Saab in der deutschen Presse: Krise beendet, Chinesen retten Saab

Saab Krise beendet - Chinesen retten Saab !
Saab Krise beendet - Chinesen retten Saab !

Die Saab Krise ist beendet, Victor Muller hat das unmögliche möglich gemacht und Saab eine weitere Chance verschafft. Die wichtigsten deutschen Publikationen zum Thema Saab zusammengestellt für Sie, von Financial Times, Sueddeutsche Zeitung und der Welt Online.

Financial Times Deutschland

Chinesen steigen bei Saab ein

Der schwedische Hersteller siecht vor sich hin. Kein Geld, keine Strategie, zu wenig Absatz. In letzter Minute steigt ein unbekannter chinesischer Konzern ein. Unklar bleibt die Strategie.

Der angeschlagene Autobauer Saab hofft auf einen Retter aus China: Der bislang wenig bekannte Autokonzern Hawtai Motor will im Gegenzug für Aktien 150 Mio. Euro investieren und damit die Wiederaufnahme der Produktion ermöglichen. Das teilte Saab-Eigentümer Spyker am Dienstag mit. In den vergangenen Wochen musste Saab seine Produktion einstellen, weil Zulieferer über unbezahlte Rechnungen klagten und deshalb keine Bauteile mehr herausgaben. Mit der Finanzspritze aus China sollen nun die überfälligen Zahlungen geleistet und die Bänder wieder angeworfen werden.
Damit greift bereits zum zweiten Mal ein chinesischer Konzern nach einer schwedischen Autofirma: erst im vergangenen Jahr übernahm Geely Automobile den Saab-Rivalen Volvo von Ford. Spyker zufolge will Hawtai 120 Mio. Euro für einen Anteil von 29,9 Prozent zahlen. Weitere 30 Mio. Euro sollen in Form einer Wandelanleihe fließen.
Allerdings müssten dem Schritt noch die chinesischen Aufsichtsbehörden, die EU-Förderbank EIB und die schwedische Regierung zustimmen. Erst am Tag zuvor hatte Spyker sich nach eigenen Angaben bei seinem Anteilseigner Gemini Investment Fund eine Finanzspritze in Höhe von 30 Mio. Euro gesichert und einen Kredit über 29,1 Mio. Euro von der Europäischen Investment Bank angekündigt.

Spyker hat die strauchelnde Traditionsfirma vor einem Jahr von General Motors übernommen und versucht seitdem, die ehemalige Opel-Schwester in die Gewinnzone zu fahren. Die Aussicht auf die chinesische Finanzspritze ließ die Spyker-Aktie in einem schwächeren Amsterdamer Markt am Dienstag um über 15 Prozent nach oben klettern.
Spyker-Chef Victor Muller sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Hawtai-Vizechef Richard Zhang über die neue Partnerschaft: “Sie sichert unsere mittelfristige Finanzierung und ermöglicht Saab den Einstieg auf dem chinesischen Markt.” Man habe mit Hawtais Technologie für Dieselmotoren und der chinesischen Produktionskapazität den richtigen Partner gefunden. Zhang betonte: “Wir bekommen hier Zugang zu innovativer Technologie und einem internationalen Netzwerk, das wir sonst über Jahrzehnte hätten aufbauen müssen.” Muller sagte, nach “mehreren Wochen mit schlechten Nachrichten” gebe es jetzt die richtige Lösung für Saab. Hawtai ist ein vergleichsweise kleiner und junger Konzern mit eigenen Produktionskapazitäten für 200.000 Autos in China. Bei dem seit 20 Jahren fast immer mit Verlusten arbeitenden schwedischen Traditionsunternehmen Saab waren im vergangenen Jahr nur noch 32.000 Wagen vom Band gerollt.

Süddeutsche Zeitung

Chinesen mischen jetzt auch bei Saab mit

Kapital aus China rettet den akut vom Aus bedrohten schwedischen Autobauer Saab vorerst. Das schwer angeschlagene Unternehmen wird durch den international unbekannten Hawtai-Konzern mit 150 Millionen Euro gestützt.

Wie beide Unternehmen am Dienstag in Peking mitteilten, soll ab 2013 in Hawtai-Fabriken das neue Saab-Modell 9.3 für den heimischen Markt vom Band laufen. Seit 2010 Jahr gehört Volvo zum chinesischen Geely-Konzern in China.

