Saab News Peking: Unklarheit über Saabs neue Marke in China

Victor Muller hat gestern auf der Pressekonferenz in Peking über den neuen Saab Ableger für China gesprochen. So wollen Pang Da und Saab einen neuen “Brand” gründen und gemeinsam Autos in China für China bauen. Was es mit der neuen Marke auf sich hat konnte gestern keiner so richtig beantworten.

Gunilla Gustavs von Saab betonte, dass es lediglich eine lokale Marke sei. Auch in welches Preissegment man gehen will, oder welche Technologie zum Einsatz kommen wird ist nicht klar. Saab Vorstand Muller hatte letzte Woche in Washington davon gesprochen über das Saab Händlernetz in Zukunft billige Autos im 10.000 € Segment aus China zu vertreiben. Baut Muller mit der zweiten Marke  an einem zweiten (Billig)-Standbein ?

Joint Ventures dieser Art brauchen die Zustimmung der nationalen Reform und Entwicklungskomission. Das kann einige Monate dauern, bis dahin wissen wir sicher mehr. Denn bis es so weit ist muss Saab die Hausaufgaben gemacht haben und zurückkehren in stabile wirtschaftliche Verhältnisse. Klar ist nur dass Pang Da ca. 1.300 Autos in Schweden bestellt hat die Saab zusammen mit den ca. 5000 Autos im Rückstand irgendwann mal bauen muss. Gunilla Gustavs rechnet damit dass die Produktion in einer Woche laufen könnte, was vermutlich zu optimistisch ist.

Denn laufen können die Bänder nur wenn EIB, Pang Da und Gemini überwiesen haben. Das sind schon einmal drei “wenn” und im Fall der EIB ist ein “wenn” immer bedrohlich. Den gerade die EIB ist wieder, nach positiven Signalen am Freitag, in ein tiefes, behördliches Schweigen versunken. In China sind die Börsen davon überzeugt dass Pang Da ein gutes Investment getätigt hat. Heute morgen notierten Pang Da Aktien in Shanghai um 4 % höher.

Text: tom@saabblog.net