Saab 9000 Anna Projekt (Part 3)

Es ist tiefer Winter. Kiel liegt unter einer dicken Schneedecke, als Anna dort eintrifft. Zwei Tage hat der Transport des 9000 CSE Anniversary nach Norden gebraucht. Das Team rund um Markus Lafrentz macht sich an die Arbeit und erstellt eine Liste der nötigen Dinge. Das wird auch eine Nagelprobe für Orio. Was können die Schweden für den Saab 9000 noch liefern?

Anna & Winter. Willkommen in Kiel
Anna & Winter. Willkommen in Kiel

Es bestätigt sich unsere Mängelliste, und ein paar Kleinigkeiten kommen noch dazu. Dann stellt sich die Frage,  was ich eigentlich will. Es gibt Optionen – die fragt Kiel ab…was ich gut finde. Den Saab günstig zum Laufen bringen, dass man für einige Zeit Spaß damit hat, oder die Sache solide und langfristig angehen. Oder, die dritte Alternative, ein Fahrzeug für eine Sammlung daraus machen. Option 3 entfällt, ich entscheide mich für die Variante der Vernunft. Anna soll ein kommender Youngtimer für den Alltag werden, kein Fahrzeug,  das nur bei schönem Wetter auf die Strasse kommt.

Das Ziel ist ein Zustand, irgendwo zwischen 2 und 3. Schön, aber Gebrauchsspuren dürfen und sollen sein, der 9000 ist bereits 17 Jahre alt und kein Neuwagen mehr. Der Punkt, der alles entscheiden wird, ist der Zustand des Scheibenrahmens.

Rost am Scheibenrahmen

Rost am Scheibenrahmen ist kein Naturereignis. Markenübergreifend ist er in erster Linie das Resultat nachlässiger Arbeit. Egal ob Mercedes, Porsche, Volvo oder eben Saab. In unserem Fall liegt die Schuld bei einer bekannten Kette. Leider ist es so,  dass deren Minderleistung meist erst dann auffällt, wenn das Auto längst den Besitzer gewechselt hat. Darunter leiden Eigentümer von Youngtimern und zukünftigen Klassikern. Ein Opfer: Das Anna Projekt. Wie brutal man im Falle unseres Saabs gearbeitet hat,  zeigt die Tatsache,  dass ein Grobmotoriker beim Scheibentausch bis in den Dachhimmel geschnitten hat. Das sieht man erst,  wenn die alte Scheibe draussen ist; steht in diesem Fall als Negativbeispiel für diesen Anbieter.

Die Hoffnung,  dass alles halb so wild sein könnte,  zerschlägt sich turbo-schnell. Der Rahmen ist mehr als nur bröselig. Eigentlich ist es ein kleines Wunder,  dass die Scheibe überhaupt hält. Hätte der 9000er ungeschützt im Regen gestanden,  wäre Wasser eingetreten. Der Rost hätte den Exitus bedeuten können, so dramatisch präsentiert sich der Zustand.

Die Krise. Projekt auf der Kippe…

Schweißen kann man nichts mehr. Der Rahmen – oder besser seine Fragmente – müssen raus. Es gab ( ich hoffe,  dass Orio mitliest )  einstmals ein Reparatur-Set für solche Fälle. Das ist schon lange nicht mehr lieferbar, eine Neuauflage wäre wünschenswert, und würde viele Saab 900 und 9000 vor dem vorzeitigen Exitus bewahren. Eine Nachfertigung sollte keine Zauberei sein und sinnvoll dazu. Aber im Fall von Anna ist guter Rat teuer. Was tun?

Die Krise ist da. Saab wegen dem Rost am Scheibenrahmen verschrotten, denn Schweißen lässt sich da nichts mehr? Ein Ersatzteil individuell anfertigen lassen, was die Aktion nochmals erheblich verteuern wird? Abbruch? Markus Lafrentz ruft an, ich muss mich entscheiden. Anna als Ersatzteilträger, Einzelteile bei Ebay? Das alles nur wegen dem verdammten Rost am Scheibenrahmen? Ein Horror ! Das Projekt steht für einige Minuten kurz vor dem Ende…

In diesem Fall ist der Zufall mit uns – es steht ein 9000er zum Schlachten bereit, der einen rostfreien Scheibenrahmen hat. Die Hürde ist genommen. Der Karosseriebau in Kiel schweißt; eine neue Scheibe vom Original-Hersteller, aus unbekannten Gründen nicht mehr bei Orio im Programm, wird später eingebaut werden. Die Krise ist vom Tisch !

