Saab 9-3 2.0t Anniversary. Ein Wintertraum?

Der Wind treibt dicke Schneeflocken über die A3. Es ist kalt und ungemütlich,  als ich mich im Saab 9000 auf den Weg zur Probefahrt mit einem 9-3 Anniversary mache. Eigentlich herrschen an diesem trüben Tag nicht die richtigen Bedingungen. Aber versprochen ist versprochen…

Das letzte Fließheck von Saab…

Die Geschichte beginnt am Wochenende zuvor. Es ist Samstagnachmittag, ich mache mich gerade auf den Weg zu einem Freund, als die Mail eines Lesers eintrifft. Er ist auf der Suche nach einem Saab und interessiert sich für einen 2002er 9-3 Anniversary, der in meiner Nähe angeboten wird.

Eine Perle beim Gebrauchtwagen Händler?

Mir ist die Anzeige bekannt, der Wagen steht schon seit Oktober zum Verkauf, und ich hätte mir den Saab sicher angeschaut,  wenn ich irgendwo noch Platz für ein weiteres Auto hätte. Und weil der Blogger die Leser glücklich sehen will,  fahre ich einen minimalen Umweg zum Händler – ohne allzu große Erwartungen. Denn der 15 Jahre alte Schwede mit seinen 150.000 Kilometern wird in einer Gegend angeboten, wo man in der Regel nur Verbrauchsautos antrifft. Was auch nicht ganz korrekt ist, denn das regionale Audi Zentrum befindet sich in der Nachbarschaft.

15 Minuten später bin ich da. Der Saab parkt in zweiter Reihe, der Händler drückt mir den Schlüssel in die Hand. Wedelt gleich darauf mit dem Wartungsheft, das erstaunlich lückenlos geführt ist. Erst beim autorisierten Saab Partner, dann jährlich bei einer freien Werkstatt,  die für gute Arbeit an Fahrzeugen aus Trollhättan bekannt ist. Finde ich eine Perle genau da, wo man sie am Wenigsten erwartet?

Der gute, erste Eindruck setzt sich weiter fort. Der Saab scheint gut gepflegt. Einige kleinere Macken und Dellen, eine kleine Abschürfung am Kunststoff des Stossfängers. Die hintere Türe der Beifahrerseite könnte irgendwann einmal neu lackiert worden sein. Der Innenraum aber scheint wie neu, es sind alle Flüssigkeiten gewartet, die Reifen haben ein gutes Profil. Auf die Schnelle finde ich keinen Rost an den üblichen Stellen. Den Wagen muss ich zur Probe fahren. Schon deshalb, weil der 150 PS Softturbo ein Automatikgetriebe hat. Damit soll er das Temperament einer Wanderdüne entwickeln,  wurde mir erzählt. Und genau das will ich ausprobieren…

Probefahrt bei Schnee und Eis

Ein paar Tage später stehe ich erneut beim Händler auf dem Hof. Dicke Schneeflocken, aber die Strassen sind schneefrei. Ich frage nach einer Probefahrt und ernte erst einmal skeptische Blicke. Ja der Schnee und die Sommerreifen. Da hat jemand Sorgen um sein Auto. Erst als sich schwöre,  nicht in den Hochspessart zu fahren und Flächen mit Schnee zu meiden,  bekomme ich grünes Licht.

Und ab geht es. Der Saab springt auch nach Monaten des Stillstands problemlos an. Die Heizung und die elektrisch beheizten Sitze verwandeln den Innenraum in eine Komfortzone,  und ich rausche im Saab 9-3 durch den Winter. Auf einem Parkplatz schaue ich mir in Ruhe die Problemzonen des Anniversarys, der aus zweiter Hand ist, genauer an. Und wo ist der Rost? Die Radläufe sind ohne Befund. Auch hinter den Radhausschalen scheint alles gut. Ebenso hinter der Spritzwand. Es ist nichts zu finden. Ein Fehler unterläuft mir dann doch. Ich vergesse die Mulde für das Ersatzrad zu kontrollieren, auch dort sollte man nachschauen.

Negativ fallen bei der Durchsicht die Macken an den schönen Alu 36 Felgen auf, der Gurt der Fahrerseite rollt nicht mehr auf, der Antennenstab ist verbogen, und am Kotflügel der Beifahrerseite sind Dellen und Kratzer. Aber davon abgesehen macht dieser Saab von der Substanz her einen verdammt guten Eindruck.

Automatik ist langsam. Oder so.

Und so fährt er auch. Viel besser als erwartet, alles ist straff und vom Gefühl her keinesfalls 15 Jahre alt. Kaum ist er warm gefahren, trete ich aufs Gas. Die Automatik schaltet zurück, weich wie Butter, der 9-3 zeigt sich agil. Wanderdüne geht anders. Drückt man dann noch die Sporttaste, hängt er so richtig gierig am Gas, geht noch schneller und noch besser. Das macht mich etwas ratlos.

