28 Jahre Saab Leidenschaft

Ein Hallo an alle Saab-Liebhaber. Eventuell interessiert euch ja meine Saab Geschichte. Im Jahre 2002 musste neben einem Firmenwagen bei uns ein zweites Auto auf den Hof. Da ich die deutschen “Premiummarken” beruflich fahren musste, wollte ich einen zuverlässigeren und nicht so alltäglichen Wagen haben.

Saab 9-5, Canada Ausführung.
Saab 9-5, Canada Ausführung.

Ein Freund hatte Ende der 80er Jahre einen Saab 9000 mit mehr als 200PS, was man dem Wagen jedoch nicht ansah. Ich erinnerte mich daran, und beschloss einen “understatement_Wagen”namens Saab zu besorgen. Ab hier begann meine (manchmal unvernünftige) Leidenschaft für Saab. Nun habe ich nach langem Suchen einen Kandidaten gefunden. Einen Saab 9000 CSE, 2,0 mit 150 PS. Kurz überlegt, angeschaut probegefahren und gekauft. Eine super bequeme Reiselimousine die ich ca. 2 Jahre ohne Probleme gefahren habe.

Dann kam recht schnell ein Saab 9-5 Aero Kombi 2,3 mit 230 PS zur Familie und ersetzte den 9000er. Er fuhr ebenfalls 2 Jahre ohne Probleme. Gleichzeitig kaufte ich noch einen grünen 900 2,0 mit 185 PS als Cabrio, da inzwischen noch ein Spaß- und Wochenendauto her musste. Diesen fuhren wir auch ca. 2 Jahre.

Zwischenzeitlich hatte man mir einen Saab 9-3 2,0 mit 150 PS als Limousine in Stahlgraumetallic angeboten, zu einem Preis wo ich nicht nein sagen konnte. Leider sind auf dem Bild nicht die “Threespoke double” Alus montiert. Diesen Wagen habe ich nach ca. einem halben Jahr für das 3-fache verkaufen können. Da konnte ich wieder nicht nein sagen. Kurze Zeit später wollte ein schwarzes 900 Cabrio mit ebenfalls 2,0 Maschine und 185 PS zu uns (mir). Wie ihr euch denken könnt, konnte ich auch da nicht widerstehen. Geschaut, gefahren, gekauft.

Auch dieses Cabrio erfreute uns 2 Jahre ohne nennenswerte Probleme. Kurze Zeit später brauchten wir wieder ein Fahrzeug mit etwas mehr Platz und Kofferraum. Da erspähte ich am Bodensee einen Saab 9-5 Aero als Limousine in Silber. 2,3 Liter 230 PS. Ein perfekt gewarteter Aero mit neuem Automatkgetriebe, Motor und Turbolader belegt durch original Saab-Rechnungen. Diesen fuhren wir ca. 3 Jahre ohne Probleme, bis ich im Netz einen Saab 9-5 NG 2,0 BioPower mit 220 PS sah, und von der Farbzusammenstellung und der Ausstattung begeistert war.

Er stand bei einem Fähnchenhändler, der unbedingt darauf bestand, das der Wagen in den Export ging. Ich habe ihm schnell den Zahn gezogen, und habe den Wagen 7000,-€ günstiger!!!!! bekommen. Die Umrüstung für den deutschen Verkehr (war ein Canada Modell) hat eine uns allen bekannte Firma im Norden erledigt. Den 21er habe ich selbst organisiert, und so haben wir für weitere 2 Jahre einen schönen und außergewöhnlichen aber leider qualitativ nicht ganz so guten Saab gehabt.

Einige wollen nun bestimmt wissen was das denn heißt. Er hatte Probleme mit dem Korrosionsschutz am Unterboden und den Fahrwerksteilen, das Fahrwerk war viel zu hart und polterig, 2 Radlager machten nach ca. 60000Km Mahlgeräusche ect. ect. Aber es ist eben ein schöner und seltener Saab. Da verzeiht man einiges.

Parallel kaufte ich (ganz uneigennützig für meine Tochter) einen weiteren Saab 9-3, 2,0 150 PS in schwarz bei einem Jahreswagenhändler für VW und Audi in der Nähe von Magdeburg für 500,-€. Ein bestens gepflegter Wagen als Anniversary-Modell. Dieser musste allerdings weichen, da ich kurze Zeit später einen “Chrombrillen” Aero fand. Geschaut , gefahren, gekauft. Alles war bestens, bis nach ca. 1 Jahr keiner das Poltern der Vorderachse in den Griff bekam. Letztlich wurde nach einer Odyssee an Werkstattbesuchen der Motorträger/Hilfsrahmen identifiziert, wo alle Gummibuchsen verschlissen waren???!

Da mich dieser Saab als erster wirklich geärgert hatte, wurde er nach der Instandsetzung wieder verkauft. Nun war ich auf der Suche nach einem anderen Saab. Aber wie das so ist, wenn man was bestimmtes sucht, findet man es nicht. Ich suchte nach einem 9-5 Aero der ersten Generation. Als ich nach 4 Monaten kein reelles Angebot fand, überkam mich die Idee einen Saab 9-3 Combi als Diesel zu kaufen. Hatte ich noch nicht. Es sollte ein 1,9 TID mit 150PS sein. Kurze Zeit später hieß es wieder: Geschaut, gefahren, gekauft. Leider habe ich noch kein Bild was ich euch zeigen kann. Diesen fahre ich nun 3 Monate und bin bis jetzt sehr zufrieden.