Orio und Ersatzteile für den Saab 9000

Sprechen wir an dieser Stelle über das Thema Orio und über die Ersatzteil-Situation für den Saab 9000. Die gute Nachricht: Alle benötigten Verschleißteile sind lieferbar, preiswert und in guter Qualität. Teile für Fahrwerk und die Karosserie, wie Türen, Kotflügel, Heckklappen sind ebenfalls kein Problem. Einen 9000 im täglichen Gebrauch zu halten, Unfallschäden zu beheben, ist möglich. Schön so !

Wo es zu schwächeln beginnt, sind andere Teile. Statt guter Ware von Hella bei Orio gibt es Scheinwerfer nur noch vom Drittanbieter, bei Rückleuchten demnächst auch. Die Heckblenden, ebenfalls von Hella und im Laufe der Jahre fast immer gerissen, hat man wie die CD Player billigst auf dem schwedischen Markt verschleudert. Hat man in Nyköping nicht gemerkt, dass die Teile im Gebrauchtzustand bei Ebay für ein Vielfaches gehandelt werden?

Wie auch immer, Schweden hat Gold verschenkt. Eine Nachfertigung der Heckblenden…davon kann der Fan aktuell nur träumen. Realistisch ist das nicht. Jetzt sind die Teile nicht mehr lieferfähig, egal wie viel Geld man gerne zahlen würde. (Ich bedanke mich an dieser Stelle bei meinen Freunden in Schweden,  die mir zwei Heckblenden und einen CD Player haben zukommen lassen.)

Andere Lagerbestände sind gefährlich niedrig und lassen nichts Gutes erahnen. Dies alles vor dem Hintergrund, dass Saab Fans weltweit den 9000 entdeckt haben und Restaurationen beginnen. Ein Blick in die Facebook Gruppen zum Thema spricht eine klare Sprache. In Deutschland sind noch einige 1.000 dieser Fahrzeuge im Gebrauch, der Liebhaberwert steigt. Sollten nicht irgendwann neue Saabs kommen, deren Versorgung Nyköping übernimmt, dann werden die Klassiker ein extrem wichtiges Standbein des Unternehmens sein. Hoffen wir, dass die Ausrichtung in der Zukunft entsprechend sein wird.

Zurück zu Anna. Jetzt geht es zum Lackierer. Der soll den Scheibenrahmen lackieren, die Beule in der Türe spachteln und ebenfalls nachlackieren. Er sieht, und das ist der Vorteil der Winterarbeit, Handlungsbedarf am Spoiler, an Heck, an der Fahrertüre. Er bietet von sich aus die zusätzlichen Arbeiten für kleines Geld an, ich stimme zu und Anna ist auf dem Weg,  ein schöner Saab zu werden.

Okay, der 3. Teil war teuer und hat ein großes Loch im Blog-Budget hinterlassen. Schon jetzt ist klar, dass Anna zwar auf dem Weg ist, aber mehr Geld kosten wird als erwartet. Die Mängel, resultierend aus 100.000 Kilometer freier Werkstatt ohne Saab Erfahrung, sind beseitigt. Der enorme Wartungsstau ist Vergangenheit, alle Flüssigkeiten sind gewechselt.

Bei den Teilen haben wir stets Original-Teile von Orio bevorzugt, auch im Vertrauen auf die versprochenen 3 Jahre Garantie. Die Lieferungen kamen schnell und zuverlässig. Nur wo es nicht anders möglich war, haben wir zum Drittanbieter gegriffen. Im nächsten Part ziehe ich eine Zwischenbilanz und treffe Anna in Kiel. Und es geht um Dinge, die passieren. Wird alles gut? Nein, Anna nimmt alles mit,  was geht. Richtig böse Überraschungen zum Beispiel.

17 Gedanken zu „Saab 9000 Anna Projekt (Part 3)

  • 23. September 2015 um 11:33 AM
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    ANA ich mag dieses Projekt sehr denn dieses Projekt haben wir „auch“.
    Nur man müsste sich mal drum kümmern denn die braune Pest nagt auch an unserem…

    Und die schlechte Arbeit am Scheiben Rahmen hat unsere Firma bei der Scheibe auch gut geschafft beim Tausch.

