Saab im Winterbetrieb – Praktische Erfahrungen

Endlich Winter, seit ein paar Tagen stürmt und schneit es, und seit heute schneit es richtig heftig. Das sieht nach weißen Weihnachten aus! Hier im Ruhrgebiet bricht dann, anders als in den Alpenregionen, schnell das Chaos im Straßenverkehr aus. Ganze Buslinien brechen zusammen, weil die Busse Sommerreifen fahren.

Saab 9-5 im Winterbetrieb. Bild: Saab Automobile AB

Die Bahn meldet alle Jahre wieder Bäume im Gleis, Lastwagen scheitern an kleinsten Steigungen und viele verängstigte Autofahrer bewegen sich, wenn überhaupt, nur noch im Schritttempo durch die Stadt. Die Allradfahrer kommen zwar fast überall rauf, trauen sich aber nicht mehr runter mit ihren teuren Schlitten, schließlich bremsen und rutschen sie genau wie alle anderen. Kurz: Fast alle sind Slalomstangen für Saabfahrer!

Es ist Freitagabend, ich war gerade tanken mit meinem 9-5 2.0t, bin auf dem Weg nach Hause, freue mich auf das Wochenende und über die guten Wintereigenschaften meines mit neuen Winterreifen bestückten Saab, als ein guter Freund anruft und mich um Hilfe bittet.

Vor einer Woche hat er günstig einen schicken E320CDI erstanden, die Winterreifen haben zwar noch 4-5 mm Profil, sind aber wie das Auto neun Jahre alt. Morgen früh will er mit der Familie in den Skiurlaub nach Oberstaufen, und jetzt kommt er noch nicht mal rückwärts aus der Garage raus. Die Ausfahrt ist mäßig steil, macht aber eine leichte Kurve und ist ziemlich zugeweht und glatt.

Meine Schneeketten passen nicht auf seine 17 – Zöller. Der Mini Cooper seiner Frau hat zwar gute Winterreifen, ist aber für 4 Personen und Skiausrüstung viel zu klein. Wir tauschen also, ich fahre Mini und der Saab macht einen Ausflug in die Alpen. Der Benz hat Pause.

Ich schaue bei meinem Saab noch kurz nach dem Motoröl (fast kein Verbrauch), räume ein paar Kleinigkeiten aus dem Kofferraum in den des Mini (der wird dabei halb voll!), klappe die Durchreiche für die Ski auf. Wir laden schnell sein Gepäck in den Saab um und ich sage zum Abschied im Scherz: „Kannst ja mal einen kleinen Ausflug nach St. Gallen zu Hirsch machen, ein paar PS mehr wären nicht schlecht.“

Nach zwei Wochen bekomme ich frisch gewaschen und voll getankt von den dankbaren Urlaubern im Tausch für den Mini meinen Saab zurück.

Sie sind voll des Lobes: Guter Komfort, viel Platz, gute Fahreigenschaften im Schnee, zuverlässig auch bei tiefsten Temperaturen, gute Heizung, Sitzheizung auch hinten, sparsam. Ein Diesel kommt nicht mehr infrage.

Überraschung: Dank neuer Software (zum Sonderpreis) mit 155 KW statt 150 PS! Er war tatsächlich in St. Gallen (80 km)! Ein guter Tausch! Ein neues Fahrgefühl! Und so preiswert!

Nachtrag: Inzwischen ist das Taxi ähh.. der Benz meines Freundes wieder verkauft, der Familienrat hat sich noch auf der Rückfahrt zum Wechsel auf einen Saab 9-5 entschieden. Wahrscheinlich wird er im nächsten Skiurlaub „gehirscht“. Nur so zum Spaß!

Auch diese Saab Geschichte von Jörg war frei erfunden. Wer Spaß an seinen Saab Erzählungen hat, die alle rein fiktiv sind, findet hier noch mehr Lesestoff:

Saab – Treffen am Wochenende in Belgien

Saab im Alkoholbetrieb – praktische Erfahrungen

Saab im Anhängerbetrieb – praktische Erfahrungen

4 Gedanken zu „Saab im Winterbetrieb – Praktische Erfahrungen

  • 12. Dezember 2016 um 1:04 PM
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    Eine schöne Geschichte ! ! !

    Aber in puncto Verbrauch ist sie wirklich sehr frei erfunden …
    Aber der 2,0t kann ja auch nichts dafür, dass der Brennwert von Benzin nun mal niedriger ist.

    Diesel und Benzin sind nunmal Äpfel und Birnen.

  • 12. Dezember 2016 um 10:14 PM
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    Gefällt mir, auch wenn “nur” erfunden!!!

  • 13. Dezember 2016 um 3:06 PM
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    Freue mich mit meinem SAAB nach Nord Schweden im tiefstem Schnee zu fahren

  • 14. Dezember 2016 um 1:35 PM
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    Ah, da nutze ich doch komplett off Topic die unpassende Gelegenheit, um in die Runde zu fragen, ob wohl ein Qaife Sperrdifferential die Eigenschaften auf Schnee und z.B. beim Hängerziehen auf matschigen Wiesen verbessert?!

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