Denn er fühlt sich überhaupt nicht lahm an. Und auch nicht nach 150 PS. Mehr so nach 180 oder 190. Warum das so ist? Unklar. Entweder ist gerade dieser 9-3 ein besonders gut gehendes, nach oben streuendes Exemplar. Oder er wurde mit einer Hirsch Leistungskur versehen. Oder einem 185 PS Steuergerät. Klären lässt sich das nach 15 Jahren nicht mehr. Zumindest nicht mit einer kurzen Probefahrt.

Fest steht: Die Substanz scheint gut, der Saab ist sehr lecker. Trotz oder gerade mit Automatik. Weil er durchgehend scheckheftgepflegt ist, der Pflegezustand stimmt, er die seltene Anniversary Ausstattung und ein Schiebedach hat.

Ein Schnäppchen. Und noch zu haben.

Fest steht auch: Da steht ein Saab 9-3, der mit etwas Engagement zu einem Sahnestückchen werden könnte. Würde man die überschaubaren Mängel richten, dann hätte man ein sehr schönes Auto. Der Preis: Zuerst angeboten für knapp  5.000,00 €, dann auf unter 4.000,00 € und zuletzt in mündlicher Verhandlung auf 3.700,00 € reduziert.

Ein Schnäppchen? Wahrscheinlich. Denn ohne Mängel wäre er bei der guten Grundsubstanz rund  6 oder 7.000,00 € wert. Die Geschichte geht weiter, und sie kommt am letzten Samstag zu einem Ende, das ich so nicht erwartet hätte.

Der interessierte Leser reist mit dem Zug über etliche 100 km an. Inspiziert den Saab, sieht seine Stärken und alle seine Schwächen – die er wohl akzeptiert hätte. Aber er kommt mit den Anniversary-Sitzen nicht zurecht. Er findet einfach keine für sich angenehme Sitzposition, egal wie oft er das Lenkrad, die Kopfstützen und die Sitze verstellt.

Womit wir am überraschenden Ende dieser Geschichte angekommen wären. Der Saab ist noch immer zu haben. Er steht in Aschaffenburg zum Verkauf, gewartet wurde er in den vergangenen Jahren bei AZW. Wo man sicher bei Interesse die Historie erfragen kann.

31 Gedanken zu „Saab 9-3 2.0t Anniversary. Ein Wintertraum?

  • 23. Januar 2017 um 10:48 AM
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    sehr nettes Auto, die Einparkhilfe auch nicht unpraktisch. Würde mir gefallen, aber leider ist der Aufwand, das Fahrzeug nach Österreich zu bringen, (Nova) und die Kosten dafür etwas zu hoch.

  • 23. Januar 2017 um 10:49 AM
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    Gute 9-3 1 sind rar geworden… Der Rost ist wohl der Hauptfeind, Vernachlässigung kommt dazu. Ich habe schon etliche Grotten für viel mehr Scheine besichtigt. Bleibt die Daumen zu drücken, dass dieses schöne Exemplar in gute Hände kommt und der neue Besitzer in Langzeit-Rostvorsorge investiert!

  • 23. Januar 2017 um 11:36 AM
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    Auch wenn ja wohl viele Saab-Fans diese Schrägkeck-9-3´er (bzw 900 II) ja nicht mögen – mir gefielen die immer ganz gut und ich finde den Wagen auch heute noch gut!

    Schicker Wagen, schöner Bericht!

  • 23. Januar 2017 um 11:49 AM
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    Ist das Rostproblem des 9-3 1 so gewaltig?

    • 23. Januar 2017 um 12:14 PM
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      Kommt absolut darauf an wie er gepflegt wurde und wo er im Einsatz war. Es gibt sowohl wirklich unauffällige Fahrzeuge, als auch welche die nicht mehr zu retten sind. Sehe ich immer wieder beim Besuch in diversen Werkstätten. Eine gewisse Anfälligkeit bei Vernachlässigung sehe ich schon.

      • 23. Januar 2017 um 2:42 PM
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        Oh, das hätte ich nicht erwartet!
        Was sollte man denn zur Vorsorge unternehmen? Und gibt es Stellen, die bei Besichtigung unbedingt geprüft werden sollten?
        Eignet sich so ein 9-31 denn noch als “daily driver” oder ist er nur noch ein Fall für Spezialisten und Sammler?