    Genau wie die Kofferraumblende wie ich Werkstätten liebe.

    Weiter so mit Ana 🙂

  • 23. September 2015 um 11:41 AM
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    Grausig, der Scheibenrahmen… Toll dass der Blog das Projekt durchzieht. Anna wird Kult 😉

  • 23. September 2015 um 12:25 PM
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    Ja die Ersatzteilsituation für 900er und 9000er Old-wie Youngtimer ist erschreckend geworden. Gerade wegen (oder auch?) Auktionshäusern wie Ebay. Beispiel von mir für meinen 900er MY91/92 für den Kühlergrill in Chrom: Auf Ebay wurde der letztes Jahr im Mai für knapp 400.- Euro angeboten. Ich kaufte mir von einem Saab Forumsteilnehmer u.a. einen schwarzen Grill, den ich für ca. 30.- Euro und knapp 2 Tagen überwiegend Handarbeit, fast wie neu aussehen liess und von meinem Spezi in Sachen Saab 900 beim nächsten Besuch verbauen liess. Oder Thema Hella SW oder Rückblenden. Da kann ich auch ein Lied singen. Besonders schlimm wird es, wenn das TÜV-relevante Teile sind, die nicht mehr hergestellt werden. Sorry aber da lobe ich mir andere Marken, die schon vor Jahren vorgesorgt hatten, sodass selbst 40 Jahre alte Modelle der Marke, noch Teile bekommen zu vernünftigen Preisen. Die kaufen häufig solche Modelle den alten Vorbesitzern ab, bevor die auf dem Schrottplatz enden und bauen die Teile aus, die noch funktionieren und aufgearbeitet werden können….Im Falle Saab wäre das dringend geboten und besser, als von jedem Besitzer eines solchen Fahrzeugs zu erwarten, entweder auf einen Spender zu hoffen oder (leider) das ganze zu verschrotten, bloss weil ein Teil (womöglich TÜV-relevant) nicht mehr verfügbar ist….

    • 23. September 2015 um 1:14 PM
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      Andere Marken haben Konzerne im Hintergrund, die Möglichkeiten sind nicht mit Orio vergleichbar. Wir dürfen nicht vergessen durch welches Tal der Tränen die Marke gegangen ist, und unter welchen Umständen Orio „geboren“ wurde.
      Was die Klassiker & Youngtimer angeht, so gibt es jenseits von Orio die schwedischen Clubs, die verstärkt Nachfertigungen unter eigener Regie fertigen lassen. Leider aktuell nur für Mitglieder, der schwedische Saab hat 10.000 neue und gebrauchte Teile im Angebot. Vielleicht ist das die Zukunft der Klassiker, vielleicht sind auch die deutschen Clubs gefragt?

      • 24. September 2015 um 12:40 AM
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        Die meisten haben zwar einen Konzern dahinter. Aber wovon die Oldtimer und Youngtimerbesitzer von Saabs eher „träumen“, wäre eine Firma wie sie es z.B. bei Porsche gibt. Dort werden Porsche aufwändig restauriert, man kann Teile bestellen, die so im freien Handel nicht mehr bezogen werden können. Die werden dort notfalls nachgefertigt z.B. Blechteile. Wenn dann das existiert, sind ehemalige Zulieferer wie Bosch, Hella usw. bereit, Kleinserien in Stückzahlen aufzulegen. Das sowas viel Geld kostet, ist klar. Aber wenn so, solche Autos vor der Schrottpresse gerettet werden können, sind oder wären die Besitzer bereit, mal eben mehr Geld auszugeben, wenn danach (bis auf die Verschleissteile die eh zu bekommen sind) mal ein paar Jahre Ruhe ist. Dazu gab es mal eine Reportage in einem Automagazin im TV.

        • 24. September 2015 um 9:38 AM
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          Eventuell ist Orio gar nicht so weit von diesen Ideen entfernt. Es gab in Schweden das „Ein Saab für Ida“ Projekt. Die Idee dahinter war, dass Kunden einen alten Saab zu Orio geben und einen quasi „Neuwagen“ zurück bekommen. Das Wort „Restauration“ nach Saab Spezifikation machte die Runde. Ob das Projekt weiter verfolgt wird oder nicht ist leider nicht bekannt.

