Saab. 5 Jahre später.

Exakt heute vor 5 Jahren war der wohl dunkelste Tag in der Geschichte von Saab. Die ersten Hinweise erreichten Mark und mich kurz vor 9 Uhr, wenig später war es Gewissheit. Victor Muller machte sich auf dem Weg nach Vänersborg,  um Konkursantrag für die Saab Automobile AB zu stellen.

Saab Werk im Herbst 2011

Lasse ich diesen Tag, 5 Jahre später, Revue passieren, dann sind mir einige Dinge besonders im Gedächtnis geblieben. Da war die letzte Telefonkonferenz mit Victor Muller. Die Saab Blogs waren zu diesem Zeitpunkt – auf dem Höhepunkt der Krise – sehr eng in das Geschehen eingebunden. Es ging darum,  Fehlinformationen zu vermeiden und Fakten aus erster Hand zu liefern.

Trollhättan

Am Nachmittag des 19. Dezember hielt Muller seine letzte, internationale Telefonkonferenz. Das Saab Führungsteam und er waren sichtlich angeschlagen und am Ende ihrer Kräfte angekommen. Trotzdem gab es zum Ende noch Worte, die Trost und Hoffnung spenden sollten.

Das schwedische Insolvenzrecht, so VM, erlaube es Unternehmen,  nach dem Verfahren zurück auf den Markt zu kommen. Bei den Mitarbeitern gab es Hoffnung. Weihnachtskrisen hatte es in der jüngeren Geschichte von Saab immer wieder gegeben. Die Angestellten verließen ihre Büros mit der Absicht,  im Januar an ihre Arbeitsplätze zurück zu kommen.

Frankfurt

In der Saab Niederlassung in Frankfurt hatte das Saab Deutschland Team die provisorischen Büros im ersten Stock eingerichtet. Eine notdürftige Übergangslösung nach dem Auszug aus Rüsselsheim, mit viel zu wenig Platz. Bis zum letzten Tag liefen die Planungen für die Zukunft, in enger Abstimmung mit Trollhättan. Das Ende war auch in Frankfurt ein Schock, denn erst wenige Tage zuvor war der Plan zum Aufbau einer starken, deutschen Vertriebsorganisation genehmigt worden.

Die Abstimmung zwischen Saab Deutschland Chef Jan-Philipp Schuhmacher und den Bloggern war besonders eng in diesen Tagen. Es ging vor allem um Schadensbegrenzung und um Unterstützung für Händler und Saab Fahrer. Die Saab Fahrer nicht alleine lassen, sich kümmern – das war die Parole. In Interviews wurde die Lage von Saab und die Ersatzteilversorung erklärt. In Frankfurt begann man umgehend mit der Planung für die Zukunft. Die Sicherung der Arbeitsplätze und den Erhalt der Marke in Deutschland standen im Vordergrund.

Heute, 5 Jahre später,  beschäftigt Orio Deutschland am Standort Eschborn mehr Mitarbeiter als Saab Deutschland 2011. Aus einer provisorischen Niederlassung ist ein hochmoderner Logistiker mit einem nationalen Zentrallager geworden. Orio ist eine deutsch – schwedische Erfolgsgeschichte, entstanden aus schwierigsten Umständen. Geschäftsführer Jan-Philipp Schuhmacher garantiert weiterhin Kontinuität und Zuverlässigkeit.

Irgendwo in Deutschland

Nach dem 19. Dezember 2011 machten sich viele Menschen auf in Richtung Trollhättan. Es ging darum,  sich möglich schnell die Saab Reste zu sichern. Es gab Besucher aus China, aus der Türkei und auch aus Deutschland. Der Finanzvorstand eines deutschen Herstellers flog einen Tag nach dem Konkurs mit der letzten Lufthansa-Maschine nach Göteborg und dann weiter nach Trollhättan. In einem Designstudio seines Unternehmens stand das Modell eines neuen, kompakten Saabs, das zusammen mit Autos einer zweiten Marke von den Bändern in der Stallbacka laufen sollte.

Die Plattformen wäre identisch gewesen, die Motorisierung stellte ein bekannter 1.6 Liter 4 Zylinder mit Turbo Aufladung. Die Pläne zur Saab Übernahme lagen schon eine gewisse Zeit in den Schubladen, und dennoch zerschlugen sie sich. Im Gepäck hatte der Vorstand einen Plan zur Rationalisierung. Sowohl die traditionellen Sommerferien als auch die komplette Pause der Produktion wären gestrichen worden. Das traf in Schweden auf Ablehnung,  und die Deutschen waren bereits im Januar aus dem Rennen.

