Saab News: Die Prüfung des Vladimir Antonov

Vladimir Antonov
Vladimir Antonov

Keiner wird so hart überprüft wie Vladimir Antonov, so meint Nils Olof Ollevik vom Svenska Dagbladet.

Leser auf unserem Blog wissen, dass der rusische Millardär unbedingt Saab Gesellschafter werden will.

Die Regierung hat Herrn Antonov jetzt neue Hürden aufgestellt, an denen vorbeizukommen eine Art Hindernisparcour werden dürfte, so Nils Olof Ollevik.

Er hat die Situation analysiert und einen Artikel dazu publiziert. Und so sieht er die Lage:

Die Reichsschuldenverwaltung hat die Situation überprüft und der mehr als willige Kreditgeber Antonov wird jetzt Herr der Fabrikhallen, aber immer noch nicht Miteigentümer von Saab. Das müssen erneut vier Parteien überprüfen, die Reichsschuldenverwaltung, die EIB, die schwedische Regierung und GM. Das merkwürdige dabei ist, alle vier Parteien haben ein Vetorecht. Wenn also Schuldenverwaltung, Regierung und EIB Antonov als Gesellschafter für gut befinden, genügt ein Veto des ehemaligen Eigentümers GM und die Operation ist geplatzt. Antonov könnte sein dringend benötigtes Geld nicht in Saab investieren.

Dabei geht es nicht um die Verwaltung der schwedischen Reichsinisignien, sondern um die Frage ob ein ausländischer Investor Risikokapital in eine schwedische Firma investieren darf. Keiner wird so hart überprüft wie Antonov.

Es gibt die Gerüchte um Antonov und um die Art wie er sein Bankimperium geschaffen hat. Und es gibt die Angst dass ein westliches Industrieunternehmen dazu missbraucht wird um Gelder zu waschen. Eine weitere Befürchtung , von General Motors, ist dass westliches Fahrzeugbau Know How abwandert in Richtung Osten.

Im selben Ausmaß wie sich die US Autoindustrie vom Absturz im Jahr 2009 erholt hat, könnte aber die Angst der Amerikaner vor einer russischen Beteiligung an der ehemaligen Tochter Saab gesunken sein.

Aber bis die Reichsschuldenverwaltung nächste Woche die Untersuchung abgeschlossen wird die schwedische Regierung sehr vorsichtig sein. Industrieministerin Olofsson betonte auf Ihrer kurzen Pressekonferenz dass die erste Liquiditätsüberbrückung von 30 Millionen € von einer europäischen Bank kommen muss, die nicht Antonov gehört. Auf diese Art und Weise drückt sich die schwedische Regierung vor der Verantwortung die Herkunft der Gelder nach dem Geldwäschegesetz zu überprüfen.

Warum Maud Olofsson so offensichtlich ihe Mißtrauen zeigt, wir werden es nächste Woche wissen wenn die Empfehlung der Schuldenverwaltung vorliegt. Es ist wahrscheinlich, das die Regierung nur allgemein vorsichtig ist um der EIB und GM zu zeigen wie verantwortungsbewußt sie handelt und keine Geldwäsche erleichtern will.

Text/Übersetzung: admin/saabblog.net

Autor: Nils Olof Ollevik