Neuigkeiten aus dem Saabvägen 5

Der Saabvägen in Trollhättan ist für uns Fans eine ganz besondere Adresse. Er steht für die Heimat von Saab  und für eine lange und aufregende automobile Tradition. Wer den Saabvägen Nummer 5 auf seine Visitenkarte gedruckt hat, der arbeitete früher für Saab Automobile. Heute für NEVS.

Eine große Adresse. Saabvägen Nummer 5.

Fans gelingt es selten, eigentlich so gut wie nie, auf die Lohnliste eines Herstellers zu kommen. Aber es gibt auch Ausnahmen. Vor gut einem Jahr wechselte Michèl Annink,  nach Stationen bei Microsoft und Salesforce,  zu NEVS. Als Senior Director Mobility Services and Customer Journeys sollte er die Zukunft von NEVS mitgestalten.

Ein Saab Fan im Saabvägen 5

Michèl ist Saab Fan durch und durch. Infiziert mit der Liebe zur Marke wurde er in frühen Jahren durch den Saab 99 Turbo eines Nachbarn. Heute besitzt er eine beeindruckende Sammlung seltener Fahrzeuge von Saab, darunter einen raren 9-5 NG Sportkombi und einen 9-4x. Mit seiner jahrelangen Karriere in der IT und dem Saab Hintergrund war er wohl die beste Wahl für eine spannende Aufgabe.

Unsere Leser erinnern sich bestimmt an Michèl als Autor der internationalen Seiten auf dem Blog. Mit der Aufnahme seiner Tätigkeit bei NEVS war ein Schreiben auf dem Blog nicht mehr möglich, und am 15. Februar 2016 verabschiedete er sich vom Blog Projekt.

Die besondere Beziehung aber blieb, und ich fand es aufregend, dass ein Saab Fan die Zukunft der Mobilität im Saabvägen 5 mitgestalten würde. Für Michèl Annink begann mit seinem Traumjob bei NEVS ein engagiertes Leben, das sich zwischen Trollhättan, Peking und Stockholm abspielen sollte. Die Monate vergingen, und das Blog Team konnte die Entwicklung im Saabvägen 5 mitverfolgen. NEVS und Michèl Annink waren immer wieder in der Presse und bei Vorträgen anzutreffen. Seine Vision von der Zukunft der Mobilität wurde zum Thema.

Im Sommer wurden Saab Fans auf ihrer Pre Tour zur IntSaab 2016 im Werk empfangen. Delegationen aus Deutschland, den Niederlanden und aus Schweden bekamen Einblick in die Arbeit von NEVS. Und NEVS öffnete die geheimen Designstudios. Die erfreuliche, neue Transparenz, und auch unser Besuch im Oktober 2016 im ehemaligen Saab Werk, rechne ich unter anderem dem Engagement von Michèl Annink zu.

Michèl Annink hat NEVS verlassen

Irgendwann wurde es ruhiger, und im November 2016 schrieb ich Michèl eine Mail, ob sein Traumjob ihn immer noch glücklich mache. Ich erhielt keine Antwort. An Weihnachten dann kam die Nachricht, dass sich die Wege trennen würden. Die Vorstellungen über die Zukunft der Mobilität, so schrieb er mir, seien zu unterschiedlich gewesen. Und die Entscheidung,  NEVS zu verlassen,  sei ihm nicht leicht gefallen.

Ende Januar verließ Michèl Annink den Saabvägen Nummer 5. Was ich sehr bedauerlich fand, denn ich mag diese Geschichten, wenn Menschen mit einer großen Leidenschaft als Quereinsteiger die Zukunft einer Marke mitgestalten dürfen.

26 Gedanken zu „Neuigkeiten aus dem Saabvägen 5

  • 20. Februar 2017 um 10:43 AM
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    Das ist wirklich schade. Ich habe seine Artikel auf dem Blog gerne gelesen und wünschte ihm viel Glück bei NEVS. Sein Weggang ist kein motivierendes Signal.

  • 20. Februar 2017 um 11:00 AM
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    Wieder ein Stück Beziehung erodiert. as time is going by.

  • 20. Februar 2017 um 11:00 AM
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    Es klingt damit so, als wenn NEVSs Zukunft anders aussieht als das, was ein Saab-Fan möchte. Da die meisten, gewiss auch Michèl, der Idee von Elektroautos gegenüber aufgeschlossen sein dürften, muss man annehmen, dass es irgendwo anders hakt. Individualmobilität adé, statt dessen Belieferung von Mietwagenunternehmen und Behörden?!

    • 20. Februar 2017 um 11:21 AM
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      Michèl ist Fan von Elektroautos und vernetzter Mobilität. Daran hat es sicher nicht gelegen. Seine Entscheidung wird viel mit der zunehmenden Ausrichtung auf den chinesischen Markt zu tun haben.

      • 20. Februar 2017 um 12:30 PM
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        was dann ja Behörden und Mietwagenfirmen wären.