Trollhättan 5 Jahre später.

In Trollhättan schätzt man die Lage, 5 Jahre später, positiv ein. Die Stadt am Göta Älv ist automobiler Entwicklungsstandort geblieben und ist in dieser Hinsicht besser und stärker denn je. Viele neue kleinere und mittlere Betriebe sind entstanden, die Struktur in der Region hat sich verändert und die Abhängigkeit gegenüber großen Arbeitgebern ist gesunken. Der Ausbau der Anbindung in Richtung Göteborg hat für weitere, positive Impulse gesorgt. Überall in der Kommune drehen sich die Baukräne.

Nur unter den Arbeitern ist Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch. Manche konnten auf Hisingen bei Volvo unterkommen, aber für Viele gibt es nach wie vor keine berufliche Perspektive. Werden in der Stallbacka um das Jahr 2020 herum wieder Autos gebaut, dann unter dem NEVS Markennamen, wird es für etliche ehemalige Saab Arbeiter zu spät sein.

29 Gedanken zu „Saab. 5 Jahre später.

  • 19. Dezember 2016 um 1:26 PM
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    5 Jahre später und SAAB ist immer noch da! Für jemanden der erst später dazu kam echt spannend und dramatisch zu lesen. Der Blog ist eine Zeitmaschine 😉

  • 19. Dezember 2016 um 1:33 PM
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    “Der Finanzvorstand eines deutschen Herstellers flog […] weiter nach Trollhättan. In einem Designstudio seines Unternehmens stand das Modell eines neuen, kompakten Saabs, das zusammen mit Autos einer zweiten Marke von den Bändern in der Stallbacka laufen sollte.
    […] Die Motorisierung stellte ein bekannter 1.6 Liter 4 Zylinder mit Turbo Aufladung. Die Pläne zur Saab Übernahme lagen schon eine gewisse Zeit in den Schubladen”.

    BMW wollte SAAB übernehmen…und das ist nur gescheitert, weil die Schweden nicht auf ihre Sommerferien verzichten wollten? 😮

    • 19. Dezember 2016 um 1:54 PM
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      Man hat sich Mark und mir gegnüber 2012 sehr eindeutig zu der Geschichte mit dem Interessenten aus Deutschland geäussert. Die Chemie hat scheinbar komplett nicht gestimmt. Wenn die Erinnerung nicht trügt waren die Deutschen als erste draussen im Rennen um Saab.

      • 19. Dezember 2016 um 2:36 PM
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        Warum so kryptisch (“die Deutschen”)?

        Das ist ja wie bei Harry Potter. Nur dass es zum Thema SAAB mehr als einen dunklen Lord zu geben scheint, deren Namen sich mancher nicht auszusprechen getraut. Ich denke, es ist an der Zeit, alle Beteiligten des Dramas auch beim Namen zu nennen.

        BMW also! BMW, BMW.

        Das wäre ja wohl besser gewesen als der Status quo!

        Und in einigen 9-5 NG fuhr BMW doch sowieso mit …

      • 19. Dezember 2016 um 2:51 PM
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        Wenn sich die BMW-Leute in Trollhättan breit gemacht hätten, wäre ich auch sehr schnell (als möglicher Kunde) draussen gewesen – sowohl das heutige BMW-Image als auch die Vergangenheit des Konzerns (insbesondere die Übernahme durch Quandt mit Geldern, die nachweislich aufgrund der Ausbeutung von Zwangsarbeitern geflossen sind) wäre für mich ein großer Hinderungsgrund gewesen.

        Da beobachte ich lieber die Entwicklung bei NEVS und schlage dort zu, wenn das Produkt-Portfolio in den nächsten Jahren vielleicht doch noch ein für mich akzeptables Fahrzeug hergibt.

        • 19. Dezember 2016 um 3:37 PM
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          was sich BMW in den letzten ca. 15 Jahren an Kunden herangezogen hat, ist in der Tat eher abstoßend.

          Und gleich mit so einer Forderung unsensibel aufzutreten, ist mal wieder typisch für die Großkopferten.

          • 19. Dezember 2016 um 5:34 PM
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            Vielleicht weiß ich zu wenig über BMW und mach anderes?