Saabs kleine niederländische Muttergesellschaft Spyker Cars konnte zuletzt die Lieferantenrechnungen für die Produktion im Stammwerk Trollhättan nicht mehr bezahlen. Dort werden seit fast vier Wochen keine Autos mehr gebaut. Neben den mittelfristigen Zahlungen aus China über 120 Millionen Euro profitiert Saab von einer kurzfristigen Wandelanleihe über 30 Millionen Euro, um die Produktion wieder in Gang zu bringen.

Spyker-Chef Victor Muller kündigte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Hawtai-Vizechef Richard Zhang an, dass die 3700 Beschäftigten in Trollhättan binnen einer Woche wieder Autos fertigen sollten. Über die neue «strategische Partnerschaft» sagte er: «Sie sichert unsere mittelfristige Finanzierung und ermöglicht Saab den Einstieg auf dem chinesischen Markt.» Man habe mit Hawtais Technologie für Dieselmotoren und der chinesischen Produktionskapazität den richtigen Partner gefunden.

Zhang sagte zu der Partnerschaft mit Saab: «Wir bekommen hier Zugang zu innovativer Technologie und einem internationalen Netzwerk, das wir sonst über Jahrzehnte hätten aufbauen müssen.» Es sei «ein großer Tag für ein relativ junges Unternehmen». Hawtai wurde erst vor zehn Jahren gegründet, hat nach Medienangaben eine eigene Fertigungskapazität von 200 000 Autos und nutzt bisher vor allem die Technologie des südkoreanischen Hyundai-Konzerns.

Nach der Saab-Übernahme durch den Sportwagenhersteller Spyker hatte dessen Chef Muller vergeblich versucht, den russischen Finanzier Wladimir Antonow als neuen Haupteigner zu platzieren.

Die schwedischen Gewerkschaften sowie Regierungsvertreter in Stockholm begrüßten den Schritt von Hawtai. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson warnte aber vor übereiltem Optimismus und erklärte, die Krise sei für Saab noch nicht vorüber. Das Übereinkommen mit Hawtai muss noch von den chinesischen Behörden, der schwedischen Kreditaufsicht sowie der Europäischen Investitionsbank (EIB) genehmigt werden.

Welt Online

Nach Volvo retten die Chinesen nun auch Saab

Mit einem Millionenkredit macht Pekings Autokonzern Hawtai die Schweden wieder flott. Auch Konkurrent Volvo gehört den Chinesen.

Kapital aus China rettet den akut vom Aus bedrohten schwedischen Autobauer Saab vorerst. Wie Saabs Eigner Spyker Cars und der chinesische Autokonzern Hawtai in Peking mitteilten, sollen für die vereinbarte strategische Allianz „mittelfristig“ 120 Millionen Euro aus China bereitgestellt werden.

Zum Neustart der wegen Geldmangels seit drei Wochen unterbrochenen Produktion bekommt Saab außerdem einen kurzfristigen Kredit über 30 Millionen Euro. Der deutlich größere heimische Konkurrent Volvo gehört seit dem vergangenen Jahr zum chinesischen Konzern Geely.

Der niederländische Spyker-Chef Victor Muller sagte, nach „mehreren Wochen mit schlechten Nachrichten“ gebe es jetzt die richtige Lösung für Saab. Hawtai ist ein vergleichsweise kleiner und junger Konzern mit eigenen Produktionskapazitäten für 200.000 Autos in China. Bei dem seit 20 Jahren fast immer mit Verlusten arbeitenden schwedischen Traditionsunternehmen Saab waren im vergangenen Jahr nur noch 32.000 Wagen vom Band gerollt.

Nach dem Saab-Verkauf an Spyker durch den US-Autobauer General Motors hatte Muller vergeblich versucht, den umstrittenen russischen Finanzier Wladimir Antonow als neuen Haupteigner in Position zu bringen. Weil das Unternehmen seine Rechnungen nicht mehr bezahlen konnte, musste die Produktion vor knapp vier Wochen wegen fehlender Komponenten eingestellt werden. Saab beschäftigt im Stammwerk Trollhättan 3700 Mitarbeiter.

Artikel ausgewählt von: admin/saabblog.net