  • 20. Februar 2017 um 11:09 AM
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    OFT: Bin ich der Einzige, den die Opelübernahme beschäftigt?
    Immerhin, ein bisschen SAAB steckt auch in dem einen oder anderen Opel.

    Hier ist so viel von DNA die Rede und ihr wird in allen möglichen (und unmöglichen) Winkeln nachgespürt und mehr oder weniger davon auch überall auf der Welt gefunden …

    Ich weiß auch nicht, was ich denken soll. Aber dass GM nun ganz aus Europa verschwindet gefällt mir schon mal sehr!
    Hätte PSA doch nur Opel und SAAB gemeinsam, gleich- und vor allem rechtzeitig von GM übernommen …
    Lizenzprobleme (9-5 NG) hätte es bei einer derart umfassenden Übernahme wohl nicht gegeben.

    Okay, das ist sehr viel hätte, hätte, hätte. Der Zug ist lange abgefahren. Und doch und auch, wenn ich es selbst nicht greifen kann, finde ich, dass die späte Übernahme der Rüsselsheimer auch irgendwie und irgendwas mit SAAB zu tun hat …

    Was denkt der Blogger? Was die Community?

    • 20. Februar 2017 um 11:19 AM
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      Der Blogger ist sich seit Tagen unsicher ob man es zum Thema machen sollte 😉 Das ganze Opel Ding ist aus Saab Sicht nicht unbedingt positiv besetzt. Mal sehen.

      • 20. Februar 2017 um 11:31 AM
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        Ich denke schon das dieses Thema mal wieder einen Blick über den berühmten Tellerrand hinaus wert wäre. Und wenn PSA schon mal dabei ist, eine Premiummarke fehlt bei PSA. Da wird gerade versucht DS als eine solche zu etablieren, was aber nicht funktioniert.

        • 20. Februar 2017 um 12:29 PM
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          Wie auch. anders kann zwar auch durch Hässlich definiert sein…

          Und ohne Plattform?!

      • 20. Februar 2017 um 12:43 PM
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        Ob positiv oder nicht! Da gibt es eine Verbindung. Opel wurde durch GM ähnlich gebeutelt wie SAAB. Auf den Papier soll Opel seit zig Jahren nur Verluste eingefahren haben. Ich kann das kaum glauben! Ist doch klar, wenn man viel Geld an die Konzernmutter abführen muss obwohl es für die eigene Weiterentwicklung benötigt würde, kann jede Bilanz schlecht gerechnet werden. Warum durfte Opel und SAAB nicht auf dem chinesischen Markt verkaufen? Weil aus GM politischen Gründen nur der US- Schrott dort angeboten werden durfte. All die News die gerade in Bezug auf Opel die Runde drehen erinnern mich schmerzhaft an SAAB.
        Mal davon abgesehen besitzen viele der späteren SAAB- Modelle die gleiche technische Basis wie Opel.

      • 20. Februar 2017 um 1:44 PM
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        Bei jedem Insignia Kombi, den ich irgendwo sehe, denke ich, DU hättest ein neuer 9-5 SC sein sollen!
        Die als einmotoriges “Flugzeug” gestaltete Chromleiste auf der Heckklappe mit ihrem Opel-Propeller empfinde ich jedes Mal als offenen Hohn gegenüber SAAB.

        Aber das rührt nur von meinen GM-Aversionen her …

        Letztlich sind beide Töchter Opfer ihrer Rabeneltern, sind Leidensgenossinnen und am Schicksal der jeweils anderen Schwester unschuldig.

        Möge die Überlebende in bessere Hände kommen. Ohne GM kann es ja nur besser werden.

        • 20. Februar 2017 um 2:06 PM
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          Mir geht es ähnlich! Beim Insignia Kombi sehe ich auch immer ein bisschen SAAB 95 II SC

    • 20. Februar 2017 um 12:31 PM
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      Das Thema war schon mal auf dem Tisch. Ich hätte auch auf einen Verkauf dieser Art gehofft, denn dann hätte Saab weiter von den Standardbauteilen und Ressourcen profitieren können, wäre aber nicht mehr so ein klitzekleines Anhängsel bei GM gewesen. Aber jetzt ist das ja nur noch historisch.

  • 20. Februar 2017 um 11:10 AM
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    Ersnthaft schade, ein Verlust für NEVS und weniger SAAB Spirit im Saabvägen 5.

  • 20. Februar 2017 um 11:22 AM
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    Na dann ist der Weg zurück als Autor für den Saabblog ja wieder frei

  • 20. Februar 2017 um 12:27 PM
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    Sehr schade! Ich wünsche Michèl alles erdenklich gute für seine Zukunft und natürlich auch in seiner neuen Tätigkeit die er sicher bereits angetreten hat. Etwas mehr Details zu den Gründen wären interessant. Aber natürlich ist es verständlich wenn er darüber nicht reden kann und will.
    Michèl könnte doch jetzt wieder für Saabblog schreiben. Wie wärs?