            Aber ich weiß mit Sicherheit, dass es das Wissen nicht mehrt, wenn um Dinge und um verschiedene Namen herum geredet wird. SAAB ist Geschichte. Um diese vollständig zu schreiben und zu analysieren gehört alles auf den Tisch. Alles.

      • 19. Dezember 2016 um 6:08 PM
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        So kann man sich täuschen. Eine weitere Fehlentscheidung in der lange Reihe, die zum bekannten und bedauerlichen Resultat geführt haben (kopfschüttel). Damit hätte SAAB wohl bald auch einen Nachfolger mit top-Motoren für den 9-5 er gehabt und wäre definitiv mit guten Chancen im Rennen gewesen.

        Wer nicht mir der Zeit geht, geht mit der Zeit…..

  • 19. Dezember 2016 um 1:37 PM
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    Das macht schon traurig, das zu lesen, aber trotzdem vielen Dank. Was ich mich immer wieder Frage, wo sind die Skizzen, Modelle und Prototypen geblieben, die vor 5 Jahren
    existierten. Wie hätten die Autos ausgesehen?
    Sicher gibt es die eine oder andere Veröffentlichung, es kann doch aber nicht alles gewesen sein.

    • 19. Dezember 2016 um 1:51 PM
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      Das eine besagte Modell haben wir nie zu Gesicht bekommen, wissen aber dass es existiert (hat?) und wer das Design verantwortete. NEVS besitzt immer noch einige Tonmodelle aus der Zeit, sie stehen in einer Halle auf dem Gelände. Vielleicht zeigt man sie irgendwann?

  • 19. Dezember 2016 um 4:02 PM
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    Es war der Sommer 2011 und wir hatten uns gerade ganz bewußt ein ziemlich neues 9-3 Cabrio 1.9 TID AT gekauft. Das es um SAAB nicht gut stand, wußte ich. Hat uns aber nicht abgeschreckt. Wir fahren noch heute 2 prima SAAB und das hoffentlich für viele Jahre.

    Die damalige Diskussion um den “Weißen Ritter” habe ich mit großem Interesse verfolgt. Die Chinesen, der deutsche Wettbewerber und und und. Bereits damals habe ich angemerkt, dass es außer einer eher vagen Übernahmebekundung vor allem einen handfesten und gut durchgerechneten Business-Plan braucht, um den danieder liegenden “GM-Appendix” wieder zu beleben. Der deutsche “Weiße Ritter” also BMW hätte einen solchen Plan sicher auf die Beine gestellt. Was dann von den SAAB-Genen noch übrig geblieben wäre, ist selbst heute nach 5 Jahren nur schwer zu beurteilen. Aber es ist zu bedenken. Mit der Übernahme von Mini hat es BMW geschafft, die wesentlichen Image- und Produkteigenschaften erfolgreich in ein neues größeres Marktumfeld zu implementieren. Bei der Marke SAAB wäre das grundsätzlich auch möglich gewesen, wobei die SAAB-Produktpalette allerdings in großen Teilen bei BMW schon vorhanden (3er BMW und 5er BMW) war. Betrachtet man dann noch die Situation beim “großen” VW Konzern, wo Skoda dabei ist, VW Zug um Zug vom Markt “wegzukonkurrieren”, dann haben die BMW Leute das wohl am Ende richtig eingeschätzt. Gerade bei den o. g. Volumenmodellen von BMW wären gute SAAB 9-3er und 9-5er eine ganz harte Konkurrenz auf einem begrenzten Markt gewesen. Ein kleinerer SAAB wiederum wäre eine direkte Konkurrenz zu Mini gewesen. Auch eher sinnfrei.

    Fazit:
    Hätte ich seinerzeit bei BMW etwas zu sagen gehabt (Gott sei Dank nicht der Fall), dann wäre die Übernahme von SAAB von mir abgelehnt worden. Wenn also BMW ernsthaft geboten haben sollte, dann sehr sicher zu völlig inakzeptablen Konditionen. Ich glaube nicht, dass es nur am Werksurlaub und an den anstehenden Sommerferien gelegen hat.

