf Gratis Infos hoffen und eine Mitgliedschaft ebenso ablehnen. Zudem wird dies nicht zur Vervielfältigung des Grundgedankens beitragen. Die Idee mit dem Marktplatz finde ich gut und ausbaufähig. Hier könnte sich ein gesunder Markt entwickeln, aber nur wenn der Blog in gleicher Qualität weitergeführt wird. Fakt ist für mich, ohne den Blog wird Saab und die hiermit verbunden Fankultur langfristig einschlafen. Genau das darf nicht passieren und ich hoffe, dass einige Leser, die bisher nichts gezahlt haben, dies nun nachholen. Hier geht es nicht nur einfach um eine Automarke, sondern um ein Lebensgefühl. So ist das jedenfalls bei mir. Bitte macht weiter!!! Saabige Grüße Gebhard

    • 8. März 2017 um 10:37 PM
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      Zu dem Lebensgefühl kommt noch ein Punkt hinzu: durch den Blog und die tollen Veranstaltungen habe ich super nette Menschen sowohl aus der Umgebung aber auch aus anderen Ländern, besonders aus der Schweiz kennengelernt, auf die ich mich bei jedem Treffen freue und mit denen ein netter privater Kontakt entstanden ist.

  • 9. März 2017 um 7:01 AM
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    Ich bin enttäuscht über die geringe Spendenbereitschaft! Eine Mitgliedschaft würde ich außerordentlich begrüßen. Da wäre für den Blog eine Grundabsicherung gewährleistet und nur die wirklich interessierten und engagierten SAABisti dort unterwegs…
    Wer – wie ich seit 1990 – überzeugter SAAB Fahrer ist will seine alten Schweden behalten, hegen und pflegen, sich mit Gleichgesinnten austauschen und diese Fahrzeuge erhalten. Dafür ist der Blog eine ausgezeichnete Plattform.
    Bitte macht weiter so, mich habt ihr als Mitglied und vielen herzlichen Dank für eure tolle Arbeit!

  • 10. März 2017 um 11:04 AM
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    Würde den Spende Button offensichtlichen machen. Ansonsten toller Blog und tolle Artikel.

  • 14. März 2017 um 10:25 PM
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    Ich möchte mich Heiko anschließen:
    Das “Donate” zum Spenden ist auf der Startseite gar nicht zu finden (stationär Chrome-Browser, mobil Edge-Browser), und auch in den einzelnen Beiträgen nur weit unten unter ferner liefen mit Glück zu entdecken…
    “Hat der Saab Blog 2016 gefallen? Dann unterstütze die Blogger mit einer Spende!” sollte immer oben stehen (natürlich nicht so nervig dominant wie bei Wikipedia gegen Jahresende, sondern so zurückhaltend nett (!) wie es ist, nur OBEN rechts oder links auf jeder Seite)!
    Nicht jeder liest jeden Beitrag (gut, ich mittlerweile schon), aber unter Saab-Enthusiasten – und die sollten über die Jahre anteilig immer mehr werden, wenn die Leasing-Rückläufer alle 2-ter oder 3-ter Hand sind – glaube ich nicht so recht an nur 141 leidenschaftlich interessierte, die einen Beitrag leisten wollen…

    Dies soll keine Kritik sein!!! lediglich ein subjektiver Verbesserungsvorschlag.

    Macht weiter so, Tom und Mark und Leser-Autoren, und vielen Dank für alle Beiträge!

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