        • 23. Januar 2017 um 2:56 PM
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          Der 9-3 I ist robust, die Technik hält man immer am arbeiten und die Variabilität ist großartig. Gerade mit dem riesigen Kofferraum. Alltagstauglich? Auf jeden Fall!
          Prüfen wie im Artikel (und den Kommentaren hier) beschrieben und natürlich die üblichen Dinge wie bei jedem anderen älteren Auto auch.

          • 23. Januar 2017 um 3:20 PM
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            Wie sieht es mit dem Vorgänger aus, dem 900 II?

          • 23. Januar 2017 um 5:21 PM
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            Der 9-3 I ist ja die Evolution des 902. Im Vergleich finde ich den 9-3 I als moderner und komfortabler im Umgang. Muss man aber selbst “erfahren”. Gute, gepflegte 902 findet man aber immer noch, oft auch durchgehend beim Saab Partner gepflegt. Und ich würde immer die späteren Jahrgänge bevorzugen, da der 902 kontinuierlich verbessert wurde.

        • 23. Januar 2017 um 6:45 PM
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          Hallo Steffen,
          Das ist leider genau das Problem vieler Saab mit der großen Heckklappen, die sind alltagstauglicher als die meisten modernen Autos und sind deshalb oft als billige Gebrauchte total runtergewirtschaftet. Ein Blick in den Kofferraum und die Reserveradmulde entlarvt den “Transporter” schnell.
          Meine Kinder fahren beide 9-3 I, ich 9000 und 902. Ein später 902 (1997) ist von der Qualität mit einem 9000 zu vergleichen, auch wenn er eine Fahrzeugklasse niedriger angesiedelt ist. Die Rostvorsorge ist beim 902 bekanntermaßen sehr gut. Beim 9-3 I wurde an vielen Stellen gespart und auch billigere Materialien verbaut. Bestes Beispiel sind die Lautspecher beim 9-3 aus Malaysia, die meistens hin sind. Beim 902 sind sie noch von Clarion aus Japan und halten.
          Die Sitze im 902 gefallen mir auch besser. Es sind oft Kleinigkeiten.
          Der 9-3 I ist natürlich weiterentwickelt und bietet eine größere Motorenauswahl.
          Ist letztlich auch Geschmacksache.

          • 23. Januar 2017 um 7:26 PM
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            Hallo, vielen Dank für Deine umfangreiche und interessante Nachricht!! Mir gefällt der 902 optisch sehr gut! Und wenn er tatsächlich in den späten BJ’ en etwas taugt – desto besser! Ich kann kaum verstehen, dass er dann so wenige Fans hat! Habe vorhin einen Post im Saabforum entdeckt, bei dem ein 2.0 über 400′ km gelaufen ist. Auf Rost habe ich allerdings wenig Lust, da ich selber kein Schrauber bin. Ist das Coupé eigentlich genauso lang wie die Limo bzw ist der Innenraum bis auf die fehlenden Türen identisch?

          • 23. Januar 2017 um 8:25 PM
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            Ja, Coupé und 5-Türer sind gleich groß. Die 5-Türer sind an den hinteren Radläufen rostanfälliger als die Coupés, das ist leider konstruktionsbedingt.

          • 29. Januar 2017 um 6:55 PM
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            Ich habe hier mitgelesen und diesen Kommentar mit zum Anlass genommen, mir nächste Woche einen 900 II anzusehen!

      • 25. Januar 2017 um 9:08 AM
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        Gibt es eine Baujahrsempfehlung was die Rostanfälligkeit betrifft? Gibt es Baujahre die besser sind?

        • 25. Januar 2017 um 9:43 AM
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          Eigentlich nicht wirklich. Ich würde beim Kauf darauf achten dass die von Saab empfohlenen Rostschutz Behandlungen/Kontrollen im Serviceheft vermerkt sind. Das wäre dann eine gute Ausgangslage. Und dann würde ich lieber ein Fahrzeug kaufen, was in wenig Streusalz auffälligen Teilen der Republik unterwegs war. Also lieber Hamburg als Berchtesgaden 😉

          Bei allen guten Ratschlägen: Ich habe selbst einen 9000er Anni gekauft der im Fichtelgebirge unterwegs war. Höchster Streusalzalarm!
          Warum? Weil ich das Auto aufgrund seiner Farbkombi einfach haben wollte. Also einiges in Rostbeseitigung/Vorsorge investiert und nie bereut.

          • 25. Januar 2017 um 10:14 AM
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            Danke! Ich habe einen aus der Nähe von Frankfurt aus 2001 angeboten bekommen. Angeblich rostfrei!

          • 25. Januar 2017 um 10:44 AM
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            Solltest Du anschauen. Das Rhein-Main Gebiet ist ein gute Adresse 😉

          • 25. Januar 2017 um 10:53 AM
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            Habe nachgesehen: ist eher Richtung Bamberg, wurde aber lange Jahre im Saabzentrum Frankfurt gewartet. Leider ist die Ausstattung sehr mager! Nichtmal ein Lederlenkrad wurde geordert..