    • 19. Dezember 2016 um 4:25 PM
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      Der wahre Grund wird wohl gewesen sein, dass man in Trollhättan den Investor aus München einfach nicht akzeptierte. So wurde es uns berichtet. Eventuell haben da Rivalitätsdenken und Stolz etwas damit zu tun. Das Geld für Schweden wurde in England und bei Nedcar investiert.
      Jahre später berichtete der Spiegel darüber. Dort schrieb man BMW hätte statt Saab zu kaufen es vorgezogen in Elektroautos zu investieren.

  • 19. Dezember 2016 um 5:01 PM
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    Just my 2 Cents…
    Ich bin der Meinung, dass BMW Saab hätte übernehmen sollen. Selbst wenn man die Marke notgedrungen etwas unter der Hauptmarke BMW positioniert hätte, wären weiter Autos mit Saab-Emblem vom Band gerollt und durch Baukastensysteme sicherlich sogar in einigen Dingen nicht unbedingt schlechtere Autos.
    BMW hat es jedenfalls verpasst durch eine neue Marke weitere Marktanteile einzustreichen. Die Marke MINI macht es in meinen Augen vor, es kann funktionieren und das auch nicht unbedingt schlecht 😉 Jedenfalls wäre es wohl alles besser abgelaufen als unter NEVS.
    Auch wenn Saab sich wohl gravierend verändert hätte, hätte ich das lieber gesehen als dass diese tolle Marke komplett vom Markt verschwindet und jahrelang ausgeschlachtet wird.

  • 19. Dezember 2016 um 5:31 PM
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    Ich denke wieder zurueck an diese schwere Periode. Bin aber noch immer beindruckt wie Muller und seine Manager so lange gestritten haben, soviele Moeglichkeiten untersucht haben, aber trotzdem am Ende der Handscuh werfen muesste. Heut zu Tagen gibt es weniger von diese Teams die soviel Motivation und Kraft haben so lange gegen den Strom zu schwimmen.

  • 19. Dezember 2016 um 5:47 PM
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    Hab ich das richtig gelesen, in meinem 9-5 NG steckt etwas vom BMW ?

    • 19. Dezember 2016 um 6:42 PM
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      Nur wenn er den kleinen 1,6l Benzinmotor hat. Sonst nicht, meines Wissens.

    • 19. Dezember 2016 um 7:17 PM
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      Nö, der 1.6 war ein GM Motor, der 2.0 ein in Trollhättan entwickelter Motor. Nur Testfahrzeuge waren mit dem 1.6 von BMW unterwegs.

      • 20. Dezember 2016 um 11:23 AM
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        Danke für die Richtigstellung. Jetzt weiß ich auch das.

        GM freut sich noch immer über den 2.0er, wenn ich mich nicht täusche. In manchem Opel schlägt ein schwedisches Herz …

        Bei der ganzen Diskussion innerhalb der SAAB-Community, welcher Konzern und welche Marke wie viel mit SAAB zu tun hat, hätte haben können oder auf keinen Fall dürfen, beschleicht mich schon das Gefühl, dass SAAB chancenlos war.

        Wenn man mit dem Rücken an der Wand steht und dann sich dann für den einen oder anderen zu fein ist, das finde ich schon komisch.

  • 19. Dezember 2016 um 8:14 PM
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    Gut, daß das mit BMW nicht geklappt hat. Bei Rover und LandRover hat BMW auch nur geplündert und somit die Marke Rover zu Grunde gerichtet. Mini einfach behalten, diese Marke gehörte zu Rover und mit den Stückzahlen hätte dann auch Rover überleben können.
    Bei Landrover hat man sich des Allradantriebes bedient, zum Glück haben die überlebt, dank Ford und Tata.
    Bei Saab wäre ähnliches passiert, leider können BMW und auch Mercedes nicht mit anderen Firmen umgehen.
    Dann lieber einen NEVS mit Siemens oder Bosch Motor.

    • 20. Dezember 2016 um 9:10 PM
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      Geplündert waren sie ja schon

  • 19. Dezember 2016 um 10:06 PM
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    BMW wäre wohl eine Chance für Saab gewesen. Wäre interessant gewesen was dabei rauskommt. Auf alle fälle besser wie das was NEVS daraus gemacht hat.

  • 20. Dezember 2016 um 12:53 PM
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    Bei einigen “Mitstreitern” im Blog kommt immer wieder durch, dass NEVS nichts auf die Beine gebracht hätte – Leute, die sind doch dabei, einen guten Start hinzubekommen. Wer in den letzten Monaten nur hin und wieder mal auf die NEVS-Stellenangebotsseite gesehen hat, kann erahnen, dass die Trollhättan-Fortsetzung demnächst bevorsteht.