  • 20. Februar 2017 um 12:53 PM
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    Ich denke das Opel/PSA vielleicht ein Thema auch hier auf dem SAAB Blog sein kann.
    Alte Automarken verschwinden,neue Automarken entstehen sowie neue Allianzen.
    Alle 3 (Opel,Citroën und Peugeot )verkaufen im Bereich Kleinwagen und Mittelklasse ,da verstehe ich die Strategie von PSA nicht…
    Achtung Träumerei !!!
    Statt sich Opel ans Bein zu binden hätte PSA SAAB
    wiederbeleben sollen , da der PSA Konzern im Oberen Segment nicht wirklich was zu bieten hat.

    • 20. Februar 2017 um 2:03 PM
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      Vielleicht soll ja Opel zur Premium- Marke aufgebaut werden. Wäre zumindest ein interessantes Projekt. Audi hätte in den 1970er und 1980er Jahren auch keiner als Premium- Hersteller auf der Agenda gehabt. Okay – den Begriff Premium gab es damals in dem Zusammenhang noch nicht. Aber Ihr wisst sicher was ich meine.

      • 21. Februar 2017 um 10:23 AM
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        Du denkst vermutlich an den Audi Polo (Audi 50)?

        Aber trotzdem denke ich, dass man Opel ganz sicher nicht zu einer Premiummarke aufbauen wird.
        Der Weg wäre sehr lang. Es bräuchte ähnlich wie bei Audi 20 Jahre. So weit denkt heute kein Manager mehr.

        Auch wäre es ganz und gar nicht französisch, für ein solches Vorhaben eine deutsche Marke zu wählen.

  • 20. Februar 2017 um 5:56 PM
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    Carlos Tavares (Chef im PSA-Konzern) hätte ja weiterhin die Möglichkeit bei der SAAB AB wegen der SAAB-Markenrechte anzufragen. Auch wäre unter seiner Ägide sogar ein Zusammenschluss mit NEVS vorstellbar (Stichwort: Elektromobilität) – in beiden Fällen wäre mit etwas Geschick die Rückkehr von SAAB-Premiumfahrzeugen – natürlich auch unter der Bezeichnung SAAB – durchaus zu bewerkstelligen.

    NEVS selbst hat bekanntlich weder Zugriff auf den Namen noch kündigt sich bei der künftigen Fertigung von Automobilen das uns bekannte SAAB-Niveau an.

    Letzteres dürfte auch den Weggang von Michél bei NEVS mit ausgelöst haben.

    • 20. Februar 2017 um 6:55 PM
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      Der morgige Artikel auf dem Blog tangiert am Rande das Thema. Schau mal rein 😉

  • 20. Februar 2017 um 6:51 PM
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    Gottseidank bin ich nicht der einzige der so denkt…
    Kann mir mal einer sagen was PSA mit Opel will?

    • 20. Februar 2017 um 8:52 PM
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      Sehr interessant PSA und Opel. Mit Saab ohne Gewinn.Alle fast Tod. Weg vom Trump GM. Neue Modelle kommen und kein Hund ist interessiert in diene Technik. Das wird der neue Autos .Liebe diene Classics wie ein Hund.

    • 21. Februar 2017 um 9:40 AM
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      Es wird so laufen wie immer: man fusioniert, konzentriert Entwicklung und Produktion, stellt Mitarbeiter aus und versucht sich mit den bestehenden Marktanteilen in die Gewinnzone zu bugsieren. Ja, es gibt ein Überangebot an Fahrzeugen in Europa, d.h. im Klartext angeblich zu viele Marken. Ich sehe das anders: viele Marken pushen die Entwicklung, sichern Arbeitsplätze und garantieren akzeptable Preise. sowie individuelle Fahrzeuglösungen und keinen (SORRY) Trash mit Einheitslook vom Fließband.Alleine schon mit der Ankündigung der Verkaufsabsichten hat man OPEL auf dem Weg der Genesung bereits erheblich geschadet. Die Verkaufszahlen werden das zeigen. Was mit den zahlreichen OPEL-Patenten und Entwicklungen ist, von denen auch der Mutterkonzern profitiert, das weiß offensichtlich nicht einmal GM selbst.

  • 21. Februar 2017 um 5:54 PM
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    Hoffe das wir einander doch noch mahl treffen koenen. Vieleicht beim naechste Pilots Wanted?
    Ich wuensche Michèl aber schon jetzt viel Erfolg in seine nachsten Job.

  • 27. Februar 2017 um 10:12 AM
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    Michèl hat also NEVS verlassen. Kein gutes Zeichen aus meiner Sicht.
    Ich wünsche ihm einen guten neuen Start ins Berufsleben und weiterhin viel Spaß mit seinen SÄÄBEN! 🙂
    Michèl kann ja jetzt wieder für den Blog schreiben…. 😉

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