  • 23. Januar 2017 um 1:00 PM
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    Das mit der nicht so recht passenden Sitzposition kann ich beim 9-3 gut nachvollziehen: Die Sitze sind höher montiert als beim 902. Wurden die Federbeinhälse auf Rost kontrolliert? Eine Schwachstelle, die beim 9-3 vermehrt in Erscheinung tritt. Zum Preis: etwas über 3k ist OK, denn vergleichbare BMW 3er kosten in etwa dasselbe…

    • 23. Januar 2017 um 2:39 PM
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      Wurden sie nicht, sollte ein zukünftiger Interessent vielleicht tun. Die Sitzposition ist höher, die Sitze mindestens zwei Generationen weiter und mit aktiven Kopfstützen. Ich kam damit gut klar und hatte sofort die passende Einstellung gefunden.

    • 23. Januar 2017 um 7:00 PM
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      Man kann doch nicht einen 3er mit einem 9-3I vergleichen. Ist zumindest meine Meinung.

  • 23. Januar 2017 um 2:13 PM
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    Wie groß war denn der Interessent/Fahrer, der nicht die richtige Sitzposition finden konnte?

    • 23. Januar 2017 um 2:56 PM
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      Keine Ahnung. Wir hatten nur per Telefon Kontakt.

  • 23. Januar 2017 um 7:14 PM
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    “Von einer älteren Dame gefahren”… ja, das scheint bei vielen SAAB der Fall gewesen zu sein, wenn ich mich an meine Kaufgespräche zurückerinnere. War auch bei meinem ersten nicht anders 😉 Aber sei’s drum, der Innenraum sieht ja wirklich noch hervorragend aus. Und auch von außen macht der noch viel her… hätte ich nicht schon einen, dann könnte ich schwach werden.

  • 23. Januar 2017 um 8:22 PM
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    der 902 ist eine der zeitlosesten Karossen überhaupt beim 9-31 wurde die Linienführung etwas verwässert aber das Gesamtkonzept ist ja aber noch das selbe. Wir hatten einen 902 aus 1994 und einen aus 1996 in den zwei Jahren war schon etwas passiert mit der Weiterentwicklung. der 2.0i war 1996 mit Ausgleichswellen ruhiger und hatte 3Ps weniger, das Lenkrad war 1994 wertiger. Ich bin nach wie vor immer begeistert wenn ich einen aus den Baureihen sehe,….aber ein 5.SAAB ist dann doch mehr als Luxus! 😉

  • 24. Januar 2017 um 9:03 AM
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    Zeitlos ist sie wirklich! Man fragt sich, warum der 902 keine Lobby hat.. wirklich schade! Was hier kommentiert wurde, klingt doch eigentlich gut!

    • 24. Januar 2017 um 10:31 AM
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      Ich habe den Eindruck dass der 902 so langsam eine Lobby bekommt. Immerhin werden gute Exemplare nicht mehr verschenkt, so wie früher. Wird auch langsam Zeit. Denn viele haben nicht überlebt.

  • 24. Januar 2017 um 11:03 AM
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    Es könnte tatsächlich ein Anniversary mit 185 PS sein. Hat der Wagen eine APC-Anzeige? Es gab ein Sportpaket für den Anni mit Alu36 und 185 PS. Dann müsste es aber im Fahrzeugschein stehen.

    • 24. Januar 2017 um 1:24 PM
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      Hat er nicht. Keine Turbo Anzeige, alles sieht wie ein normaler 150 PS LPT aus.

  • 27. Januar 2017 um 5:32 PM
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    Oh schade, aber ich habe meine 93er 3er Bande schon! ( Limo als Viggen, Aero als Coupe, 2.3i als Cabrio und dieser 2.3i mit seinen 150PS ist die Wanderdüne, der läuft wirklich sehr schlapp, dafür geht der Viggen einfach gnadenlos gut ab )
    die 93er I sind für mich die Saab schlechthin. Es gibt zur Zeit soviele gute Exemplare hier in der CH, oft mit deutlich unter 150000km und sorgfälltig behandelt. Da gibt es nur eines; kaufen!

  • 7. Februar 2017 um 12:05 PM
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    Fahre selbst einen gut erhaltenen 9-3 Anniversary mit Automatik und habe mich schon gefragt, ob der wohl vom Vorbesitzer gehirscht wurde. Jedenfalls kann ich Toms Eindruck voll bestätigen. Fühlt sich tatsächlich wie 180 PS an. Die Automatik arbeitet übrigens perfekt. Würde ich immer wieder einem Schalter vorziehen.

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