    Man sollte einfach mal abwarten und nicht irgendwelchen dubiosen Firmen nachtrauern, denen die Übernahme nicht gelungen ist. Wie schon erwähnt wurde, stimmte die Chemie mit BMW nicht – dies ist bei näherer Betrachtungsweise auch nachvollziehbar und beruhigend, dass es nicht geklappt hat. BAIC hätte mir persönlich als Investor gut gefallen – ist aber an dem selbstgefälligen Herrn Muller leider gescheitert. Vielleicht kommt eine Zusammenarbeit zwischen BAIC und NEVS aber dennoch zum Zuge – bin mal gespannt was die Zukunft so bringt.

    • 20. Dezember 2016 um 2:20 PM
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      NEVS lässt sich mit dem Start aber recht viel Zeit – der Titel dieses Artikels ist “5 Jahre später”. Das muss ja die ganz grosse Vision sein. Andere haben in der Zwischenzeit Fahrzeuge produziert und verkauft.

      Was an der heutigen NEVS beruhigender als die Zusammenarbeit mit einem industriellen Investor und einem Zugang zu marktfähigen Produkten und Technologie sein soll erschliesst sich mir nicht.

    • 20. Dezember 2016 um 4:14 PM
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      Auf NEVS zu hoffen und BMW als dubiose Firma zu bezeichnen finde ich schon sehr ……
      Ich möchte SAAB fahren und nicht NEVS. Ich möchte einen guten Verbrenner und keinen E Motor.
      Nevs ist nicht SAAB und hat auch nichts mit SAAB zu tun außer das sie die Immobilien weiter nutzen. Übrigens baut BMW schon seit geraumer Zeit E Autos im Gegensatz zu NEVS. Die ich allerdings auch nie fahren möchte.

      • 20. Dezember 2016 um 5:57 PM
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        Heiko , Sie sprechen mir aus der Seele . Saab bleibt Saab und keine Mischung aus Nevs und anderen Herstellern. Das heisst den Bestand pflegen , den Blog unterstützen, so dass wir lange Freude an der Saab Gemeinschaft haben

    • 20. Dezember 2016 um 7:57 PM
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      Naja, gibt es den nach 5 Jahren neue NEVS zu kaufen? Ist in Trollhättan außer den paar Saab 9-3 MY14 irgendetwas außer Ersatzteile produziert worden? Nevs hat Bestellungen, die hatte Muller auch, und zur Produktion geschweigeden zur Auslieferung kam es nie. Es kursieren Gerüchte ob in Trollhättan überhaupt noch komplette Autos gebaut werden. Focus von Nevs ist und bleibt China. Was hat Nevs also bisher wirklich hervorgebracht? 5 Jahre ist eine lange Zeit . Kann man den Chinesen wirklich trauen? Bei Volvo gibt es den S90 inzwischen nur noch aus komplett chinesischer Produktion. Ist sowas erstrebenswert?

    • 20. Dezember 2016 um 8:21 PM
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      Die rosarote NEVS-Brille…

  • 20. Dezember 2016 um 5:36 PM
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    Schade, dass die Alternative nicht geklappt hat. Ob es gepasst hätte, wer weiß. Wenn ich aber an das Ge­scha­cher um die Reste denke, war es die einzige Chance.
    So schnell gehen fünf Jahre vorbei, noch lebt sie, die Erinnerung.

  • 21. Dezember 2016 um 3:19 AM
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    Entschuldigung, aber man muss das doch mal realistisch betrachten. Was gab es in der Vergangenheit nicht für Gerüchte, zuletzt sollte Saab die B-Marke von Volvo werden, es wurde “Lynk & Co”. BMW hatte 2012 einen Motorendeal mit Saab vereinbart und war daher einer der Gläubiger von Saab. Norbert Reithofer hatte BMW umgebaut, das teure Formel Eins Engagement wurde gestrichen, es gab Entlassungen und Einsparungen. Ich glaube kaum, dass zu dieser die Übernahme eines defizitären Autobauers auf der Agenda von Herrn Reithofer stand. Rationalisierungen, Kooperationen und das Verkaufen von Motoren an Dritte. Man hatte aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Klar, man hätte sicher gerne zukünftig zusammen gearbeitet, aber doch nicht in Form einer Übernahme.

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