  • 23. September 2015 um 1:02 PM
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    Sehr gut, und gut, dass die diversen Schwächen von Orio schonungslos benannt werden. Scheiben, die es noch vom Hersteller gibt, aber die von Orio nicht mehr geführt werden… Das spricht doch Bände. Die Frage ist, ob die „Saab-Fans“ bereit sind, die einzukalkulierenden erhöhten Lager- und Logistikkosten auch zu tragen, oder ob dieses lieber auf günstige abgenutzte Gebrauchtware bzw. China-Qualtität setzten (müssen). Ob die Fan-Gemeinde, die wirklich bereit ist, Geld in die Hand zu nehmen, groß genug ist, um Orio zu mehr Engagement oder dem kompletten Umdenken zu bewegen, wage ich zumindest zu bezweifeln. Natürlich wäre es schön, wenn die Ersatzteilsituation besser wäre. Aber Saab ist als aktive Marke Vergangenheit. Drum bemüht man sich ja auch um neue Geschäftsfelder. Doch muss auch Orio klar sein, dass man es dort zum Teil mit in er Hand hat, sich das alte Geschäftsfeld zu bewahren. Also muss der Input von beiden Seiten kommen. Saab-Fahrer müssen aktzeptieren, dass Orio-Saab-Teile teurer sind, als vergleichbare für andere noch existente Marken. Und Orio muss endlich mehr Risiko eingehen und wichtige Teile wieder verfügbar machen. Es muss ja nicht gleich ein Rundumschlag werden, aber ein klares Signal wäre geboten, um wankelmütige Besitzer (wie micht) auch von einem Verkauf abzubringen. Ein zweites Problem sind aber die Werkstätten. Es werden immer weniger, und die wenigen sind überlaufen. Zudem können diese nicht mehr vernünftig kalkulieren vor Hintergrund der Teile-Misere und auch vor Hintergrund der schwankenden Qualität. Zudem haben die meisten Saab-Kunden wenig Geld in der Tasche. Viele gehen erst in die Werkstatt, wenn die Online-Foren nicht mehr helfen und der Wagen streikt. Das ist dann auch der Zeitpunkt, wo die Autos zum Verkauf kommen. Dann steht Ausweidung auf dem Programm. Dieser Trend ist aktuell vorherrschend. Es wird gehortet, was das Zeug hält. Denn es wächst nichts mehr nach. So sind viele Teile zwar vorhanden, aber eben weggesperrt. Es ist eine Misere, die auch gute Dienstleister wie Lafrenz auf Dauer nicht lösen können. Also ist der Weg zum Exoten vorgezeichnet. Leider mit wenig Aussicht auf langfristig befriedigenden Betrieb. Denn eins muss klar sein: Viele Saab-Fans – sicher nicht all – werden ihren „Enthusiasmus“ spätestens dann an den Nagel hängen, sobald der Unterhalt zu aufwändig oder teuer wird, oder aber ihr Fahrzeug trotz Reparaturen nicht mehr die Eigenschaften aufweist, die es einmal hatte.

    Anna und seinem Besitzer wünsche ich dennoch alles Gute und viel Spaß. Bin auf den nächsten Teil der Story gespannt.

  • 23. September 2015 um 1:09 PM
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    Hallo,

    habe die SAAB-Seiten erst vor kurzer Zeit entdeckt. Ich fahre mittlerweile den 4. Saab (9-3 Cabrio) und habe in der Freundesrunde weitere SAAB-Fahrer in Aschaffenburg. Ich freue mich über jeden veröffentlichen Beitrag und hoffe noch viele nützliche Infos zu finden!

    • 23. September 2015 um 2:52 PM
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      Willkommen auf dem Blog und Grüße in den Strietwald… Der Blog ist zum größten Teil „Made by Aschaffenburg“ 😉

      • 24. September 2015 um 11:07 AM
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        Ich habe den Eindruck, Du bist aus Aschaffenburg. Gibt es eine „MeetingPoint“ für SAAB-Fahrer in Aschaffenburg?

        • 24. September 2015 um 11:34 AM
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          Der Eindruck stimmt. Es gibt leider keinen Aschaffenburger Meeting Point, was man ja ändern kann… wenn man mag 😉

          Der Saab Club Rhein Main veranstaltet ab und zu Treffen in der Nähe von AB.