Rückwirkend betrachtet sagt meine Frau immer: “Du bist doch wahnsinnig” mit deinen Autos. Vielleicht hat sie recht. Aber es ist wirklich etwas besonderes diese Marke zu fahren. Diese Leidenschaft besteht nun schon fast 28 Jahre. Und solange noch fahrbare und bezahlbare Saab zu haben sind, werde ich weiter nichts anderes fahren. Der eigentliche Clou an meiner Saab Geschichte ist der, das ich bis jetzt immer das Glück hatte, diese Autos gratis zu fahren. Ich konnte jeden Wagen den ich hatte wieder mit Gewinn verkaufen. Saab ist eben nicht nur schick, sondern enorm wirtschaftlich.

Danke an Björn  für seine Saab Story! Habt auch Ihr etwas zum Thema Saab zu erzählen?

 Die Geschichte einer unvergesslichen Urlaubsreise, eine Restauration, der erste Kontakt mit der Marke aus Trollhättan oder einfach warum Saab zum automobilen Leben dazu gehört…

Was immer es ist, schreibt uns.

10 Gedanken zu „28 Jahre Saab Leidenschaft

  • 7. November 2016 um 3:14 PM
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    Tolle Geschichte und sehr schöne Autos

  • 7. November 2016 um 4:02 PM
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    Danke für die Geschichte! Wirklich beeindruckend und fast alles gefahren was es so gab.

  • 7. November 2016 um 10:10 PM
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    Das nennt man vom Saab-Virus befallen. Was noch fehlte ist ein Cabrio der zweiten 9-3 Generation. Ich hab auch schon einige Saab nach 2 Jahren weiter verkauft, aber mein Cabrio besitze ich seit 7 Jahren und bin immer noch begeistert.

    • 8. November 2016 um 11:15 AM
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      Hallo Troll
      Du kannst dich drauf verlassen. ein Cabrio der 2ten Generation des 9-3 steht schon auf meiner Liste. Leider ist der Markt zur Zeit schlecht (qualitativ) oder überteuert. aber ich hab ja Zeit. Das Endziel ist natürlich ein 900/1 Cabrio. der wird natürlich dann nicht mehr verkauft.
      Weiterhin viel Spass mit deinem Cabrio.

  • 8. November 2016 um 2:56 AM
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    Was ich noch nicht verstehe:
    Wie ist das mit den 28 Jahren gemeint? Im Text steht nur etwas von 2002.
    Und: aus welchem Grund behalten Sie die SAAB prinzipiell nur maximal zwei Jahre?

    • 8. November 2016 um 11:07 AM
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      Hallo
      Saab Fan seit 28 Jahren, weil ich Mitte der 80er Jahre auf Saab aufmerksam wurde, und Ende der 80er Jahre mein Freund einen kaufte.
      Warum ich ca. alle 2 Jahre die Wagen tausche ist ganz einfach. Ich möchte mal alle Saab gefahren haben und häufiger einen “Tapetenwechsel”. Irgendwann werde ich aber mal dauerhaft ein oder zwei Saab besitzen. .

      • 8. November 2016 um 10:46 PM
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        Ah, jetzt ist’s mir klar, danke. 🙂
        Ich schaff’ das nicht so recht, nach zwei Jahren Bindung eine Trennung herzustellen – so wächst die SAAB-(An)Sammlung grad noch weiter an, irgendwann wird der passende Knackpunkt kommen und ich mich auf die Modelle besinnen, die ich wirklich halten möchte.

  • 8. November 2016 um 5:49 PM
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    Hallo Björn,
    Ich kann Dich gut verstehen, denn bei mir brennt die Leidenschaft bald seit 20 Jahren als “aktiver” Saab-Fahrer. Ich wechselte meine Fahrzeuge meist nach zweieinhalb Jahren bzw. 150-200 tkm. Hochgerechnet sind das nun rund 1,2 Mio. km mit unserer Lieblingsmarke (ich geb’s zu: miserable CO2-Bilanz…), die Erlebnisse (positiv wie negativ) könnten ein Buch füllen. Wir haben aktuell vier Saabs in der Familie, und da meine Frau von einem wunderbaren 2008er Cabrio profitiert, bin ich zum Glück noch nicht als wahnsinnig betitelt worden.

    • 8. November 2016 um 6:52 PM
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      Hallo Thomas
      Das mit dem wahnsinnig sein ist von meiner Frau auch eher sarkastisch gemeint. Auch sie profitiert von meiner Leidenschaft und fährt und fuhr alle Saabs gerne. Über die guten und schlechteren Seiten meiner Modelle kann ich ebenfalls ein Buch schreiben. Wer also Tipps zu diesen Modellen braucht, kann sich gerne melden. Ich bin nach diesen vielen Jahren Saab zu der Erkenntnis gekommen, das die Langzeitqualitäten unserer Marke weitaus besser ist als bei den sogenannten “deutschen Premiummarken”. Ich wünsche weiterhin viel Spaß mit euren Saabs.
      (und lasst sie unfallfrei durch den Winter kommen).

  • 9. November 2016 um 1:02 PM
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    Schöne und schön positive Geschichte !

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