  • 23. September 2015 um 2:08 PM
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    …bei meinem aero9k blüht der Scheibenrahmen auch seit kurzer Zeit. Hoffe das es noch nicht so schlimm ist. Die Restaurierung kann frühestens nächstes Jahr starten. Der Scheinbenwechsel liegt schon länger zurück und war seinerzeit eine Saab-Werkstatt…., wenigstens steht er seit den letzten 7Jahren trocken und durchlüftet wenn er nicht grad im Regen bewegt wird.

    • 23. September 2015 um 2:51 PM
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      Anna war der extremste Fall in meiner 9000er geschichte, was den Scheibenrahmen angeht. Es muss also nicht so schlimm werden. Ich drücke die Daumen, halte uns auf dem laufenden!

  • 23. September 2015 um 6:17 PM
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    Soviel zum legendären Schweden-Stahl 🙂 Naja, unter den Bedingungen gibt wohl jedes Material nach. Feuchtigkeit und mangelnde Möglichkeit, dass selbige wieder entweicht – da sieht’s schnell so aus.

    Meine Ersatzteil-Erfahrungen sind übrigens nicht unähnlich.

    Als bei meinem 9-5 der Fensterheber in die Brüche ging, hatte ich interessenhalber gleich mit nach Seitenscheiben gesucht – Fehlanzeige. Später bei dem Unfallschaden gab es Probleme mit dem Scheinwerfer-Stellmotor und dem Scheibenwischer-Motor für die Scheinwerferreinigung. Da mussten dann wirklich mal Teile aus „Tertiärquellen“ herhalten. Funktioniert aber alles immernoch, und war problemlos einzubauen. Der Leitungssatz für die Servolenkung war der vorletzte verfügbare. Und auch beim letzten Service wurden einige OEM- und Drittanbieterteile verwendet.

    Insgesamt nervt das schon gewaltig, wenn eine Reparatur mangels Austauschteilen nicht durchgeführt werden kann und irgendein System deshalb nicht zur Verfügung steht – auch wenn es nur etwas Nachrangiges ist.

    • 23. September 2015 um 10:38 PM
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      Orio wird unter Druck stehen gute Zahlen zu liefern und versucht wohl, so scheint es manchmal, die Bestände schnell zu verkaufen. Für Nachfertigungen braucht man dann wohl wieder eine Mindeststückzahl…. Hatte diesen Sommer bei einer Verschönerungsaktion eine ziemliche Wartezeit auf ein fehlendes recht neues Teil, auch in Schweden nicht beschaffbar. Ist dann irgendwann doch gekommen, aber Orio hat zunächst auch nur formelhaft auf den lokalen Saab Service verwiesen. Das stärkt das Vertrauen nicht unbedingt und führt zu Überlegungen ob man sich selbst Teile auf Lager legt ( nach Murphy die falschen) oder ob man nicht doch noch ein anderes Auto braucht …
      Zurück zum Artikel: auch wen das gute Ende bekannt ist ist doch jede Folge spannend zu lesen und die Frage da wie es weiter ging.

      • 24. September 2015 um 9:15 AM
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        „ob man nicht doch noch ein anderes Auto braucht …“

        Du sagst es – leider. Ist irgendwie auch mein Alptraum, dass irgendwann ein lebenswichtiges Teil seinen Dienst quittiert und der SAAB dann „zwangsverrentet“ wird 🙂 🙁 Naja, wollen wir’s nicht hoffen.

        Aber wo du’s ansprichst… stimmt! Tom hätte den Ausgang vielleicht nicht schon erwähnen sollen, dann wäre diese Geschichte richtig spannend. Andererseits haben wir aber a) – auf diesem Blog schon genug spannende Geschichten gehört, mit weniger positivem Ausgang und b) – liest sich die Geschichte leichter mit dem bekannt guten Ausgang vor Augen.

        Insofern – bin gespannt, wie es weitergeht!

  • 23. September 2015 um 10:08 PM
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    Toller Beitrag Tom.

    Demnächst kommit mein Bericht vom 9000er der eigentlich nur
    Zweitwagen werden sollte und jetzt der Held des Herzens ist.
    9000er fahren ist kult!!

    Daniel

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